Thema ansehen
 Thema drucken
Lebenskrise unter dem Einfluss einer schizophrenen Psychose/- darf man weiter" wegsehen" ?
Rose1902
Mein Sohn, 30 j., hat seit ca. 4 Jahren eine schizophrene Psychose. Sein Zustand wird mittlerweile als chronisch bezeichnet und er bekommt ab Januar vorläufig volle Rente. Alle Bemühungen, ihn zu einer Behandlung zu überreden sind bis jetzt erfolglos geblieben. Letztes Jahr ist er zwangseingewiesen worden, was aber auch gar nichts gebracht hat, da er nicht krankheitseinsichtig ist. Im Gegenteil, es war für ihn die Holle und hat den Weg für eventl. spätere Therapien erschwert.
Aus seiner alten Wohnung musste er raus, da die Nachbarn ihn rausgeklagt haben. Jetzt hat er eine kleine 1Zimmer Wohnung mit Balkon, in der er sich überhaupt nicht wohl fühlt. Er sagt immer, hier fühlt er sich wie in einem türkischen Gefängnis. Dort sitzt er den ganzen Tag herum, starrt gegen die Wände. Den Fernseher, Musikanlage oder sonstige Medien hat er rausgeschmissen. Er hat nur noch sein handy und zur Zeit ist er auf facebook und anderen Chatseiten gesperrt für 30 Tage, da er dort islamfeindlich auftritt und viele Menschen beleidigt. ER sagt, es ist nicht das Jahr 2016, sondern 2014, und die letzen 2 jahre hätten sich fast identisch wiederholt. Alle Frauen wären computergesteuert und die Flüchtlinge , die wegen Männerüberschuss hier herkommen, wollen nur unsere Frauen nehmen. Hier ist eine grosse Islamisierung im Gange und alle hätten es nur auf ihn abgesehen, weil er zuviel wüsste. Deswegen hätte man ihm alles genommen. Seine Freundin, seinen Job, seine Wohnung und alles, was ihm lieb und teuer ist. Er hätte keinen Spass mehr am Leben und selbst wenn er wieder eine Frau kennenlernen würde, er könnte nie wieder etwas mit Frauen anfangen, die nicht Jungfrau sind. Und seine besseren Hälften würden versklavt, verfogt, prostituiert usw.
Jetzt stand er auf seinem Balkon , als ich ihn besuchte und schrie laut: hier um mich rum ist sowieso nur Dreckspack, eklige Türken und draussen fahren alle mit Autos mit Verbrennungsmotoren rum, Überbleibsel von Adolf Hitler, und er hielt sich dran. Auch als ich ihm sagte, er würde doch alle Nachbarn abschrecken und gegen sich aufbringen, blieb er laut.
Ich bin nachher gegangen, er wollte mich eh nicht mehr dahaben, da er meinte, ich nehm sie auch noch in Schutz. Aber ich weiss, dass es ihm ganz , ganz schlecht geht und er Hilfe braucht. Er gibt auch zu, dass er sich schrecklich fühlt, will aber keine Hilfe annehmen.
Kann ich da wirklich einfach weiter wegsehen und ihn sich selbst überlassen. Was kann ich denn bloss tun? Manchmal ist er so aggressiv und sagt, er wolle alle Dreckstürken um sich versammeln, Frauen und Kinder vorher evakuieren und dann mit einer großen Bombe sich mit allen anderen wegbomben. Was kann ich tun? Hat jemand einen Vorschlag????? Frown
 
Liebe Rose1902,

ich muss ein Versprechen brechen. Hier noch ihnen gegenüber. Weil ich mich zu keinem anderen Beitrag mehr melden wollte. Aber ich breche dieses Versprechen ihnen zuliebe sehr gerne. Und werde mich auch in Zukunft und anderen gegenüber nicht mehr daran gebunden sehen. Denn die Wahrheit ist, dass ich sehr gerne einen Austausch pflegen würde. Für eine Bestärkung des göttlichen Elements in uns. Für unsere Seele.

Und auch, wenn sie mich deshalb für ungeeignet halten sollten, für eine Meinungsbildung im Fall ihres Sohnes, für einen Ratschlag, werde ich ihnen dennoch mein mir Möglichstes dazu mitteilen. Im Bemühen um ihren Sohn. Für eine Stimmigkeit. Vielleicht kann es deshalb nicht das Beste sein. Da es mir etwas kompliziert ist, weil ich mich nicht mit ihrem Sohn selbst bereden kann. Und mich eher noch zurückhalten muss.

Aber vorab wäre mir eine Frage wichtig: Teilen sie die Werte ihres Sohnes? Unter all der Agitation zu deren Verteidigung? Ich jedenfalls tue es schon jetzt. Denn es sind Werte. Sogar alte Werte. Keine Spinnereien hinter all dem Zinnober, der sich dabei unbedingt mäßigen lernen muss. Wenigstens derzeit, um darüber zur Ruhe zu kommen. Um sich wieder auf das Gute besinnen zu können. Nachdem er sich selber geschädigt hat, seinen Ruf und sein Hab und Gut. Aufgrund eben dieses Zinnobers, den er abgelassen hat, den ich trotz der Tiefe für seine Situation unangemessen empfinde. Der einen faden Beigeschmack hinterlässt und unangenehm Aufschluss liefert über das Alleinstellungsmerkmal ihres Sohnes, das ihm noch so vorkommt. Das aber keines ist, keines bleiben muss, unter dem er alleine allerdings bald beginnen wird zu leiden. Ohne Kontakt zu seinesgleichen. Aber ihr Sohn ist bereits älter, so dass für ihn ein Kontakt zu Jüngeren bislang vielleicht nicht in Frage kam. Aufgrund seines größeren Erfahrungsschatzes, mit dem er trotz mancher Schwierigkeit agierte. Womöglich möchte er das aber nun ändern. Wobei er ja verquer für eine Beibehaltung westlicher Werte plädiert, auf eine Weise, die sich nur nicht geziemt hat. Da er leider mit den Mitteln des aufgekommenen Wahnsinns gegen diesen anzutreten versuchte. Mit Propaganda und Schmähungen, wie ich lesen musste. Was ein aussichtsloses Unterfangen ist, bei der Mehrheit seiner Mitbürger, in einer staatlichen Gemeinschaft. In Mäßigung. Zur Friedenswahrung. Bei freier Religionswahl. Und das, obwohl nur eine Religion die richtige sein kann. Denn begreifen tut er den Wahnsinn, der sein hässliches Haupt längst erhoben hat und die abgeschlagenen Häupter der Unschuldigen in die Kameras hält. Was nicht nur ihn in das Entsetzen treibt. Er muss sich aber unbedingt davon distanzieren lernen, sich auf sich selbst besinnen, und seine Kräfte auf das Machbare ausrichten. Und ich denke, darin liegt die Ursache des Problems. Ihr Sohn ist bereits zu jeder Konsequenz bereit. Im Ablauf der Ereignisse. Nach harmlosen Anfängen. In absoluter Ohnmacht. Darum meine Frage. Wenn sie ihm helfen wollen. In Ablehnung des Zinnobers. Teilen sie die Werte ihres Sohnes? Denn nur noch darüber werden sie ihn erreichen können.

Ich melde mich also, weil meine Sympathie ihm gehört. Trotz seiner Überreaktionen, die es selbstverständlich in geeignetere Bahnen zu lenken gilt. Und gerade wegen seiner Sinnhaftigkeit in sich selbst, die untrennbar mit ihm verbunden ist. Aber er scheint sich leider sehr mit den Eigenschaften eines Feindbildes identifiziert zu haben, die ihm in seiner Nähe und seiner Beobachtung des Falschen zu sehr zu eigen wurden. In seiner Inwendigkeit. Was ihn sich zu seinen Äußerungen dagegen hat hinreißen lassen. In Unflätigkeit. Obwohl ihm unmittelbar keine Gefahr drohte. Er nun nur wiederum mit Drohung ein Allgemeinwohl gefährdet.

Und ich melde mich zudem, weil meine Sympathie auch ihnen gilt, die sie sich nicht mehr nur um ihren Sohn Sorgen machen. Sondern auch um Unbeteiligte. Als Mutter. Seine Äußerungen lassen derzeit wohl nichts anderes zu, haben sie veranlasst sich Rat zu holen. Wobei ich noch keine Gefahr im Verzuge sehe. Aber es besteht Handlungsbedarf. Denn ihr Sohn ist auf der Suche nach seiner noch ungeteilten Meinung, die es in seinem direkten Umfeld wohl nicht gibt. Eine, die er deswegen versucht herzustellen. Nicht undifferenziert, wozu er auf Nachfrage sicherlich in der Lage wäre. Aber eben allzu kompromisslos vorgetragen, wozu er sich vermutlich mehr genötigt sah, als dass er dafür motiviert ist. Und was nicht angenommen wird von einem gemäßigten Gegenüber in sozialen Medien. Seine Meinung, die für mich mehr als das ist. Eine, die dabei nicht nach Abwandlung sucht. Sondern nach Mäßigung verlangt. Nicht, weil die Werte ihres Sohnes falsch sind. Sondern, da er sich einer Unterwanderung erwehrt, gegen die er Stimmung machen will. Eine, für die er sich als Frühwarnsystem empfindet. Eine, die zugegebenermaßen integriert werden muss.

Aber ihm wie mir geht es nicht um soziokulturelle Belange. Dazu hat er zu viele Einblicke genommen, über die mir ihre Ausführungen Aufschluss liefern. Damit ist ihm nicht beizukommen.

Denn er ist zurecht gegen den Islamismus eingestellt. Da dieser sich regelmäßig selber als solcher entlarvt. Wenn man ihm dazu immer mal wieder auf den Zahn fühlt. Nicht vor ihm kuscht. Ihn nicht gewähren lässt. Denn in Geruhsamkeit fällt des Islamisten Unausgereiftheit nicht auf. Dann nährt er sich nur von seiner Unumstößlichkeit und Unnahbarkeit, die er für sich in Anspruch nimmt. Seiner Überlegenheit gegenüber den geringwertigeren Ungläubigen. Obwohl er nicht zu überzeugen weiß, nur in Stückzahl zu wachsen. In Geruhsamkeit. In Selbsttäuschung. Dann, wenn der Islamist mit seinem Glauben selber auskommen muss. Dann, wenn er sich diesem nur selber aussetzt. Dann, wenn er damit nicht zu überzeugen versucht. Aber wird er einmal von Gott näheren geprüft, und ihm auf den Zahn gefühlt, macht sich dessen Fäulnis bemerkbar. Dann aber klagt der Muslim lieber den Zahnfühler an, anstatt seine eigene Fäulnis ein für alle mal zu beheben. Was ein durchgehender Akt der Aufklärung wäre, der Reflektion und der Dialektik, um solch einen unterschwelligen Schmerz endgültig aus der Welt zu schaffen. Dann, wenn sich der Islamist in seiner Kritik endlich und ausschließlich gegen Mohammed richtet.

Aber, um wieder auf ihren Sohn zurückzukommen, ist er nicht der einzige, der sich Gedanken macht zu einem Islam, der nach dessen eigenem Bekunden in jedes Haus gehört. Der seine Expansion tatsächlich so vorsieht. Ihr Sohn hat also nicht unrecht. Und wie soll er sich an unbedeutenderen Werten orientieren, die vor der Wahrheit die Augen verschließen. Lassen sie sich ruhig sagen, dass er der Wahrheit näher ist, als es für andere den Anschein erweckt. Selbst in seiner Ohnmacht, die es unbedingt zu beenden gilt. Seine Kraft gehört dabei allerdings kanalisiert, ihm jedoch nicht abgenommen. Denn diese macht ihn aus. Seine Kraft. Sie würden ihn ansonsten zerstören, vielleicht sogar er damit etwas wertvolles. Wovon ich aber nicht ausgehe. Und sie es auch nicht sollten, da ihr Sohn bislang lediglich die Sprache benutzt hat. Aber er sich dadurch isoliert, dass er Verbalattacken führt. Helfen sie ihm also seine Kraft auszurichten, mit der er viel geschickter umgehen lernen kann. Denn seine Kraft will Anwendung finden. Lassen sie es aber nicht einfach nur zu. Begleiten und fördern sie ihn dabei. Zumindest als Denkanstoß. Dann werden sie ihn als Sohn nicht verlieren. Aber lassen sie ihre Vorstellung von ihrem Sohn fallen. Dann kann die Gesellschaft einen erstklassigen Mann für sich gewinnen. Der allerdings schon jetzt nach einer Vaterfigur verlangt, die ihn bändigen kann. Wenn er sie nicht schon gefunden hat. Und als Mutter ist es nahezu unmöglich, damit konkurrieren zu wollen. Aber das sollte sie nicht traurig stimmen.

Denn das wird auf sie zukommen. Eine Unsicherheit, wann die Talsohle durchschritten wurde. Das können sie nur begünstigen, indem sie ihren Sohn von der Demontage seiner selbst abhalten. Also gerade von selbstzerstörerischen Verhaltensweisen, die nach solch exaltierter öffentlichen Meinungsäußerung und deren fehlender Anerkennung nur in Folge tritt. Durch Abschaffung der Medien, die sich immer noch größtenteils in Differenzierung verstricken und herumrätseln, wo ihr Sohn längst die Zusammenhänge erkannt zu haben glaubt. Sich nur noch darüber mitteilen will. Wo er gerade in seiner Wahrnehmungsverschiebung den Sachverhalten besser zur Geltung verhelfen könnte. Was besonders gut in christlicher Gottesverbundenheit geschieht. Einer Gottesnähe, die ihr Sohn vermutlich verspürt. Denn ihr Sohn wird sich nicht mehr mit weniger zufrieden geben, als mit seiner Weltanschauung, die er gerade in Gottesnähe gewonnen hat. Wenn er nicht daran zerbricht. Damit müssen sie sich auseinandersetzen, das abwenden, und sollten dies als ihren Beitrag verstehen und dem nachgehen. So gut, wie sie es als Mutter können. Und raten sie ihm nicht davon ab, das wäre kontraproduktiv, sondern fördern sie ihn, seine Weltanschauung zu kultivieren. Seiner Sprache den rechten Schliff zu geben. Seine Mitmenschen zu gewinnen. Denn soll er sich jetzt etwa mit einer Haushaltsführung zufrieden geben, die ihm vermutlich nichts mehr bedeutet? Für was auch? Soll er sich jetzt etwa eine Tagesstruktur geben, für die ihm die Aufgabe fehlt. Das ist hinten durch die Brust ins Auge. Da wird das Pferd verkehrt herum aufgezäumt. Seine Aufgabe ist Höheres, und darauf sollten sie als Mutter stolz sein. Ihn nicht zu Kleingeistigkeit ermutigen, sondern zu Langatmigkeit. Zu Langmut. Schaffen sie vertrauensbildende Maßnahmen, wo sie nur können. Und zielen sie so darauf ab, ihn nicht zu äußersten Mitteln greifen zu lassen. Denn es gibt Wege und Möglichkeiten, mit heilem Leben viel größere Akzeptanz und Anerkennung für sein dann gutes Verhalten zu erhalten. Seine fehlende Lebensfreude, die er derzeit vermisst, ist seiner Ernsthaftigkeit geschuldet, mit der er seinen Problemen derzeit begegnet. An Kleinigkeiten wird er sich nicht mehr erfreuen können. Und in dem Maße, wie er die Probleme die Oberhand gewinnen sieht, in dem Maße sucht er den geeigneten Umgang damit. Und ihr Sohn handelt in seiner Weltverbundenheit noch relativ unauffällig. Denn er redet ja vor allem nur, was unschätzbar wichtig ist in seiner Lage. Er will schließlich reden, dessen bin ich mir sicher, findet nur keinen Anklang damit, so, wie sie es beschreiben. Und das wird er auch immer tun wollen, reden, selbst mit ihnen als Mutter, wenn sie all diese Überlegungen zukünftig in ihre Betrachtungsweise mit aufnehmen könnten. Aber, was ihr Sohn nun braucht, ist vorzugsweise nicht ihre Liebe. Die hat er längst in sich aufgesogen. Von ihnen als seine Mutter. Die sie ihn in seinen Grundlagen erkennbar gut erzogen haben. Das ist mir spürbar, in ihrer Anteilnahme ihm und anderen gegenüber. Die Liebe ist tief in ihm verankert, sollte aber nicht dauerhaft vernachlässigt werden. Aber mit ihrer Liebe allein werden sie seine Probleme, die eigenen oder die in der Gesellschaft, nicht für ihn lösen können. Er wird auch erst zu einer ihm bestimmten Liebe zurückfinden, wenn seine Probleme genügend Berücksichtigung fanden. Denn, was ihr Sohn nun braucht, ist geistige Führung. Eine Lenkung seiner Ambitionen. Und wenn er sich so verstanden weiß, ist er vielleicht sogar wieder zu weiterer Mitwirkung bereit. Aber damit zu beginnen, dies einzufordern, wird ungehört verhallen.

