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Zwangseinweisung
Hobbykuenstlerin
Hallo zusammen!
Ich bin neu hier und hoffe auf ein paar Informationen! Zuerst einmal möchte ich euch meine Situation schildern! Ich hoffe der Text wird nicht zu lange.

Als ich 15 war, verlor ich meine Mutter...an diese gemeine Krankheit! Angefangen hatte alles mit ihrem Interesse an allem übersinnlichem! Sie fing an mit Gläser rücken um Geister zu beschwören. Nachdem mein Vater ihr immer wieder sagte, dass sie das bleiben lassen soll, hatte sie dies heimlich gemacht. Irgendwann nahm sie den Esslöffel...schwang ihn in der Luft...und bekam so ihre Antworten vom "Jenseits"! So fing alles an! Denn diese "Stimmen" redeten dann mit ihr. Sie warf mir lauter Dinge vor, die ich nicht getan hatte! Es war ein Albtraum. Als ich meine Lehre machte, wurde ich täglich vor der Arbeit von ihr belauert...und mit wirren Vorwürfen bomardiert...geschimpft...teilweise mehr als aggressiv! Somit zog ich schon mit 19 aus. Dieser Auszug war sehr schlimm! Denn sie war natürlich dagegen! In dem Wohnblock meiner 1. Wohnung schrie sie im Gang, dass ich jetzt eine Asoziale sei...weil ich in so einem Asozialen Wohnblock wohne. War ein super Einstand für mich! Danach war dann erst mal Funkstille zwischen ihr und mir. Mein Vater besuchte mich heimlich...denn auch er wurde natürlich von ihr geschimpft und bedroht, wenn er mich besucht hat. Irgendwann wurde das ganze dann wenigstens insoweit wieder leichter, dass ich daheim stundenweise meine Eltern besuchte. Sie war aber nie mehr wie früher. Mein Vater musste nach meinem Auszug noch mehr allein sein, denn meine Mutter war im Bad eingesperrt...um mit dem Löffel zu reden! Das Ende dieser Ehe war absehbar...und Jahre später, ich war 22, ließ er sich dann scheiden. Dies war natürlich für meine Mutter ein Schock! Das Haus musste verkauft werden, sie musste in eine Mietwohnung! Alleine konnte sie solche Angelegenheiten nicht erledigen, da sie auch vorher nie irgendwelchen Schriftverkehr oder sonstiges selbst erledigt hatte. Das musste immer mein Vater machen. Jetzt war also ich diejenige, die ihr helfen musste, da ich ihr einziges Kind bin. Ich war so blöd und hab das dann übernommen...weil sie ja doch meine Mutter ist. Also hatte ich ihr eine Wohnung gesucht, ihr mit der Scheidung geholfen. In dieser Wohnung wurde aber ihre Krankheit immer schlimmer. Eines Tages ging sie nicht mehr aus der Wohnung und öffnete die Türe nicht mehr. Ich hatte echt Angst, dass sie sich was angetan hat. Mit Hilfe der Polizei öffneten wir die Tür. Und was ich da sah war schockierend. Das war nicht mehr meine Mutter. Sie erkannte mich nicht mehr...die Wohnung war verwahrlost, sie hatte ihre Post nicht mehr geöffnet, Rechnungen wie den Strom nicht mehr bezahlt! Dadurch war der Kühlschrank ausgefallen...alles war verschimmelt! Es war furchtbar. Die Polizei brachte sie zum BKH. Ich war dabei...und musste mich von ihr übelst beschimpfen lassen. Nach 6 Wochen in der geschlossenen war sie durch die Medikamente wieder einigermaßen normal!! Fast wieder wie früher! Jahrelang ließ sie sich diese Depotspritzen geben. Ich war ihre Betreuerin von da an. Als wir uns ein Haus gekauft hatten, holte ich sie zu mir in eine Einliegerwohnung im Haus. Das Verhältnis zu ihr war ja wieder gut! Ich war echt blauäugig!!! Denn vor 2 Jahren fing sie an wegen den Spritzen zu schimpfen! Sie bräuchte die ja nicht, da sie ja gesund ist. Die Nervenärztin hat sie dann gewechselt...und die neue Ärztin hat sie "aufgeklärt"...über ihre "Rechte"! Sie hat sofort beschlossen keine Medikamente mehr zu nehmen. Die Folge hab ich jetzt unten schreiend in der Wohnung sitzen! Eine Mutter die Tag und Nacht rum brüllt! Noch schlimmer als ich es als Kind ertragen musste. Sie nimmt wahllos Medikamente. Verwechselt Antibiotika mit Schilddrüsenmedikamenten! Erkennt teilweise meine Kinder also ihre Enkelkinder nicht mehr! Sieht in ihnen andere Personen...die sie hasst! Greift in der Sparkasse oder Postfiliale fremde Menschen verbal an! Beschimpft sie aufs übelste!! Schimpft mich aufs übelste! Ich wäre ein dreckiges Miststück das sich sofort schleichen soll! Dies ist nur ein kleiner Auszug von allem!
Ich hab jetzt eine Überweisung ins BKH von der Hausärztin bekommen...und ein Schreiben der Neurologin, dass sie eine Einweisung befürwortet. Heute hab ich den Antrag ans Amtsgericht gestellt.

