Filme


Aus der Amazon.de-Redaktion
Dem Film A Beautiful Mind gelingt es, genügend Pathos aus der unglaublichen Lebensgeschichte John Nashs herauszuwringen, um die zuweilen etwas ungeschickte Darstellung von Schizophrenie wieder wettzumachen. Russell Crowe geht die Rolle mit charakteristischer Leidenschaft an. Er spielt den nobelpreisgekrönten Mathematiker von seinen Tagen auf der Princeton Universität, wo er eine bahnbrechende Wirtschaftstheorie entwickelte, über seinen kometenhaften Aufstieg zu einer Professur an der MIT und seinem Bild auf der Titelseite des Forbes-Magazin bis hin zu seiner Entlassung wegen schizophrener Wahnvorstellungen.
Es sind natürlich die Wahnvorstellungen, die Regisseur Ron Howard am meisten faszinieren und die, was vorherzusehen ist, dabei erheblich vom Weg abkommen. Nashs andere Welt, die bevölkert ist von einem wahnsinnigen Agenten des amerikanischen Verteidigungsministeriums (Ed Harris), einem (natürlich nur eingebildeten) Zimmergenossen auf dem College, der direkt aus dem Club der toten Dichter zu stammen scheint, sowie einem elternlosen Mädchen, kommt so flüssig und vorgezeichnet daher, dass der Zuschauer sich fragt, ob Schizophrenie tatsächlich so banal ist, wie sie hier dargestellt wird.

Crowes physische Intensität reißt den Zuschauer mit, während er daran arbeitet, den Film auf seinen breiten Schultern zu tragen. Keine Frage -- die Geschichte von Nashs bewundernswertem Willen, sein Leben ohne medizinische Hilfe wieder auf die Reihe zu bekommen, ist ehrenvoll, und sein letztendlicher Triumph ist ermutigend. Leider ist es Howard mit seinem grellen Stil nicht gelungen, alles davon zu vermitteln. --Fionn Meade


Das weiße Rauschen

In "DAS WEISSE RAUSCHEN", erzählt der Regisseur Hans Weingartner die ungewöhnliche und berührende Geschichte eines jungen Mannes, der an psychotischen Schüben leidet. Daniel Brühl, einer der talentiertestn deutschen Nachwuchsschaupieler, in der Hauptrolle profiliert sich als nuancenreicher Darsteller, und wurde 2002 dafür mit dem Deutschen Filmpreis als >Bester Hauptdarsteller< ausgezeichnet.

Ein vorwiegend junges Publikum mit einer Vorliebe für persönliche Geschichten ist wohl das beste Publikum für diesen Film, der sich darüber hinaus aber gerade auch an die Erwachsenen wendet und auch sie zu aufmerksamer Kommunikation auffordert. Der oft genug gedankenlose und deshalb ungenaue Umgang miteinander kann Menschen in Situationen bringen, in denen die Hilfe, die sie brauchen, nicht erkannt wird.

Hans Weingartner ist so einer Erfahrung nachgegangen und fabuliert sie in einer spannenden Abenteuergeschichte mit jungen Leuten in einer heutigen Großstadt. Keine Sekunde wird der Film jedoch zum papierenen Krankheitsprotokoll.

Lukas (Daniel Brühl) zieht vom Land in die Stadt, nach Köln zu seiner älteren Schwester Kati (beeindruckend: Anabelle Lachatte). Erfüllt von einer unbändigen Neugier aufs Leben, stürzt Lukas sich hinein in alles, was für ihn neu und worauf er besonders gespannt ist. Gleich zur Begrüßung lädt ihn Katis Mitbewohner ins Nachtleben und zum fröhlichen Marihuana-Konsum ein. Lukas genießt die neue Freiheit und das neue Ambiente - bis er plötzlich nach einem Trip Stimmen zu hören beginnt und sich verfolgt fühlt. Von da an ist nichts mehr so, wie es war. Paranoide Schizophrenie lautet die Diagnose der Ärzte.

Weingartner, der auch das Drehbuch schrieb und selbst die digitale Kamera führte bezieht den Zuschauer mit den dokumentarisch anmutenden Bildern immer unmittelbarer in die Geschichte mit ein, macht ihn zum Zeugen und impliziert damit auch unmerklich die Frage an jeden einzelnen, ob er und wie er in der Realität reagiert hätte. Die lebendige Präsenz der Darsteller und der unprätentiös direkte Erzählstil, macht Identifikation und Miterleben möglich.

Für Lukas beginnt der Kampf gegen das Chaos in seinem Kopf. Lukas beginnt sich abzusondern, schließt sich in seinem Zimmer ein, stürzt sich in einer psychotischen Phase aus dem Fenster und landet in der Psychatrie. Nach seiner Entlassung versucht er, ins normale Leben zurückzukommen und gerät in die Gesellschaft einer Gruppe von jungen Leuten, die mit ihren Kleinbussen durch die Lande ziehen und ihn mitnehmen. Am Ende einer Reise, die Lukas bis an die spanische Atlantikküste führt, scheint er etwas gefunden zu haben, das aus dem Wahnsinn herausführen könnte: DAS WEISSE RAUSCHEN.