Und auf die Schnelle einen Rat:
Stellen sie ihrem Sohn ausschließlich Fragen, wenn sie ihn aufsuchen. Versuchen sie das. Ausschließlich. Wozu ich sie gleich ermuntern möchte. Ebenso, ihn weiterhin aufzusuchen. Begeben sie sich – zumindest etwas - in seine Glaubenswelt, aber seien und bleiben sie die rationalere Person. Also kritisch. Unbedingt. Aber seien sie auf seiner Seite. Lassen sie keinen Zweifel daran aufkommen. Ihr Sohn wird es ihnen gleich durch vertrautere Redseligkeit danken. Aber beginnen sie mit solch teilhabenden Fragen auch sofort beim nächsten Mal. Und sorgen sie sich nicht, denn damit bestärken sie ihn nicht in seiner Meinung oder werten diese damit auf. Sie haben nur wieder Einfluss auf ihn und können seine Meinung gegebenenfalls wieder in eine Richtung lenken. Ohne sich dem Verdacht der Bevormundung auszusetzen oder Vorgaben zu machen. Denn es kommt dabei auf die Fragen an. Und was sie mit Aussagen nicht erreicht haben, das könnten Fragen bewirken. Dass seine Meinung wieder bei jemandem gefragt sein könnte. Als Zugang. Aber seien sie nicht geschockt von seinen Antworten, die ohnehin in ihm vorhanden sind, sondern helfen sie ihm diese zu überführen in Verantwortung für sein Handeln. Erkennen sie seine eigenen Befürchtungen als solche und fragen sie ihn, was denn dabei das Naheliegende ist. Für eine Lösung. Und seien sie nicht enttäuscht, wenn Großes sein Anliegen bleiben wird, und er sich so schnell nicht um sich selber kümmern kann. Das braucht Zeit. Stellen sie also seine Meinung nicht ab, sondern gestatten sie ihm diese im Biotop seiner Wohnung, im Habitat seiner Weltanschauung. Aber sorgen sie dafür, dass er ihr dort auch nachkommt. Wirken sie also darauf hin, dass er seinen geistigen Inzest beendet, die sich steigernde Befruchtung seiner weniger werdenden Gedanken, in seiner Ausweglosigkeit, und dass er vielmehr seine Begründungen stichfester macht, die er offensichtlich so nicht hat. Oder dass er sie zumindest angenehmer auszuführen weiß. Denn selbst seine Vermutungen, die nicht der Grundlage entbehren, sind für andere glaubhafter, wenn er lernt, sie maßvoll und verhältnismäßig an den Mann oder die Frau zu bringen. Denn wer redet, steht in der Verantwortung nicht nur seiner Worte. Diese gelangen nämlich ungefragt in das Ohr unseres Gegenübers. Und wollen dort nicht noch erst entrümpelt werden vom Unrat eines tiradierenden Polemikers, der selten auf Ablehnung stößt wegen seiner Inhalte, die bereichern können, sondern in der Regel wegen seines Temperaments, mit dem er nicht ins Ohr träufelt oder schmeichelt, sondern hinein posaunt. Das scheint mir die Tragik ihres Sohnes zu sein. Im Besitz der Wahrheit, auch wenn sie sich oft in einer verqueren Logik äußert, oder in Versteigungen, aber immer noch auf der Suche nach einer geeigneten Vermittlung.

Und beflügeln, ja, beflügeln sie ihn zur Besonnenheit. Weil es für eine geeignete Vermittlung keiner Einzeltat bedarf, die nur eine Randnotiz der Geschichte bliebe. Wovor sie sich aber keine Sorgen machen sollten. Sondern sich mit bemühen um eine gesellschaftliche Etablierung von mir deutlich erkennbaren Werten ihres Sohnes. Erarbeiten sie mit ihm gemeinsam diese Werte und benennen diese ganz konkret. Und erarbeiten sie weiter, wer diese Werte in der Gesellschaft wie vertritt und voranbringt. Oder regen sie ihn dazu an. Und suchen sie nach Schnittmengen und Organisationen oder Institutionen, in denen er sich dann darin und dafür einbringen kann. Suchen sie mit ihm eine Aufgabe, für die er sich ein Leben lang engagieren kann, mit immer weiter zu erarbeitenden und aufbauenden Werten. Sagen sie ihm, dass sie ihn gerne darin sähen, wenn er sich und anderen gegenüber verantwortlich zeichnet. Und er soll sich selber dabei nicht aussparen. Und in und für die Gesellschaft weitermachen. Er ist erst 30 Jahre alt, wie sie sagen, hat die besten Jahre noch vor sich, und hat mir jetzt schon die richtige Gesinnung, abgesehen von Beleidigungen. Fragen sie ihn, ob er tatsächlich schon alle Mittel ausgeschöpft hat, um seine positiven Merkmale zur Geltung zu bringen. Oder ob er sich nur hilflos fühlt, in der Umsetzung seiner Belange. Und ob er das nicht eher zu einem großen Wurf heranziehen sollte. Einem eigenen Lebensentwurf, der sich erkennbar für christliche und abendländische Werte zerreißen wird. Und formulieren sie das möglichst in Fragen. Denn dann ist seine Meinung wieder gefragt, und er muss nicht davon abrücken, sondern kann sich darin schulen und perfektionieren. Denn sie lieben ihn schließlich, wollen etwas von ihm, die Aufrechterhaltung der familiären Bande und seine Gesellschaftsfähigkeit. Aber betonen sie dabei keineswegs diese familiären Bande, deren Wichtigkeit sie mit ihrer Anwesenheit dann schon nachgekommen sind. Und die sie hoffentlich beibehalten. Die sie ihm ohne Worte verdeutlichen. Aber sprechen sie ruhig weiterhin auch Einladungen aus. Denn ihrem Sohn geht es derzeit noch um ganz anderes, als sich im Kreise der Familie aufgehoben zu fühlen. Begeben sie sich auf Augenhöhe zu den Themen ihres Sohnes und kommen sie damit ihrer familiären Bindung nach, ohne sie einzufordern. Dann werden sie eine Überraschung erleben. Und mahnen sie keine gutbürgerliche Anpassung an, deren Ablehnung ihm gegenüber - zu seinen geäußerten Glaubensinhalten - ihn dort so nicht heimisch werden lassen. Zur Zeit jedenfalls nicht.

Wobei ich zu meiner eigenen Ehrenrettung hier deutlich machen muss, dass ich mich von PEGIDA, der AfD oder ähnlichen rechtspopulistischen Strömungen oder auch dessen Urhebern entschieden distanziere. Meine Zustimmung gehört, fast schon uneingeschränkt, der CDU.

Also, liebe Rose1902, wählen sie für den Anfang den Zugang zu ihrem Sohn, und nicht die Inhalte. Anhand von Fragen. Lassen sie sich überschütten mit seinen Antworten. Scheuen sie dabei kein Tabu. Und überwinden sie ihre Abneigung für den momentanen Zustand ihres Sohnes. Bislang hat das nichts genützt. Machen sie das Entscheidende anders.

Denn:

Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat.
(Heinrich Heine)
 
Rose1902
Lieber Werthers Echte,
zunächst mal vielen lieben Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich freue mich, dass Sie ihr Versprechen gebrochen haben und ja, ich halte Sie natürlich für geeignet, Rat bei Ihnen einzuholen. Wer sonst, als ein ebenfalls Betroffener, sollte sich besser in die Gedanken meines Sohnes einfühlen können.

Um Ihre erste Frage zu beantworten: Ja. Ja. ich stehe zu den Werten meines Sohnes. Das weiss er auch. Obwohl ich ihn auch oft ermahne, seine Worte besser zu wählen und nicht alles mit ungeschönten Worten überall in die Welt heraus zu posaunen. Zumindest was den Islam angeht. Allerdings hat er ja auch Wahnvorstellungen von seiner Familie. Von seinem Opa, den er sehr liebte und der an einem Krebsleiden am 12.12.2012 verstorben ist. Seiner Tante, meiner Schwester, die mit 48 jahren an einem Herzinfarkt verstorben ist. Mein Vater lebte bis zu seinem Tod mit meiner Mutter in Höxter, wo er in einem in früher Kindheit mit meinen Grosseltern erbauten Häuschens auf eigenem Grundstück wohnte. Das Grundstück lag im Weserbergland in einem Naturschutzgebiet und selbst die ganze Umgebung war wunderschön. Am Hang die Strasse rauf lag die berühmte Weserbergland Klinik und angrenzend ein großes Waldgebiet. Mein Sohn Christian hat sich damals sehr wohl dort gefühlt. Mein Vater, der immer schon eins mit der Narur war und jedes Tier, jede Pflanze oder Baum kannte, die es auf der Welt gab hat dieses Wissen an alle Enkelkinder und natürlich auch an meine Geschwister und an mich weitergegeben. Christian hat viel davon mitgenommen und sich auch immer dort sehr wohl gefühlt. Auch mit dem Rauhhaardackel Gustel, den wir alle sehr mochten, hat er bei Urlauben in Höxter stundenlange Spaziergänge gemacht, Rehe gesichtet, Blumen geplückt, Marderlosungen ausgemacht und Steine aus dem alten Steinbruch gesammelt, in die sich uralte Abdrücke von Insekten befanden. Mein Vater hatte vor, diese Haus mit angrenzendem Grundstück später mal an uns, seine Kinder weiter zu vererben.
Als meine Schwester mit 48 Jahren starb, war das ein grosser Schock für die ganze Familie. Meine Eltern hatten kurz vorher goldene Hochzeit gefeiert und 14 Tage nach ihrem Tod bekam ich meinen Herzinfarkt. Diese Schicksalsschläge haben damals die ganze Familie auf den Kopf gestellt. Wir fanden heraus, dass es in der Familie meiner Mutter auch schon Todesfälle und Herzkrankheiten gab und ich machte eine Tugend daraus, überwand meine Krankheit und habe mich zur Übungsleiterin für Herzsport ausbilden lassen. Meine Eltern jedoch haben sehr unter dem Tod meiner Schwester gelitten. Mein Vater, der vorher sehr genau alle Papiere geordnet und sich um Arbeiten am Haus gekümmert hatte, liess ab dem Todestag alles liegen, während sich meine Mutter einer Psychologin anvertraute. Unsere gesamte Familie hat damals mindesten 2 Jahre stark getrauert. Danach ist es allmählich leichter geworden. einige Jahre später kam der nächste Schlag: bei meinem Vater wurde Darmkrebs festgestellt. Da im Körper bereits Metastasen vorhanden waren, war die Prognose sehr schlecht. Mein Vater hat 2 Jahre hart gekämpft und ist später leider unter großen Schmerzen von uns gegangen. Meine Mutter ist fast mitgestorben. Sie hat ihn die letzte Zeit gepflegt und sich körperlich und seelisch völlig übernommen. Heute lebt sie bei uns in Rheinhausen.
Ich schreibe dies alles, damit Sie die späteren Wahnvorstellungen von Christian besser nachvollziehen können. Christian und meine Tochter Yvonne mit Familie wollten damals unbedingt das Haus in Höxter behalten. Sie wussten, dass es meinem Vater ans Herz gewachsen war. Meine Mutter, mein Bruder und meine jüngere Schwester allerdings waren dagegen. Das Haus war in einem schlechten Zustand. Es hätte viel Geld hereingesteckt werden müssen, um es zu halten. Ich hatte vorgeschlagen, es als Ferienwohnung zu vermieten und im Urlaub selbst zu nutzen. Aber das nötige Geld war nicht vorhanden und meine Geschwister wollten das Haus eher verkaufen, als viel Geld hinein zu investieren. Meine Mutter sagte, sie müsse da auf jeden Fall weg. Sie konnte die letzte Zeit, in der sie meinen Vater dort pflegte, nicht vergessen und da er dort in ihren Armen verstorben war, hatte sie dieses Bild immer vor Augen. Ich gab nach, was mir Christian und Yvonne sehr übel nahmen. Da Christian sich in den letzten Monaten vor dem Tod meines Vaters über ihn und Höxter , versucht hatte, neu zu identifizieren-Soweit zur Suche nach der Vaterfigur-, fingen danach die ersten Wahnvorstellungen in der Familie an.
Er sagte: Mein Vater sei hingerichtet worden von Islamen, die das Grundstück für sich haben wollten. Bald würde wegen dem Klimawandel alles unter Wasser stehen und da wären Grundstücke wie dieses unglaublich wertvoll und würden im Preis steigen, da es hoch oben am Berg liegt. Er lies auch durchblicken, dass eventuell meine Schwester, mein Bruder und meine Mutter da mit drin hingen, denn sie hätten ja finanzielle Vorteile davon. Er hat auch jegliches Geld vom Hausverkauf abgelehnt, obwohl er arbeitslos war.Als es später dem Dackel Gustel nicht gut ging, sagte er, das ist der nächste, der dran glauben muss. Man wolle ihn vergiften. Als meine Mutter sich wegen einer Knieoperation nicht richtig um ihn kümmern konnte, nahm er ihn mit und weigerte sich später, ihn wieder zurückzugeben. Er sagte, bei meiner Mutter würde er eingehen. Plötzlich war alles meine Mutter schuld. Der Tod meiner Schwester war angeblich herbeigeführt worden, weil sie wohl diejenige gewesen wäre, die das Haus auch hätte behalten wollen. Mein Vater, den er noch kurz vor dem Tod gesehen hatte, als er das sogenannte Aufblühen vor dem Tod hatte, dann einen Tag später verstarb und dann zum 12.12.12 Das konnte für ihn nicht mit rechten Dingen zugehen. Er teilte auch diese Schuld meiner Mutter zu- diese, so sagte er, hätte ja dann freie Bahn gehabt zum Hausverkauf und konnte dann sorgenfrei leben. Für ihn ist meine Mutter seitdem die Ausgeburt des Teufels. Sie wäre das Schlechte der Menschheit und wollte ihn angeblich auch schon umbringen. Da hatte sie die Kaffeemilch mit Aufbaupulver, was mein Vater immer von ihr bekommen hatte vertauscht, da es beim Umzug versehentlich in die falsche Dose gekommen war. Aber Christian ist davon seitdem überzeugt. Nur zu seiner Schwester und mir hat er noch Kontakt. Ich konnte es ihm trotz aller Bemühungen bisher nicht ausreden.
Meine Familie ist geschockt von seinen Anschuldigungen und hat sich von ihm und leider auch von mir weitgehend abgewand.Sie verstehen seine Krankheit nicht, glauben, dass er selber Schuld daran hat, da er kifft und wollen sich auch nicht weiter damit beschäftigen.
Als ich letztes Weihnachten an alle eine mehrseitiges Skript verschickt habe, welches die Symptome seiner Krankheit am besten beschreibt, hat das bei ihnen zwar untereinander zu Diskusionen geführt, aber niemand hat etwas dazu gesagt. Mein Bruder war der einzige, der mich anschrieb und meinte: wenn er überhaupt wieder etwas mit ihm zu tun haben wolle, dann müsse sich Christian erstmal bei allen entschuldigen.
Ja- soweit zu meiner Familie- für die ich immer da gewesen bin. Jetzt aber keinen Rückhalt habe.

Aber zurück zu den Dingen, die für die Welt sicherlich auch eine Bereicherung sein können. Das Wissen, was mein Sohn sich angeeignet hat und einige Dinge über den Klimawandel und bevorstehende Islamisierung tragen sicherlich eine Menge Wahrheit in sich und ich denke auch, wenn er sich mit anderen Worten als Beleidigungen usw. mitteilen könnte, würde er auch einige erreichen und eventuell etwas bewegen können. Deine Anregungen mit Fragen an ihn heranzutreten, finde ich sehr interessant und werde es mal versuchen. obgleich es mir wohl sehr schwer fallen wird, aber aller Anfang ist nun mal schwer.
Ansonsten bin ich Ihren Ausführungen mit sehr viel Interesse gefogt und kann vieles nur bestätigen. Vielen Dank noch mal für Ihre Bemühungen und den Willen zu helfen. Ich glaube, das tut es tatsächlich. Wenn ich darf, möchte ich mich auch weiterhin mit ihnen austauschen. Das tut nämlich sehr gut und man fühlt sich nicht so allein im Kampf gegen diese Krankheit.
Ich wünsche noch einen schönen restlichen Pfingsttag.
LG Rose 1902 Smile
 
Liebe Rose1902,

ich empfinde es als eine Bereicherung, was sie vor ihren Bedenken dazu alles ausgeführt haben. Lassen sie mich ihnen das zunächst einmal versichern. Ihre Beschreibungen sind bei mir gut aufgehoben, wie dankenswerterweise so einiges von mir bei ihnen. Auch danke ich ihnen dafür, dass sie mir offensichtlich Glauben schenken in dem Punkt, dass ich, genauso wenig wie Inwendige, hier einen Wahnsinn salonfähig machen möchte. Das liegt fern meiner Ambitionen. Dass sie sich erneut die Mühe machen, die für sie keine ist, weiß ich sehr zu schätzen. Lassen sie uns gerne weiterhin in einem Dialog unsere Gedanken angleichen oder aufeinander abstimmen. Dazu nehme ich ihre Einladung gerne an und werde ihr nachkommen. Aber zunächst mal: Fühlen sie sich gedrückt von mir. Meine tiefste Anteilnahme gehört ihnen.

