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Ich bin neu hier
Melie
Ich bin neu im Forum und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 35 Jahre und hatte vor ca 3 Jahren eine Phychose. Ich landete in einer Klinik. Meine Diagnose war Schizophrenie. Damals war ich plötzlich in einer ganz anderen Welt. Ich hatte Haluzinationen und hörte Stimmen. Mein Leben stand auf dem Kopf. Seid dem nehme ich Medikamente. Trotzdem habe ich manchmal wenn es stressiger zugeht kleine Haluzinationen. Ist das normal oder eher nicht?Der Alltag ist seid dem nicht mehr so einfach, ich traue mir vieles nicht mehr zu und habe Angst vor Ablehnung. Um solche Themen zu diskutieren suche ich ein Forum. Ich hoffe ich bin richtig.Ich freue mich schon auf antworten.
 
Melie
Hallo Bulandus,
Schön dich kennen zu lernen. Leider habe ich noch nicht rausgefunden wobei ich gut abschalten kann. Mit dem schlafen habe ich so meine Probleme. Ich gehe früh ins Bett, wache aber immer Nachts auf und kann dann erstmal nicht wieder einschlafen. Sollte ich das mit den Neurologen besprechen oder ist das nicht ganz so schlimm. Ab wann sollte man unbedingt zum Arzt? Manchmal habe ich kleine Haluzinationen, sollte dann etwas an den Medis verändert werden oder sollte ich mir einfach mehr die Ruhe antun. Ich glaub ich mache mir selbst den Stress, weil ich mir über alles immer so gedanken mache. Selbst Gespräche lasse ich revue passieren, um zu wissen ob man irgendwie gemerckt haben kann das ich Schizorphren bin.Leider gibt es nicht viele Menschen die wissen das ich Krank bin.Seid wann hast Du deine Diagnose. Gruß Melie
 
blacky
Hallo Melie,

auch von mir ein ganz herzliches Willkommen!
Schön ,daß Du da bist!

Die Symptome, wie Du sie beschreibst sind krankheitstypisch und auch mir nur zu gut vertraut. So gibt es für mich gute und schlechtere Tage.
Stress ist kontraproduktiv und kann einen ziemlich zusetzen. Bei mir sind das vor allem die Reaktionen der anderen. Ich kann deshalb Bulandus nur zustimmen wenn er meint, daß man sich besonders in solchen Situationen nur mit wohltuenden Dingen beschäftigen sollte, die einem ein Stück Normalität zurückgeben können und helfen sich wieder zu fangen.
Mir tut zum Beispiel schwimmen sehr gut und so trainiere ich dreimal wöchentlich. Ich liebe die Natur und bin so oft und solange wie möglich draußen. Das hat mir immer am meisten geholfen und vor allem auch der Austausch hier im Forum.Meine Psychotherapie hat auch sehr geholfen,ist aber leider bald vorbei.
Manchmal stehe ich mir aber auch sehr oft selbst im Weg und bin niedergeschlagen. Ich bin mir sicher,daß man wohl sein ganzen Leben mit dieser Krankheit Kompromisse finden muß und zu allererst an sich selbst zu denken lernen muß.

Ganz liebe Grüße
blacky
 
Melie
Hallo,
Danke für die liebevolle Aufnahme im Forum. Ich fühle mich schon etwas erleichtert endlich mit anderen darüber zu reden und auch gute Tipps zu bekommen. Ich habe zwar auch zwei gute Freundinen mit denen ich über alles reden kann aber das ist nicht das gleiche. Die können das nicht nachvollziehen und ich möchte sie nicht damit nerven, Tipps können sie mir auch nicht geben.Ich habe in der letzten Zeit eher das Gefühl ich dränge mich auf oder sie sind es leid zu hören das es heute nicht so gut geht.Die Abstände zwischen den melden werden immer größer, ich habe fast das Gefühl das nur noch ich mich bei Ihnen melde. Kann aber sein das ich mir mal wieder zu viele Sorgen mache und Angst vor ablehnung habe. Denn Freunde sind ja schon wichtig. Eure Tipps hören sich richtig gut an.Ich werde versuchen davon etwas umzusetzen. Ich berichte Euch dann wie es geklappt hat. Es gibt auch mal Tage da klappt alles gut, dann denke ich,, du stellst dich ja nur an ist doch alles in Ordnung" aber dann kommen wieder Tage da ist selbst das Radio zu viel und nichts klappt, ich bin einfach nur schlapp. Ich glaube ich muß einfach lernen damit umzugehen.

