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Erfahrungsbericht Andreas Liebke
Andreas
Hallo,

meinen Erfahrungsbericht muss ich hier nicht noch einmal veröffentlichen, denn den findet ihr auf dieser Webseite in den Artikeln. Vielmehr möchte ich hier sowas wie ein Tagebuch schreiben, wie es mir heute geht.

Lieben Gruß
Andreas Liebke
Bearbeitet von Andreas am 09.01.2007 11:51
 
Web
Andreas
Vor einigen Wochen habe ich mit meiner behandelnden Ärztin besprochen meine Dosis wieder langsam herabzusetzen auf erstmal 5 mg. Sie meinte das wäre ideal und ich sollte es mal versuchen, da es mir schon eine ganze Weile sehr gut ging. Die 5 mg Risperdal habe ich 4 Wochen eingenommen und danach wieder auf 6 mg gesteigert, da ich die ganze Zeit über Einschlafschwierigkeiten hatte. Ich habe wie gewohnt um 19 Uhr abends meine Medikamente eingenommen, aber ich wurde vor 3 Uhr morgens nicht müde, obwohl ich recht früh wieder aufstand. Normalerweise wurde ich bei 6 mg Risperdal nach der Einnahme 2 Stunden später müde. Dadurch habe ich die Dosis selbständig wieder auf 6 mg erhöht, da ich spätestens um 9:30 Uhr aufstehen wollte um nicht den halben Tag zu verschlafen und den Vormittag nutzen zu können. Ich arbeite im Sekretariat des Integrationsfachdienstes nur nachmittags für einige Stunden. Die 6 mg Risperdal nehme ich schon seit einigen Tagen wieder wie gewohnt und meine Einschlafschwierigkeiten sind seitdem wieder verschwunden.

Liebe Grüße
Andreas Liebke
 
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Andreas
Seit Samstag den 6.1.2007 nehme ich mein Bedarfsmedikament Haloperidol (Haldol). Ich hatte wieder das Gefühl verfolgt zu werden und wie ich mit meiner Ärztin besprochen habe nehme ich bei Bedarf das Haldol für mindestens 10 Tage jeweils 4 mg am Abend. Das Haldol hat bei mir die Wirkung, dass es meinen Kopf frei macht von diesen Gedanken und ich schlafen kann.

Liebe Grüße
Andreas Liebke
 
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Andreas
Hallo,

ich nehme noch immer das Haloperidol, werde es aber in den nächsten Tagen absetzen. Ich bin gerade im Sekretariat, heute ist eigentlich Sprechstunde, aber bislang ist nicht gerade viel los. Das ist auch nicht wirklich schlimm, denn dadurch hab ich nicht solchen stress, wie an anderen Tagen, wenn wir Sprechstunde haben. Nun gut, das ist mal wieder mein letzter Arbeitstag in dieser Woche und ich freue mich schon aufs Wochenende.

Liebe Grüße
Andreas Liebke
 
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Andreas
Hallo,

ich habe am Montag den 22.01.2007 die Einnahme des Haloperidol abgesetzt. Bin gespannt wie mir das bekommt. Was mir heute aufgefallen ist, ich spreche in Stresssituationen die von mir wahrgenommenen Worte in Gedanken nach, zum Beispiel in der Straßenbahn.

Liebe Grüße
Andreas Liebke
 
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Andreas
Hallo,

ich habe mal wieder ein Experiment gewagt, letzte Woche Donnerstag habe ich die Einnahme des Risperdal vollkommen abgesetzt, mit dem Ergebnis, dass ich von Tag zu Tag unruhiger wurde (zumindest innerlich). Nach außen wurde ich immer ruhiger, bin absolut ruhig gelaufen, und meine Aussprache wurde auch leiser. Bis dann gestern vormittag es absolut nicht mehr ging, ich habe mich dazu entschlossen erstmal 2mg Risperdal zu nehmen, um über den Tag zu kommen, ich bin innerlich auch wieder ruhiger geworden und auch sonst ging es mir besser. Gestern Abend hab ich dann wieder zu meiner gewohnten Dosis 6mg Risperdal zurück gegriffen.