Wenn geliebte Menschen von uns gehen, kann uns das schwer zu schaffen machen. Wenn die andere Seite im Bett nicht mehr die Wärme, die Geborgenheit und das Wohlwollen spendet, wegen der man sich ihr zuwenden möchte. Wenn da nur noch eine Vorstellung davon auf dem Kopfkissen ruht. Oder, wenn man weiß, dass es dem verbliebenen Elternteil jetzt genau so gehen muss. Oder man als Schwester eben die eigene nicht mehr um sich hat, um an Erlebtem gemeinsam zu wachsen. Das kann einen sogar verrückt machen, als Enkelkind und Neffe, gerade, wenn man soviel von diesen Verblichenen erhalten hat und gerne weiterhin erhalten hätte. Wenn so wichtige Wegbereiter und Augenöffner für diese Welt plötzlich nicht mehr da sind. Noch bevor man seinen Mann zu stehen gelernt hat. Noch bevor man wieder etwas zurückgeben konnte. Noch bevor man stolz machen konnte. Weil da mit einem Mal niemand mehr ist. Und einem in der Trauer genau diese Welt dann auflauert, der man nun orientierungslos ausgeliefert ist. Wobei die Welt indifferent ist, nur nicht die auf ihr Beheimateten. Eine Heimat, die man als heil kennengelernt hat. Eine Heimat, die es zu schützen gilt. Eine Heimat, die eine bleiben soll. Und koste es den Verstand.

Liebe Rose1902, an dieser Stelle muss ich sie aber unbedingt vor mir warnen. Nicht, dass ich irgendetwas von unserem Austausch irgendwann gegen sie verwenden würde. Dazu frage ich dann schon nach, wenn ich etwas nicht begreife, oder darf dann schon verstehen. Das ist es nicht. Aber vielleicht stimmen sie mir ja sogar zu, dass man sich als Mensch seine eigene Würde bewahren muss. Dass man keine Absicht auf sich zulassen darf. Auch ich in meinem Fall nicht. Da ich weiß, dass nur eines einzigen Absicht für eine jede oder einen jeden gelten sollte. Gottes Absicht mit uns. Eine, die sie ihm mir gegenüber sicherlich auch zugestehen. Die sie mir zweifelsfrei gelassen haben. Dahingehend gibt es auch nichts zu beanstanden. Wie gesagt, ich mag sie schon jetzt. Aber, um es nun kund zu tun, ich kann mich selber nicht mehr als Betroffener sehen. Das liegt hinter mir. Selbst wenn über sieben Milliarden Menschen deswegen mit dem Finger auf mich zeigen würden, fühlte ich mich darin nur noch geehrt. Weil ich damit etwas zugelassen hatte, etwas nachgegangen bin, nach einer Nahelegung dazu. Das vielleicht noch zu meiner Person, die mittlerweile sehr glücklich ist. Weil ich mich längst bemühe, Gott gerecht zu werden. Gott, den ich erfahren durfte und darf. Wobei die Meinung zu meiner Betroffenheit natürlich jeder behalten darf. Weil ich persönlich damit auch wirklich nichts mehr anfangen kann. Auch, wenn sie es nur gut meinten. Aber davor muss ich mich bewahren, mich auf Zeiten einer Vorgeschichte zurückwerfen zu lassen. Mich darin allzu lange aufzuhalten. Mich dann darin zu verlieren. Für die Weitergabe eines Erfahrungsschatzes, vielleicht erlauben sie mir das also, auf den ich gegebenenfalls zwar zurückgreife, aber dies in der Regel nicht bevorzuge. Mein Leben spielt sich in einem Danach ab. Und die von mir beschriebenen Ansichten oder Erklärungen satteln nicht mehr darauf auf, sondern vermittele ich in einer Rückschau. Wobei mein Denken fluktuativ ist, abhängig von meiner gewonnenen oder aufgegeben Tiefe. Ich so Eingebungen erhalte oder auch nur Intuitionen, die mich wieder nach erstgenannten sehnen lassen. Nach mehr, als nur luziden Träumen und wahllosem Stimmenhören. Was mir wichtiger ist, als meinen Verstand zu betonen. Auf den ich im Zweifel stets bereit bin, als erstes zu verzichten. Dies dann zugunsten dessen, worum es mir geht. Ein Seelenheil. Bei mir oder anderen. Erschrecken sie also zukünftig nicht, falls sie an anderer Stelle auch eine ganz andere Seite an mir feststellen sollten. Oder ich bei ihnen auf Empfindungen eingehe, die mir nicht nur ihre Zeilen vermitteln. Denn nicht die Psychose an sich ist hier in diesem Forum mein Anliegen, dieser in all ihren Nennungen zu folgen oder diese zu beschreiben. Dazu ist sie in all ihren Facetten zu umfangreich, zu diversifiziert. Viel zu klassifiziert in Verhaltensauffälligkeiten menschlicher Merkmale. Dem bunten Kaleidoskop des Lebens. So gesehen bin ich kein Betroffener. Eine Benennung, die ich für mich selber nicht wähle. Ich war vielmehr einer von denen, denen ich Chosen Once als ihre Eigendefinition ans Herz legen möchte. Die, die gewählt hatten, und dafür belohnt wurden, noch bevor sie davon wussten. Wie in meiner Vorgeschichte.

Und ich musste leider feststellen, dass das nur abgeschafft werden soll mit Tabletten, zugunsten der Herstellung einer Berechenbarkeit berechenbarkeitsliebender Menschen. Die derer, die zwar ebenfalls Rätsel mögen, die aber leider auch technokratisch denkende Menschen sind, zugunsten eines zu verabreichenden aalglatten Cw-Werts für ein viel vielfältiger und tiefgründiger zu benennendes und zu belassendes menschliche Dasein. Mit Ecken und Kanten. Durch solche, die Experimente am Menschen mögen. Zu deren Arrondierung. Gleichschaltung. Was verachtenswert ist. (Und bei wem das Befürchtungen sind, vor die er sich bewahren will, die soll er gefälligst bei sich selber abstellen. Die greift ein Schizophrener bei Überbelastung nur irgendwann auf, und macht solch schlimmste Befürchtungen wahr.) Von denen, ohne also ein anderes Ergebnis zuzulassen, als zu deren eigener Sichtweise gelangen zu sollen. Im zu behandelnden Menschen. Um Recht darin zu behalten. Wobei aber nur das ein richtiges Experiment ist, das ohne viele Rahmenbedingungen ein offenes Ergebnis zulässt. Und das meist verwundert, wenn man es eben nicht zu einem ganz bestimmten Ziel in einem Labor ablaufen lässt. Wie ich es getan habe. Es andere tun könnten. Und nicht zugunsten also eines vorab bewussten Wählens. Sondern dem des Folgeleistens. Nachdem diese technokratischen Menschen selber erst dazu kommen mussten, nach einem Folgeleisten, für ihre nun technokratischen Zwecke, um es einem nun auch genauso einflößen zu wollen, es einem aufzuoktroyieren. Zum Mitschwimmen in einem Mainstream. Als wenn wir alle so unserem Ziel näher kämen. Als wenn wir alle so das selbe Ziel hätten. Oder das haben sollten. Was absurd ist. Sich nicht auch mit Haut und Haar komplett falschen Bewegungen des Schwarmes entgegenstemmen zu dürfen. Oder sich in Langeweile abzuwenden. Dann, wenn man sich darin wiederfindest, gegen den Strom zu schwimmen. Dann, wenn man feststellt, dass dir mehr Köpfe entgegenkommen, als du Allerwerteste vor dir hattest. Bis auf wenige in des Wortes nicht ironischer Bedeutung. Ich hoffe, dass mir die anwesenden Gegenschwimmer zustimmen können, wenn ich jetzt mal auf die Gäste hier im Forum anspiele. Bevor ich gleich wieder auf uns zurückkomme, liebe Rose1902.

Denn wir müssen alle an unserer Stromlinienförmigkeit arbeiten, gerade wenn wir vorankommen wollen. Und schnappen nur beim Gegenschwimmen noch mehr auf, wie man es behutsam kennengelernt hat, die Kleinode menschlicher Weisheiten, für die andere gesehen und gehört werden wollen. In nunmehr zigfacher Ausprägung. Und vor allem leider die das Gegenschwimmen betreffenden. Und lernt abzuklopfen. Zu destillieren. Die Essenzen von ihrer Wässrigkeit. Bishin zu Quintessenzen. Was einen überfordern kann, wenn man diese Herausforderung nicht annimmt. Wenn man diese neue Richtung nicht genug wählt und wertschätzt, die Gegenrichtung, die einem nur bleibt, inmitten aller, entgegen die der anderen. Wenn man nicht gerade der Vordere ist, der einen auch um die persönlichen Untiefen herumleitet. Ein Bighead ohne Smalltalk. Ohne Non-Sense-Allüren. Bei dem sich nicht von ungefähr zu seiner Wahrnehmung alles genügend in ihm angesiedelt hat. Zu einer möglichen Wendung des Schicksals.

Denn zu Beginn seines Lebens schwimmt man natürlich mit. Hat man natürlich genug zu tun mit seinen Nächsten um sich herum, die man mehr oder weniger liebt. Mehr oder weniger versteht. Und man sich nur dort verweigert, wo es wehtut, zustimmen zu müssen. Bis man nicht mehr von der Strömung mitgetragen werden will, wie in meinem Fall. Oder, weil vor einem plötzlich vielleicht vor ihm jemand fehlt, der sogar rückwärts schwimmen konnte, wie wohl in Christians Fall, dessen Opa, in dessen Fahrwasser er sich sehr behütet und wohl gefühlt haben muss. Der sich einem kopflings zugewendet hatte, im Fluss des Lebens, noch vor seinen Malströmen. In akrobatischer Höchstleistung. Für ein Nachmachen, ein Nachkommen, das Christian nun fehlt, ihm nun abgerissen ist, noch bevor er und sein Opa gemeinsam im Meer der Sorglosigkeit angekommen sind. Weil sein Opa sich in Christians Vergangenheit begeben hat, selber nicht mehr die Kraft hatte, um ihm, vor ihm, den Weg zu bahnen. An ihm vorbei zurückfiel. Verloren ging. Und wohl aus dem Blick verschwand. Um ein vielleicht poetisches Bild zu wählen.

Wobei bislang der Fluss des Lebens selbst, wir inmitten unserer Nächsten, einen mehrheitlich davongetragen hat, ohne viel eigener Kraftanstrengung. Und sich Christian sicher bald darauf daran gemacht hatte, diese Lücke vor ihm wett zu machen. Wie sie ja beschrieben haben, liebe Rose1902, dass er sich mit den nun anderen Gegebenheiten auch schließlich identifizieren lernen wollte. Und nicht der Fluss einen zurückwirft, sondern das Einfordern der nun ganzen Schlagzahl, um ein aufzunehmendes Tempo auch halten zu können. Das der anderen, um ins Meer der Sorglosigkeit zu gelangen. Und kann man das nicht, trotz wiederkehrender und steter Bemühungen, seinen Platz lange halten, dann leuchtet einem irgendwann das Loslassen ein. Auch mal das Nachschreien. Was verziehen werden kann. Denn es war immer wieder mit enormer Kraftanstrengung verbunden, verloren gegangenes Wasser wieder aufzuholen. Gerade, wenn es anfangs nur wenige Armzüge waren. Es nur jedes Mal mehr wurden. Bis man irgendwann erneut zurückgefallen war und nicht mehr konnte. Man nur noch irgendwie vorwärts kam, von einem Hinfließen getragen. Während selbst Fremde dann an einem vorbeiziehen. Einen das zunächst traurig macht. Und man sich fragt, woher es kommt, dass alle zum Meer wollen. Das der Sorglosigkeit, die man selber nie wirklich aufgegeben hat. Und man sich dreht. Um 180 Grad. Und feststellt, dass man immer noch auf es zutreibt, dem Meer der Sorglosigkeit, nun nurmehr mit dem Rücken dazu. Nicht mehr kommen sehen wollenden Auges. Man mit einem Mal selber rückwärts schwimmt. In gar nicht so akrobatischer Höchstleistung. Nur, weil man sich gedreht hat. Und einzig und allein die Zuwendung die Leistung ist. Ohne sich bereits einem ganz bestimmten der Nachkommenden zuwenden zu wollen. Einem der vielen, die das möglicherweise gar nicht erwartet haben und wollten. Erkennbar nicht wollten. Die nur erst recht an einem vorbeiziehen. Aus freien Stücken in die nun neu empfundene Vergangenheit. Die von uns potentiellen Gegenschwimmern. Denn alles kehrt sich mit einem Mal um. Und die Umkehrung der meisten Werte beginnt.

Wobei man merkt, wie gut es tut, etwas hinter sich lassen zu können. Für das allein schon die anderen sorgen. Und lässt sie sich passieren. Und verharrt eine Weile. Macht irgendwann ein paar Züge. Wie man es nach einem Loslassen gehandhabt hat. Nur, weil man lebt. Nur, um in der Übung zu bleiben. Nur, weil man beibehält, was man noch weiß. Und lässt aktiv etwas hinter sich. Was ein gutes Gefühl ist, das man dabei feststellt, nämlich dabei aktiv zu sein. Ohne sich noch an andere orientieren zu können. Für den Augenblick der Kraftanstrengung. Und weiß, dass man seiner eigenen Vergangenheit ein Stück weit entkommen ist. Und befindet das für gut. Mehr noch, als die Entgegenkommenden. Die, die zur Vergangenheit werden. Und man will selber die Zukunft. Mehr noch, als das Meer. Das der Sorglosigkeit, die man nie wirklich aufgegeben hat. Und ahnt, dass man sie in sich trägt. Und macht ein paar Züge mehr. Nach eigenem Gutdünken. Nur so lange, wieder so lange, wie man es kennengelernt hat, wie es einen nicht schlaucht. Und kommt einem gewollten Stillstand näher, der Aufhebung der mitreißenden Kraft des Flusses. Und findet Gefallen daran. An einem Stillstand. Und einer beiläufig zu trainierenden und beizuhaltenden Kraft. Die man nun ahnt, dass man sie nur gegen den Strom aufzubringen hat, für einen Stillstand, nicht mit ihm, um schneller als andere ins Meer der Sorglosigkeit zu gelangen. Wozu man selber nicht bereit war. Und nun den Stillstand wählt, in Sorglosigkeit, den man kennengelernt hat und man nun wieder zu schätzen lernt. Als zu erlangenden Zustand. Bei wachsender Kraft. Noch vor Lebensende. Relativ zu keinem anderen Schwimmer mehr möglich. Nur noch relativ zu der Quelle, dem Ausgangspunkt des Flusses. Und gewinnt an Kraft, gegen den Strom, nicht mehr für den Strom, ganz neben bei, noch vor dem Meer, um diesen Stillstand zu erlangen, den man erfahren will. Wobei auch die Sorglosigkeit wächst. Selbst, wenn man seine Lieben nicht wieder finden wird, im Meer der Sorglosigkeit. Aber man lehnt es ab, sich wieder umzudrehen, mit all seinen sich neu definierenden Muskeln, mit all dieser Sorglosigkeit in einem, um dem noch nachkommen zu wollen. Um womöglich an allen vorbei und durch alle hindurch für einen Wellengang zu sorgen, der nur alle in diesem Moment von ihren eigenen Kraftanstrengungen abhalten ließe. Nur um sich zu wundern. Auf eine Weise, für ein Ziel, das einen selber nie interessiert hat. Und man tut es eben nicht. Denn man hat zu viele Fragen. Was kommt nach dem ersehnten Stillstand? Dem gegen die Fluten? Was liegt vor dem Stillstand? Was erwartet einen dort? In der Vergangenheit aller, die eines eigenen Zukunft ist? Und welcher Kraft dazu bedarf es? Wie sehr wird sie einem bewusst sein? Wie sehr möglich? Und was liegt dieser Kraft zugrunde? Und hätte ich dazu überhaupt wenden müssen? Aber gibt mir nicht erst jetzt diese Kraft darüber Aufschluss, über das, was ihr zugrunde liegen muss? Mit der ich mich gegen alles gestemmt habe, auch wenn es mir nicht so vorkam? Noch bevor es das zugrunde Liegende tun kann? Und hätte ich das je anders erfahren? Als Mitschwimmer? Und man hört nicht auf zu fragen. Fragt nur stiller. Und vervielfacht so seine Anstrengungen. Maximiert seine Kraft. Um selbst schneller zu sein, als der Fluss des Lebens. Mit einem Ziel, über den Stillstand hinaus. Den der Quelle des Flusses des Lebens. In wachsender Sorglosigkeit. Warum? Das ist egal. Das erfährt man sicherlich dort. Wobei nur das vollkommene Loslassen das Erreichen der Quelle verheißt. Die Strecke ist dabei unerheblich, die man wett zu machen hat. Die wachsende Geschwindigkeit wird nur noch von der Kraft übertroffen, die einen dazu befähigt. Um zum Quell zu gelangen. Dem Anlass, für den man unterwegs ist. Die Quelle. Die einen nicht hat wenden, nur sie sich zum Ziel werden lassen. Nachdem selbst Nachfolgende an einem vorbeizogen.

