In einer erdfernen Welt
In einer erdfernen Welt

Zengeler vermag es sich einzufühlen, zu schildern wie es den "Insassen" einer so deklarierten Demenzstation geht. Vermeintlich und auch objektiv gestörte Charaktere, die Verzweiflung des quasi-prominenten Hauptakteurs, der wegen eines "simplen" Schlaganfalls und mangels sonstiger Klinikkapazitäten in dieser Station landet und lediglich (nur noch?) sein Schreiben hat: berühren ungemein. Nicht nur einmal ist es angesagt tief Luft zu holen, die körperliche Freiheit zu genießen. Dieselbe wird bei Betroffenen leider nur allzuoft durch ignorante, überhebliche und scheinheilig agierende Pflegekräfte massiv beschnitten. Kranke Menschen sind immernoch Menschen. Sie denken, auch wenn sie sich nicht (mehr) äußern können oder wollen. Sie haben Gefühle, empfinden. Sie sind Personen. Sie sind du und ich.

Ich erwähnte schon, dass mich dieses kleine Büchlein ungemein berührte. Ich setze noch drauf, dass ich zwar weinen musste, aber glücklich bin, trotz oder wegen oder gerade weil ich andere Probleme habe. Happy-Ends gibt es in den meisten Filmen. Auf die eine oder andere Art und Weise auch in diesem Buch.

geschrieben von: mama-von-paul
 
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