MfG
Andreas
 
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Andreas
Hallo,

ich möchte mich hier mal wieder melden. Momentan nehme ich mein Haloperidol wieder ein, da ich zunehmend Stimmen, bzw. die Gedanken der anderen Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln laut hörte, bzw. es mir vorkam, als ob ich die Gedanken der anderen Fahrgäste lesen konnte. Sie haben sich meist über mich lustig gemacht, oder aber sie haben mich negativ beurteilt, so nach dem Motto, wie läuft der denn rum, oder kann der sich keinen besseren Rucksack leisten und in der Art. Andere Gedanken waren auch noch vorhanden, so z.B. "guck dir mal den Kinderschänder an", obwohl ich mit solchen Dingen absolut nichts zu tun habe. Es kann aber daran liegen, dass ich immer wenn Schulschluss ist zur Arbeit fahre und von daher viele Jugendliche unterwegs sind. Abends, wenn ich denn nach hause fahre höre ich von den Erwachsenen auch diverse negative Gedanken, so z.B. "schau dir mal den an, was is das denn für´n Arsch" und so in etwa noch mehr. Diese gedanken kamen in letzter Zeit immer häufiger vor, das daran liegt, dass ich vor ca. 1 Jahr aufhörte mit dem Auto zur Arbeit zu fahren und ich mich mehr in die Öffentlichkeit begab.

Gruß Andreas
 
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Andreas
Hallo,

heute war ich beim Psychotherapeuten, nur leider war er kein Verhaltenstherapeut. Er war Psychoanalytiker und somit wenig hilfreich für mich. Nun bin ich auf der Suche nach einem Verhaltenstherapeuten. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

MfG
Andreas
 
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Korossos
Hallo Herr Liebke,

also das Layout dieser Seite und die Bedienung sind ja wirklich Top! Aber meiner Meinung nach fehlt es ziemlich an Inhalt, das einzige was ich hier lese ist eine Selbstdarstellung einer Person, zu der sonst niemand Stellung nimmt. Vielleicht ist es dann doch nicht so interessant, seine Krankheit ins Rampenlicht zu stellen...Frown
 
Andreas
Hallo Korossos,

dieses Projekt besteht jetzt seit knapp 4 Monaten mit diesem System. Bislang sind einige Mitglieder dazu gekommen, so auch du. Dieses Projekt lebt von seinen Mitgliedern, Besuchern und deren Meinungen und Stellungen zum Thema.

MfG
Andreas
 
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Andreas
Hallo,

heute habe ich meine erste Depot-Spritze bekommen. Erstmal nur 25mg, aber die 6mg Risperdal in Tablettenform soll ich weiterhin täglich nehmen. Die Depot-Spritze wird 14tägig verabreicht. Ich bin gespannt wie das alles noch weitergeht. Eigentlich bin ich ja eine ganze weile recht gut mit den 6mg Risperdal klargekommen, bis ich denn aufhörte mit dem Auto zur Arbeit zu fahren und ich mich wieder mehr in die Öffentlichkeit begab. Aber ich sehe die Fahrt zur Arbeit mit den öffentlichen als so eine Art Selbsttherapie an. Allerdings mit der Folge, dass meine Dosis erhöht werden muss.

MfG
Andreas
 
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Nase im Wind
Hallo Andreas
Ich bin seit heute hier angemeldet.
Die Edee vom Tagebuch - dein Erfahrungsbericht hier finde ich außerordentlich interessant. Der bietet orientierungshilfe u. gute Möglichkeit über sich selbst zu reflektieren Solch' weiteren Berichte würde ich gern auch von anderen lesen. ich lese heraus, dass du dich recht gut einschätzen kanst. Du wägst ab u. kanst es dir Leisten auch mal ein kleineres Experiment selbst zu machen. Was nochwichtiger ist, du kennst auch deine grenzen und weißt um deine Möglichkeiten. Deine Erlebnisbeschreibungen kann ich sehr gut nachvollziehen. Die kritischen Kommentare deiner Überlegungen zu den möglichen Gründen für die Erlebnisse, finde ich, um es mal in einem jaging zu sagen, Saugut wie den gesamten bericht.
Ich bin ja dafür zu versuchen mit möglichst wenig Medikamente auszukommen, wenn möglich am besten ganz ohne. Zumindest sollte das bestreben sein Medikamente abbauen zu können. Für manche ist es nicht möglich. Es können innere komlizierte verstrickungen sein oder irgendwelche inneren chemisch ablaufende Prozesse die es nicht für jeden möglich werden lässt diese Medis abzubauen.