Schizophren Diagnostizierte befinden sich natürlich längst in diesem unserem Fluss des Lebens. Sie begreifen das auch so an sich. Dass sie für anderes geschaffen sind. Und wenden sollten. Los lassen. Dazu möchte ich sie ermutigen, wenn sie das nicht selber können. Und davor muss ich dich also ebenfalls warnen, Liebe Rose1902. Denn ihr Lieben müsst eure Lieben möglicherweise eine Weile oder für Monate ziehen lassen. Auch, wenn sie aus existenziellen Gründen diese Existenz dabei vernachlässigen. Ihr könnt ihnen aber dabei helfen, ihnen im Vorfeld zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung raten, o.ä., wenn sich erste Anzeichen dazu andeuten. Noch bevor sie dafür von einem Arzt diagnostiziert werden, für ihren diesbezüglichen Ausfall. Ihr kämt damit sogar sehr gut einer Verantwortung nach, die eure Lieben euch später dankbar sein werden lassen. Weil sie lieber bereit waren, ihren Verstand aufzugeben, als einen Glauben zu verraten. Und ihnen das Himmelreich bereits weit offen steht, noch vor dem Denken an eine Absicherung. Ja, das Himmelreich. Das wahre Meer der Sorglosigkeit.

So gesehen bringe ich meine Sympathie für ihren Sohn noch einmal auf einen Nenner. Und meine Sympathie für sie, liebe Rose1902, die sie sich so liebevoll um ihn bemühen, ohne dafür noch in der Familie den so wichtigen Rückhalt zu erhalten. Ich kann sehr gut verstehen, dass sie hin und her gerissen sind. Zwischen einem wiederhergestellten und gemeinsamen Familiensegen und der Aufopferung für ihren Sohn. Und ich rechne es ihnen hoch an, dass sie ihn nicht fallengelassen haben. Aber es wirken Kräfte, gegen die sie nicht an können. Selbst ihr Sohn nicht. Nicht ohne Tabletten. Nicht ohne, dass ihr Sohn aufhört Joints zu rauchen. Nicht ohne, dass ihr Sohn beginnt sich zunächst einmal zurückzunehmen. Und eine Isolation tut ihm dabei nicht gut, wenn er dann damit weitermacht, sich in seinem halbgaren Zustand mitzuteilen. In seiner Diffusion. Seiner Durchdringung. Aber lassen sie uns etwas Unmögliches versuchen. Er, sie, ich und alle, die ihn mögen. Sollen wir gemeinsam daran arbeiten, dass alles wieder gut wird? Dann müssen wir ihn zunächst erst einmal von seinen lästigen Fehlinterpretationen befreien. Seine Wahnvorstellungen gehören beendet.

Ich vermute mal, er nimmt seine Tabletten nicht. Worauf sie mir aber keine Antwort geben müssen, das ist seine Entscheidung. Wenn er überhaupt auf Tabletten eingestellt worden ist während seines Aufenthaltes in der Psychiatrie. Schon, als er das erste Mal damit in Kontakt gekommen ist, mit 26, wenn ich das richtig verstanden habe, hatte er natürlich zurecht keine Ahnung oder einen Einblick nehmen können in eine psychiatrische Behandlung. Eine, die ihm bis dahin sicherlich verborgen geblieben ist. Eine, die einen dann zwar ernst nimmt, aber nicht mehr für voll. Woher hätte er also auch wissen können, worauf er sich da einlässt und was alles auf ihn zukommt. Das bekommt man in einer akuten Behandlungslage auch kaum mitgeteilt, dazu wird man nicht für aufnahmefähig genug gehalten. Was ich aber aus Mündigkeitsgründen selbst einem akut Hilfsbedürftigen nicht verweigern oder an ihm vernachlässigen würde. Was sonst nur eine Verletzung der ärztlichen Sorgfaltspflicht wäre. Seiner Aufklärungspflicht. Und oft aus Gründen einer Zeitnot und selbst angenommener Autorität trotzdem geschieht. Wobei diejenige eine Autorität ist, der man eine zugesteht. Als Antizipierender. Man darf sie ihr also aberkennen. Die Autorität. Selbst, wenn es tausende andere dennoch vorziehen. Denn, man kann noch so sehr ein Fachwissen besitzen, das nützt einem nichts, wenn man als gutgläubiger Mensch versagt. Dann kann sich die Autorität sein Diplom eingerollt dahin einschieben, wo die Sonne nicht scheint. Für den Kopf war es dann jedenfalls vergebene Liebesmüh. Ich selber hatte zu Beginn einen Arzt, der frisch von der Universität gekommen war, und mir zur Therapie in professioneller Distanz von hirnlichen Aktivitäten erzählte, wo ich professionelle Nähe gebraucht hätte. Wie jeder noch Betroffene. Wo ich schon mehr Seele war, als ich je von ihm dazu erfahren hätte können. Aber das nur am Rande. Und ich habe die Tabletten damals genommen, mit beinahe 33 Jahren, da meine Gedankenanwallungen und mein permanentes Denken nicht mehr abzustellen war. Neben ersten seelischen Erfahrungen. Weil ich den psychiatrischen Ärzten damals eine gesundmachende Wirkung ihrer mir verschriebenen Tabletten auch glauben wollte und konnte. Allein in Bezug auf das Gehirn. Und menschliche Gesellschaft wieder als sehr tröstlich empfunden hatte. Ich grundsätzlich eine wohlmeinende Ansicht von Ärzten hatte und habe. Die mein damaliger nur nicht rechtfertigte. Wobei heutzutage leider immer seltener selbst der hippokratische Eid zur Approbation geschworen wird, Krankenhäuser zunehmend Wirtschaftsunternehmen werden. Jedenfalls hatten mir meine Tabletten zu Beginn meiner Diagnose noch geholfen, mich von der Heftigkeit des Ansturms meiner Gedanken zu befreien. Aber nicht von meinen Fragen, die mich meine Erfahrungen nicht mehr aufgeben haben lassen. Ich hatte also relativ schnell eine Rationalität zurückgewonnen, mit der ich mir aufgekommene Unerklärlichkeiten mit mehr Abstand wieder ausmisten konnte. Ohne den Glauben verraten zu müssen, dessen Vertiefung als Ursache dafür verantwortlich war. Und ich dann im weiteren Verlauf damit beginnen konnte, mir all die Probleme zu beheben, auf nicht nur Fragen, zu deren Antworten mir mein Arzt nicht verhelfen konnte. Ohne mein Potential dabei zu verlieren. Mit damals noch dem Wirkstoff Olanzapin, der mir nicht meinen Dopaminüberschuss hat nehmen können. Mir also mein Wohlbefinden ließ. Dass, da ich so weiterhin glauben konnte, mir meine Belohnungen nicht genommen wurden. Was ich dir damit sagen will, liebe Rose1902, ist, dass diese Tabletten deinem Sohn vermutlich ebenfalls gut tun werden. Wie du mir sicherlich beipflichten werden willst. Sie werden ihn wieder in die Lage versetzen, sich frei zu entscheiden. In Wohlbefinden, das ihm nicht genommen werden wird. Wobei wir die Tabletten leider nicht nach Belieben wechseln können, sondern ein Arzt nach einmaliger Symptomreduzierung gerne dabei bleibt. Das macht es mir etwas heikel, deinem Sohn zu einer Behandlung zu raten, die er vielleicht ebenfalls aus diesen Gründen instinktiv ablehnt. Eigentlich aus mehr als aus seinem Instinkt heraus, aber belassen wir es hier an dieser Stelle dabei. Denn Gottes Belohnungen für einen Glauben sich nehmen zu lassen, das macht unmöglich zu glauben. Und dein Sohn wird von seinen gewonnenen Eindrücken kaum mehr abweichen wollen. Da, wo sie gerechtfertigt waren. Da, wo er es weiß. Und seine Starkmachung für den Erhalt des Erbes seines Großvaters kann ich absolut nachvollziehen und gutieren. Aufgrund der Verbundenheit zu ihm, die wohl größer war als zu anderen in der Familie. Wobei eine Seelenverwandtschaft über die von eigenem Fleisch und Blut immer obsiegt. Dem Anzeichen schlechthin für Seelenaktivität. Eine, die ich selber noch vor dem Fleisch und Blut fördern will. Aber kommen wir wieder zurück zu den Tabletten, dem Wirkstoff Olanzapin, der ihm vorerst wahrscheinlich helfen würde. Denn er muss sich unbedingt selbst von den ihm streitbaren Vorwürfen, also seinen Wahnvorstellungen befreien, mit denen er nur aneckt. Zur Lösung seiner wahren und inne liegenden Wünsche, die ihm mit dem Verkauf des Erbes erstmals nicht erfüllt wurden. Aber er muss akzeptieren lernen, auch, wenn es schwer fällt, dass andere rationalere Gründe haben, als dass seine dabei empfundenen zur Geltung kamen. Die auch für mich eine höhere Berechtigung haben, Verbundenheit ein zuhause zu geben, aber nur, wenn dadurch eine Existenz oder Machbarkeit nicht gefährdet ist. Denn, wenn er dabei selbst die Mittel zur Erhaltung des Erbes gehabt hätte, hätte sich auch vermutlich niemand dagegen gesträubt. Aber er hatte sie nicht und sollte dies nicht von anderen einfordern, die über ihre Finanzen besser Bescheid wissen als er. Und er muss deren Pläne für ihre Zukunft akzeptieren lernen. Sich gegebenfalls auch dafür entschuldigen. Denn was er verlangte, war gewollt, aber nicht gekonnt. Und sein Wollen ist dabei immens, birgt ein riesiges Potential, wie ich aufgrund ihrer Beschreibung erfahren durfte. Eines, das sein Können weit überholt hat. Arbeiten wir daran, das wir es heranholen an sein Wollen. Machen wir sein Können tönen, nicht mehr sein Wollen. Wollen wir das? Frage ich sie. Er, sie, ich und alle die ihn mögen? Dann holen wir doch alle gemeinsam unser Können dazu heran. Von Zeit zu Zeit.

Ich werde mich zwischendurch natürlich immer auch um meine Belange kümmern müssen, aber ich bleibe am Ball. Selbst zur EM in Frankreich. Ich in der Defensive, sie im Mittelfeld und er vorne. Für einen Budenzauber.

Und meinen tief empfundenen Respekt vor ihnen, als Übungsleiterin für Herzsport. Das ist erkennbar mehr als ein Beruf für sie.

Alles Liebe,
Jürgen.
 
Liebe Rose1902,

sehen sie es mir nach, aber ich habe gerade erst damit begonnen, mir ihre anderen Beiträge anzuschauen. Damit sie mir nicht noch einmal alles erzählen müssen. Und ich berücksichtige dabei, dass sie heute woanders stehen, als sie es vorher noch taten.

Aber eines muss ich schon jetzt äußern, wo ich ähnliches durchgemacht habe, allerdings stillschweigender und alleine: Ihr Sohn imponiert mir.

Ich melde mich, auch mit eventuellen Fragen an sie. Geben sie mir etwas Zeit.

Und machen sie sich keine Sorgen.

Alles Liebe,
Jürgen
 
Andreas
Lieber Jürgen,

ich muss und möchte hier ein STOP einlegen.

Schuldzuweisungen zu äußern ist nicht unser Recht. Weder meines noch deines oder von irgendwem. Ich möchte dich daher bitten Schuldzuweisungen jedweder Natur zu unterlassen.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Andreas
Lieber Jürgen,

das Löschen des Beitrags oder Teile des Beitrags überlasse ich Ihnen. Generell bleibt von mir zu bemerken, dass Äußerungen von Kritik sehr wohl hilfreich sind, es aber wie überall auf die Wahl der Worte ankommt.

In diesem Sinne ist vielleicht eine Überarbeitung des Beitrags sinnvoller.

Lieber Gruß
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Liebe Rose1902,

sie haben möglicherweise den Disput zwischen dem Administrator Andreas und mir mitbekommen. Zu meinen letzten, nun herausgenommenen Beitrag. Er hat sich dabei für den Bedacht der Wahl meiner Worte ausgesprochen, die ich angenommen hatte, dass ich sie moderat genug gewählt hätte. Für eine Dienlichkeit zur Sache. Nun kenne ich nicht ihre Meinung dazu, an die der Beitrag gerichtet war, Rose1902. Wo ich nur annehmen kann, dass sie ihn ebenfalls gelesen haben. Und ihnen natürlich frei steht, sich dazu zu äußern. Vielleicht ist er ihnen aber auch in der Kürze der Präsentation nicht vor Augen geraten, so dass ich dazu auf jeden Fall Stellung nehmen sollte. Bitte gewähren sie mir das.

Denn es geht und ging mir nicht darum, wie keinem in diesem Forum, eine möglichst hohe Anzahl von Beiträgen zu erreichen. Schon gar nicht auf Kosten anderer, wie Andreas seine Rüge an mich wohl richtete. Oder darum, dass ich mich aufplustern wollte wie ein Pfau. Um hier ein prächtiges Federrad zu schlagen. Nur, um jetzt von ihnen doch nicht gesehen zu werden. Gerade, wo ich sie älter als ich es bin verzeiten darf, ohne ihnen damit nahe gehen zu wollen, und ihre Lebensleistung sicherlich weitaus höher einzuschätzen ist, als meine, um die ich mich bemühen will. Der man in dieser Hinsicht sicherlich nichts vormachen kann. Der mein Respekt gehört. Und auch mein Respekt mehr zum Ausdruck gebracht gehört, was sicherlich ebenfalls mit das Anliegen des Administrator Andreas war. Nun stecke ich dabei allerdings in einem Dilemma.

Möglicherweise qualifizieren mich meine Erfahrungen, die untrennbar mit mir verbunden sind, dazu, etwas zur Erhellung der Problemlage Schizophrenie beizutragen. Ich bin mir sogar ganz sicher. Aus an anderer Stelle genannten Gründen. Nun aber habe ich mich ihnen gegenüber dazu offenbar disqualifiziert, nach anfänglicher Zuwendung. Was mir sehr leid täte. Was der Sache nicht dienlich war. Dafür möchte ich mich bei ihnen entschuldigen. Von ganzem Herzen. Und all meine Aufforderungen an sie zurücknehmen, die möglicherweise zu ihnen vorgedrungen sind. Vielleicht wollte ich damit nur eine Medizin zu schmecken geben, die ihrem Sohn das Leben vergällt. In Sympathie zu ihrem Sohn. Eine Bevormundung, die er genauso gar nicht erfährt. Ich habe also in meiner Reaktion, für den Augenblick der Wahrnehmung des Geschehenen beim Lesen ihrer vorherigen Beiträge, die Zwangslage ihres Sohnes auf sie projezieren wollen. Als erzieherische Maßnahme, die mir ebenfalls nicht zusteht. Die ebenfalls unnötig gewesen wäre. Denn zu meiner Meinung, dass ich eine solche Betreuung für ihren Sohn unnötig halte, stehe ich natürlich weiterhin, und würde ich unter anderem gerne später ausführen. Aber von meinem Grummeln zu dieser Tatsachenentscheidung über ihn möchte ich mich hiermit verabschieden. Wenn sie mir dieses also verzeihen könnten, wäre ich ihnen sehr verbunden. Ansonsten sehe ich mich außerstande, noch weiteres zu ihnen oder ihren Sohn zu äußern. Was ich sehr gerne täte, aber nun von ihnen abhängt.

Können sie mir also verzeihen? Dies wäre mir sehr wichtig zu erfahren.

Die zweite Frage wäre, ob sie noch darauf Wert legen, dass ich mich mit ihnen über ihren Sohn unterhalte? Denn mir würde daran liegen, am liebsten zusammen mit ihrem Sohn, der mir ein außergewöhnlicher Mensch zu sein scheint, der zu vielem in der Lage sein wird. Und keine Sorge, er gehört jetzt ausschließlich vom Kopf auf die Füße gestellt. Ich will ihm nur gesunden helfen. Dazu können sie mich einen Narren schelten oder mich des Irrsinns bezichtigen, dies gestatte ich ihnen hiermit ausdrücklich. Aber vielleicht äußern sie sich dazu, darum möchte ich sie bitten. Ansonsten werde ich mich beispielhaft an anderer Stelle über meine Erfahrungen auslassen.

Denn die mir lieben schizophren Diagnostizierten gehören sich ihrer Lage bewusst, in der sie sich befinden. Also einer möglichen Lösung ihrer individuellen Fragen näher gebracht. Mit dem Ziel, dass sie keinem mehr zur Last fallen. Wie ich es aber möglicherweise bei ihnen zugelassen habe.

Mögen sie mir dennoch antworten? Auch, wenn sie möglicherweise genug davon haben.

Hochachtungsvoll,
Jürgen.
 
