Pressemitteilung zum Tag der Seelischen Gesundheit
Pressemitteilung zum Tag der Seelischen Gesundheit
Nr. 2/2010 (10. Oktober 2010)

Für eine Gesellschaft, die offen und tolerant mit psychisch erkrankten Menschen umgeht. Am internationalen Tag der Seelischen Gesundheit, dem 10. Oktober, fordert der Vorsitzende des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit, Prof. Dr. Wolfgang Gaebel, die gesellschaftliche Inklusion aller Menschen, die an einer psychischen Störung leiden. "Der Europäische Pakt für Psychische Gesundheit und Wohlbefinden fordert die Implementierung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Stigma und sozialer Ausgrenzung aufgrund einer psychischen Störung. Politik und Gesellschaft müssen nun alles tun, um die soziale und berufliche Integration von psychisch erkrankten Menschen zu fördern und ihnen die volle gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen." Jeder dritte bis vierte Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Dennoch sind psychische Erkrankungen weiterhin ein Tabu in unserer Gesellschaft.
Psychisch kranken und seelisch behinderten Menschen ist eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft bisher häufig verwehrt. Am Arbeitsplatz, in der Schule, in Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, aber auch im Freundeskreis und in der Familie wird ihnen distanziert und sehr häufig diskriminierend begegnet. "Unser Ziel muss eine Gesellschaft sein, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgeht", sagt Professor Gaebel.
Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit will bundesweit zur Aufklärung der Bevölkerung darüber beitragen, dass psychische Störungen therapierbare und gerade bei frühzeitiger Behandlung auch sehr gut heilbare Erkrankungen sind, die jede und jeden von uns betreffen können. Es fördert den Austausch der unterschiedlichen Akteure, informiert über die Chancen der Früherkennung und Prävention und will Menschen ermuntern, Hilfe in Anspruch zu nehmen.
"Wir hoffen, dass wir immer mehr Menschen erreichen, damit sie in ihrem privaten und beruflichen Umfeld aber auch bei politischen Entscheidungen nicht auf Distanz zu psychisch kranken Menschen gehen und sich für die Belange psychisch kranker Menschen einsetzen, so dass niemand aus unserer Gesellschaft ausgeschossen ist."

Kontakt:
Aktionsbündnis Seelische Gesundheit
Carsten Burfeind
Geschäftsstelle
Tel.: +49 30 240 477 214
E-Mail: koordination@seelischegesundheit.net
Internet: www.seelischegesundheit.net

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine Initiative zur Förderung der seelischen Gesundheit. Unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers Dr. Philipp Rösler beteiligen sich derzeit 65 Bündnispartner an dem bundesweiten Netzwerk, darunter Experten der Psychiatrie und Gesundheitsförderung, Betroffene und ihre Angehörigen. Gemeinsam setzen sie sich für die Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein.
 
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