BASTA News Mai 2012
BASTA möchte Ihnen in der Mai-Ausgabe des Newsletters folgende Themen vorstellen:

• BASTA feierte sein 11-jähriges Jubiläum am 20.04.2012
• Mobbing-Opfer erkennen und gezielt behandeln
• Besserer Schutz gegen Stalker
• Buchbesprechung: „Juris Kristalle – Novelle über Schizophrenie“ von Kerstin Fischer
• „Mary & Max“: Ein Knetanimationsfilm über eine besondere Freundschaft zum Thema Asperger Syndrom

1 BASTA feierte sein 11-jähriges Jubiläum am 20.04.2012
Nun ist es 11 Jahre her, seit BASTA – das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen gegründet wurde. Zusammen mit seinen engagierten Mitarbeitern, den Vertragspartnern vom Schul- und Polizeiprojekt sowie vielen Freunden hat BASTA am 20.04.2012 im Hörsaal B der TU München gefeiert.
Besonders freute uns, dass unsere aktiven Schirmherren Franziska Walser und Edgar Selge mit dabei waren und Grußworte gesprochen haben. Grußworte überbrachten außerdem Frau Steinberger vom Bezirk Oberbayern sowie Frau Gorgas von der Stadt München.
Im Laufe des Nachmittags wurden die unterschiedlichen Projekte von BASTA vorgestellt.
Insgesamt freuen wir uns über eine gelungene, lockere Veranstaltung – mit Familienfestcharakter.
BASTA bedankt sich bei allen Mitarbeitern und besonders auch bei den Betroffenen, Angehörigen und Profis, die das Schul- sowie das Polizeiprojekt in verschiedenen Städten realisieren.

2. Mobbing-Opfer erkennen und gezielt behandeln
Dr. Peter Teuschel, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellt ein neues Buch vor: In dem Buch „Mobbing – Dynamik – Verlauf – gesundheitliche und soziale Folgen“ geht es um die Themen „Definition – Verlauf – Ursachen von Mobbing“, „Mobbing-Opfer als Patienten“, „Gesundheitliche und soziale Folgen“ sowie „Therapie von Mobbing-Opfern“. In Deutschland sind über eine Million Menschen Opfer von Mobbing. Schwerpunkt bildet die systematische Darstellung der psychosomatischen und psychiatrischen Krankheitsbilder, ergänzt um therapeutische Grundprinzipien im Umgang mit den Opfern. Zum Preis von 29,95 Euro (ISBN 978-3-7945-2682-6) lässt sich das Buch unter www.amazon.de
bestellen.

3. Besserer Schutz gegen Stalker
Seit fünf Jahren gibt es in Deutschland den sogenannten Stalking-Paragraphen §238 Strafgesetzbuch, der die „Nachstellung“ strafrechtlich verfolgt. Laut Süddeutscher Zeitung bezeichnet Stalking das beabsichtigte und wiederholte Belästigen von Menschen, wodurch die Sicherheit bedroht und die Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt wird. 85 Prozent der Stalker seien Männer, nur 15 Prozent Frauen. 95 Prozent der Täter seien psychisch völlig gesund. Oft fühlen Stalker sich von einem Ex-Partner seelisch verletzt und begreifen das nicht nur als Liebeskummer, sondern als tief gehende Kränkung. Doch nur wenige Opfer zeigen die Täter an. Einstweilige Verfügungen und Geldstrafen schrecken nicht immer ab. Und nicht einmal psychische und körperliche Folgen bei den Betroffenen würden für eine Verurteilung reichen. Daher müsse die gesetzliche Hürde für eine Verurteilung gesenkt werden.
Hilfsorganisationen für Betroffene können weiterhelfen, zum Beispiel www.gemeinsam-gegen-stalking.de, www.deutsche-stalkingopferhilfe.de oder www.weisser-ring.de.

4. Buchbesprechung: „Juris Kristalle – Novelle über Schizophrenie“ von Kerstin Fischer
Die Novelle von Kerstin Fischer beschreibt den Lebensweg von Juri und zeigt die äußeren Umstände auf, die dazu führen, dass Juri in seiner Gedankenwelt in die Schizophrenie gleitet. Dabei fällt der Krankheitsbegriff im Text nicht. Der feinsinnige Juri liest bereits in seiner Jugend viel, so etwa auch „Schuld und Sühne“ von Dostojewski. Immer wieder zieht er sich in seine inneren Welten zurück, oder er schlüpft aus sich selbst heraus und beobachtet sich von außen. Als er ein Literaturstudium aufnimmt und ihm Radion Raskolnikow, die Hauptfigur des Romans „Schuld und Sühne“, leibhaftig auf dem Campus begegnet, bekommt er zum ersten Mal eine schwache Ahnung davon, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Juri schafft trotzdem den Balanceakt, sich mit den Phantasien aus seinen Romanwelten in der Realität zurechtzufinden. Er gleitet erst ganz in seine fiktive Welt, als der äußere Druck zu stark wird. Letztlich aber findet er sich und seinen inneren Mittelpunkt wieder.
Kerstin Fischer ist mit „Juris Kristalle“ ein außerordentlicher und bemerkenswerter literarischer Wurf gelungen. Das Buch (ISBN 978-3-935259-65-1) ist im worthandel : verlag, Dresden, erschienen und zum Preis von 14,90 Euro unter www.amazon.de
erhältlich.

5. „Mary & Max“: Ein Knetanimationsfilm über eine besondere Freundschaft
Der Kritiker Gian-Philip Andreas lobt an dem australischen Knetanimationsfilm „Mary & Max“ von Adam Elliot den schwarzen Humor und die schonungslose Lakonie, mit der der Autor aus dem Alltag seiner ramponierten Plastilinfiguren erzählt.
Der Inhalt: Die 8-jährige Mary Daisy Dinkle lebt mit ihren Eltern in einem Vorort von Melbourne. Die Mutter trinkt, raucht und stiehlt. Der Vater glänzt durch Abwesenheit. Er widmet sich lieber seinen Hobbys, als sich um seine Tochter zu kümmern. Mary hat keine Freunde und wird wegen eines riesigen Muttermals von ihren Schulkameraden gehänselt. Durch einen Zufall kommt das Mädchen zu einem Brieffreund, der in New York lebt. Der 44-jährige Max Jerry Horrowitz ist übergewichtig und leidet an dem Asperger-Syndrom, einer Variante des Autismus. Die Krankheit – er selbst mag sie nicht als solche bezeichnen – macht es ihm unmöglich, soziale Bindungen einzugehen. Doch das ändert sich mit Marys Brief. Die beiden Außenseiter finden zueinander.
Am 04.05.2012 um 22.35 Uhr wird der Film in 3sat gezeigt. Die DVD ist im Handel erhältlich.

Bis zum nächsten Newsletter wünschen wir Ihnen alles Gute, vor allem Gesundheit. Wir freuen uns über Ihre Aktivitäten und danken allen Beteiligten für die Mitarbeit!

Ihr BASTA-Team
 
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