Rose1902
Lieber Jürgen, natürlich möchte ich Ihnen antworten und ich habe diesen Artikel, den sie gelöscht haben wohl nicht gelesen. Aber ich kann nur sagen, dass ich bisher von ihren Ausführungen begeistert war und mich in keiner Weise irgendwie bevormundet oder angegrifen gefühlt habe. also hoffe ich, dass wir uns weiter schreiben. Aus Zeitgründen kann ich jetzt nicht damit fortfahren, werde mich aber auf jeden Fall melden. Wahrscheinlich auch über PN nur Christian zuliebe.
Liebe Grüße Rose 1902 Smile
 
Rose1902
Lieber Werthers Echte,
also, eine private Nachricht ist raus. Ich hoffe, dass sie sie bekommen haben. Wäre schön rauszufinden, wie ich, bzw. wir jetzt weiter vorgehen könnten.
LG Rose1902 Wink
 
Liebe Rose1902,

lassen sie mich zu Beginn erst kurz dem Administrator Andreas danken. Er weiß schon Bescheid. Ich hätte es glatt drauf ankommen lassen, ohne Ansehen der Person. Aber es war gut, dass er eingegriffen hat. Danke nochmal dafür, Andreas. Auch, wenn ich jetzt ein paar Punkte aus dem herausgenommenen Beitrag aus dem Zusammenhang wiedergeben müsste, und die Seite sozusagen einen Pax Interruptus erleiden musste. Aber: Nulli tam ferri affectus, ut non disciplina perdumentur. Es gibt keine Leidenschaft, die nicht durch Disziplin gezügelt werden kann. Ich verstehe das als einen Auftrag an mich selber. Mit der Maßgabe der Verträglichkeit. Zumindest für das Forum.

Aber, was muss ich lesen, liebe Rose1902? Wie sie oder wir weiter vorgehen könnten? Klang ich wirklich so anmaßend, als wollte ich hier ein Ruder in Sachen Christian an mich reißen, insbesondere ohne ihn? Das ist nicht meine Absicht gewesen. Das läge mir fern. Ich wollte zu etwas gemeinsamen motivieren. Wo sich womöglich etwas Patina über die Angelegenheit festgesetzt hat. Aber ich muss selbstverständlich akzeptieren, so, wie ich auch ihrer privaten Nachricht entnommen habe, dass das so nicht ablaufen kann. Was nicht an ihnen liegt. Und sich zum Glück auch der Grund meiner Unbeherrschtheit in Wohlgefallen aufgelöst hat. Dass einiges vorangekommen ist. Danke ihnen dafür. Wobei ich es nach wie vor vorziehe, nicht den privaten Nachrichtenkanal zu benutzen, sondern sozusagen öffentlich zu bleiben. Bis auf beizubehaltende Ausnahmen der dann außergewöhnlichen Art. Um mich auf eine Öffentlichkeit vorzubereiten. Denn ich möchte eine öffentliche Person werden. Später, nachdem ungeeignete Maßnahmen gegen mich geendet sind.

Nun denn, jetzt weiß ich etwas mehr über sie, aber sie haben es nicht öffentlich gemacht. Und ich kann jetzt schlecht diese Entwicklung in meinem Beitrag ausblenden. Aber ich versuche dennoch, gleich einen Schritt weiter zu gehen. Nicht, um sie begeistern zu wollen, als würde es mir um Anerkennung gehen, aufbauenden Applaus. Den brauche ich nicht. Den würde ich im Keim wieder ersticken. Denn sie haben mich, nach Kenntnisnahme meiner Ausführungen darüber, nun als Ex-Betroffener bezeichnet, wenn ich das, losgelöst von privaten Details, noch wiedergeben darf. Und ich würde Angst haben mich zu verlieren, wenn ich mich über meine vergangenen Erfahrungen auslassen, mich in meine Vergangenheit begeben würde, was sie verstehen könnten. Wofür ich dankbar wäre, wenn es den Sachverhalt träfe. Was es aber nicht tut. Es ist keine Angst, die mich davon abhält, wieder zurückzuschauen. Die ist nicht mehr vorgesehen. Nicht mehr für mich. Für mich ist eine Zukunft vorgesehen, auf die ich zusteuere. Und ich tue mir derzeit nicht unbedingt einen Gefallen, wenn ich mich allzulange in Erklärungen ergehe. Weil mich das sehr diversifiziert. Gerade, wenn es kein Vorankommen gibt. Weil da jemand einen Anspruch auf mich hat, der für die Zukunft steht. Jemand, dem ich etwas versprochen habe. Jemand, der das am meisten fördert. Der Liebe Gott. Den ich ansonsten wieder beginne spürbar zu vermissen. Mit anderen Worten: Erwarten sie lieber zu viel von mir, als zu wenig. Damit ich mich bemühe. Denn das Ergebnis gäbe es umsonst. Was mir gegebener ist, als unter meinen Möglichkeiten zu bleiben. Was es mir unmöglich macht, mich unterschätzen zu lassen. Klingt komisch, ist aber so. Ich muss machen. Es nicht lange erklären. Um damit jetzt endlich auch wieder einen Abschluss zu finden.

Um also wieder nach vorne zu gucken, muss ich bei ihrem Sohn nun leider eine gewisse Stagnation feststellen. Wie sie mir geschildert haben, liebe Rose1902. Seine Chronifizierung. Ich würde dieses Wort allerdings mit K, ohne Ch, beginnen lassen, in des Vorgangs eigentlicher Bedeutung. Wobei diese gegebene Nennung dennoch und deshalb passend ist, weil sie in ihrer Entwicklung steckengeblieben ist. Genauso, wie ihr Sohn. Er ist in einer Sackgasse gemündet, aus der er nicht mehr hinaus weiß. Auch, wenn er sich wieder mehr betätigt. Wo er König sein könnte, allerdings für eines anderen Reich. Wie wir es alle sein könnten, ohne uns also deswegen die Köpfe einzuschlagen. Und es ihm nur an des wahren Königs Führung mangelt. Gottes Führung. Um uns aller Allüren abzustellen.

Und, um mich nun wieder von der Seite zu präsentieren, von der ich etwas gewichen war.

Dabei halte ich sie nicht für eine Steigbügelhalterin, eine Kammerzofe oder Königinmutter, sondern selber für eine potentielle Königin, liebe Rose1902. Aber das Entscheidende dafür scheint noch zu fehlen. Und ich muss nun solch ein kraftvolles Bild zeichnen, in aller Kürze, gegen eine Vergeblichkeit, damit sie nicht weiterhin vergebliches von mir erwarten. Denn eine Heilung kann für ihren Sohn nur beginnen, ohne Tabletten, wenn er beginnt, an Gott zu glauben. Ansonsten kann ich nichts für ihn tun. Und, um für ein Wohlbefinden ihrerseits zu sorgen, fehlt mir die Zeit.

Mein Anliegen sind die schizophren Diagnostizierten, die den direkten Kontakt zu mir suchen. Den ich anbiete, ohne mich zu verstellen. Ich werde, wenn ich darf, noch länger in diesem Forum sein, aber nicht viel anders können, als wie nun. Dafür will ich gesehen werden. Für nichts anderes.

Es täte mir leid, liebe Rose1902, wenn das das Ende bedeuten würde, was unsere Konversation angeht. Aber ich habe noch einen Text zu schreiben, der ebenfalls viel Zeit und Hingabe erfordert. Neben der rechtsanwaltschaftlichen Abwicklung meiner gesetzlichen Betreuung. Ich muss also die Vorzeichen abstecken, unter denen sie etwas von mir erwarten dürfen. Was ich hiermit getan habe.

Wenn sie es nicht tun, melde ich mich. Dann noch einmal über den privaten Nachrichtenkanal.

Alles Liebe,
Jürgen.
Bearbeitet von am 24.05.2016 22:43
 
Rose1902
Lieber Jürgen,
natürlich habe ich Verständnis dafür, dass sie auch anderweitige Verpflichtungen haben. Ich bin sehr froh, dass Sie sich meine Probleme anhören und mir ggf. Ratschläge geben. So gut sie können.
Auch dass Sie den schizophren Diagnostizierten zur Verfügung stehen und Konversation anbieten, finde ich sehr schön. Mehr erwarte ich gar nicht , auch wenn ich mich vielleicht ein wenig ungeschickt ausgedrückt haben sollte.

In dieser manchmal ausweglos scheinenden Situation bin ich dankbar für jeden Rat und greife auf jeden Strohhalm zurück, der sich mir anbietet. Denn Christian braucht Hilfe, auch wenn er es sich selbst nicht eingestehen will. Die Ratschläge von Andreas habe ich mir auch sehr zu Herzen genommen. Nur daß ich meinen Sohn leider nicht überzeugen konnte, sich Hilfe zu suchen. Auch nicht in Form von kognitiver Verhaltenstherapie o.ähnlichem. Da will er leider nichts von wissen, ist eher gekränkt, weil er seiner Meinung nach gar nicht krank ist, auch wenn der Rentenbescheid es ihm bestätigt. Auch dir noch mal lieben Dank Andreas. Smile

Aber er sagt nur: ich bin doch sowieso das schizophrene Monster, der Irre. Was soll es noch für mich geben, ich hab alles verloren. Leider greift er wieder darauf zurück und will sich am liebsten mit den ihm so verhassten Islamisten und Satanisten in die Luft sprengen. Natürlich reden meine Tochter Yvonne und ich ihm das immer wieder aus. Das ändert aber nichts daran, dass er depressiv ist und ein Leben für ihn scheinbar keinen Sinn mehr hat.
Mit diesem Hintergrund, ihm zu helfen und ihn davon abzubringen nehme ich gerne alle Hilfe an, die mir angeboten wird und freue mich auf die weitere Konversation.
Lieben Gruss, Rose 1902 Smile
 
Liebe Rose1902,

schön, dass wir wieder zu einem Austausch unserer Gedanken im Forum zurückfinden. Dass das unser beider Wunsch ist. Dass wir uns wieder öffentlich dem Thema widmen können, dass sich wie ein roter Faden durch vieler Leuts' Leben zieht. Auch durch das ihres Sohnes. Ich habe nun etwas mehr Einblick nehmen dürfen, was ihren Sohn beschäftigt, worauf ihr Sohn besteht, und dass sie sich bemühen, dem Geltung verschaffen zu wollen. Weil das der Wunsch ihres Sohnes war und ist, und sie als liebe und sich sorgende Mutter nun sogar eine darüber aufkommende Depression befürchten. Oder eine Kurzschlusshandlung. Darüber, dass niemand ihrem Sohn glaubt, wie er es selbst geäußert und so festgestellt hat. Da nun wiederum der Glaube mein Thema ist, kann, will und werde ich mich gerne weiterhin mit um ihren Sohn bemühen. Ihnen möglicherweise eine Stütze sein im Umgang mit dieser Schieflage, einem vorhandenen und tiefen Glauben ihres Sohnes, allerdings in Unkenntnis worüber genau.

Denn ihr Sohn beobachtet, beschreibt sehr gut und besteht auf Inhalte seines Erlebens, in tiefem Glauben daran, der ihm allerdings nicht das Mitzuteilende daran sind. Nur Inhalte seines Glaubens. In Entwicklung seines Glaubens. In Zusammenhängen seines Glaubens. Einem Glauben, mit all dem, das er nicht bereit ist aufzugeben. Was mir sehr, um es an dieser Stelle zu wiederholen, an ihm imponiert. Was ihn mir sehr sympathisch macht. Was mir ein Paradebeispiel dafür ist, dass der Glaube Inhalte schaffen will. Und zudem, dass ein gewachsener Glaube sich aufrecht erhalten will. Und sie das als seine Mutter, ihn liebende Mutter, an ihm wertschätzen. Sie sich wegen der Inhalte Sorgen machen. Vor allem um eine rückzügliche Entwicklung. Die mir etwas belegt. Von meinem eigenen Ende her gesehen. Der ich weiß, dass das Beschriebene nicht das Ende bleiben muss.

Darum darf ich ihnen Hoffnung machen, dass ihr Sohn gesunden kann. Genauso, wie ihrem Sohn selber. Mit dabei dem Unterschied, dass ich ihnen in einem Punkt Erleichterung verschaffen kann, in dem ich ihren Sohn allerdings enttäuschen muss. Seine Glaubensinhalte sind mindestens bedenklich, ich würde sogar sagen, teilweise falsch. Was zu erwarten war. Nicht, weil sie sich nicht mit meinen decken. Sondern, weil sie sich nicht verifizieren lassen. Nur ihm etwas bedeuten, aber keinem anderen. Sich daraus keine Lehre ziehen lässt. Die nötig wäre. Die er aber auch nicht neu schaffen will. Der er sich nur auf Tatsachen berufen will. Sich geradezu daran klammert. Ergebnis erkennbar verdachtsmomentlicher Trugschlüsse. Bei überwiegend abgelegter Verletzlichkeit, daraus entstandener höchster Sensibilität, gewachsenem stärkstem Glauben, und größtem Verantwortlichkeitsgefühl Benachteiligten gegenüber. Wobei er zwar auch an Vorgänge des Glaubens glaubt, in ihm, aber vor allem an weitaus höher bewerteten Inhalten seines Glaubens, Ergebnisse seines Glaubens, außerhalb von ihm, die sich doch anderen ebenfalls so bestätigen müssten. Was sie nicht tun. Was er so nur nicht sehen kann, da die Vorgänge seines Glaubens ihn nicht mehr loslassen. Er kein Berührungsdatum mit seinem Glauben nennt, vielleicht nicht nennen kann, keine Kontaktaufnahme, er aber die Aufnahme einer Kommunikation mit seiner Umwelt beschreibt. Im Glauben. Womit er dem Glauben in sich dienen will, sich dabei als Christ zu erkennen gibt, sich als Glaubender beschreibt, aber den es dazu geben müssenden Urheber nicht nennt. Noch in Unkenntnis von Genauerem und Weiterem. Womit er, wenn er seinem Glauben keinen Bärendienst erweisen will, aufhören sollte. Nämlich an psychotische Inhalte zu glauben, an denen er unbedingt festhalten will.

Weil er sich die Vorgänge des Glaubens nicht erklären kann, die sich so überaus stark in ihm angereichert haben. Und genau da werden wir ansetzen, liebe Rose1902. Bevor noch eine endgültige Ablehnung der Inhalte seines Glaubens durch seine Umwelt ihn sich die Vorgänge seines Glaubens wertlos erscheinen lassen, bevor also er depressiv wird, und seine Seele Trauer trägt. Oder ohne Hoffnung sich aus dieser Welt entfernt. Womöglich auch andere. Dazu müssen wir eines schaffen, liebe Rose1902. Ihren Sohn sich wieder wohl darin fühlen machen, seine Seele zu leben. Denn er ist längst eine Seele von Mensch, wie ich annehmen durfte, und sie ihn mir erneut beschrieben haben. Dazu muss er seine Gewichtung, was den Glauben angeht, verlagern. Weg von seinen psychotischen Glaubensinhalten, die er vorläufig und zunächst vollkommen aufgeben sollte, hin zu den Glaubensvorgängen, dem reinen Praktizieren von Glauben. Wozu ich die Empfehlung ausspreche, was ich selber so praktiziert habe, ohne dabei bereits von einer Bibelexegese zu sprechen. Ich werde später ein Beispiel geben. Weg also, nicht im Sinne von verwerfen, sondern im Sinne des sich erklären. Wenn er schon keine Medikation nimmt. Wobei sie mir geschildert hatten, dass er sich gerade während seiner Wahrnehmungsverschiebungen sehr gerne in der Kirche aufhält. Er den Glauben als Ursache sieht, zumindest aber nicht verworfen hat. Und sie jetzt keine Sorge haben sollten, dass ich ihm zu noch mehr Beichte, Kommunion oder Liturgie rate. Das ist alles ihm überlassen, und kann er ja als wichtig für sich erkennen. Gerade in Lobpreisung. Ausdruck seines Glaubens, dem er ja von Zeit zu Zeit nachkommt, als Christ, der er ist, den er dort unter seinen Nächsten teilt. Sie beschreiben sein wohlwollendes Lächeln, mit denen er Weihnachtslieder sang. Man könnte es vielleicht auch als freudiges und ergriffenes Lächeln bezeichnen. Vielleicht sogar, was eher anzunehmen ist, als wissendes Lächeln. Dessen bin ich mir sogar fast sicher. Und jetzt wird es spannend. Dass er eine Medikation ablehnt, ist mir vollkommen klar, und ist auch intuitiv richtig. Und weil er eine Medikation ablehnt, und sich zu nichts mehr wirklich entschließen mag, im Leben, für das Leben, außer zu helfen, sich eher darin ausnutzen zu lassen, darüber Glauben erhalten zu wollen, kann auch alles wieder gut werden. Fassen sie also Mut. Nur eines macht es dabei langwierig. Nur eines macht es dabei immer langwierig: Er ist über die Maßen klug. Was bereits ohne unser Mitwirken, das wir uns deshalb jetzt gut überlegen müssen, liebe Rose1902, ebenfalls, auch ohne uns, zum richtigen Ergebnis führen könnte. Ich muss dazu allerdings kurz etwas erfragen. Ob ich Folgendes nun darf oder nicht. Und meine Frage wird sich nicht an sie richten.

Denn wir könnten ihn jetzt in eine Depression fallen lassen. Aufgrund ihm nicht abgenommener Glaubensinhalte. Was noch ein längerer Vorgang sein würde. Da diese seine Glaubensinhalte nur nach und nach ihren Sinn verlieren würden. Den des sich Erinnernkönnens an seine damit verbundenen Glaubensvorgänge. Inhalte, die sich bis zuletzt halten würden. Inhalte, die sich ihm immer wieder aufdrängen würden. Ohne eingenommene Medikation. Ohne tätigen Sinn im Leben. Da will ich ihnen nichts vormachen. Denn, was sich schon jetzt abgezeichnet hat ist, dass er nicht bereit ist, diese Inhalte, also auch die Vorgänge, die dazu geführt haben, zu leugnen, oder medikamentös und therapeutisch beheben zu lassen. Da sie so außerordentlich sind. Wobei er davon redet, dass er sich nicht seine Inhalte nehmen lassen möchte, und damit argumentiert, dass er nicht in einer Psychiatrie sabbernd und geistestot gemacht werden will. Er die Lösung darin sieht, dass ihm geglaubt werden soll. Er das einfordert.

