Eli Lilly zahlt lächerliche Abfindung
ZYPREXA
Eli Lilly zahlt Abfindung


Berlin - Im Streit um das Neuroleptikum Zyprexa zahlt der US-amerikanische Pharmakonzern Eli Lilly eine Abfindung an den Bundesstaat Alaska in Höhe von 15 Millionen US-Dollar. Darauf haben sich das Unternehmen und der klagende Bundesstaat am Mittwoch geeinigt, um den bereits seit zwei Jahren dauernden Rechtsstreit beizulegen. Das Verfahren hatte Anfang März dieses Jahres begonnen. Im Zuge der Einigung muss Eli Lilly kein Schuldeingeständnis abgeben.

Das Unternehmen war beschuldigt worden, bei der Umwerbung des Blockbusters Nebenwirkungen absichtlich verschwiegen zu haben. So kann es bei der Einnahme des Präparates mit dem Wirkstoff Olanzapin zur Gewichtszunahme und zu hohen Blutzuckerspiegeln kommen.

Das Arzneimittel zur Behandlung der Schizophrenie wurde 1996 von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA in den USA zugelassen. Mittlerweile ist es in mehr als 80 Ländern erhältlich. Nach Angaben von Eli Lilly wurden mehr als 23 Millionen Patienten weltweit mit dem Präparat behandelt. Wie US-amerikanische Medien berichten, machte der Konzern mit Zyprexa im vergangenen Jahr 4,76 Milliarden US-Dollar, davon allein 2,24 Milliarden US-Dollar in den USA.

Quelle: http://apotheke-adhoc.de

Persönliches Statement:

In Anbetracht der Tatsache, dass der Pharmakonzern Eli Lilly Milliarden Dollar Gewinn allein in einem Jahr macht und wenn man berücksichtigt seit wann das Medikament auf dem Markt ist, so ist diese lächerliche Schadenersatzzahlung wesentlich zu gering anzusehen. Denn mal ehrlich, ist die Gesundheit der Menschen nicht eigentlich unbezahlbar. Nicht genug damit, dass sich die Betroffenen mit quälenden Gedanken oder Ängsten plagen müssen, nein da dies wohl in den Augen des ursprünglichen Winzlings in der Pharmabranche noch nicht reicht dachten sich die Bosse setzten wir dem noch eins oben drauf und geben ihnen noch etwas mit auf den Weg. Quasi als Belohnung und erwähnen es nicht, wird schon niemand merken. Für wie dumm halten uns die Pharmakonzerne eigentlich?

Dann noch die Frechheit, dass der Konzern nichteinmal ein Schuldeingeständnis abgeben muss ist das Sahnetüpfelchen oben drauf. Aber da die Pharmaunternehmen eine sehr große Lobby haben, wird ihnen wohl kein Richter der Welt in die Suppe spucken. Aber genau dazu wäre es mal Zeit!

Es ist ja nunmal unbestritten, dass Neuroleptika, egal ob typische oder atypische, Nebenwirkungen haben, aber sollten die Konzerne dann nicht wenigstens so ehrlich sein und den Anwendern ihrer Präparate offen zu den Nebenwirkungen und Risiken alles erzählen? Offenheit und Ehrlichkeit spielen in der Psychiatrie eine enorm große Rolle, da gerade dieses Gebiet der Medizin mit solch enormen und unbegründeten Vorurteilen belastet ist.

MfG
Andreas
 
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