Nachdem ich vor ca. 3 Jahren in großen Abständen zum dritten mal in der Klinik war. nach etwa 5 Wochen entlassen wurde, nehme ich seit einer kurzen zeit danach keine medikamente mehr. Die nahm ich damals vorangig wegen maßiven Einschlafstörungen. Ausweichzeiten um zur ruhe und Schlaf zu haben fand ich immer wieder. jetzt bin ich in der Selbsthilfe etwas Aktiv und die übernommenen aufgaben sind eher neu für mich, muss noch hineinwachsen. Hinzukommt, dass der Schriftkram zuhause zuerledigen ist und ich die meiste Zeit im Monat kaum fähig bin diese Arbeit in Angriffzu nehmen. In dieser Zeit bereite ich mich darauf vor diese Aufgaben rechtzeitig zu bewerkstelligen und schaffe es dann auch. Zur Zeit fühle ich mich ziemlich geschwächt und die Zeit für jede Arbeit wird enger. Daher schlafe ich noch weniger weil ich mir Sorgen mache dies nicht mehr zu schaffen. Die Selbsthilfearbeit ist mir aber wichtig.

Seit einer Woche bis gestern war ich überzeugt vielleicht bald wieder Medikamente zu brauchen. Ich hatte jetzt 3 Tage hintereinander, ausßer die länger andauernen Depressionen, soetwas wie eine kronifizierte Übermüdung die sich nicht auflösen wollte und konnte nur bedingt denken. Heute habe zeitlich Luft und diese quälende Übermüdung ist abgeklungen, auch meine Depression ist etwas gewischen.
Nun habe ich vorerst beschlossen weiterhin ohne Medikamente auszukommen.
Jonny F. Smile
 
Andreas
Hallo Jonny,

wie du schon geschrieben hast, ist es wichtig anzustreben die Dosis der Medikamente zu senken. Bei mir ist es allerdings momentan so, dass ich eine Depotspritze bekomme (alle 14 Tager erneut) und dazu noch meine Dosis an Tabletten einnehmen muß. Die Dosis der Depotspritze liegt im Moment noch bei 37,5mg, dass heißt soviel wie täglich eine Dosis von ca. 3mg plus die Dosis der Tabletten von momentan noch 6mg. Das heißt, dass meine Dosis bisher um 50% gesteigert wurde. das ist aber noch nicht der Schluss. Meine Ärztin meinte, sie wolle die Depotspritze auf eine Dosis von 50mg steigern und ich solle erstmal ca. 3 Monate noch die 6mg Risperdal in Tablettenform zu mir nehmen. Danach könne man es versuchen die Tablettendosis zu reduzieren auf dann erstmal 4mg. Ich hoffe, dass dies auch nur ein vorübergehender Prozess ist, da ich erstmal wieder lernen muß mit der Öffentlichkeit klar zu kommen. Wenn ich mich mit der Öffentlichkeit wieder angefreundet habe, hoffe ich meine Dosis an Risperdal soweit senken zu können, dass die 50mg Depotspritze reicht. Das wäre absolut ok, zumal wohl die Depotspritzen auch weniger Nebenwirkungen haben als die Tabletten und ein weiterer Vorteil der Spritzen ist, dass sie gleichmäßig den ganzen Tag über wirken. Die Tabletten habe ich immer nur abends genommen und somit war die Wirkung im Laufe des Tages irgendwann hin. Ich werde Euch jedenfalls weiterhin auf dem Laufenden halten.

MfG
Andreas
 
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Andreas
Hallo Leute,

ich melde mich mal wieder zu Wort. Ich bekomme jetzt die Depotspritzen mit einer Dosis von 50 mg schon seit 2 Wochen. Dazu habe ich in den ersten 2 Wochen meine Tablettendosis von 4 mg eingenommen, was die Wirkung hatte, dass ich tagsüber die ganze zeit müde war und ein enorm erhöhten Bedarf an Schlaf hatte. Ein Beispiel, ich bin am letzten Samstag gegen 21:30 Uhr ins Bett gegangen und am Sonntag erst gegen 11:45 Uhr aufgestanden. Ich hatte also einen Schlaf von ca. 14 Stunden, dazu kam noch, dass ich trotz des langen Schlafes den ganzen Sonntag über müde war. Als ich dann am Montag bei meiner Ärztin war habe ich ihr davon erzählt und wir haben beschlossen meine Tablettendosis auf erstmal 2 mg zu reduzieren, mit der Option früher oder später die Tabletten vollkommen fallen zu lasen, so dass ich nur noch die 50 mg Depotspritze bekomme. Was die Stimmen angeht, die ich vorwiegend in den öffentlichen Verkehrsmitteln, bzw. in der Öffentlichkeit wahrgenommen habe, so sind diese erstmal nicht ganz, aber zum Teil verschwunden. Dies liegt unter anderem daran, dass aus welchen Gründen auch immer momentan weniger Leute unterwegs sind. Zumindest fällt mir in letzter Zeit auf, dass weniger Leute mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Auch sind wesentlich weniger Schüler unterwegs, mit denen ich die meisten Probleme hatte. Entweder liegt dieser Eindruck daran, dass ich etwas früher zur Arbeit fahre, oder aber es ist so, dass sich die Schüler auf Klassenfahrt befinden, oder aber um ihre Prüfungen kümmern. Nun gut, dass solls dann erstmal wieder von mir gewesen sein. Ich werd Euch jedenfalls weiterhin auf dem Laufenden halten.