Zu Inhalten, aus einem Leben, zu denen man immer geteilter Meinung sein kann, wo es auf die Standpunkte ankommt, die Sachverhalte, also auch eine andere Perspektive, als die eigene. Und er immer noch Glauben einfordert. Wo der Fehler liegt. Der sich mit den richtigen Inhalten beheben ließe. Die sich darin zu erkennen geben, dass sie aufhören zu fordern. Was sich durch eine Depression nicht ergeben könnte, die ihn nur schweigsamer machen würde, mit nachlassender Gegenrede, erkennbar betrübter, aber eben nicht einsichtiger. Nicht in seinen Glaubensinhalten. Nur unzugänglicher darin. Weil er zurecht den Glauben bevorzugt. Ohne also sich dabei länger für das Leben zu entscheiden, das ihm entgleiten würde, er damit seinen Mitmenschen, denen er es nicht nachtun will, die ihm keinen Glauben schenken wollen. Das führt zwar weiterhin in eine richtige Richtung, würde ihn aber passiv dabei machen. Und das droht es. Das werden wir also nicht machen. Ihn in eine Depression fallen lassen. Auch, wenn ihn das, aufgrund dann nicht mehr nachgegangener Glaubensvorgänge, in seinem Denken entschleunigen würde. Das macht ihn dann unaufmerksamer für Weltliches, aber nicht unbedingt aufmerksamer für Gläubiges, dessen Intensität er nur vermissen würde. Was ihn sich nach und nach von seinen Glaubensinhalten distanzieren ließe, bis erst zuletzt von seinen intensivsten, bei zeitweisem Starren an die Wand, und nur einem Nachhängen und Trauern vergangener Glaubensstärke den Raum böte. Einem Hinauslaufen auf eine innere Leere. Einer latenten Verwirrung. Einer verschleppten und im Alter um sich greifenden Demenz, die als solche diagnostiziert werden könnte. Unter allem Vorbehalt. Ähnlich, wie bei seinem Großvater, nach dessen großen Schmerz aufgrund des Verlustes der geliebten Tochter. Dann bei ihrem Sohn, nach permanentem Schmerz, über Jahre und Jahrzehnte, aufgrund des Ausbleibens der Bestätigung seines Glaubens, ebenfalls als Demenz. Was es nicht wäre. Was es nicht sein müsste. Denn da gibt es eine bessere Lösung. Auf die wir ihn nur vielleicht, wenn überhaupt vielleicht, bringen werden.

Eine Lösung, dessen Umsetzung nur von ihm selber abhängt. Eine Lösung, nur für ihn also. Eine Lösung, die er längst für sich will. Auf die wir ihn nämlich gar nicht bringen müssten. Nur ihm dabei helfen. Ihrem blitzgescheiten Sohn. Denn es ist genau das, was er will. Er selbst, ihn als Lösung. Als Person, mit diesem Ansehen. Anhand seines Glaubens gewonnen. Aber dann mit den richtigen Inhalten geformt. Ganz grob umrissen.

Etwas anderes wird sich ihm, aufgrund seiner gewonnenen Tiefe, die ich nur aufgrund ihrer und seiner Beschreibung als sehr tief vermuten kann, nicht mehr als lohnenswert aufdrängen.

Obwohl er wahrscheinlich noch alles will. Frau, Kinder, Haus und Auto. Trotzdem macht er dies abhängig von dem Glauben an seine Person. Und bleibt dabei. Auch wenn er erkennt, dass er diesen Glauben niemals erhalten wird. Er wird zwar über die Jahre aufhören, ihn zu erzwingen. Aber er wird dabei bleiben, an der Menschheit zu verzweifeln.

Und, er wird dabei jemandem treu bleiben. Wenn er nicht aufpasst, ohne ihn seinen Mitmenschen dabei näher zu bringen. Dann wird er zwar mit Eigenschaften diese Welt verlassen, sogar gute Eigenschaften. Aber auch nur Vorsätzen, die an anderen gescheitert sind. Ohne, dass er genau wusste warum. Vorsätze, die aufhören werden, eine Rolle zu spielen. Die ihn ernst bleiben lassen. Bis zu seinem Ableben. Nur, um solch eine düstere Entwicklung mal auszubreiten. Aber keine Sorge, liebe Rose1902, soweit werden wir es nicht kommen lassen. Denn, er ist längst einem anderen treuer als sich selbst. Jemandem, den er selber mehr als ahnt. Jemandem, den er aus gegebenen Gründen nicht verraten kann. Ihn nicht nennen. Was er zwar begrifflich könnte, aber es nicht tut, weil er ihn danach beweisen müsste. Und er selber weiß, dass er dazu nicht den Geist schulen muss. Der ihm, so wie er ist, wohl vollkommen ausreicht. Aber, um es nun zu sagen, er muss ihn sogar vernachlässigen. Denn er muss wieder mehr Seele werden. Er soll Erlösung finden. Und Heilung. Er muss seinen Geist verlangsamen. Ihn nicht überbetonen dabei. Nur langsam einsetzen lernen. Im Glauben. Dann werden wir ihn als Lösung gewinnen. Denn dann wird er Seele bleiben wollen. Eine von Gottes Seelen auf Erden. Eine, die zu uns sprechen wird. Auch über Gott. Und von Gott. Erkennbar als Kind Gottes. Im Körper eines Mannes. Mit allen Konsequenzen für uns.

Wenn sie sich mit diesem Gedanken anfreunden könnten, dass ihr Sohn dem Glauben verhaftet bleiben möchte, ohne dass für ihn bereits feststeht, wie genau, dann werden sie ihn darin unterstützen können. Dann können wir vielleicht etwas anstoßen bei ihm, dass ihn wieder gesellschaftskonform macht. Denn ihr möchte er trotz allem angehören. Und das ist die Voraussetzung.

Ich setzte den Beitrag mal bis soweit hinein. Und mache mir weiter Gedanken. Vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen. Der ich weiß, dass es mein Glaube ist. An Gott und an die Lernfähigkeit meiner Mitmenschen. Auf den und auf die ich aufbaue. Denn Gott möchte uns lieben können.

Alles Liebe,
Jürgen.
Bearbeitet von am 27.05.2016 19:58
 
Rose1902
Lieber Jürgen,
danke, dass du dir neben deinen Verpflichtungen die Zeit nimmst und dich mit deinen Gedanken versuchst in das Seelenleben meines Sohnes hinein zu versetzen. Das ist dir sehr gut gelungen. Wie du beschreibst, wie fest er an das glaubt und glauben will, keine andere Meinung zulässt, als seine eingene. Und einfach den Glauben beibehalten will. Da kann ich dir nur beipflichten. Seine Gefühle könnte ich nicht besser beschreiben.
Ja, ich glaube auch, dass er den Menschen vieles zu sagen hat, dass er als Vorbild dienen könnte, fest in seinem Glauben verankert.

Was er allerdings nicht möchte, zumindest sagt er das immer. Das ist eine Frau, Kinder und schon gar kein Auto.

Auf eine Frau, so sagt er, könne er sich nie mehr einlassen. Frauen sind für ihn wie Roboter, die keinen eigenen Willen haben. Die naiv und blauäugig sind und die gezüchtet werden, nur um als Prostituierte für Männer zu dienen.
Kinder möchte er sicher auch nicht, denn das ist ein Thema, was ich ansprechen wollte. Was ihn verletzt hat, weil er sein eigenes, noch ungeborenes Kind, nicht auf diese Welt schicken konnte. Nicht im Bewusstsein daran, dass der hohe Cannabiskonsum der Eltern, diesem Ungeborenen vielleicht geschadet hat, ohne das man sich der Tatsache bewusst war, dass es ein solches Leben gab. Dieses die Seele des Elternpaares verletzt hat, sich gegenseitig Vorwürfe gemacht wurden. Die in eine tiefe Krise geraten sind. Ohne professionelle Hilfe, ohne den Rat der Mutter, weil diese nichts davon wusste. Dies ging soweit, dass sich beide das Leben nehmen wollten.
Damals war er noch nicht psychotisch. Da hat er versucht damit fertig zu werden, seine Freundin ebenfalls. Sie haben es zunächst geschafft, gemeinsam eine Lehre begonnen. Aber der Gedanke hat sie wahrscheinlich doch nicht losgelassen, sie immer wieder aufeinander losgelassen, in Zwietracht gebracht. Bis ihre Liebe schliesslich doch daran zerbrach.

Danach fing seine Psychose an. Er konnte seine Schuldgefühle und ihre Vorwürfe wahrscheinlich nicht länger ertragen und fühlte wie sie sich immer weiter von ihm entfernte. Trotzdem hielt er durch , ging zur Abschlussprüfung . Dort liess man ihn durchfallen, da sich seine Psychose nach aussen hin bemerkbar machte. Und ob das nicht genug wäre. An diesem Tag, wo er geschlagen von der Prüfung kam, hat seine Freundin ihn ohne ein weiteres Wort verlassen. Nach 5 Jahren Beziehung und ist zu einem anderen Mann gezogen.
Das war für ihn zuviel, liess ihn gegen den neuen Freund angehen, die Freundin stalken. Aber da sind noch ganz gemeine Dinge passiert, die ich hier nicht ausbreiten möchte. Nur glaube ich , dass das eine Menge mit dem zu tun hat, wo er jetzt steht. wo seine Seele angekommen ist.

Er hat noch lange mit Worten Krieg gegen die beiden geführt und umgekehrt, bis er endlich aufgegeben und sie in Ruhe gelassen hat.

Ja, lieber Jürgen, das wollte ich dir unter anderem mitteilen. hier nur eine Kurzform, nur angerissen. Aber ich glaube, dass da in früherer Zeit eine Therapie geholfen hätte, professionelle Hilfe notwendig gewesen wäre. Dies eventuell ein Grund für das Abrutschen in die Psychose gewesen sein kann.

Ich halte es einfach für sehr wichtig, dass du etwas davon weisst, weil es noch fehlt bei der " Seelenanalyse". Sicher gibt es da noch andere Sachen. Aber dies ist wohl mit Abstand das wichtigste.

Aber um auf unser Thema zurückzukommen. Ich glaube schon, dass der Glaube ihm helfen könnte sich zu festigen und wieder Licht in sein Leben zu bringen. Versuchen wir es einfach. Oder?
liebe Grüsse, Rose 1902
 
Liebe Rose1902,

was sie mir mit der Tatsache belegen, dass ihr Sohn keine Frau und Kinder mehr haben will, ist, dass er damit begonnen hat, mit seinem Leben abzuschließen. Keine Anstrengungen mehr unternehmen zu wollen. Nach all den Schicksalsschlägen verständlich. Ganz abgesehen davon, dass er auch mal austeilen lernen musste, um nicht auf all seinem Frust sitzen zu bleiben. Machen sie sich mal keine Gedanken, dass ich das falsch verstehe. Wer da regungslos bleibt, der ist schon tot. Auch, wenn man sicher einen glücklicheren Umgang damit gewählt hätte haben können. Etwas inaktiver. Wenn man denn wählen kann. Was er nicht kann. Aufgrund der Psychose. Dem Folgeleisten. Wobei ich dankbar und interessiert bin an seinen Lebensstationen, die aber leider auch den Effekt bei mir haben, dass ich nicht zu einem aktuellen Eindruck von ihm kommen kann, bei dem ich gerne bleiben würde. Denn, wenn wir ihm Gutes tun wollen, dann müssen wir ihn von seiner Vergangenheit befreien, die ihm, wie mir für ihn, dazu im Weg steht. Die er ja ständig mit sich herumschleppt. Und nur mehr oder weniger überwunden und verarbeitet wurde. Sich in immer neuen verqueren Äußerungen, in immer wahnwitzigeren Theorien verstrickt. Dass, weil er nichts Neues mehr an sich heranlässt, womit er sich geistig auseinandersetzen muss, wie ich vermute. Weil er eigentlich aufarbeiten will. Das nur nicht mehr kann. Weil sein Kopf voll ist damit. Er mehr mit den Abläufen darin beschäftigt ist, mit denen er unbedingt noch zu einem Ergebnis kommen will, das sich kommunizieren lässt, und für das er Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten will. Wie das jeder Mensch will. Absolut verständlich. Aber bei ihm mehr zu einem Aufschrei dahingehend kulminiert ist, sich dazu zugespitzt hat. Zu einem Alles oder Nichts. Ich kenne das Gefühl, als ich noch nichts für andere Nachvollziehbares über meine Erfahrungen von mir geben konnte, ohne allerdings nach außen auffällig zu werden. Sie kennen vielleicht das Bild von Edvard Munch: Der Schrei. So in etwa stelle ich mir ihren Sohn innerlich vor. Gerade, weil ich immer noch sehr befürchte, dass er da mit etwas spielt, etwas zulässt, dass er nicht richtig einschätzt. An sich verstehen lernen müsste. Das er lediglich gelernt hat auszuhalten. Ihr Sohn ist ein Nehmer mit ungeheuren Steherqualitäten. Auch wenn ihm das selber abhanden zu kommen droht. Wobei mir die Schwere seiner Psychose sehr groß zu sein scheint. Aber dafür steht er immer noch auf den Beinen. Denn das ist so bei einer Psychose. Man hört die Glocke nicht mehr. Die für eine Pause. Eine, die er jetzt am dringlichsten bräuchte. In meinem Augen ist er ein Rohdiamant. Sie beschreiben ihn manchmal noch als Stück Kohle, dabei ist es nur der Dreck, aus dem wir ihn befreien müssen.

Ich werde jetzt an mir mit ihnen praktizieren, was ich an ihrem Sohn feststelle. An einem ähnlichen Beispiel. Damit sie einen Eindruck bekommen, liebe Rose1902, den sie mit mir diskutieren könnten. Denn ich werde jetzt gleich einen Glaubensinhalt finden, den ich allerdings nur als Wissen behaupten werde, in Bezug auf sie. Den ich vorgeben werde, durch sie gewonnen zu haben. Was nicht der Fall ist und ich nur vortäusche. Sie sich allerdings beklemmt fühlen könnten, was sie nicht brauchen. Weil sie eine Rolle spielen in meinem sich dabei entfaltendem Glauben, den ich ihnen glaubhaft zu machen versuche. Der erfunden ist. Sie sich dafür verantwortlich fühlen könnten, was sie aber nicht brauchen, da das alles nur gespielt ist. Für einen Glaubensinhalt, den sie mir danach nicht mehr nehmen könnten. Wenn ich noch mit Glaubensvorgängen beschäftigt wäre, ähnlich denen ihres Sohnes.

Denn die Rose1902 ist ja bestimmt eine ganz bestimmte Rose. Muss sie ja sein. Sonst würde sie sich ja RoteRose nennen oder BaccaraRose. Irgendwas rosigeres eben. Was eindeutig mehr die Rose betont. Damit könnte ich dann auch was anfangen. Das würde ich verstehen. Das ließe eine Absicht weg. Aber so? Die tut ja genau das Gegenteil. Die ist nicht irgendeine Rose. Die will nicht irgendeine Rose sein. Sondern Rose1902. Was will die mir denn mit diesem Namen nur sagen? Allein schon mit ihrem Namen? Den die sich doch bestimmt gut überlegt hat. Wenn es nicht auch eine andere Rose hier im Forum gibt. Und Rose1902 nicht nur einfach eine Zahl drangehängt hat. Ich schaue mal nach. Da! Keine andere Rose. Die hat sich den Namen also nicht nur einfach so gegeben. Aber weiß die überhaupt, was der bedeutet? Oder hat die nur je zwei Finger links und rechts auf der Zahlenreihe liegen gehabt. Und dann willkürlich gedrückt. Aber nein. Das wäre zu viel Aufwand. Bestimmt hat das was mit dem Geburtsjahr ihrer Großmutter zu tun. Weil sie die so geliebt hat. Und jetzt meldet die sich, um für ihren Sohn eine gute Mutter zu sein. Weil die von ihrem Sohn genauso geliebt werden möchte, wie sie ihre Großmutter geliebt hat. Das wird’s sein. 1902. Aha. Stimmt. Ist mir doch gleich aufgefallen. Wegen dieser gewollten Zahl. Mit der Quersumme 12. Wie die 12 Stämme Israels. Querquersumme 3. Wie die Heilige Dreifaltigkeit. Da haben wir es doch schon. Wieso bin ich nicht gleich drauf gekommen. Ich habe Recht. Hat sich mir im Glauben bestätigt. Hätte ich mal gleich machen sollen. Mehr auf die Zahlen achten. Da fang ich das nächste mal mit an. Denn, das wird die mir ja doch nicht sagen. Das mit ihrer Großmutter. Und dass die geliebt werden will. Mach ich mir doch lieber selber Gedanken. Weiterhin. Und achte wohl mal besser auf die Zahlen dabei. 12 weiß ich schon. Sind die Stämme Israels. 3 steht für Dreifaltigkeit. 7 für die Tage, die Gott für die Erschaffung der Welt gebraucht hat, mit seinem Ruhetag. Und irgendwie läuft's doch immer darauf hinaus. Dass sich mir das bestätigt. Rose1902 jedenfalls kenne ich jetzt. Und das mit ihrer Großmutter. Die frage ich erst gar nicht dazu. Das war leicht. Aber warum das mit den Zahlen? Ich komm schon noch drauf. Bis dahin sage ich es keinem. Das kriege ich raus.

