Jeder Dritte hat Angst vor einer psychischen Erkrankung
05.06.2008: Hamburg/Salzwedel/MVregio Eine von der Dr. Nowack Gruppe in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage ergab, dass jeder Dritte Angst vor einer psychischen Erkrankung wie Alkoholismus, Demenz, Panikanfälle, Schizophrenie und Depression hat.

Die Besorgnis der Erkrankung von Angehörigen fiel mit 35,3% sogar noch etwas höher aus. 500 Personen im Bundesgebiet wurden telefonisch vom Sozialforschungsinstitut IPSOS im Auftrag der Dr. Nowack Gruppe zu ihrem Umgang mit psychisch kranken Menschen befragt.

Auffallend ist hierbei, dass 35,3% der befragten Frauen Angst vor einer eigenen psychischen Erkrankung angaben, jedoch nur 23,8% der befragten Männer. Auch im Bereich der Schulbildung zeichneten sich Unterschiede bei den befragten Gruppen ab. So gaben 36,8% der Befragten mit Hauptschulabschluss ihre Sorge um eine eigene Erkrankung an. Die Besorgnis bei der befragten Gruppe mit einer Hochschulzugangberechtigung hielt sich mit 25,3% jedoch deutlich niedriger.

"Psychische Krankheiten sind kein gesellschaftliches Randphänomen", sagte Dr. Nicolas Nowack anlässlich der Umfragezahlen. "In Europa leiden jährlich über 5% der Allgemeinbevölkerung an schweren Depressionen. Das wichtigste Ziel, das zugleich eine Form der Therapie ist, ist die Integration von seelisch behinderten Menschen in unsere Gesellschaft. Dies muss sowohl auf regionaler wie auch auf übergeordneter internationaler Ebene geschehen", so Nowack weiter. Während der Internationalen Hansetage vom 5. bis zum 8. Juni in Salzwedel können sich interessierte Besucherinnen und Besucher vor Ort über dortige Einrichtungen der Dr. Nowack Gruppe informieren. Neben seiner Tätigkeit als praktizierender Arzt der Sozialpsychiatrie vertritt Nowack Deutschland in der Europäischen Union im Rahmen des Programms EuroCoDe, der wissenschaftlichen AG zum Vergleich europäischer Richtlinien im Bereich Demenz.

Am Freitag, 13. Juni, veranstaltet die Europäische Kommission in Brüssel eine Konferenz über die psychischen Krankheitsbilder innerhalb der Europäischen Union. Themen sind hierbei unter anderem die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz und in den Bereichen Jugend und Bildung sowie die Prävention von Depressionen und Selbstmord. Laut einer Statistik der Europäischen Kommission sind die häufigsten psychischen Beschwerden in der EU Angst und Depressionen. Bis zum Jahr 2020 wird erwartet, dass Depressionen weltweit die zweithäufigste Behinderungsursache bilden. Aber auch die soziale Ausgrenzung und die Stigmatisierung von Menschen mit einer seelischen Behinderung stehen auf dem Programm der Konferenz.

Die Dr. Nowack Gruppe bemüht sich um eine stärkere gesellschaftliche Akzeptanz von psychisch erkrankten Menschen. Mit verschiedenen Therapieformen zielt sie auf eine Wiedereingliederung ihrer Patienten. Der Dr. Nowack Gruppe gehören auch verschiedene sozialpsychiatrische Einrichtungen an wie das Zentrum für Soziale Psychiatrie in Salzwedel, Grips - Arbeit und Rehabilitation, Horizont - Ambulante Hilfen sowie Haus Mittendrin. Die Gruppe berät, betreut und beteiligt sich an Institutionen im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens. Bevor der 1961 in Hamburg geborene Facharzt Dr. Nicolas Nowack die Dr. Nowack Gruppe gründete, war er unter anderem am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf und am Maudsley Hospital/Institute of Psychiatry in London tätig.

Quelle: http://www.mvregio.de
 
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