"Lass mich endlich in Ruhe!" - Wie umgehen mit Stalkern?
"Lass mich endlich in Ruhe!" - Wie umgehen mit Stalkern?

Info: Täglich zwanzig Anrufe, Geschenke vor der Haustür und Verfolgung bis ins Treppenhaus. 17 Prozent der Frauen und 4 Prozent der Männer werden einmal im Leben Opfer von Stalkern, die ihnen krankhaft nachstellen. Erst seit 2007 gibt es zu dem Thema eine Rechtsprechung. Eine Psychiaterin informiert auf dem DGPPN Kongress über den richtigen Umgang mit Stalkern.

Anmoderation: Es ist ein Fremder, der sich im Liebeswahn suhlt oder der Ex-Partner, der die Trennung nicht akzeptieren will. Immer mehr Menschen werden Opfer von Stalkern. Sie rufen ständig an, verfolgen einen, in seltenen Fällen kommt es auch zu sexuellen Übergriffen. Auf dem DGPPN Kongress in Berlin wird über das Thema aufgeklärt. Dr. med. Nahlah (sprich: Nachla) Saimeh ist Psychiaterin und hat sich auf das Thema spezialisiert.
Frau Saimeh, wie viele Menschen genau sind von Stalking betroffen?

O-Ton 1: "Internationale Studien sagen ... 17 Prozent der Frauen ... kein seltenes Phänomen."

Zwischenmoderation: Stalking heißt übersetzt "heranpirschen" oder "nachstellen". Das klingt erst mal nicht allzu bedrohlich. Wie weit kann Stalking gehen?

O-Ton 2: "Stalking ist kein Scherz. Der Stalker ruft an ... öffnet Briefe ... bedroht mitunter ... verfolgt ... zusammengefasst Syndron Stalking, wo dem Opfer der Lebensfreiraum genommen wird."

Zwischenmoderation: Seit 2007 gibt es ein Stalking-Gesetz: "Strafbarkeit beharrlichen Nachstellens". Wenn ein Stalkingfall zur Anzeige gebracht wird, kann dem Stalker verboten werden, sich auf 50 Meter zu nähern. Aber die wenigsten halten sich daran, oder?

O-Ton 3: "Deshalb ist es wichtig das Verhalten zu dokumentieren ... konsequent den Weg zu gehen."

Zwischenmoderation: Stimmt es, dass fast nur Männer stalken?

O-Ton 4: "In Deutschland sind es über 80 Prozent Männer ... aber auch Männer werden bestalkt ... von völlig fremden Täterinnen ... Frauen kennen den Täter ... Ex-Partner."

Abmoderation: Danke Frau Saimeh. Frau Saimeh ist forensische Psychiaterin und klärt auf dem diesjährigen Kongress der Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde über Stalking auf.
O-Ton: Dr. med. Nahlah Saimeh, Ärztliche Direktorin im Zentrum für Forensische Psychiatrie, 59556 Lippstadt.
Länge: 2:13 (5 Antworten)
Autor: Sarah Tschernigow
 
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