Gehirn&Geist ist das Psychologie-Magazin aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft und erscheint 10 x im Jahr. Namhafte Forscher und Journalisten berichten von den spannenden Expeditionen in die Welt im Kopf - fundiert und allgemein verständlich. Gehirn&Geist bedient alle Themen rund um Psyche und Verhalten, Wahrnehmung und Bewusstsein, Intelligenz, Kreativität, Gefühle und Gedächtnis. Neue Trends in der Psychotherapie und Medizin (z. B. Alzheimer, Depression, ADHS) gehören ebenso dazu wie gehirngerechtes Lernen, Kindererziehung und gesellschaftliche Debatten, etwa um die Willensfreiheit. Mehrere Seiten im Heft zu aktuellen Buch- und Produktneuerscheinungen sowie Gehirntraining und Coaching- Strategien runden das redaktionelle Angebot ab.
MAGERSUCHT SUGGERIERT ÄUßEREN HALT FÜR INNERE UNSICHERHEIT
MAGERSUCHT SUGGERIERT ÄUßEREN HALT FÜR INNERE UNSICHERHEIT
BERLIN FASHION WEEK: MODEWELT ALS SCHEINBARER WEG INS GLÜCK
Pressemitteilung 01/2013 vom 17. Januar 2013
Anorexie ist ein Thema, das Models, Designer und Modeagenturen auf der Berliner Fashion Week, die bis zum 20. Januar stattfindet, ungern ansprechen. Denn durch das Idealbild eines schlanken und schönen Körpers, das insbesondere durch die Modewelt beeinflusst wird, kann diese Essstörung ausgelöst werden. Für Betroffene hat dies meist starke psychische Auswirkungen, die zusammen mit den körperlichen Veränderungen lebensgefährlich werden können.
Frontallappen des Gehirns als zentrale Netzwerkstruktur für kognitive Verhaltenstherapie
In Deutschland erkranken rund ein Drittel der Menschen mindestens einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung.
Psychotherapie ist neben der Pharmakotherapie eine effektive und weit verbreitet eingesetzte Methode zur Behandlung dieser Erkrankungen. Die Panikstörung tritt bei rund 3-5% auf und ist gekennzeichnet durch plötzlich einsetzende panische Angst, Herzrasen, Schwitzen und dem Gedanken, sterben zu müssen oder in Ohnmacht zu fallen.
Joggen gegen Depression - Sport kann die Seele heilen!
Sport ist wichtig für die Psyche! Das sagt Psychiater Prof. Dr. Dr. Frank Schneider, der derzeit als Vorstandsmitglied auf dem DGPPN Kongress in Berlin ist. Er sagt: jeden Tag Bewegung tut der Seele gut.
Joggen gegen Depression? Krafttraining gegen Burnout? Das klingt fast zu einfach um wahr zu sein. Aber es ist wissenschaftlich belegt: Bewegung tut der Psyche gut. Doch kann sie eine psychische Erkrankung oder Störung wirklich heilen?
Prof. Schneider, wieviel Sport braucht meine psychische Gesundheit?
Auch psychisch Kranke brauchen eine Patientenverfügung
O-Töne von Dr. Hauth darüber, warum eine Patientenverfügung auch bei psychisch Kranken so wichtig ist, warum sie aber in manchen Fällen praktisch nicht so einfach geschlossenen werden kann. Hauth fordert flächendeckende Behandlungsverträge als Alternative.
Dr. med. Iris Hauth antwortet auf folgende Fragen:
1. Patientenverfügungen sind eigentlich für das Lebensende schwer körperlich erkrankter Menschen gedacht, die nicht mehr selber entscheiden können. Warum sollte es auch bei psychisch Kranken eine Patientenverfügung geben?
2. Wie könnte eine Patientenverfügung bei einem Psychoseerkrankten, der womöglich nie eine Entscheidung treffen kann, in der Praxis geschlossen werden?
3. Welche Erfahrungen gibt es mit Behandlungsverträgen?
Kiffen in Deutschland - Was tun, wenn mein Kind kifft?