Der Film ist auch als VHS-Video erhältlich:
Die DVD hält für den Zuschauer neben dem Hauptfilm nicht nur viele Specials, wie z.B. Making Of - die Crew, Dreh - Impressionen, geschnittene Szenen, Interviews und Biographien mit und von dem Regisseur und den Haupdastellern, ein Musikvideo, Fotogalerie und "Hilfe für Betroffene und Angehörige" bereit, sondern auch ein besonderes Klangerlebnis in Dolby Digital 5.1 Sound.

Dem Film liegt nämlich ein besonderes tondramaturgisches Konzept zugrunde:
Tiefe Töne aus dem Infraschallbereich werden eingesetzt, um bei den Zuschauern gezielt bestimmte Emotionen zu wecken. Die Töne werden vom Zuschauer gar nicht gehört, sondern sie dringen ins Unterbewusstsein ein und verursachen Gefühlsregungen. Solche Sounds können aber nicht nur Kinozuschauer manipulieren. Seit neuestem werden tieffrequente Töne auch in der Psychiatrie genutzt. New Yorker Ärzte setzen sie zur Behandlung schizophrener Patienten ein.

Die VHS enthält als Extras ein Interview mit dem Regisseur und ein Musikvideo.


Kurzbeschreibung
"Raum 4070"
- Ein Dokumentarfilm Eine Psychose verändert Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen. Sie ist für Betroffene, deren Familien und Freunde ein unerhört einschneidender, die ganze Lebenssituation verändernder Einbruch. Nicht ist mehr, wie es vorher war. Niemand kann sicher davor sein, eine Psychose zu bekommen. Die Möglichkeit trägt jeder Mensch in sich. Einen von 100 betrifft es: Schizophrenie, Manie und Depression. Wie sind in einem Raum, in dem sich Menschen Erlebnisse erzählen, die man sich eigentlich nicht erzählt. Es geht im Angst, Ohnmacht und Verzweiflung. Es geht im Familien, die zerstört werden. Es geht um die Existenz. Eine ganz besondere Spannung, ja eine Kraft ist spürbar. Hier, im Raum 4070, findet das Potsdamer Psychoseminar statt. Es ist ein Tabu, darüber zu reden. Aus Angst. Aus Scham. Aus Schuldgefühlen. Im "Raum 4070" wird darüber gesprochen. Psychoseerfahrenen, Angehörigen und Professionellen gehört gleichberechtigt das Wort, moderiert von Prof. Dr. Peter Scholz. Jede Psychose ist anders und erzählt eine eigene Geschichte: Eine Mutter leidet darunter, dass ihre Tochter den Kontakt abbricht. Ein Vater findet den Mut vom Freitod seines Sohnes zu erzählen. Ein junger Mann will nicht mehr aus seiner Psychose zurück, weil er unsere Welt für eine Scheinwelt hält. In diesem Raum wird aber auch gelacht, in der Pause wird über Alltägliches geredet, es werden Freundschaften geschlossen. Kameras und Mikrophone in einem Psychoseseminar - das ist bisher einmalig. Die Teilnehmer/innen standen von Anfang an hinter den Dreharbeiten, weil sie vom Ziel der Regisseure überzeugt sind: In der Öffentlichkeit muss über Psychose geredet werden. Wer nicht gefilmt werden wollte, konnte sich hinter eine der beiden Kameras setzen. Im Verlauf der Dreharbeiten machten aber immer weniger davon Gebrauch. Die Dreharbeiten dauerten anderthalb Jahre. Aus 16 Abenden Psychoseminar entstanden 60 Stunden Rohmaterial. Der Film zeigt, wie nah wir alle den Menschen in diesem Raum sind. Der Zuschauer beginnt als Beobachter und endet bei sich selbst - Jana Kalms und Torsten Striegnitz (Filmemacher) "Psychosen verstehen" - Ein Lehrfilm aus dem Psychoseseminar Potsdam In Psychoseseminaren kommen Verzweiflung, Überschwang, Angst, Leiden und Überforderung, aber auch Mut und Bewältigungskraft zu Wort. Psychoseseminare fördern Sicherheit und Vertrauen, sich den Verstörten durch Psychosen angstfreier zu stellen. Psychoseseminare bieten keine Wissenschaft, sind auch keine Form von Psychotherapie, vermitteln aber Wissen und Erfahrung. Psychoseseminare loten Spielräume für widersprüchliche Wahrheiten aus und erzeugen Feingefühl für die inneren Wirklichkeiten der Seminarteilnehmer. Psychoseerfahrene Menschen, Familien und Fachleite werden mit sich selbst, ihrer Hilflosigkeit und ihren Stärken konfrontiert, psychiatrische Fachleute insbesondere mit der Güte ihre Hilfeleitungen. Angehörige und Fachpersonal kennen Psychosen nur aus der Fremdperspektive und können sich hier mit der Selbstperspektive psychoseerfahrener Menschen auseinandersetzen. Im "Raum 4070" ereignet sich eine Annäherung an ein Erleben, das mit "psychotisch" bezeichnet wird. "Psychosen verstehen" hingegen skizziert Psychoseseminare als "Lernorte" für psychoseerkrankte Menschen, Angehörige, Familien, Studierende und psychiatrische Fachkräfte. Sie können lernen, dass der vorherrschende Reduktionismus auf Krankheit eine Vereinfachung darstellt, der die Suche nach dem Sinn verstellt. Trotz aller Fortschritte der Neurowissenschaften und der Erfolge psychopharmakologischer Behandlung ist Kranksein wie das Erleben von Wahngedanken, Verfolgungsängsten, Stimmen, sozialem Rückzug und Beziehungsabbruch nicht unter der Schädeldecke von "Psychotikern" zu finden. Psychoseerfahrene Menschen und Angehörige sind lebenskluge Experten, eben weil sie, von Psychosen überwältigt, lange gebraucht haben, sich mit deren Folgen vertrauter zu machen. Um das Lernen für die Aus- und Weiterbildung nutzbar zu machen, ist "Psychosen verstehen" thematisch acht Kapiteln zugeordnet: - Was ist eine Psychose? - Psychosen und Medikamente - Grenzen der Behandlung - Psychosen und Eigensinn - Psychosen und Angst - Psychosen und Belastbarkeit - Psychosen und Gewalt - Psychosen und Beziehung


