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Bin NEU !
lola
Hallo an Alle!
ich möchte mich Euch vorstellen. Bin 45, habe 3 Kinder und bin geschieden. 2011 war ich wegen einer paranoiden schizophrenen Phase in der Psychiatrie. Seitdem war ich drei mal in der Klinik. In den letzten 10 Jahren habe ich sehr viel einstecken müssen. (Scheidung, Jobverlust, Verlust Familien, Umzug bzw. Hausverkauf, 2 Jahre mit einem Narzissten,) das waren wohl die Auslöser für diese Krankheit. Momentan werde ich von Risperidon auf Abilify umgestellt, weil ich mich mit Risperidon überhaupt nicht mehr wohlgefühlt habe.(Benommenheit, Gefühllosigkeit, innere Unruhe) Ich habe auch zu einem niedergelassenen Psychiater gewechselt, weil ich mich in der Klinik unverstanden gefühlt habe. Ich habe gemerkt, dass mir der Kontakt zu anderen gut tut, treffe aber kaum auf Menschen, die ein offenes Ohr für die Krankheit haben. Mein Freundeskreis ist rapide geschrumpft und mit meinen Eltern und meinem Bruder habe ich gar keinen KOntakt mehr. Es wäre schön wenn sich jemand bei mir melden würde! Viele Grüße lola
 
Doro
Hallo lola,
vielleicht schaust du ja noch mal in das Forum. Ich bin nicht betroffen, aber mein Sohn. Er hat auch sehr unter dem Verlust seiner "Freunde" gelitten. Besonders an seinen Geburtstagen, die er mit ihnen immer gefeiert hat, flossen viele Tränen. Mit 30 Jahren nur mit den Eltern seine Zeit zu verbringen, ist einfach nicht genug.
Seit einem Jahr geht er in eine Tagesstätte für psychisch Kranke. Es ist kein Krankenhaus und es gibt auch keine Ãrzte. Wenn er möchte kann er in einer Werkstatt arbeiten,oder Ergotherapie machen. Er kann auch einfach nur in der Sonne sitzen oder mit anderen Karten spielen. Jeder beteiligt sich an Reinigungsarbeiten, Einkaufen und Kochen. Jedenfalls geht er gern dorthin. Somit hat er auch andere Kontakte und einen Grund morgens aufzustehen.
Vielleicht gibt es in deiner Nähe auch so eine Einrichtung und schaust sie dir mal an.
Es ist sehr traurig, dass deine Familie kein Verständnis für dich hat. Viele Menschen glauben einfach, dass man nur wollen muss, dann könnte man sich ändern. Eine Nichte von mir ist ebenfalls psychisch krank. Ich habe versucht mit dem Vater zu reden, aber der meint, sie wäre nur faul.
Meinem Sohn hat er schon mehrfach Arbeit angeboten, er versteht nicht, dass dies nicht möglich ist. Zu ihm haben wir auch kaum noch Kontakt.
Bei deiner Geschichte ist es ja kein Wunder, dass deine Psyche das nicht verkraftet hat. Bei meinem Sohn begann alles nach einer unglücklichen Liebesgeschichte.

Ich wünsche dir alles Gute

Herzlich Doro
 
eartha
Hallo Lola,
ich bin auch neu im Forum und eine Betroffene. Herzlich willkommen.
Wirklich schade, dass Dein Freundeskreis so geschrumpft ist und Du keinen Kontakt zu deinen Eltern hast. Von mir hat sich nur ein Freund verabschiedet als ich krank wurde. die anderen sind mir erhalten geblieben.
Schön, dass Du drei Kinder hast. Die werden immer zu Dir halten.
Liebe Grüße eartha
 
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