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Psychose-Schübe meines Freundes
mieze
Hey..
ich bin neu hier & bräuchte einen Rat oder vielleicht hat jemand ähnliches erlebt..
Mein Freund leidet an paranoider Schizophrenie, so zumindest die Diagnose..
Er wurde letztes Jahr im April zwangseingewiesen, da er eigen - und fremdgefährdend war und das wirklich heftig. Er wollte auf alles und jeden los gehen.
Wir waren in seiner Klinikzeit getrennt.
Es war alles ziemlich schlimm, da die Krankheitseinsicht, wie oft, leider fehlte und er anfing mich und meine Familie zu bedrohen. Er hat mich in der Zeit auch betrogen und ist mir gegenüber auch sonst ziemlich verletzend geworden.
Drogen spielen in der Vorgeschichte leider auch eine große Rolle & eine ziemlich harte Kindheit, er kifft leider auch noch ab und zu.
Nach einigen Rückfällen, wurde er wieder eingeliefert und war insgesamt 6 Monate richterlich untergebracht.
Er nimmt nun seit ca. einem Jahr "Ziprasidon", was laut seines Arztes wohl langsam runter dosiert werden sollte.
Er sagt er hat die Tabletten immer genommen & ich möchte ihn da auch ungern ständig kontrollieren. Mehr als fragen & ab & zu mit drauf achten kann ich nicht & das wäre vielleicht auch nicht gut. Jedenfalls bemerke ich seit einiger Zeit die selben Symptome wie beim Anfang des letzten psychotischen Schubs und weiß nicht was ich tun soll.

Ich möchte ihm gerne helfen, aber er wird aggressiv, wenn ich ihm meine Sorge mitteile und ich bekomme dann auch leider Angst vor ihm.
Das hilft ihm natürlich absolut nicht, aber er sieht nicht das er sich wieder verfolgt fühlt ..

Ich habe einfach große Angst um ihn, weil er ziemlich unberechenbar ist, wenn er einen Schub hat.
Und leider bin ich natürlich auch vorbelastet und bin dann selbst absolut überfordert.

Liebe Grüße und vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen oder Stellen an die man sich wenden kann..
Bearbeitet von mieze am 06.07.2015 19:05
 
lisa167
Hallo mieze,
ich bin ebenfalls Angehörige.
In der Regel kannst du dich beim Diakonischen Werk in deiner Nähe erkundigen, wo es eine Selbsthilfegruppe für Angehörige gibt.
Bei uns wird solch eine Gruppe einmal im Monat angeboten, wo sich Angehörige und Betroffene Austauschen können.
Auch gibt es die Möglichkeit, wenn dein Freund wieder im Krankenhaus ist. Auf jeder Station gibt es ein sogenanntes schwarzes Brett - dort hängen die Adressen, welche du suchst.
Du kannst auch das Pflegepersonal fragen.
Zuletzt kann ich dir noch das Gesundheitsamt nahe legen, sprich dort mit der "Betreuerstelle für Erwachsene". Die kennen sich in deiner Stadt am besten in der Situation aus.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiter helfen.

Viele liebe Grüße LisaSmile
Denk daran, es gibt immer schlimmeres
 
Andreas
Hallo Mieze,

für dich als Angehörige gibt es den Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker, der in einzelne Landesverbände unterteilt ist, die wiederum Selbsthilfegruppen für Angehörige anbieten. Der Link zum Angehörigenverband mit weiteren Infos lautet: http://www.bapk.de

Wenn du selber auch vorbelastet bist, ist es um so wichtiger für dich auf dich zu achten.

Viele Grüße
Andreas
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