Aktuelle Problemmitteilung

Einschränkungen beim Mail-Versand zu Microsoft-Postfächern

Aktuell ist die Zustellung und Weiterleitung von E-Mails, die von STRATO Postfächern zu Microsoft-Postfächern gesendet werden, eingeschränkt. Das betrifft zum Beispiel E-Mailadressen mit „@live“, „@outlook“, „@msn“ oder „@hotmail“.

Die Ursache hierfür sind kurzfristig geänderte Richtlinien bei Microsoft. Diese führen aktuell dazu, dass die Server von Microsoft einige unserer IP-Adressen nicht zulassen. Wir stehen bereits mit Microsoft im Austausch, um diese Einschränkung zeitnahe zu beheben.

Wir bedauern die Unannehmlichkeiten.

 
Werbung
Banner Samsung Galaxy A5 2017 728x90
Wer selbst entscheidet, ist leistungsfähiger
Professor Ulrich WegerDie Selbsteinschätzung des Einzelnen kann produktiv in den Lernprozess einbezogen werden

Wer die Wahl hat, hat die Qual – heißt es. Aber wer einmal eine Wahl getroffen hat, setzt dadurch verschiedene psychologische Mechanismen in Bewegung, die den Menschen in seiner Entscheidung bestärken und unangenehmes Grübeln vermeiden helfen. „Wer immer weiter über eine möglicherweise falsche Entscheidung nachdenkt, ist zur Unzufriedenheit verdammt. Davor schützen wir uns unbewusst“, erläutert Prof. Ulrich Weger, Leiter des Departments für Psychologie und Psychotherapie der Universität Witten/Herdecke (UW/H), der sich die Frage stellte, ob dieses Prinzip auch wirksam im therapeutischen oder pädagogischen Zusammenhang eingesetzt werden könnte. Weger: „Kann etwa ein Arzt, der seinem Patienten die Möglichkeit gibt, über Behandlungsoptionen mitzuentscheiden, von diesen psychologischen Prozessen Gebrauch machen? Führt die Selbstbestärkung dazu, dass der Patient zuversichtlicher auf seine Gesundung vertraut, die Medikamente besser bei ihm wirken oder er weniger Schmerzen erleidet?“
 
Borderline: Therapie lohnt sich nicht nur für Betroffene
PD Dr. phil. Christoph Kröger, Leiter der Psychotherapieambulanz der TU Braunschweig - Foto: privatErste Studie zu Gesamtkosten der Borderline-Persönlichkeitsstörung veröffentlicht

Psychologinnen und Psychologen der TU Braunschweig haben erstmals die Gesamtkosten der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) in Deutschland berechnet. Die Studie weist eine Summe von jährlich 8,69 Milliarden Euro aus, mit der vor allem das Gesundheitssystem und die Wirtschaft direkt und indirekt belastet werden. Wenn sich nur die Hälfte der Betroffenen behandeln ließe, könnten gezielte Investitionen in spezielle Behandlungsprogramme rund 1,5 Milliarden Euro im Jahr einsparen. Die Ergebnisse der Studie hat das Forscherteam in der Fachzeitschrift „Behaviour Research and Therapy“ veröffentlicht.

„Borderline“ – Seltene Krankheit mit großem Schaden
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist nicht nur für die Betroffenen mit großen Schäden verbunden, wie ein Forscherteam der Technischen Universität Braunschweig nun mit einer aktuellen Studie zeigen kann. „Die BPS verursacht, obwohl sie selten ist, hohe Kosten für das Gesundheitssystem, zum Beispiel durch häufige Krankenhausaufenthalte und Aufnahmen in der Notfallambulanz“, erklärt Dr. Christoph Kröger. „Für die Gesellschaft ergeben sich weitere Kosten, beispielsweise durch Arbeitslosigkeit oder Frühverrentung. Dazu kommen krankheitsbedingte Fehltage, sofern die Betroffenen noch erwerbstätig sind“, so der Leiter der Psychotherapieambulanz der TU Braunschweig. Insgesamt, so die aktuelle Studie, gehe man von einer Summe von 8,69 Milliarden Euro im Jahr aus, mit der sich die Folgen der Erkrankungen unmittelbar und mittelbar auf das Gesundheitssystem, die Sozialkassen und die Wirtschaft auswirkten. „Dieses Ergebnis verdeutlicht, dass wir es nicht nur mit einem medizinischen Problem zu tun haben, sondern wir uns als Gesellschaft, vor allem in Fragen der Früherkennung und Therapie, den Betroffenen verstärkt zuwenden müssen“, appelliert Kröger.
 
Psychische Erkrankungen sind größtes Vermittlungshemmnis bei Langzeitarbeitslosen
Logo Stiftung Deutsche Depressions HilfePsychosoziales Coaching in Jobcenter Leipzig zeigt große Erfolge – Ausweitung in andere Regionen geplant

Ein Leipziger Pilotprojekt zeigt: Die Mehrheit der älteren Langzeitarbeitslosen (66%) leidet an psychischen Erkrankungen, die bisher nicht erkannt oder nicht optimal behandelt wurden. Diese sind häufig eine wichtige Ursache der Arbeitslosigkeit und verhindern die Reintegration in den Arbeitsmarkt.

In Leipzig wurde seit 2011 das Modellprojekt „Psychosoziales Coaching“ erprobt, das sich psychische Erkrankung als beseitigbares Vermittlungshemmnis zuwendet. Ziel des Interventionsprogramms ist es, nicht oder nicht optimal behandelte psychische Erkrankungen bei älteren Langzeitarbeitslosen zu erkennen und die betroffenen Personen Hilfe zu vermitteln.

