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diese Seite soll eine Hilfe für Betroffene und Angehörige von schizophren erkrankten Menschen und Interessierten sein. Weiterhin soll sie als Informationsquelle für professionelle Mitarbeiter in der psychiatrischen Landschaft dienen.
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Das Ziel dieses Projektes ist, eine Selbsthilfegruppe im Internet aufzubauen, die sich über das Internet bundesweit austauscht, um Erfahrungen, Probleme und Sorgen zu besprechen. Weiterhin soll dieses Projekt gegen die Stigmatisierung und zum Abbau von Vorurteilen in der Gesellschaft beitragen. Wenn Sie meine Arbeit und dieses Projekt unterstützen möchten, nutzen Sie bitte das Kontaktformular unter "Kontakt" oder schreiben mir direkt eine E-Mail an info@schizophrenie-netz.info.
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Im Laufe des Lebens erkrankt ca. 1% der weltweiten Bevölkerung an einer schizophrenen Störung. Dabei ist es unerheblich welcher Religion oder Nationalität die Menschen angehören. Dies lässt den Schluss zu, dass die Schizophrenie eine weit verbreitete psychische Störung ist und dem Gesundheitswesen Milliarden Euro im Jahr kostet. Fast jeder hat in seinem Umfeld (Verwandte oder Bekannte) die an einer Schizophrenie erkrankt sind. Immerhin hat einer von hundert einmal im Leben eine schizophrene Erfahrung. Im Verlauf dieser Krankheit kann es immer wieder zu Akutphasen kommen, welche aber durch eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten (Neuroleptika) sowie einer gezielten Psychotherapie ganz gut zu kontrollieren sind. Zur Not sollte auch immer ein Bedarfsmedikament beim Patienten vorhanden sein um im Notfall sofort auf Symptome reagieren zu können. Sehr wichtig ist, wenn Symptome auftreten nicht lange warten und beobachten was passiert sondern sofort handeln, sei es nun die zusätzliche Einnahme des Bedarfsmedikamentes oder halt der unverzügliche Gang zum behandelnden Arzt oder Therapeuten, auf jeden Fall darf der Patient nicht warten und muss sofort handeln. Dazu sind regelmäßige Gespräche mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten, sowie ein gutes Vertrauensverhältnis, eine Behandlung auf gleicher "Augenhöhe" und absolute Ehrlichkeit beiderseits sehr von Vorteil. Ob ein Bedarfsmedikament dem Patienten verschrieben wird entscheidet jedoch der behandelnde Arzt. Wenn der Patient sehr gut mit seiner Krankheit und deren Symptomen klar kommt und genau weiss wie er zu handeln hat, dann sollte der Verschreibung nichts im Wege stehen, auch ein gut funktionierendes Umfeld (Familie, Freunde oder Kollegen) wirkt sich positiv aus.
Die weit verbreitete Meinung in der Bevölkerung, dass Schizophrenie gleichbedeutend sei mit einer Persönlichkeitsspaltung trifft absolut nicht zu. Schizophrenie bedeutet lediglich soviel wie eine verschobene Wahrnehmung der Realität zu haben - verrückt (von verrücken, quasi die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten). Ein Beispiel, nehmen wir mal an auf einem Dach ist eine normale Dachantenne zu sehen, für einen gesunden Menschen eigentlich kein Problem, nur ein schizophren erkrankter Mensch sieht darin einen Sendemast von Agenten und glaubt beobachtet zu werden. Weitere Symptome können Halluzinationen sein, akustische Halluzinationen (Stimmen hören), Geruchshalluzinationen ("Ich rieche Gas, soll ich vergast werden?") oder optische Halluzinationen ("Ich sehe Fratzen die mir übel mitspielen."). Ein weiteres Symptom der Schizophrenie ist Angst oder gar Panik aus heiterem Himmel und das vertraute Personen auf einmal gegen einen sind und eventuell einem nach dem Leben trachten (Verfolgungswahn).
Daraus resultiert in sehr vielen Fällen ein sozialer Rückzug, Lustlosigkeit, Arbeitsverlust und die Abschottung vom gewohnten Umfeld. Selbst gewohnte Geräusche können einen verwirren und Angst machen. Meist bleibt die Schizophrenie mehrere Wochen, Monate oder gar Jahre unbehandelt, was eine Behandlung negativ beeinflusst, da dann meist eine Krankheitseinsicht fehlt und eine Heilung nahezu unmöglich ist. Aber wir sind alle keine Ärzte und woher sollen wir wissen was los ist, denn nicht jeder kennt sich in der psychiatrischen oder psychologischen Medizin aus.
Andreas Liebke
Genveränderung erhöht bei Männern Risiko für manisch-depressive Erkrankung
Genveränderung erhöht bei Männern Risiko für manisch-depressive Erkrankung
Humangenetiker des Universitätsklinikums Heidelberg untersuchen erstmals 4200 Studienteilnehmer / Serotoninrezeptor als Schlüsselmolekül der Reizweiterleitung im Gehirn betroffen
Männer, die an einer manisch-depressiven Erkrankung leiden, weisen besonders häufig eine bestimmte genetische Veränderung auf, betroffene Frauen nicht. Dies haben Wissenschaftler am Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Heidelberg erstmals durch genetische Untersuchungen an einer großen Studiengruppe mit rund 1800 Patienten und 2400 gesunden Vergleichspersonen festgestellt.
