Programmhinweis
WDR, Mittwoch, 11.04., Magazin/Mensch/Gesundheit 00:15 - 01:00 Uhr Die Stimme in meinem Kopf


Antje war 17 Jahre alt und auf einer Eliteschule, als es anfing, als jemand sagte 'lass es, das packst du doch nicht!' Heute lacht Antje, wenn sie von dem Dröhnenden, dem 'General' und dem 'Kleinen Doofen' spricht, doch dabei erzählt sie die Geschichte eines zehn Jahre währenden Dramas, die Geschichte von Stimmen in ihrem Kopf. Vier Prozent aller Menschen haben schon in ihrem Leben Stimmen gehört. Oft nach Extremsituationen, Todesfällen, Folter. Bekannt ist das Phänomen aus der Bibel, von Moses, oder auch durch Hildegard von Bingen und Jeanne d'Arc. Aber bei Menschen 'wie du und ich'? Als nach dem Anschlag auf die schwedische Außenministerin der Mörder sagte, eine Stimme habe ihm die Tat befohlen, da fiel kurze Zeit ein grelles Licht auf das Phänomen Stimmenhören. Fürchterlich für viele Betroffene. Sven ging als erstes zum Ohrenarzt, als er Stimmen hörte. Der diagnostizierte einen Hörsturz und behandelte Sven mit Medikamenten. Erfolglos. Ebenso erfolglos blieben Psychiatrieaufenthalte, Therapien. Sven wird Tag und Nacht von verschiedenen Stimmen gepeinigt, die ihn beschimpfen, niedermachen. Er kann nur noch einen Hilfsarbeiterjob ausfüllen und versucht, mit Sport und zäher Hoffnung seinen Alltag zu bewältigen. 'Schizophrenie', das ist die gängige Diagnose bei Stimmenhörern, aber geholfen wird ihnen nur in den seltensten Fällen. Autorin Lilly Engel hat den renommierten Ulmer Hirnforscher Professor Manfred Spitzer dazu befragt. Sie hat Sven zu einer Behandlung in dessen Klinik begleitet und hat sich von Antje erzählen lassen, wie sie es geschafft hat, zu ihren Stimmen ein 'positives Verhältnis' zu bekommen.

Qelle: www.tvinfo.de

 
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