MfG
Andreas
 
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Andreas
Hallo Leute,

im Moment ist die Wirkung meiner Depot-Spritze fast nicht mehr zu spüren, da die Wirkung nicht nur nachgelassen hat, sie hat aufgehört zu wirken. Das liegt daran, dass es mittlerweile 3 wochen her ist, als ich meine letzte Injektion bekommen habe. Die nächste Injektion meiner Depot-Spritze werde ich am Donnerstag dieser Woche erhalten. Da die Wirkung der Depot-Spritze verschwunden ist, habe ich massive Schlaf-Probleme. Nur ein Beispiel, ich bin letzte Nacht um 4 Uhr ins Bett gegangen und heute um 11 Uhr wieder aufgestanden. Das heißt aber nicht, dass ich ab 4 Uhr geschlafen habe. Mir sind eine ganze Reihe an diversen Gedanken durch den Kopf gegangen, die ich jetzt nicht mehr nachvollziehen kann und auch den Inhalt nicht mehr weiss. Das ganze muß bis so ca. heute morgen 6 Uhr gegangen sein, eine genaue Zeit kann ich nicht nennen. Jedenfalls steht fest, dass ich im Moment Probleme mit meinem Schlaf habe. Dazu kommt noch, dass ich innerlich immer unruhiger werde und die 2mg Risperdal, die ich nach wie vor in Tablettenform zu mir nehme reichen da absolut nicht aus. Ich muß aber auch sagen, dass es im Moment eine Ausnahmesituation ist, da meine Ärztin noch im Urlaub ist. Wie schon erwähnt werde ich diese Woche Donnerstag meine nächste Injektion bekommen und bis dahin muß ich noch durchhalten. Ansonsten gehts mir relativ gut, was das Stimmen-hören angeht kann ich Euch berichten dass aufgrund der Urlaubszeit die Stimmen erstmal verschwunden sind. Wie schon mal in einem anderen Thread erwähnt liegt das mit Sicherheit daran, dass weniger Menschen unterwegs sind und ich auch nicht mehr so viel unterwegs bin. Im Moment habe ich ausreichend zu tun mit meinen Web-Projekten und meiner Weiterbildung zum Web-Master. Die Weiterbildung läuft im Moment noch recht gut, mit einem Notenschnitt von 1,2 lässt sich das auch noch ganz gut behaupten.

Soviel erstmal von mir für heute, ich werde Euch auf dem Laufenden halten und wünsche Euch alles Gute.