BASTA möchte Ihnen in der Mai-Ausgabe des Newsletters folgende Themen vorstellen:
• BASTA feierte sein 11-jähriges Jubiläum am 20.04.2012
• Mobbing-Opfer erkennen und gezielt behandeln
• Besserer Schutz gegen Stalker
• Buchbesprechung: „Juris Kristalle – Novelle über Schizophrenie“ von Kerstin Fischer
• „Mary & Max“: Ein Knetanimationsfilm über eine besondere Freundschaft zum Thema Asperger Syndrom
Teil1:
Thomas Mitzka interviewt Dr. Georg Psota zum Thema Psychose / Schizophrenie. Dr. Georg Psota ist Leiter des Psychosozialendienstes in Wien (Österreich). Er stellt sich den Fragen, die Thomas Mitzka und Manfred Stipanitz gemeinsam erarbeitet haben! Der Film entstand als Projekt für die Internetplattform http://www.psychosenetz.com.
Teil2:
Thomas Mitzka interviewt Mag. Renate Skoda zum Thema Psychose / Schizophrenie. Mag. Renate Skoda ist Klinische Psychologin und Verhaltenstherapeutin auf einer Akutstation im Wiener Otto-Wagner-Spital (Österreich). Sie stellt sich den Fragen, die Thomas Mitzka und Manfred Stipanitz gemeinsam erarbeitet haben! Der Film entstand als Projekt für die Internetplattform http://www.psychosenetz.com.
Mit der Einführung des neuen Psych-Entgeltsystems werden psychiatrisch- psychotherapeutische Kliniken, die immer mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen behandeln, weniger Geld für ihre Arbeit erhalten.
„Wir haben im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie nahezu keine Einsparpotentiale mehr. Bereits in den letzten zwei Jahrzehnten haben wir 80 Prozent mehr Fälle behandelt und dabei die Betten um ein Drittel reduziert", sagt DGPPN-Präsident Prof. Peter Falkai. Das Wichtigste in der Behandlung von psychisch erkrankten Menschen sind Gespräche zwischen Ärzten, Therapeuten und Patienten. Dies setzt ausreichendes und qualifiziertes Personal voraus. „Es ist absehbar, dass wir, sollte das neue Psych-Entgeltsystem so umgesetzt werden, die steigenden Personalkosten in Zukunft nicht decken können" so Falkai weiter. Die Konsequenz wird sein: Psychisch Kranke werden in Zukunft weniger qualifizierte Leistungen erhalten und weiter benachteiligt.
Kaum anderthalb Jahrhunderte ist es her, dass Philosophen, Physiologen und Physiker ein neues Forschungsgebiet ausriefen – die empirische Seelenkunde. Mit Hilfe exakter Messungen und Experimente wollten sie die Grundlagen des menschlichen Geistes erkunden, über den zuvor immer nur spekuliert und theoretisiert worden war.
Ein Ansatz, der seither in immer neuen Varianten Karriere gemacht hat. Doch schon viel früher beschäftigten sich Künstler und Gelehrte mit der geheimnisvollen Masse unter der Schädeldecke, dem Hort von Denken, Fühlen und Wollen.
Wie wir uns ernähren, beeinflusst auch unser seelisches Wohlbefinden. Vor allem eine Extraportion Fisch beugt laut Forschern einer Reihe von psychischen Beschwerden vor, berichtet das Magazin Gehirn&Geist in seiner aktuellen Ausgabe (05/2012). So stärken die in Fischöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren ganz generell die Nerven.
Schon 2003 zeigte ein Experiment an der Harvard Medical School, dass Patientinnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung mit einer täglichen Extradosis an Omega-3-Fettsäuren seltener unter depressiven Symptomen und aggressiven Impulsen litten als eine Kontrollgruppe, die ein Scheinpräparat bekommen hatte. Ähnliche Erfolge verbuchten Forscher 2010 auch bei Gefängnisinsassen, die mit einem Nährstoffextra seltener mit gewalttätigem Verhalten auffielen.
Wie lokale und nationale Medien über psychische Erkrankungen berichten und wie sie oftmals sorglos Begriffe aus der Medizin verwenden, beleuchtet eine Studie des Zentrum für Soziale Psychiatrie Salzwedel (ZSP Salzwedel).
Studien belegen (1), dass seriöse überregionale Printmedien wie FAZ, Spiegel, SZ oder Die Zeit sehr oft Begriffe aus der Psychiatrie benutzen, sich aber selten mit den entsprechenden psychiatrischen Inhalten befassen. Oft wird das Fachvokabular nur beiläufig erwähnt oder als sinnentfremdete Metapher genutzt – der Informationsgehalt ist gering. Das Zentrum für Soziale Psychiatrie Salzwedel hat über zwölf Monate hinweg die Berichte aus allen fünf Lokalzeitungen im Altmarkkreis Salzwedel durchgearbeitet und diese mit der überregionalen Presse verglichen.