Liebe Rose1902, ich habe damit versucht, ein Beispiel für die Denkweise einer sich beibehaltenden Psychose zu geben. Wobei ich bemerken muss, dass Worte dem kaum Ausdruck verleihen können. Weil sie fast nur beiläufig gewählt werden, tief im Glauben. Wenn sie überhaupt gewählt werden. Während der Wahrnehmungsphase. In der eben vor allem geglaubt wird. Ich das hier nur für angebracht halte, weil sich ihr Sohn vermutlich schon während seiner Wahrnehmung die Vorgänge sehr intensiv versucht zu erklären, ohne allerdings diese Fragen schon genügend beantworten zu können. Nur, soweit er kann. Weswegen er sich auf die Inhalte beruft, nach seiner diesbezüglichen Arbeitsleistung, die er vornehmlich mitteilt, und die ihm stattdessen geglaubt werden sollen. Oder die er nur mit der diesbezüglichen Beschreibung andeutet. Wobei ich hier nun ein Beispiel aus meiner Perspektive erfunden habe, liebe Rose1902, zu deren Inhalten sie sich bitte gar nicht erst äußern, also Stellung nehmen sollen. Ich habe mir keine Mühe gegeben, die Wahrheit zu treffen, und sie müssen darauf keinen Bezug nehmen. Ich sage das hier einfach nur zur Sicherheit, dass sie sich dazu jetzt nicht aufgefordert fühlen. Aber ich denke, das wissen sie.

Die Parallelen, die ich herstellen wollte, sind dabei Folgende:

a) Ihr Sohn ist sehr klug. Weil er sich vieles selber erklärt. Was aber kein Problem sein wird. Im Gegenteil. Er wird den Glauben mögen. Der wird sein ganzes Denken fordern.

b) Ich sehe ihn bemüht um die Realität. Was ihn allerdings bei seinem Zahlenrätsel an seine Grenzen stoßen lässt. Eine Grenze, die er offensichtlich noch nicht genommen hat. Aufgrund eines noch nicht vollzogenen Glaubenssprunges, bzw. dem Loslassen von Unkenntnis darüber.

c) Ihr Sohn ist zu Glauben bereit. Aber aufgrund noch fehlender Erkenntnis darin, ungeübt ihn zu thematisieren. Auch, weil er zu viel redet. Was ihn seinen Glauben sich stagnieren lässt. Er ihn nicht heilen kann.

Wobei ich noch mal einflechten muss, dass alles ausschließlich von ihm abhängen wird. Es das soll und muss. Er sieht sich erkennbar nicht in der katholischen Kirche. Ist ihm wahrscheinlich nie in den Sinn gekommen. Das wird dann wohl auch so bleiben. Dazu ist er schon zu politisch. Also müssen wir an einer Lösung außerhalb arbeiten, die ihn sich seinen Glauben einerseits bewahren lässt, ihn anwendbar macht, aber andererseits deshalb an seinen Inhalten arbeiten. Im letzten Beitrag räumten sie ein, dass ihn ein Glaube wohl festigen würde, Halt geben. Sie meinten vermutlich auch die inhaltliche Lehre der Kirche. Denn, um das noch einmal zu betonen, ihr Sohn ist zu großem Glauben bereits in der Lage, wendet ihn bereits an. Aber wir müssen seine Inhalte austauschen. Vielmehr zunächst einmal die alten vergessen machen. Er braucht einen Neuanfang.

Denn auch, wenn er seinen psychotischen Glauben nicht ablegen will, ist er dazu vielleicht bei den Inhalten bereit. Dann sollte er sich dem Glauben zuwenden, dessen Inhalten, die ihm noch die geläufigsten sind. In seinem Fall wohl der Christkatholische. Übrigens auch der, auf den alles hinauslaufen wird. Vielleicht ist er ja bereit, sich diesem auf Gedeih und Verderb ausliefern zu wollen. Was meine Empfehlung wäre. Wozu er ja eigentlich schon bereit ist, nämlich selbst sein Leben wegzuwerfen. Denn sein Glaube ist ihm das Wertvollste auf der Welt. Er sieht nur eben eine Lösung noch nicht. Und keiner konnte ihm bislang eine vermitteln. Sein Hinweis darauf, dass er sie verlassen sollte, die Welt. Allerdings nicht körperlich, wie ich betonen muss. Nur geistig. Im Glauben. Um wieder aufzuerstehen, noch zu Lebzeiten, wie der Phoenix aus der Asche. Worauf er nur noch nicht gekommen ist. Wie auch ich mir das nicht vorgenommen habe. Weil man das nicht kann. Sondern ich dem nur Folge geleistet habe. Was länger braucht. Deshalb können und dürfen wir ihm keinen Vorwurf machen. Aber er sucht bereits das Extreme. Schon jetzt. Geben wir es ihm doch. Zu einem normalen Leben werden wir ihn nicht wieder bewegen können. Eines ohne Glauben.

Aber wieder zurück zum Beispiel. Oder generell zu meiner Behauptung, dass wir es mit seelischen Prozessen zu tun habe. Mit denen das eigentlich die Welt wahrnehmende Gehirn nur erst lernen muss umzugehen, diese zu verstehen.

Ein Beispiel, dass einfach zu verstehen ist: Noch, als ich mich aus dem Leben nehmen wollte. Vor 2 Jahren. Dies nicht, weil ich offenbart war, nichts mit dem anzufangen wusste, im Gegenteil, sondern weil man mich ohne Tabletten, krankheitsuneinsichtig, nicht mehr als Langzeitarbeitsloser unterstützen wollte und man mich mir selber überließ. Ohne Aussicht auf Einstellung. Zur Tatenlosigkeit verdammt, als mir gerade absolut ernst damit war. Und ich mir deswegen ein Messer ins Herz stoßen wollte. Diese Welt hinter mich lassen wollte. Bei solchem Irrsinn. Was mir der Glaube und mein Wissen um das Ewige Leben leicht gemacht haben. Ich bestimmt schon eine Stunde dazu in der Badewanne saß. Und in dem Bewusstsein, wo ich ansetzen wollte, am Herzen, mir diese Stelle mit und mit taub wurde. Gefühllos und taub. Nur um mein Herz herum. Das spürbare Entziehen von Empfindsamkeit dafür. Wie bei einer Lokalanästhesie. Und ich weitere vielleicht 2 Stunden abwägte, ob ich sollte. Bevor ich zustieß. Und nur knapp verfehlte, aufgrund ungenauer anatomischer Kenntnisse. Auch nicht tief genug, da der Brustkorb doch ziemlich schwer zu durchdringen ist. Mir nur eine Vene durchtrennte. Und vieles mehr geschah. Was ich dir damit zu verstehen geben will, liebe Rose1902, ist, dass sich um uns bemüht wird. Auch, wenn wir es gar nicht wahrnehmen können. Was mir längst spürbar ist, erst recht nach meiner Offenbarung, und dieses gerade beschriebene Ende auch nicht für mich gedacht war. Viel eher schon Zeilen wie diese.

Aber warum diese Zahlenbedeutsamkeiten? Wie ihnen in der jüdischen Kabbala nachgegangen wird. Womit ich allerdings nicht dienen kann, darüber zu erzählen. Weil ich noch nicht für nötig befunden habe nachzuschlagen. Die aber eine Bedeutung in sich birgt. Mir reichte es bislang zu wissen, dass mich ganz bestimmte Zahlen, zu denen ich mit meinem Blick gelenkt wurde, mich auch immer wieder an ihre Bedeutung dieser für mich erinnerten. Sich der Glaube daran immer wieder erhalten will. Als das wichtigste dabei. Was ich auch bei Christian so erkenne. Bei mir ist es ganz oft so, dass ich zu xx:47 Uhr oder xx:13 Uhr einen Blick auf die Uhr werfe. Also 13 vor oder 13 nach. Wofür ich mich dann auch gleich bedanke und immer wieder verwundert bin. Für die Information der Uhrzeit und besonders die gleichzeitige Stärkung meines christlichen Glaubens. Wobei das längst das für mich Normalste ist, dass der Liebe Gott das tut. Und ich dem Vorgang dann immer wieder gerne nachsinne. In Bewunderung. So arbeiten wir unentwegt an einer Win-Win-Win-Situation. Der für ihn, der für mich und der für eine/n Nächste/n.

Auf dein und euer Wohlbefinden.

Alles Liebe,
bis hierhin,
Jürgen.
 
Rose1902
Lieber Jürgen,
wie auch bisher hast du die Situation wieder voll erkannt. In vielem was du gesagt hast, kann ich meinen Sohn wiedererkennen. Die Zahlen, bei ihm ist es alles, was mit der Zahl 7 zu tun hat. Ganz egal, ob man sie durch addieren oder subtrahieren von mehreren Zahlen oder das dazumischen von Buchstaben nach ihrer Stelle im Alphabet, erhält. So wie 3+4, 9-2 oder 343 C= 3+4+3 -3 ( C = 3. Buchstabe im Alphabet. Die 7 hat dabei eine ganz besondere Bedeutung. Im Islam bedeutet die Zahl 7 immer wiederkehrende Wiederholungen. Also das sich etwas ständig und immer wieder wiederholt. Das könnte natürlich heissen, dass er in einer Schleife gefangen ist, aus der er allein nicht wieder herausfindet. Ausserdem behauptet er ja auch immer und schreit es in die Welt hinaus: Es ist nicht das Jahr 2016. Ihr werdet alle getäuscht. Alles ist schon einmal passiert vor 2 Jahren. Nur wir merken es nicht. Oder es gibt einige, die es nicht wissen wollen, weil sie mit drin stecken. Weil sie sich dem Bösen anschliessen, damit sie Vorteile davon haben. Er sagt, ihr glaubt gar nicht, was man sich für Vorteile verschaffen kann, wenn alle glauben Sie seien im Jahr 2016, in Wirklichkeit hätten wir aber schon das Jahr 2018. Er weiss es genau, sagt er. Weil er derjenige war, der da mitgemacht hat. Der überall die Uhren und Computer 2 Jahre zurückgestellt hätte. Nur zum Spass, nur um zu sehen, was passiert und ob es jemand merkt. Aber es hätte niemand gemerkt und jetzt wiederholten sich alle Dinge, alles passiert 2x, genau dasselbe und niemand bemerkt es.

Das ist so sein Denken. Zwischendurch vermischt er es auch schon mal mit der Realität und verblüfft mich damit, dass er das Politische Geschehen genau verfolgt oder Dinge, die unsere Umwelt angeht genau analysiert und sich für Dinge wie die Verhinderung des Aussterbens der Bienen einsetzt.
Und trotz aller Verwirrung in ihm, ist er auch in der Lage sich exzellent um seinen Haushalt , seine Wäsche, seine Geldangelegenheiten zu kümmern . Einkaufen zu gehen oder sich zu bekochen. Er hatte auch mitten in der Psychose seine Prüfung zum Bürokaufmann abgelegt, wenn auch beim 2. Anlauf.

Aber du beschreibst auch sehr schön den Stillstand, den er wohl zur Zeit wahrnimmt. Das er sich in einer Sackgasse befindet, Als Frührentner, als schizophrenes Monster, dass für die Arbeitswelt nicht mehr brauchbar ist.
Die Kirche und der Glaube an Jesus spielt auch eine besondere Rolle bei ihm, das ist ihm wichtig. Er ist übrigens evangelisch.
Letzten Vatertag ist er auf der Suche nach seinen Wurzeln, seiner Identifikation in die Innenstadt gefahren, um dort die jüdische Synagoge zu besuchen. Er meinte, wir stammen ja eigentlich alle von den Juden ab, dies sind unsere Vorgänger. Aber er sucht in dieser Hinsicht noch nach Antworten.

Heute war ich ihn besuchen. Das Mädchen Lisa, von der er in seinem 7Seiten Brief geschrieben hat, hatte ihn wieder angerufen. Sie hatte wie immer kein Geld mehr, keine Wohnung und suchte Hilfe bei Christian, weil ihr Freund, der Vater ihrer neugeborenen Tochter, sie geschlagen hatte. Christian hatte sie schon x mal bei sich aufgenommen, durchgefüttert und dann ist sie nach ein paar Tagen doch wieder zu ihrem Freund zurückgegangen. Inzwischen ruft sie ihn ständig an, wenn es ihr nicht gut geht, lässt sich von ihm abholen, die Polizei rufen oder Amtsgänge erledigen, weil sie alleine nicht in die Puschen kommt.
Christian ist immer wieder für sie da, obwohl sie ihn auc hoft veräppelt und ausnutzt. Aber Christian sagt, sie ist doch nur ein Opfer.
So hat er sie diesmal wieder bei sich aufgenommen, obwohl die Polizei schon bei ihm vor der Tür stand, da der Freund ihn bedroht und gegen die Tür getreten hat. Er wirkte ausgelassen, fast etwas albern. Erzählte immer wieder, dass wir nicht das Jahr 2016 haben und meinte, dass nun bald alles auffliegen wird. Das würde jetzt nicht mehr lange dauern und dann würden alle sehen , dass er Recht hat. Wir quatschten noch eine Weile , ich hatte ihn Saft, Plätzchen und eine Tomatenpflanze mitgebracht. Und dann hielt ich die Situation für angemessen, da wir über Freunde sprachen und die Welt, ihm von dir zu erzählen. Ich sagte ihm: Ich hätte jemanden im Netz kennengelernt, dem ich seine Geschichte erzählt hätte. Dem es imponierte, dass er trotz allem, was er bisjetzt erfahren musste, immer noch an dem festhielte, was er sagte. Und ich erzählte ihm von deiner Bindung zu Gott, von deinem Glauben. Darauf meinte er Glauben, dass wäre immer gut, auch Christ sein. Ich sagte, du würdest ihn gern mal kennenlernen. Er sagte gerne, aber ich bin nicht schwul. Wir mussten beide lachen und ich sagte natürlich ausschliesslich im schriftlichen Austausch und was er davon hielte, wenn ich dir mal seine E-Mail Adresse geben würde. Darauf sagte er. Natürlich kann er meine E-Mail Adresse haben, du kannst sie jedem geben, alle sollen mich kennen, alles wissen. Ich bitte darum. Nun überlasse ich dir die Entscheidung, was du daraus machen willst, ob du ihn über E-Mail anschreiben und den Kontakt anknüpfen willst.

Ich muss dich nur warnen, bevor du es vorhast ihn zu kontaktieren. Christian ist von dem, was er erzählt so überzeugt, dass er jeden der etwas anderes sagt, erst mal kritisch unter die Lupe nimmt. Oft wird er leider dabei auch beleidigend und betitelt andere als dumm oder blauäugig. Ich finde das solltest du wissen, damit du nicht allzu enttäuscht bist. Aber ich denke, dass ihr vieles gemeinsam habt und man es auf einen Versuch ankommen lassen kann.

Also, lieber Jürgen. Soweit erst mal von mir heute abend mit ganz aktuellem Inhalt. Lass mich wissen, wie du darüber denkst, dann schick ich dir gerne die Kontaktdaten.

Lieben Gruss,
Rose 1902 Smile
Ps: Morgen bin ich mit meinem Mann übrigens den ganzen Tag Bogenschiessen. Ein Fita Turnier. 50, 40, 30 und 20 Meter.
 
Liebe Rose1902,

ja, um das gleich vorwegzuschicken. Ja, das werden wir machen. Aber nicht, weil ich mich auf einen Leidensgenossen freue. Dazu ist ihr Sohn zu schmerzfrei und dazu freue ich mich zu wenig. Aber ich werde mich freiwillig auf ihn einlassen. Aus freien Stücken. Aus gesellschaftlichen Gründen. In Verantwortung für meine Entscheidung. Wie ich das kann. Auch, wenn das für mich zeitintensiv werden wird. Weil ich etwas behauptet habe. Ich ihren Sohn als Herausforderung betrachte. Auch, wenn ich das per Schrift schlecht umsetzen kann. Aber, ich werde dabei nicht nachlassen. Denn, ich möchte ihnen ein Stück weit Verantwortung abnehmen. Wie weit genau, wird sich noch zeigen. Obwohl ich noch viele Schieflagen sehe. Und eine noch bei ihnen, liebe Rose1902. Denn ich bin kein Therapeut, das wissen sie, und ich will das auch nicht sein. Ich halte mich nur für geeigneter. Selbst aus der Ferne. Und dem wollen sie eine Gelegenheit einräumen. Die ich aber nicht ohne weiteres aufgreifen kann.

