Aktuelle Problemmitteilung

Einschränkungen beim Mail-Versand zu Microsoft-Postfächern

Aktuell ist die Zustellung und Weiterleitung von E-Mails, die von STRATO Postfächern zu Microsoft-Postfächern gesendet werden, eingeschränkt. Das betrifft zum Beispiel E-Mailadressen mit „@live“, „@outlook“, „@msn“ oder „@hotmail“.

Die Ursache hierfür sind kurzfristig geänderte Richtlinien bei Microsoft. Diese führen aktuell dazu, dass die Server von Microsoft einige unserer IP-Adressen nicht zulassen. Wir stehen bereits mit Microsoft im Austausch, um diese Einschränkung zeitnahe zu beheben.

Wir bedauern die Unannehmlichkeiten.

 
Werbung
Banner Samsung Galaxy A5 2017 728x90
Kleine Held(Inn)en in Not: Kinder psychisch erkrankter Eltern brauchen Hilfe - Themendossier mit Empfehlungen für betroffene Familien erschienen
Etwa drei Millionen Kinder in Deutschland leben mit einem psychisch kranken Elternteil. Sie sind selber stark gefährdet, psychisch krank zu werden. Um die betroffenen Familien präventiv zu unterstützen, hat das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ein Themendossier „Kinder von psychisch erkrankten Eltern“ mit zahlreichen Praxistipps und Handlungshilfen erstellt. Das Themendossier finden Sie unter http://fairmedia.seelischegesundheit.net/index.php?Itemid=298.

Unter dem Titel „Kleine Held(Inn)en in Not“ veranstaltet der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. in Kooperation mit dem Berufsverband für Kinder-und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJJP) am 25. und 26. Juni in Hannover eine Fachtagung zu Prävention und Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern. Ziel ist die bessere Vernetzung aller Akteure innerhalb des Versorgungssystems, sowie die politische Initiative zahlreicher Verbände auf Bundesebene, eine Sachverständigenkommission einzurichten und familienorientierte „Komplexleistungen“ zu erarbeiten.
Die Notwendigkeit vernetzte und auf das Familiensystem bezogene Hilfen für Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil anzubieten, ist in den Bereichen von Jugendhilfe, Gemeindepsychiatrie, Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie unumstritten. Viele Projekte und Initiativen sind in den letzten Jahren entstanden und einige Forschungsinitiativen können inzwischen Ergebnisse zur Wirksamkeit präventiver und resilienzfördernder Hilfen für Familien in dieser besonderen Belastungssituation belegen. Auch in der breiten Öffentlichkeit wird die engagierte und kontinuierliche Arbeit regionaler Netzwerke für Kinder psychisch erkrankter Eltern zunehmend wahrgenommen.
 
Kunst aus der Psychiatrie
Franz Bühler (Pohl) 1864-1940 - Das Selbst - Kreidezeichnung März 1919

Franz Bühler (Pohl) 1864 – 1940: „Das selbst“. Kreidezeichnung, März 1919

© Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg
Selbstbilder aus psychiatrischen Anstalten der Sammlung Prinzhorn zeigt die Ausstellung „Ich. Mein Selbst.“, die vom 19. März an im Martin-von-Wagner-Museum der Universität Würzburg zu sehen ist. Organisiert hat sie der Arbeitskreis Würzburger Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer der Euthanasie.

Viele Künstler interessierten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf der Suche nach Authentizität und Ursprünglichkeit für Kinderzeichnungen, für die Kunst der so genannten „primitiven Völker“ und immer mehr auch für die Werke von psychisch Kranken. Zeitgleich begannen Psychiater bildnerische und kreative Arbeiten ihrer Patienten zu sammeln, mit der Vorstellung, sie für ihre Diagnosen einsetzen zu können.

Die Sammlung Prinzhorn
Für die Psychiatrische Klinik Heidelberg trug Hans Prinzhorn (1886-1933) in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg eine umfangreiche Kollektion zusammen. Sie umfasst Zeichnungen, Gemälde, Collagen, Textilien, Skulpturen und Texte, die zwischen 1880 und 1920 in psychiatrischen Anstalten im deutschsprachigen Raum entstanden sind. Teile dieser renommierten Sammlung sind nun zum ersten Mal in einer Sonderausstellung in Würzburg zu sehen.
 
Subjektives Zeitempfinden ist bei depressiven Menschen verändert
Psychologen der JGU ermitteln in einer Metastudie Unterschiede zwischen der subjektiven Einschätzung des Zeitflusses und der Schätzung konkreter Zeitintervalle

Wie schnell die Zeit vergeht, ist eine außerordentlich subjektive Einschätzung und hängt meist von der jeweiligen Situation ab, ob man beispielsweise auf etwas wartet oder im Gegenteil eine Frist näher rückt.
Allerdings scheinen depressive Menschen grundsätzlich ein anderes Zeitempfinden zu haben als gesunde. Darauf deuten Aussagen von Patienten hin, wonach ihnen die Zeit quälend langsam vergeht oder gar stillzustehen scheint. In einer sogenannten Metastudie haben Psychologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) nun die zu dieser Frage relevanten wissenschaftlichen Untersuchungen zusammengetragen und ausgewertet. Das Ergebnis: Depressive Personen haben im Vergleich zu gesunden Probanden tatsächlich das subjektive Empfinden, dass die Zeit langsamer vorbeigeht.
Müssen sie jedoch ein ganz konkretes Zeitintervall von zum Beispiel zwei Sekunden oder auch zwei Minuten schätzen, gelingt ihnen das genauso gut wie Gesunden.