„Viele glauben, dass Langzeitarbeitslose durch die Arbeitslosigkeit psychisch erkranken. Häufig besteht eher ein umgekehrter Zusammenhang:
 
Welttag der Seelischen Gesundheit – Psychisch krank und mitten im Arbeitsleben?!
DGPPN LogoMenschen mit chronischen psychischen Erkrankungen stehen immer noch vor großen Barrieren, wenn sie auf den ersten Arbeitsmarkt gelangen wollen: Mehr als die Hälfte ist von Arbeitslosigkeit und Frühberentung betroffen. Auch erleben sie häufig Stigmatisierung. Zum Auftakt der 8. Berliner Woche für Seelische Gesundheit fordern das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sowie Gesundheitsstadt Berlin deshalb heute in Berlin, die beruflichen Chancen für Betroffene zu verbessern.

Arbeit und psychische Gesundheit greifen eng ineinander. Schlechte Arbeitsbedingungen können krank machen und psychische Störungen auslösen. Präventive Maßnahmen sind deshalb dringend erforderlich und müssten regelhaft im Rahmen der Betriebsmedizin etabliert werden. Ist schon eine psychische Erkrankung aufgetreten, ist es entscheidend, möglichst frühzeitig mit der notwendigen störungsspezifischen Therapie zu beginnen, um Chronifizierung zu vermeiden und Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Im Fall einer längeren Arbeitsunfähigkeit sollte besondere Aufmerksamkeit auf ein sorgfältiges Wiedereingliederungsmanagement am Arbeitsplatz gerichtet werden.
 
Escitalopram verändert das Gehirn innerhalb von wenigen Stunden
Vergleich Escitalopram (rechts) und Placebo (links)Wirkstoff gegen Depressionen verringert die Kommunikation zwischen Ruhe- Netzwerken in manchen Gehirngebieten und erhöht sie in anderen

Eine einzige Dosis eines der weltweit am häufigsten verwendeten Medikamente zur Behandlung der Depression führt innerhalb weniger Stunden zu messbaren Veränderungen im gesamten Gehirn. Wissenschaftler am Max- Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben entdeckt, dass der Wirkstoff Escitalopram, der die Verfügbarkeit des Botenstoffes Serotonin beeinflusst, Vernetzungen zwischen funktionellen Vernetzungen stark verändert - also die synchrone Gehirnaktivität in verschiedenen Hirnarealen in Ruhe. Escitalopram beeinflusst dabei, welche Netzwerke des Gehirns gleichzeitig aktivieren, also im Gleichklang „schwingen“, wenn sich das Gehirn im Ruhezustand befindet. Dieser schnelle und weitreichende Effekt von Escitalopram ist außergewöhnlich, denn die antidepressive Wirkung dieser Medikamentenklasse benötigt meist zwei bis drei Wochen, um sich voll zu entfalten. Die aktuelle Studie lässt vermuten, dass die Wirkung der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer auf die Ruhe-Vernetzung des Gehirns nur wenige Stunden nach der ersten Einnahme beginnt.
 
Gemeinsame Stellungnahme der DGKJP und der Konferenz der Lehrstuhlinhaber für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Der Koalitionsvertrag der Regierung sieht im Gesundheitsbereich unter anderem eine Neuordnung des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) vor. Seither mehren sich unterschiedliche Konzeptvorschläge in Bezug auf eine mögliche „Direktausbildung“. Gleichzeitig fürchten Ausbildungsstätten für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie den Wegfall einer spezifischen Ausbildung.

Vor diesem Hintergrund haben der Vorstand der DGKJP und die Konferenz der Fachvertreter für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie das Thema im Rahmen des letzten Fachvertretertreffens Ende Juni ausführlich diskutiert. Es herrscht Einigkeit, dass die psychotherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen weiterhin „Kinderspezialisten“ vorbehalten bleiben muss. Genauso besteht Konsens, dass die Anforderungen an die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten gleichwertig zu denen zum Erwachsenenpsychotherapeuten sein müssen.
 
Stress In The City - Wie beeinflusst das Leben in der Großstadt die psychische Gesundheit?
Die 8. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit beschäftigt sich vom 10. bis 17. Oktober mit dem Thema „Psychisch krank und mittendrin?!“

Berlin - Hier pulsiert das Leben, es ist immer etwas los. Millionen von Menschen unterschiedlicher Herkunft leben auf engstem Raum zusammen. Hektik, Lärm und Enge der Großstadt beeinflussen die Gesundheit der Stadtbewohner. Sie leiden verstärkt unter Vereinsamung, Ausgrenzung, Depressionen, Angst und Stress. Die 8. Berliner Woche der seelischen Gesundheit beschäftigt sich deshalb vom 10. bis 17. Oktober mit dem Thema „Psychisch krank und mittendrin?!“. Mitten in einer Großstadt und deshalb psychisch krank? Oder psychisch krank und trotzdem mittendrin im Großstadtleben?
Verschiedenen Studien zufolge treten bestimmte psychische Erkrankungen in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern verstärkt auf. So leiden ihre Bewohner zu etwa 20 Prozent häufiger an Angststörungen, das Risiko für eine Depression ist bei ihnen sogar um 40 Prozent erhöht. Auch das Risiko, an einer Schizophrenie zu erkranken ist bei Städtern verglichen mit Menschen, die auf dem Land aufgewachsen sind, deutlich erhöht. Was genau belastet die Menschen in der Großstadt so sehr, dass sie seelischen Schaden nehmen? Häufig genannte Belastungsfaktoren sind fehlende Grünflächen, Lärm, Licht- und Luftverschmutzung. Ein weiterer wichtiger Faktor ist sozialer Stress, wie zum Beispiel fehlende Kontakte und zwischenmenschliche Bindungen bei gleichzeitiger Dichte und Überbevölkerung.
 
Werbung
cleverALLNET