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Trennungsunterhalt
hemangaji
Hallo,

bin seit 8 Jahren mit psychisch schwerkranker Frau verheiratet (schwerbehindertenausweis 80%, Merkzeichen G). Im November 2008 ist sie zu einem Wochenende zur Schwester gefahren und seitdem nicht mehr zurückgekehrt.

Jetzt höre ich nur noch von Ihr über den Psychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes, Betreuungsstelle, Rechtsanwalt und Sozialamt.

Ich zahle seit Nov 2008 200.- € auf freiwilliger Basis.

Das Sozialamt zahlt meiner Frau seit Nov 2008 148,33.- € Hife zum Lebensunterhalt und will Unterhalt von mir ab dem 20.01.09 in Anspruch nehmen. Die Unterhaltsansprüche von meiner Frau sind also auf den Sozialhilfeträger übergangen.

Bei dem Schreiben des Sozialamtes meiner Frau steht Fett oben

Rechtswahrungsanzeige und Auskunftsersuchen

nach §§ 94 Abs.4 und 117 Abs.1 sozialgesetzbuch XII (SGB XII)

dann die Frist zum 17.02.2009

In dem Schreiben des RA steht, dass er meine Frau vertritt und mir mitteilt, dass Bedürftigkeit ausser Frage steht und ich nach § 1360a BGB zum Unterhalt verpflichtet bin. Ab dem 01.02.09 wird unter Vorbehalt der Änderung 1200,- € gefordert, ausgehend von einem Phantasyeinkommen von 2.800. Wie soll das gehen?, bei meinem Einkommen von ca 2000.- €. Na gut habe noch ca 180.- € Mieteinnahmen. Zahle aber schon allein ca 340.- € Umlagen für die 3 Wohnungen.

Habe schon mal vorsorglich telefonisch Fristverlängerung bis Ende Februar bei der Sekräterin des RA beantragt, da der Sachbearbeiter nicht erreichbar war. Meine gesammten Unterlagen sind ausserdem beim Finanzberater.

Meine Frau hat keine Ausbildung, 2 1/2 Jahre in einer Rehawerkstatt gearbeitet und ab und zu in der Massagepraxis der Schwester ausgeholfen.

Seit dem sie am 03.11.08 unter Vorwand zu einem Wochenende zu Ihrer Schwester gefahren ist, wohnt sie bei der Schwester und war zwischendurch nochmal in der Psychiatrie. Lebt also jetzt mit festem Wohnsitz bei der Schwester. Ich habe bedenken, dass sie dort nicht frei entscheiden kann, was sie möchte, da es in der Natur Ihrer Krankheit liegt, dass sie Ihr Fähnchen in den Wind hängt, darüberhinaus wirkt sie auch auf mich unaufrichtig, ausserdem ist da auch noch der Schwager und zwei erwachsene Kinder, es steht also 4:1. Werde nicht Informiert und blockiert. Bedenken habe ich auch, dass meine Frau in der Vergangenheit in der Massage- und Yogapraxis und Haushalt der Schwester ausgeholfen hat, was ich immer zu begrenzen versucht habe. Die Psychiatrie hat ein betreutes Wohnen sowohl Heimatfern von mir, als auch von der Schwester empfohlen.

Mit dem Verein, der die Bertreuung hat und dem Amtsgericht habe ich mehrmals telefonisch und schriftlich Kontakt aufgenommen, bin aber immer mit dem Verweis auf die Schweigepflicht total abgeblitzt. Bekomme weder mitgeteilt seit wann und wofür Betreuung eingerichtet ist.
Die Sache ist echt kompliziert. Wie soll ich einen RA bezahlen, komme finanziell gerade mal so um die Runden? Bin ich ein Leben lang in der Pflicht? Was passiert mit den unverkäuflichen Immobilien (feucht, mitten im Wald, vegetarische Lebensgemeinschaft), (Kaufdatum 2007, Zinsbindung = 10 Jahre)?
2 Wohnungen (ca 45 qm), von denen ich eine bewohne, sind in dem Haus, d.h. in der Wohngemeinschaft in der ich lebe. Die andere Wohnung (33 qm) ist verkäuflich und vermietet, soll aber zur Alterversorgung dienen. Wer zahlt den RA meiner Frau und die Hypothek, wenn ich soviel Unterhalt (3/7) vom Einkommen zahle?

Weiß echt nicht mehr weiter und habe Angst, dass wenn ich nicht in der Lage bin zeitig zu reagieren, Forderungen gegenüber stehe, die ich nicht mehr bewältigen, vielmehr gesagt nicht zahlen kann und die Sache dann aus dem Ruder läuft.