So...tut mir leid, wenn ich so viel geschrieben habe. Aber meine Frage kommt jetzt endlich:
Sollte es mit der Einweisung klappen....was wären meine Möglichkeiten, dass sie nicht mehr zurück in die Wohnung also in mein Haus kommt? Sie ist 68 Jahre alt!!! Was soll ich bloß tun? Ich ertrag es nicht mehr, dass sie nächtelang brüllt! Das ganze weckt mein Kindheitstrauma! Ich bin selbst seit 4 Jahren in psychologischer Betreuung! Wegen ihr! Auch vor dem akuten Ausbruch ihrer Krankheit musste ich als Kind schon sehr viel Agressivität von ihr ertragen! Ich möchte meine Kinder davor schützen!!! Ich überlege die Betreuung an einen beruflichen Betreuer abzugeben. Dann muss der sich doch dann um ihre Unterbringung nach dem BKH kümmern. Wie lange dauert sowas, bis ich aus der Betreuung entlassen...und der gesetzliche die Betreuung übernimmt?

Vielen lieben Dank an alle die diese Story gelesen haben! Vielleicht weiß jemand ja einen Rat wie man mit so einer Situation umgeht!

Ich bin psychisch schon sowas von fertig! Bitte macht mich hier nicht auch noch fertig weil ich sie einweisen lassen will! Sie hat halt gar keine Krankheitseinsicht!

LG
Claudia
 
Hobbykuenstlerin
Ach ja...hatte vergessen zu erwähnen, dass bei meiner Mutter eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis diagnostiziert wurde! Die hat sie schon seit 2001!
 
Andreas
Hallo Claudia,

so wie ich dich verstanden habe, hast du im moment noch die Betreuung von deiner Mutter. In diesem Falle kannst du deiner Mutter, oder musst auch deiner Mutter, eine neue Wohnung suchen, wo sie dann leben kann. In die Obdachlosigkeit darfst du sie meines Erachten nach nicht lassen.

Allerdings solltest du dafür auch die Befugnis haben, den Auftenhaltsort deiner Mutter bestimmen zu dürfen. In manchen Fällen der Betreuung ist die Bestandteil.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Hobbykuenstlerin
Hallo!
Natürlich wird eine Unterkunft für sie gesucht. Die frage ist halt ob sie die Medikamente nimmt. Wenn nicht, wird sie aus jeder Wohnung geschmissen. ..weil sie sich dann nicht mehr beherrscht. .und nachts schreit und sich mit allen Nachbarn zerstreiten wird. Das gleiche gilt für ein evtl betreutes wohnen. Ich hab gestern die Betreuung abgegeben. Mir wird das zu viel. Ich bin selbst in psychologischer behandlung...Aufgrund meiner Kindheit mit ihr. Hab 2 Kinder die mich brauchen....Muss wegen Scheidung 36 Std arbeiten gehen. Ich schaff daß nicht mehr. Am Dienstag musste ich sie mit der Polizei ins BKH bringen lassen. Sie wollte sich umbringen. So etwas kann ich nicht mehr. ..Es war die Hölle! Aber da sie ja nicht einsichtig ist...Wird sie wenn sie draußen ist keine medis mehr nehmen. ..Somit wird sich das ganze immer und immer wieder wiederholen. Ein Albtraum den ich mir jetzt erspare. Ich hab auch das Recht zu leben. Vielleicht sogar irgendwann mal glücklich sein zu dürfen. Das war mir bisher durch sie nicht möglich
Ich bin jetzt 42... und es reicht.
Soll sich ein gesetzlicher Betreuer kümmern.

LG
Claudia
 
Andreas
Hallo Claudia,

ja, das ist das Beste, wenn sich jemand um deine Mutter kümmert, der keinen familiären Bezug zu deiner Mutter hat.

Es wird sicher am besten sein, wenn der neue Betreuer eine Wohnung für deine Mutter organisiert, welche außerhalb deines Hauses liegt. Für dich wird es sicherlich ebenfalls besser sein den Kontakt zu deiner Mutter abzubrechen. Gerade für Angehörige ist es meist sehr schwer loszulassen. Aber in deinem Fall ist es wahrscheinlich am besten so. Besonders für dich.

Es wird wahrscheinlich auch gut sein, wenn du dich mit dem neuen Betreuer / der neuen Betreuerin deiner Mutter in Verbindung setzt und mit ihm / ihr sprichst.

Lieber Gruß
Andreas
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