arte, Dienstag, 15.01., Magazin/Mensch/Gesundheit 21:00 - 22:00 Uhr
Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt!
Volkskrankheit Depression

Erfolg, Glück und Selbstverwirklichung sind Ansprüche, die in der modernen Gesellschaft wie selbstverständlich akzeptiert werden. Viele Menschen aber scheitern daran und reagieren mit Verstimmungen, Wutanfällen und Depressionen. Depression ist in den Industriestaaten mittlerweile die Volkskrankheit Nummer eins. Mehr als fünf Prozent der Bevölkerung sind akut betroffen. Und jeder fünfte Mensch wird einmal in seinem Leben depressiv. Trotzdem wird die Krankheit immer noch tabuisiert und unterschätzt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass Depressionen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits im Jahr 2020 weltweit zu den zweithäufigsten Krankheiten gehören werden. Ein weiterer dramatischer Befund besagt, dass ungefähr zwei- bis dreimal so viele Frauen wie Männer an Depressionen erkranken.

Die Depression ist diskret und subtil; sie macht sich nur leise bemerkbar. Die wachsende Ausbreitung von Depression, der steigende Konsum von Psychopharmaka und die Zunahme der Alkohol- und Drogenabhängigkeit sind nach neuesten Untersuchungen Reaktionen auf die allgegenwärtige Erwartung, nach der jeder Mensch zu funktionieren hat. Depression ist die Kehrseite einer modernen Gesellschaft, die den Menschen zur 'Produktivkraft' herabwürdigt und ihn bis zur Erschöpfung fordert.

Der Themenabend richtet den Fokus auf ein Tabu. Er fragt nach, was Depression überhaupt ist und warum sich dieses Krankheitsbild als am meisten verbreitete psychische Störung durchsetzt. In welchem Maße ist die Depression charakteristisch für die Veränderungen der Individualität zu Beginn des 21. Jahrhunderts?

Quelle: http://www.tvinfo.de/exe.php3?target=popup&sidnr=56617862
 
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