Aus der Amazon.de-Redaktion
Milos Formans Werk nach Ken Keseys gleichnamigem aufwühlenden Roman ist einer der Schlüsselfilme der 70er Jahre. Damals wurden so aufregende, bahnbrechende und persönliche Filme noch in Hollywood produziert. Einer flog über das Kuckucksnest betont den humanistischen Ansatz des Buches, und man hat den Eindruck, dass der brillante Jack Nicholson (Shining, Besser geht´s nicht) geradezu für die Rolle des Randle Patrick McMurphy geboren wurde. McMurphy ist rebellischer Insasse einer geschlossenen psychiatrischen Klinik, der den Kampf aufnimmt gegen die Autorität und die kalte Attitüde institutioneller Überlegenheit, personifiziert durch Schwester Ratched (Louise Fletcher). Die klassische Anti-Establishment-Geschichte eines Mannes, der seine Individualität gegen ein repressives, konformistisches System behaupten will, funktioniert hier auf allen Ebenen. Forman bevölkert seinen Film mit einprägsamen, exzentrischen Gesichtern und bekommt eine so detailfreudige und spontane Arbeit von seinem Ensemble geliefert, dass der Film manchmal wie eine Dokumentation anmutet.
Einer flog über das Kuckucksnest hat von seiner Aktualität bis heute nicht einen Deut eingebüßt, wie viele andere Filme aus den 70er Jahren, die sich mit der damaligen Jugendkultur befassten. Das liegt daran, dass es Forman gelingt, einige Grundcharakterzüge der menschlichen Natur einzufangen, die universell und zeitlos Gültigkeit haben:
Ausgelassenheit, Mut, Inspiration, Stolz und Hartnäckigkeit. Bei den Academy Awards 1976 räumte der Film dann auch zu Recht kräftig ab. Zum ersten Mal seit 1931, als Frank Capras It Happened One Night diese Ehre zuteil wurde, erhielt ein Film in allen wichtigen Kategorien (Film, Regie, Hauptdarsteller, Hauptdarstellerin, Drehbuch) den Oscar. --Jim Emerson

 
Richard
Richard , 13.01.2015 00:57:11

Es wundert mich, dass der Film "Das weisse Rauschen" hier nicht gelistet ist. Ein sehr eindrucksvoller Film, der das Thema Schizophrenie auf beklemmende Weise darstellt und meiner Meinung nach ein sehr guter Film ist.

1
Andreas , 25.03.2015 11:21:23

Hallo Richard,

vielen Dank für den Hinweis. Auch wenn es etwas gedauert hat, so habe ich jetzt den Film "Das Weisse Rauschen" jetzt auf dieser Seite gelistet.

Viele Grüße
Andreas

Roshani
Roshani , 13.09.2017 09:12:55

It’s a tremendous post. I am truly grateful for this blog and I was in fact looking for something impressive like this.
Roshani

Anshita Sharma
Anshita Sharma , 18.09.2017 11:35:47

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