Sven Thönes und Daniel Oberfeld vom Psychologischen Institut der JGU haben für ihre Metastudie die Ergebnisse aus 16 Einzelstudien mit insgesamt 433 depressiven Probanden und 485 nicht depressiven Kontrollprobanden ausgewertet. „Psychiater und Psychologen in Kliniken oder Praxen berichten immer wieder davon, dass depressive Patienten das Gefühl haben, die Zeit schleiche langsam dahin oder vergehe im Zeitlupentempo“, berichtet PD Dr. Daniel Oberfeld. „Unsere Auswertung kann dies bestätigen.“ Erste wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema gab es bereits in den 1940er Jahren. Die älteste Studie, die in die Analyse der Mainzer Psychologen einging, stammt von 1977.
 
Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen auf dem Vormarsch
Kongress mit über 2000 Experten – Themendossier mit Hilfestellungen für Eltern

Veränderte Gesellschaft - Veränderte Familie lautet der programmatische Titel des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP), der vom 4. bis 7. März in München stattfindet. Über 2000 Experten wollen dort die gesellschaftlichen Veränderungen, Herausforderungen und Verantwortungen für die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland diskutieren. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit veröffentlicht zu diesem Anlass ein Themendossier mit Praxistipps und Handlungshilfen für betroffene Eltern und Erziehungsberechtigte.

Angesichts steigender Zahlen ambulanter und stationärer Behandlungen von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen stellt sich die Frage, welche sozialen Veränderungen haben in den letzten Jahrzehnten stattgefunden, die die hohe Erkrankungsrate erklären können. Verlaufsstudien belegen, dass gut ein Fünftel aller Heranwachsenden psychische Auffälligkeiten zeigen und ca. zehn Prozent der sieben bis 17jährigen in Deutschland an einer psychischen Störung leiden – seien es Essstörungen, Angsterkrankungen, Depressionen, Aufmerksamkeits- und Verhaltensstörungen oder Suchterkrankungen. ...
 
Schizophrenie: Aktivität der Dopamin-Neuronen gestört
Schizophrenie ist nicht nur mit Halluzinationen und Wahnvorstellungen verbunden, sondern auch mit kognitiven Defiziten und Störungen des emotionalen Antriebs. Die Ursache dafür ist bisher nicht gut genug verstanden, um eine medikamentöse Therapie zu entwickeln. In der aktuellen Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) berichtet ein deutsch-amerikanisches Forscherteam unter Beteiligung der Goethe-Universität, dass im Mausmodell diejenigen Dopamin Neuronen, die für emotionale und kognitive Verarbeitung relevant sind, eine veränderte Aktivität aufweisen.
 
Schizophrenie-Patienten: Genveränderungen beeinflussen Nervenzellen
Nervenzelle aus dem Rattenhirn
© Universitätsklinikum Heidelberg
Betroffenes Gen liefert Bauplan für ein Eiweiß, das auf die Kommunikation zwischen Nervenzellen einwirkt / Höhere Rate an Veränderungen bei Betroffenen als bei Gesunden / Bisher unbekannte Genveränderungen entdeckt / Parallelen zu Erbgutveränderungen bei Patienten mit Autismus / Wissenschaftler aus Heidelberg veröffentlichen in „Molecular Psychiatry“

Bei Schizophrenie-Patienten haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg zehn bisher unbekannte Genveränderungen
(Mutationen) entdeckt. Das betroffene Gen liefert den Bauplan für ein Gerüstprotein, das so genannte SHANK2-Protein, das eine entscheidende Rolle bei der Signalweitergabe zwischen Nervenzellen spielt. „Diese zehn Genvarianten stellen Risikofaktoren für eine schizophrene Erkrankung dar“, sagt Professor Dr. Gudrun Rappold, Direktorin der Abteilung Molekulare Humangenetik am Universitätsklinikum Heidelberg. Diese Veränderungen kamen ausschließlich bei Patienten vor, nicht bei gesunden Kontrollpersonen.
„Mutationen, die bei gesunden Menschen nicht zu finden sind, könnten direkte Auswirkungen auf die Erkrankung haben“, so Dr. Slavil Peykov, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Erstautor der Studie. Die Ergebnisse sind aktuell in der renommierten Fachzeitschrift „Molecular Psychiatry“ erschienen.
 
Bewegung statt Medikamente für ADHS Patienten
Die Psychologin Sina Wanderer begleitet das Projekt an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Foto: TU-Dresden/Stephan WiegandTherapiestudie am Dresdner Uniklinikum: Bewegung statt Medikamente für ADHS Patienten

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) mit bestimmten körperlichen Übungen zu behandeln – das könnte tatsächlich in manchen Fällen möglich werden. Eine aktuell an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden laufende Studie gibt da derzeit Grund zur Hoffnung. Der Schlüssel zum Erfolg kann eine gezielte Physiotherapie sein. Die Dresdner Forscher versprechen sich von diesem Behandlungsansatz nicht nur eine zeitweise Linderung, sondern unter Umständen auch eine Langzeitwirkung.

Robin ist kaum zehn Jahre alt und weiß schon ganz genau, was ihm fehlt. An dem Tag, an dem er in die Schule gekommen ist, veränderte sich sein Leben.
Alles, was um ihn herum passierte, wollte er in sich aufsaugen. Überall wollte er dabei sein. Grenzen waren ihm in den Momenten egal. „Meine Schulfreunde haben immer gesagt: Hör auf! Aber da waren wieder meine Stifte, die interessant waren, ich wollte mit allen spielen.“
 
Werbung
cleverALLNET