Sanfte Psychiatrie
Statt Patienten mit Psychopharmaka ruhig zu stellen, sorgt das alternative Therapiekonzept »Soteria« mit einer familiären Atmosphäre und dem Recht auf Selbstbestimmung für emotionale Entspannung.

An ihren ersten Psychiatrieaufenthalt denkt Marie* nicht gern zurück. Panische Angst habe sie gehabt, als sie vor sechs Jahren ins Klinikum München-Ost zwangseingewiesen wurde. »Aber die Pfleger haben sich wohl noch mehr vor mir gefürchtet«, erinnert sie sich heute und lächelt dabei verlegen. Warum sie dem Personal so viel Angst einflößte, dass sie an ein Bett gefesselt wurde und eine Spritze bekam – darüber schweigt sie lieber. Unter dem Einfluss des starken antipsychotischen Medikaments habe man sie zwei Tage lang einfach so sich selbst überlassen. "Ein Albtraum", sagt sie rückblickend und starrt ins Leere. Seit ihrer Jugend wähnt sich die 31-Jährige immer wieder von Bekannten verfolgt, sieht verdächtige Personen auf der Straße und erhält "merkwürdige" Anrufe. Die Ärzte diagnostizierten bei ihr schon im Alter von 16 Jahren eine Schizophrenie. Heute gehört Marie zu den wenigen schizophrenen Patienten, die in einer von bundesweit zwei "Soteria"-Einrichtungen behandelt werden ...

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