Denn möglicherweise werden 2 Dickhäuter aufeinanderstoßen. Aneinanderrasseln. Wobei ich kein Jungtier mehr bin. Und mein Elfenbein nicht lassen werde. Also werden wir geschickt vorgehen. Ich habe eine Bedingung, auf die wir uns öffentlich einigen müssten.

Weil wir kein Spiel spielen werden. Und keinen Versuchsballon starten. Denn hier geht es um ein Menschenleben. Dass ich die Worte bei ihnen noch auf die Goldwaage lege, in Bezug auf den von ihnen benannten Versuch, sollte sie aber jetzt nicht gemahnen. Das soll nur meine ernste Absicht zum Ausdruck bringen. Denn ich pflege meine Zusagen zu halten, wenn nicht höhere Interessen dagegen sprechen. Bei mir reicht dazu ein Handschlag. Für eine Augenhöhe. Wobei ich keine Beleidigungen fürchte. Nur, dass Christian irgendwann genug haben wird. Der mir alle Mittel geläufig sind. Und ich im Allgemeinen nicht mit einer Breitseite unter die Wasserlinie zu schießen pflege.

Denn ihr Sohn ist noch ein Mutterkind, dass als Vaterkind um Anerkennung buhlt. Der er nun beinahe nur noch sie hat. Um Anerkennung, aber nicht bei seinen Mitmenschen. Das nämlich nur beiläufig. Sondern eigentlich bei seinem Vater. Das, weil er früh keinen mehr hatte. Das, weil er seinen vermisst hat. Das, weil sich längst ein Vater seiner angenommen hat. Aber nicht irgendeiner.

Darum sage ich ihnen, allen Ernstes, sie dürfen mich für verrückt erklären, mit einem Hinweis oder einer Parallelität zu niemand anderem als Jesus Christus, dass sie dazu kommen werden, ihren Sohn weniger zu lieben, und stattdessen mehr zu achten. Was sein jetziger Zustand allerdings noch nicht zulässt. Daher wird er das mit und mit selber übernehmen. Ihnen Achtung abverlangen, ohne dass er diese noch einfordern wird. Dabei wird er sich möglicherweise erneut etwas lösen von ihnen, während meiner Zeit mit ihm, vielmehr etwas auf Distanz gehen. Was sie aber nicht beunruhigen sollte. Weil es nicht zu einem Bruch mit ihnen kommen soll, aber zu einer neuen Sichtweise aufeinander. Und er hat mir deshalb imponiert, obwohl er noch nicht soweit ist, genaugenommen deshalb, weil er einen Weg geht, den ich ähnlich gegangen bin. Allerdings ohne ungerechtfertigt anzuecken. Und nicht wegen seiner Aussagen, wie sie ihm annonciert haben, die nur ein Verantwortlichkeitsempfinden zum Ausdruck bringen. Deswegen wird er keine Liebe von mir erhalten, da ich ebenfalls nicht schwul bin, sondern Achtung. Da, wo er sie verdient. Und gerade nicht für seine wahnwitzigen Aussagen, sondern eben für sein Verantwortlichkeitsempfinden. Und meine Unterstützung für seine Genesung. Denn nicht ich werde ihn gesund machen können, sondern sein Vater. Der auch mein Vater ist. Uns aller Vater. Gottvater. Den er wohl spüren muss. Was längst belohnt wurde. Und noch in seinen realistischen Einschätzungen zum Ausdruck kommt. Die Welt betreffend. Neben denen, über die er noch rätselt. Die Welt nicht betreffend. Erkennbar auch in seinen Durchdringungen. Was ihn sich für Einzigartig empfinden, ihn sich über alle erheben lässt. Denen er das so aber nicht mitteilen kann. Weil er im Glauben anderer erhoben werden will. Noch längst nicht soweit ist. Nämlich Glauben zu machen. Etwas, dass ich ihm korrigieren helfen werde. Sich des Grades seiner Einzigartigkeit also bewusst zu werden. Ihn zu steigern. Und sich seines Ranges dann verdient zu machen. Als einer von allen. Für alle.

Aber, dazu habe ich Bedingungen. Nicht an ihren Sohn. Sondern an sie, liebe Rose1902. Wenn wir die noch vorher klären könnten, in diesem Forum, uns auf ganz konkretes einigen, dann steht allem weiteren nichts im Wege. Und ich möchte dann in Folge, als schlussendliche Bedingung, dass sie das, worauf wir uns geeinigt haben, ihrem Sohn auch mitteilen. Wären sie damit einverstanden, liebe Rose1902? Eigentlich wäre das nur wenig. Dann helfe ich ihrem Sohn, der mir längst ein Mann ist, zu einem MIP zu werden. Wie er das will. Zu einem der Most important Persons dieser Welt. Für die Welt. Ohne sich dessen zu rühmen. Wenn er nicht vorher abspringt. Denn auch darauf müssen wir uns einigen, liebe Rose1902. Wir werden nicht dann enden, wenn ihnen das Ergebnis gefällt. Oder mir das Ergebnis gefällt. Sondern ausschließlich, wenn Christian das Ergebnis gefällt. Mit ihm werde ich dabei gegebenenfalls andere Bedingungen aushandeln. Aber ich werde von meinem Ergebnis ausgehend argumentieren, das ich an mir feststelle, und ich weiß, dass es das geben könnte. Mit ihm, der aussteigen kann, wann immer er will. Dies alles, weil die Rahmenbedingungen nicht die mir geeignetsten sind.

Und dazu bitte ich den Administrator Andreas, sehr gerne sehr ein Auge auf uns zu haben, aber mir etwas zu vertrauen. Denn ich versuche alle Bedenken aufzufangen, in meiner Bedingung. Schaffe ich das nicht, dann bitte melden sie sich bitte, lieber Andreas, oder jemand anderes, und weisen mich darauf hin. Denn Christian ist für mich kein Versuch. Ich werde nicht sein Versucher sein. Christian ist bereits ein MIP. Für jemand anderen. Wie es jeder von uns sein könnte, aber er es ganz besonders ist. Und ich werde ihn aufbauen und pflegen, soweit mir das aus der Ferne gelingt. Nicht als mein Tamagotchi, sondern als eines möglichen Bruder im Geiste. Denn ich habe die Situation vollkommen erkannt. In Erweiterung zu ihnen, liebe Rose1902, die sie mir damit schmeicheln wollten. Die sie Gemeinsamkeiten sehen, bei Christian und mir, die mir zu beschreiben obliegen, um eine Gemeinsamkeit erst noch herzustellen. Eine, die ich in seinem Ergebnis bei Christian jetzt nur ansatzweise sehe. Eines, das ich allerdings gerne vollständig sehen würde. Eines, das ich als Ergebnis verantworten könnte. Wie er dann an sich. Wenn ich der bin, der ich behaupte zu sein. Dabei müssen sie nicht mir glauben, im Verlauf der Entwicklung, dazu haben sie das Recht, aber sie werden dem Ergebnis bei Christian glauben wollen. Nur allzu gerne. Das darf ihr Motiv auch sein. Dem Träger seines Ergebnisses zu glauben. Ihrem geliebten Sohn. Christian. Den sie regelmäßig sehen. Dem sie als eine erste beginnen könnten zu glauben. Wenn er das will. In allerdings unabsehbarer Zeit.

Deshalb nun meine Bedingung, die eine einfache ist: Sie und ich, wir werden in Sachen Christian über das Forum in Verbindung bleiben. Quasi öffentlich bleiben. Denn ich möchte weder, dass sie sich nun zurücklehnen, noch, dass ich unverantwortlich handele. Weil ich nicht nach Christian schauen kann, wenn es angebracht wäre. Und ich möglicherweise Fragen haben werde, die ich nicht an ihn richte. Oder auch Bitten an sie. Aber teilen sie ihm unbedingt mit, dass wir uns weiterhin schreiben werden. Dabei werden sie ihm alles über unsere Konversation berichten dürfen, außer, wenn ich sie darum bitte. Können sie sich das vorstellen? Denken sie kurz darüber nach. Dann schicken sie mir seine E-Mail-Adresse. Sie haben ja meine. Ich werde mich allerdings erst frühestens ab dem 06. Juni bei ihm melden können. Aber nicht viel später.

Für eine Zukunft mit ihm,
Jürgen.
 
Rose1902
Lieber Jürgen,
auch wenn ich mich wiederhole, aber ich möchte mich bedanken, dass du versuchen willst meinem Sohn zur Seite zu stehn, ihm Achtung zu schenken und auch mich da mit einbeziehst.
Das ist mehr als ich die letzten Jahre für ihn tun konnte und auch, wenn wir den Ausgang nicht vorhersagen können, nicht wissen, ob Christian abspringen wird oder nicht, so bin ich mir doch sicher, dass du am geeignetsten bist ihn zu erreichen, zu ihm durchzudringen. Weil du ähnliches erlebt hast und weisst, wie es sich anfühlt ganz unten am Abgrund zu stehn.
Aber du hast auch die andere Seite gesehen, hast den Weg nach oben gefunden und kannst ihm deine Erfahrungen weitergeben, damit er seinen eigenen Weg finden kann.

Deine Bedingungen sind für mich völlig natürlich und ich hätte dich ebenfalls gebeten, mit mir weiter in Verbindung zu stehen. Auch und gerade über dieses Forum. Das Christian darüber ebenfalls informiert wird, liegt auch in meinem Interesse. Denn jede Heimlichkeit würde ihn abschrecken und zum Abspringen bewegen. Da er heute bei mir im Laden war, hab ich mich direkt an ihn gewandt und ihm erzählt, dass ich dann seine E-Mail Adresse an dich weitergeben würde und dass wir beide weiterhin übers Netz miteinander kommunnizieren werden. Ich sagte ihm auch, dass du vor dem 6. keine Zeit haben wirst. Dann fragte ich ihn, ob er überhaupt noch regelmäßig in sein E-Mail Konto sieht, worauf er direkt nachschaute, ob er schon irgendetwas verpasst hatte und antwortete: Natürlich mach ich das. Ich denke, dass er schon fast auf Post gewartet hatte.

Bis jetzt seh ich also alles unter einem guten Stern und sehe voller Erwartung in die Zukunft. Allerdings hab ich auch heute von Christian etwas erfahren, was mir etwas Angst gemacht hat. Christian hatte nämlich eine Wunde an seiner Hand, nach der Yvonne und ich ihn fragten. Er sagte, er hätte sich am Backofen verbrannt, als er die Pizza herausnahm und sei oben an den Heizring gekommen. Das kuriose dabei ist, dass er zunächst aber gar keinen Schmerz verspürt hatte und dies erst bemerkte, als ihm der Geruch seiner verbrannten Haut in die Nase stieg. Dann erzählte er, dass er schon öfter die Erfahrung gemacht hat, dass er Schmerzen erst ziemlich spät bemerkt. Beim letzten Zahnarztbesuch bemerkte er erst, dass sein Zahn noch gar nicht betäubt worden war, als die Ärztin bereits einige Zeit am Nerv gebohrt hatte. Dann bekam er natürlich sofort eine Spritze. Die Zahnärztin war auch sehr verwundert.
Also, entweder sind das ernstzunehmende Schäden, sozusagen Warnhinweise des Gehirns, was die Vernetzung zum zentralen Nervensystem angeht oder der Schmerz in seinem Inneren ist mittlerweise so groß, dass er äussere Reize kaum noch wahrnimmt. Frown
Auf jeden Fall nimmt er zur Zeit jede Gelegenheit wahr seiner Wohnung und seiner Einsamkeit oder besser dem Nichtstun zu entfliehen. Vor allem seit das Mädchen Lisa auch wieder zu ihrem Freund zurückgegangen ist, vorerst. Da hatte er sich auch richtig ins Zeug gelegt, um sie gut zu versorgen, auch wenn er sich dafür bei uns etwas Geld leihen musste.

So, aber nun zurück zu unserem Vorhaben. Ich schicke dir also gleich seine E-Mail und ich bin sicher, dass er gespannt auf die ersten Zeilen von dir wartet. Nun können wir nur noch abwarten, ob du ihn erreichst oder nicht.

Alles Gute und einen lieben Gruss,
Rose 1902 Wink

Ps: natürlich meine ich seine E-Mail Adresse. Ist mir ein bischen durchgegangen Wink
Bearbeitet von Rose1902 am 31.05.2016 11:55
 
Liebe Rose1902,
liebste Rose1902,
von mir geachtetste Rose1902,

ich darf und muss an dieser Stelle unbedingt betonen, dass es mir in meinem vorherigen Beitrag nicht um die Wiederholung deiner Versicherung ging, dass du mir wohlgesonnen bist. Und dass wir gerne sofort zu einem auch beizubehaltendem DU übergehen, weil wir uns schon sehr nahe und vertraut sind, das machen wir. Ohne uns das DU angeboten zu haben. Etwas, dass ich am liebsten bei allen so anwenden würde, das DU. Und das für einen Christen das Selbstverständlichste ist, dieser Nähe zu seinem Mitmenschen als Nächsten ihn in der Anrede spüren zu lassen. Aber ich wollte dich mir als Nächste nicht entziehen, oder mich dir vorenthalten, liebste Rose1902. Das war es nicht. Ich war und bin mir nur der Größe eines Augenblicks bewusst. Daher die vormalige Distanz. Für einen Augenblick, den ich durch nichts und niemand gefährdet sehen wollte und will. Selbst, wenn ihm nichts mehr gefolgt wäre, was ich bei dir und im Forum nicht befürchtet habe, und also riskieren durfte. Was ich nur einer Öffentlichkeit gegenüber zum Ausdruck bringen wollte: Mich in Zukunft genauso für deinen Sohn einzusetzen, wie du und deine Familie. Ich wollte dabei nicht belehrend wirken, aber herbeiführend. Denn einer Öffentlichkeit, die irgendwann nachlesen möchte, wird die Bedeutung dieses Augenblicks erst noch viel später bewusst werden und sie wird ihn festgehalten wissen wollen. Schon mal bei den Protagonisten. Die wir sind. Auch, wenn das meine eigenen Pläne etwas durcheinanderwirbelt. Die wir aber höheren Interessen folgen, in diesem Forum, als einer Öffentlichkeit bewusst ist. Und mir alle gnadenreich bedachten Mitglieder dieses Forums, und alle, die es werden wollen, alle MIPs, zustimmen werden. Denn, um es ganz vorsichtig, ganz behutsam vorzutragen, was derzeit eher noch ein Vorwärtskommen mit angezogener Handbremse bei mir ist: Es werden Goldene Zeitalter anbrechen. Möglichst für alle. Denn fortan wird das Gute beginnen sein müdes Haupt zu erheben, für die das schon längst praktizierende Welt, nur erkennbar nicht aus dieser Welt, und sein Antlitz ihr nicht vorenthalten. Eines Tages. In so vielen Antlitzen, wie irgend möglich.

Weißt du, wie Gott Moses angstfrei gemacht hat? Für seine Wunder? Sicherlich, liebste Rose1902. Er sollte seine Hand unter sein Gewand schieben und sie wieder herausziehen. Sie war verfault, ohne dass ihn das entsetze, voller Aussatz, und Gott ließ ihn keine Schmerzen spüren. Dann sollte Moses seine Hand wieder verbergen und sie erneut betrachten. Und sie ward wieder wie zuvor.

Aber verschweige Christian das. Und halte deine Sorge bei, du darfst seine Wunde versorgen, aber, sie wird auch so wieder heilen.

Ich werde mich jetzt für etwa eine Woche zurückhalten, wegen privater Angelegenheiten, und mich an dieser Stelle erst wieder bei dir melden, nachdem ich es bei Christian getan habe.

Ich danke Gott für deinen Sohn, liebe Rose1902. Und ich danke dir und deiner Familie. Aber er wird eines Tages nicht mehr nur euch gehören. Bereitet euch darauf vor.

Gelobst seist du, Dreieiner Gott, gepriesen und geehrt. Für alle Zeit. Für alle Menschen, die an dich glauben. In Ewigkeit, Amen.
Bearbeitet von am 31.05.2016 19:28
 
Rose1902
lieber Jürgen,
wenn du mich beim Lesen deiner Zeilen beobachtet hätest, wäre dir sicher aufgefallen, dass mein Gesicht heller und heller wurde und sich ein Lächleln auf meinem Gesicht ausgebreitet hat. Smile Smile Smile
Ein Lächeln, dass die vielen vorangegangenen sorgenvollen Stunden vergessen lässt. Das Innere Wärme verbreitet und einen Hauch von Hoffnung zulässt, der in der letzten Zeit kaum vorhanden war. Auch wenn mir klar ist, dass dieser Hoffnungsschimmer auch wie ein Traum zerplatzen kann, ist es doch schön eine Weile darin zu verbringen.

Ich werde diese Woche geduldig abwarten, bis ich wieder von dir höre und versuche mir diesen Hoffnungsschimmer, dass alles irgendwann ein gutes Ende nehmen wird, solange zu erhalten. Smile

Wie immer auch der erste Kontakt bei Christian und dir verlaufen wird, diesen Augenblick kann mir niemand mehr nehmen.

Bis dahin alles Gute und viel Glück bei deinen privaten Angelegenheiten

lieben Gruss, Rose 1902
 
Springe ins Forum:
 
Werbung
cleverALLNET