MfG
Andreas Liebke
 
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Andreas
Hallo Leute,

mittlerweile habe ich meine Depotspritze bekommen. Aber ich werde wohl in nächster Zeit wieder auf die Einnahme von Haldol zurückgreifen müssen, um einer Aufnahme in der Psychiatrie vorzubeugen. Mir ist in den letzten Tagen aufgefallen, dass ich zunehmend aggressiv auf meine Eltern reagiere. Meine Eltern sind meiner Meinung nach überfürsorglich. Sie unterstützen mich zwar bei allem, aber sie gehen nicht auf meine Wünsche ein. Wenn ich Kritik äußere vertehen sie es zwar, aber sie ändern ihr Verhalten nicht. Ich habe mir auch schon überlegt etwas Abstand von meinen Eltern zu halten. Soll heißen, dass ich nicht mehr so oft zu ihnen gehen werde und den Kontakt reduzieren werde. Meine Befürchtung mometan ist, dass wenn ich nicht mehr Abstand zu meinen Eltern hinbekomme, dass ich dann in irgendeiner Art durchdrehe und irgend nen Unglück passiert. Daher ist es im Moment für mich absolut wichtig Abstand zu gewinnen und zusätzlich das Haldol einzunehmen. Mit der Depotspritze die ich diese Woche bekam haben sich meine Schlafprobleme auch nicht reduziert. Heute habe ich deswegen auch die Selbsthilfegruppe sausen lassen. Ich bin letzte Nacht erst so gegen 5:30 Uhr ins Bett, weil ich einfach nicht müde wurde. Aufgestanden bin ich dann so gegen 12 Uhr. Da aber die Gruppe schon um 14 Uhr beginnt, ich mehr als 1 Stunde Fahrtweg habe und ich auch erst noch so richtig zu mir kommen muß, war das zuwenig Zeit. Um vernünftig in den Tag zu starten brauche ich ca. 2 Stunden. Somit habe ich heute mal wieder die Selbsthilfeguppe verschlafen. Ich hoffe das ich meine Probleme schnell wieder in den Griff bekomme um bald wieder einen halbwegs normalen Tagesablauf zu haben. Im Moment läuft bei mir vieles Quer.
Das solls erstmal wieder von mir gewesen sein und wünsche Euch ein schönes Wochenende.

Gruß
Andreas
 
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Andreas
Hallo Leute,

im Moment gehts mir mal wieder recht gut. Das Haldol habe ich mittlerweile wieder abgesetzt und die Schlafproleme haben sich auch gebessert. Ich habe von meinen Eltern mehr Abstand gewonnen und ich habe auch meine Arbeit am heimischen PC wesentlich reduziert. Die aggressiven Gedanken gegenüber meiner Eltern haben sich am PC während des programmierens entwickelt. Daher habe ich beschlossen etwas kürzer zu treten.

Gestern habe ich zum erstenmal selber eine Kuchen gefertigt, ok, ich muß zugeben mit hilfe einer Backmischung. Aber ich finde es ist schon ein Fortschritt bei mir zu sehen, hinsichtlich der Selbständigkeit. Auch das kochen fällt mir nicht mehr so schwer und ich muß mich nicht überreden überhaupt was für mich zu kochen. Soll heißen, ich habe wieder Spaß entwickelt mich selbst zu verpflegen. Bis vor kurzem wars noch so, dass ich mich habe beköstigen lassen von meinen Eltern. Auch das Abwaschen des Geschirrs ist für mich keine Qual mehr. Ich glaube im Moment bin ich wieder dabei etwas selbstbestimmter zu leben, was auch nicht wirklich von Nachteil ist. Nun muß ich mich nur noch dazu durchringen, meine Wohnung wieder allein auf vordermann zu bringen und auch zu halten. Das wird der nächste Schritt sein, den ich in Angriff nehmen muß und werde.

Soviel erstmal wieder von mir. Ich werde Euch über meine Fortschitte auf dem Laufenden halten.

Viele Grüße und noch ein schönes Restwochenende
Andreas
 
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Andreas
Hallo, ich melde mich auch mal wieder. Im Moment nehme ich wiedermal das Haloperidol (Haldol) ein. Es sind wie immer 4 mg. Der Grund der Einnahme des Haldol liegt darin, dass ich mal wieder massive Probleme mit meinem Schlaf hatte. Schlafprobleme scheinen, zumindest bei mir, das größte Problem mit meiner Schizophrenie darzutellen. Als ich Ende Oktober bei der Geburtstagsfeier meines Cousins war, wars ja auch von Vorteil nicht so müde zu werden. Aber so auf Dauer warsmir einfach mal wieder zuviel und vor allem zuwenig Schlaf. Meine Probleme mit dem Schlaf resultierten wohl wiederma daraus, dass ich zuviel und zu oft vor meinem Rechner saß. Ich habe ein Spiel, namens X3 - Reunion, für mich entdeckt. Bei diesem Spiel geht es darum entweder als Weltraum-Kampfpilot oder aber als intergalaktischer Händler Karriere zu machen. Ich habe mich dazu entschlossen als Händler Karriere zu machen. Das Spiel ist, für mich, ziemlich fesselnd und spannend, zumal man dabei keinem Stress in Form von ständigen Kämpfen ausgesetzt ist und alles in Ruhe erledigen kann.