Zu einer Angehörigen Gruppe psychisch Kranker, habe ich schon Kontakt aufgenommen. Eine Eheberatungsstelle der Diakonie suche ich regelmäßig auf, hilft aber nur bedingt, hab halt wenigstens einen Ansprechartner.

Bei einem Beratungsgespräch bei unserem RA war ich im Dezember. Hat gesagt, dass erst Unterhalt gezahlt werden muß, wenn dieser gefordert wird und dass die Richter es unterschiedlich bewerten (Einzelfallentscheidung), ob die Eigentumswohnungen als Altersvorsorge herhalten können.

Wenn der Sozialhifeträger auf mich zukommt, soll ich alles angeben, aber sofort Widerspruch einlegen. 1000.- € müssen mir verbleiben.
Mit jeder Tilgung haben die Wohnungen mehr Wert, deshalb schnell verkaufen.
Den Wert der Wohnung an mich übertragen.

Dann hat er noch was über den Zugewinn gesagt, was aber erst mit dem Tag der Zustellung der Scheidung relevant wird.
Weiß halt nicht, ob von ihr, oder der Familie eine Scheidung geplant ist, denke aber schon.

Da meine Frau aus Indien kommt und die Ehe auch dort geschlosen wurde, kann es sein, dass nach indischem Recht nach einer Scheidung die Ehe noch nicht vollends geschieden ist und man noch eine hinkende Ehe anhängig hat.

Sieht so aus, dass ich um den RA nicht herumkomme. Hätte lieber alles einvernehmlich geklärt.

Sorry für den langen Post

HG

Hubertus
 
Andreas
Hallo Hubertus,

da du dich ja schon an eine Gruppe Angehöriger psychisch Kranker und an einen Rechtsanwalt gewendet hast, können wir dir auch nicht viel weiterhelfen. Denn das wären zumindest auch meine Ratschläge gewesen.

Ein Zusammenleben mit psychisch beeiträchtigten Menschen ist nicht immer leicht, besonders dann, wenn der Betroffene selber sehr unter den Symptomen leidet oder sich abhängig macht von anderen Menschen und keinen eigenen Standpunkt mehr vertreten kann.

Tut mir aufrichtig leid dir nicht viel weiterhelfen zu können, aber ich bin kein Jurist.

In diesem Sinne wünsche ich dir, dass für dich alles gut verläuft und der Umstand geklärt werden kann.

Mit besten Wünschen und schönen Grüßen
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Nase im Wind
hemangaji schrieb:
Hallo,

bin seit 8 Jahren mit psychisch schwerkranker Frau verheiratet (schwerbehindertenausweis 80%, Merkzeichen G). Im November 2008 ist sie zu einem Wochenende zur Schwester gefahren und seitdem nicht mehr zurückgekehrt.

Jetzt höre ich nur noch von Ihr über den Psychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes, Betreuungsstelle, Rechtsanwalt und Sozialamt.

Ich zahle seit Nov 2008 200.- € auf freiwilliger Basis.

Das Sozialamt zahlt meiner Frau seit Nov 2008 148,33.- € Hife

HG

Hubertus


bei den Anstrengungen die du bereis genacht hast um zu deinem Recht zu kommen, kann ich als erstesnur anraten sich klug zu verhalten.

Was den Unterhalt für deine Frau angeht; Du hast jedenfalls ein Recht auf ein Mindest-Entgeld für deinen Unterhalt, dass festgesetzt ist.
Eine Frage steht im Raum; hat deine Frau oder du bei den entsprechenden Behörden angegeben dass ihr getrentlebend seit. Das kann ein unterschied machen wieviel Geld dir bleibt. den Aufenthalt einer zweiten Wohnung musst du sicher nicht finanzieren, denke ich.

Die Frag des offiziellen Getrennt lebens sollte auch eine Frage für den Anwalt sein.

Steht also eventuell die Frage, sieht einer von euch beiden sich als vom Partner getrennt an odernicht. Da wäre wohl klärungsbedarf von Seiten deiner Frau. Sie muss Stellung beziehen, und, oder, bzw. du musst deine Komsequenzen aus der Situation ziehen.

Als ich verheiratet war, verlor ich ca. 90% meiner Arbeitslosenhilfe. las ich mich als Getrenntlebend registrierte, hatte ich wieder meine volles Geld.
So lange ihr als Zusammenlebend gälltet, zieht der mit mehr geld den kürzeren, wen bisher dem andere Partner das geld gekürzt wurde weil desen Partner entsprechend mehr Geld hat.

Meine Frau hatte bereits EU-Rente als wir heirateten, und sie hatte mehr als ich. Daher habe ich nun nach der Scheidung einen gewissen Anspruch des Teils ihrer Rente bezügl. der Ehejahre.

Jonny
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
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