Andreas Heinz, Psychiater und Psychotherapeut von der Berliner Charité erklärt, wann kiffen gefährlich wird und wie Eltern damit umgehen sollen, wenn ihre Kinder Cannabis konsumieren.
Auf dem DGPPN-Kongress gibt es dazu Informationsveranstaltungen: 21.11. 14:00-15:30 "Schülerveranstaltung: Rauchst du noch, oder kiffst du schon?" und 22.11. 15:00-16:30 "Lehrerveranstaltung: Viel Rauch um nichts? Der Umgang mit bekifften Schülern."
Verbieten oder freigeben, ernst nehmen oder belächeln? Wenn es um den Konsum von Cannabis geht, sind die Meinungen gespalten. Schüler und Lehrer können sich auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde übers Kiffen informieren; Eltern bekommen Hilfestellung: Was tun, wenn mein Kind kifft?
Der Psychiater und Psychotherapeut Andreas Heinz von der Charité in Berlin sagt: Wenn das Kind mal an einem Joint zieht, ist es nicht gleich kritisch. Von einer Legalisierung hält er trotzdem nichts.
O-Töne von Prof. Dr. med. Mathias Berger, Psychiater, darüber, wie man am besten mit einer psychischen Erkrankung am Arbeitsplatz umgeht. Er plädiert für einen offenen Umgang mit der Erkrankung und hält die Arbeitgeber heute für verständnisvoller als noch vor einigen Jahren.
Prof. Dr. med. Mathias Berger antwortet auf folgende Fragen:
1. Gehört meine psychische Erkrankung thematisch überhaupt an den Arbeitsplatz?
2. Ich sage meinem Chef also nur bescheid, wenn es nicht mehr anders geht?
3. Viele Menschen haben Angst, dass ihr Chef kein Verständnis hat. Zurecht?
4. Wie soll ich es meinem Chef sagen, wenn ich befürchte, dass er wenig Verständnis für meine Krankheit hat?
5. Was hat sich in den letzten Jahren arbeitsrechtlich getan? Inwiefern bin ich als Patient geschützt?
6. Haben Sie Verständnis für einen Chef, der sich von jemandem trennen möchte, der immer wieder krankheitsbedingt fehlt, oder sein Arbeitspensum nicht schafft?
7. Arbeit und Psyche - was fordern Sie, damit es uns am Arbeitsplatz besser geht?
Prof. Dr. Vjera Holthoff ist Expertin für Psychotherapie bei älteren Menschen. Das Thema wird auch beim DGPPN-Kongress in Berlin besprochen, aus gutem Grund: die Gesellschaft altert, und damit nimmt auch die Zahl der Pflegebedürftigen zu - nicht nur bei rein "körperlichen" Erkrankungen. Holthoff sagt klar: Die Psychotherapie ist bei alten Menschen genauso erfolgreich, wie bei jungen, und doch scheuen sich alte Menschen oft zum Therapeuten zu gehen.
Prof. Dr. med. Vjera Holthoff antwortet auf folgende Fragen:
1. Sind alte Menschen häufiger psychisch erkrankt, als jüngere?
2. Wenn um Krankheiten bei alten Menschen geht, heißt es oft: Rückenschmerzen, kann nicht mehr richtig sehen, oder hören usw.. Werden die psychischen Erkrankungen zu wenig beachtet in der Diskussion?
3. Wird eine Depression im Alter womöglich nicht ernst genommen?
4. Kann man alte Menschen überhaupt noch psychisch therapieren?
5. Was wird in einer Psychotherapie für alte Menschen anders gemacht?
6. Sollten sich Therapeuten besser spezialisieren auf alte Menschen?
7. Die Gesellschaft altert. Kann man überhaupt gewährleisten, dass in zehn, zwanzig Jahren alle versorgt werden?
8. Stimmt es, dass Menschen über 60 schwieriger einen Therapieplatz bekommen? Und warum?
9. Warum trauen sich alte Menschen häufig nicht einen Therapeuten aufzusuchen?