Wenn Helfer krank werden - eine Pflegedirektorin berichtet
Wenn Helfer krank werden - eine Pflegedirektorin berichtet

Info: Burnout ist mehr als eine Modediagnose - und burnoutgefährdet sind insbesondere Berufsgruppen, von denen man er zunächst nicht erwartet: Ärzte und Pfleger. Als Helfer müssen sie ständig parat stehen und sich mit den Problemen anderer beschäftigen. Viel Zeit für sich und ihre eigenen Bedürfnisse haben sie oft nicht. Bei einem Symposium von Pflegern auf dem DGPPN-Kongress, der derzeit in Berlin tagt, hat eine Betroffene berichtet.

Anmoderation: Dass Burnout nicht nur Manager trifft, wissen inzwischen die meisten. Aber es gibt eine besonders gefährdete Berufsgruppe, was für viele überraschend ist: Ärzte und Pfleger. Als Helfer müssen sie ständig parat stehen, dürfen keine Schwäche zeigen und kümmern sich immer um die Probleme anderer. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin hat Reporterin Sarah Tschernigow (sprich: Tschernigoff) mit einer Pflegedirektorin gesprochen, die bereits ein Burnout hinter sich hat.

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Beitragstext: Gerlind Kothe aus Ülzen kennt das Gefühl einfach nicht mehr zu können.
O-Ton
Als Pflegedirektorin in einer psychiatrischen Klinik wird von ihr ständig erwartet, dass sie stark ist, schließlich ist sie ja „Helferin“. Doch was sie im Alltag mit Patienten erlebt, geht nicht spurlos an ihr vorbei.
O-Ton
Psychiater Prof. Wulff Rössler kennt solche Fälle. Er sagt: Burnout bei Ärzten und dem Pflegepersonal nimmt zu.
O-Ton
Vor allem Pfleger müssen sich in weniger Zeit um mehr Patienten kümmern; hinzu kommt die meist schlechte Bezahlung. Wenn Gerlind Kothe merkt, sie kann nicht mehr, zieht sie heute die Notbremse: verbringt ihre Freizeit mit Hund, Garten und kochen. Und sie sagt, ihre Branche hat einen Vorteil, sie kann gut mit Kollegen darüber sprechen:
O-Ton / fadet aus mit Atmo
O-Ton: Gerlind Kothe, Pflegedirektorin aus Ülzen, Besucherin des DGPPN-Kongresses
Prof. Wulff Rössler, Professor für klinische Psychiatrie, speziell Sozialpsychiatrie an der Universität 8021 Zürich, Schweiz
Länge: 1:40 (Wortende 1:33)
Autor: Sarah Tschernigow
 
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