Wie schon am Anfang dieses Posts erwähnt nehme ich Momentan wieder Haloperidol zu mir, dadurch werd ich wieder früher müde und hab wieder einen geregelten Tagesablauf. Das Spiel hab ich in letzter Zeit auch wieder vernachlässigt und somit wieder mehr Zeit für mich. Da mein Leben glücklicherweise nicht so nervenaufreibend ist, ist das auch ganz gut für meinen Schlaf. Das Haldol werd ich noch ca. 4 mal zu mir nehmen und dann wieder absetzen. Ich habe schon vor einer Weile mit meiner Neurologin besprochen meine Dosis des Risperdal von momentan 2 mg täglich in Tablettenform auf 1 mg zu reduzieren. Aber erstmal muss ich meine 4 mg-Tabletten verbrauchen. Jetzt dürft Ihr Euch nicht wundern weil ich von 4 mg - Tabletten spreche. Die Tabletten können halbiert werden und somit komme ich auf meine 2 mg täglich. Leider können sie nicht geviertelt werden, dann wäre ih schon jetz auf 1 mg Risperdal plus meine Depotspritze von 50 mg 14-tägich.

Das solls dann erstmal wieder von mir gewesen sein und ich werd mal meine Medis zu mir nehmen, ist ja nun doch schon etwas spät. Ich werd Euch auf dem Laufenden halten und wünsche Euch alles Gute.

Liebe Grüße
Andreas
 
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Andreas
Hallo Leute,

ich melde mich heute mal wieder hier zu Worte. Ist ja schon etwas länger her, dass ich hier das letztemal was schrieb. Es gibt positive Neuigkeiten zu berichten. Ich bin mittlerweile seit knapp 2 Wochen runter von meinen Tabletten und somit bekomme ich nur noch meine 14tägige Ration Risperdal als Depot-Spritze. Ich bin selber sehr erstaunt darüber, wie gut ich ohne die Tabletten auskomme. Anfangs hatte ich noch einige Probleme mit dem Einschlafen. Diese Probleme haben sich jetzt in Luft aufgelöst und ich komme mit allem sehr gut zurecht. Meine Ärztin hat mir bei meinem letzten Besuch bei ihr vorsichtshalber nochmal eine Packung Haloperidol verschrieben, falls irgendwelche Probleme auftreten sollten. Bislang brauchte ich sie nicht und ich hoffe das es so bleibt.
Das solls dann erstmal wieder von mir gewesen sein und ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.

Grüße aus dem trüben aber für mich doch sonnigen Berlin
Andreas
 
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Andreas
Hallo liebe Lesirinnen und Leser dieses Forums,

wie Ihr an der Uhrzeit seht ist es relativ früh am Morgen. Wäre schön, wenn ich behaupten könnte diese Nacht geschlafen zu haben. Dies ist aber leider nicht so. Morgen bekomme ich zwar wieder meine Depot-Spritze 50mg Risperdal-Consta, aber ich weis noch nicht wie ich es schaffen soll morgen Früh rechtzeitig zu meiner Ärztin zu fahren. Diese Schlaflosigkeit, bzw. diese Probleme müde zu werden begleiten mich schon die letzten Wochen. Bislang hab ich von einer zusätzlichen Einnahme des Haloperidol abgesehen, aber ich denke es wird kein Weg dran vorbei führen und ich werd sie wieder einnehmen müssen. Letzten Donnerstag wars so krass, dass ich beinah verschlafen hätte und nicht rechtzeitig bei mir im Büro gewesen wäre. Ich bin erst morgens gegen 8 Uhr ins Bett gegangen, wurde aber zum Glück gegen 13 Uhr wach. 13:45 Uhr muss ich mich auf den Weg ins Büro machen und somit hatte ich nur noch Zeit mich fertig zu machen. Normaler Weise beginne ich meinen Tag mit einer riesen Tasse Cappucino (4 normale Kaffeetassen) um halbwegs gut in den Tag zu starten. Ich denke mal das dieses Erlebnis ein Schlüsselreiz für mich war, der mich dazu gebracht hat mit der zusätzlichen Einnahme des Haloperidol anzufangen. Ich werde auf jeden Fall jetzt die Tabletten nehmen und versuchen ausreichend zu schlafen. Zum Glück ist heute Sonntag und ich habe nichts weiter zu tun.
Nun gut, das solls dann erstmal wieder von mir gewesen sein und ich hoffe Ihr habt einen schönen Sonntag.
Gruß
Andreas
 
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