Bis bald Melie
 
blacky
Hi,

ganz genau, Du hast es schon richtig erkannt.

Den Tipp mit dem Tresor finde ich ganz praktisch und werde es auch versuchen.

Am Meisten sorge ich mich um meine Einsamkeit, jetzt wo es wieder kühler wird und die Outdoor-Aktivitäten kürzer werden. Aber es gibt auch positive Aspekte. So habe ich am Mittwoch endlich meinen Termin mit dem medizinischen Dienst der Rentenversicherung und hoffe auf baldige Berentung und ich fahre nächste Woche in einen Kurzurlaub.

Euch allen liebe Grüße
blacky
 
Melie
Hallo Blacky,

Ich habe auch die Erfahrung gemacht das es im Winter am schlimmsten ist.Die dunkelheit macht mir zu schaffen. Ich habe zwei Hunde und muß dann im dunkeln mit Ihnen Gassi gehen. In der Zeit drifte ich dann häufig ab und muß mich dann zwingen mich besser zu konzentrieren. Hat jemand schon mal eine Lichttherapie ausprobiert? Du fährst in den Urlaub, das ist wirklich schön. Wo soll es denn hin gehen? Ich hoffe für Dich das du die Rente durch bekommst. Das mit dem Arbeiten ist nicht so einfach. Ich mache im Moment nur so kleine Jobs. Ich gehe bei einen älteren Herrn putzen und gehe mit einen Hund aus der Nachbarschaft spazieren. Irgendwie traue ich mir nicht mehr so viel zu.Muß aber bald etwas passendes finden , des Geldes wegen. Ich wünsche dir einen schönen Urlaub.

Lieben Gruß Melie
 
Melie
Hallo Bulandus,

Danke noch mal für deine guten Tipps. Ich nehme im Moment Risperidon 2mg, wenn ich mehr davon nehme werden meine Arme steif und ich kriege noch mehr Nebenwirkungen. An Auto fahren ist dann nicht mehr zu denken. Bin ein bischen aufs Auto angewiesen, wir wohnen auf einen Berg und ich muß meinen Sohn zur Schule bringen und abholen. Ich kenne mich mit den Medikamenten nicht aus, du hast da mehr Ahnung. Von den Risperidon werde ich müde deshalb nehme ich sie Abends. Habe immer Hunger und muß mich zügeln, fühle mich schlapp und lustlos, schlecht ist mir auch sehr oft usw. Sollte ich ein anderes Medikament ausprobieren oder sagst du eher das es noch wenig Nebebwirkungen sind und es besser ist sich daran zu gewöhnen? Ich möchte natürlich so wenig wie möglich nehmen.

Lieben Gruß Melie
 
blacky
Hallo Melie,

mein geplanter Urlaub ist nicht sehr weit,nur ca. 120 km von zuhause entfernt. Ich freue mich trotzdem,weil ein netter Bekannter mitkommt,den ich schon einige Jahre nicht gesehen habe und dem ich ein wenig von meiner Heimat zeigen möchte.

Allerdings kennt er mich nur gesund und ich mache mir etwas Sorgen diesbezüglich. Mal sehen wie es funktioniert. Leider habe ich sehr viele Kontakte seit meiner Krankheit verloren. Viele haben sich über mein Leiden empört und es nicht als solches akzeptiert. Dadurch bekam ich neue Psychosen und lebe immer noch recht zurückgezogen. Aber ich möchte mich ändern und versuche immer mal wieder über meinen Schatten zu springen.

Liebe Grüße
blacky
 
Melie
Hallo Blacky,

ich freue mich für Dich, das es in den Urlaub geht wenn auch nicht weit aber es ist mal etwas anderes.Raus aus dem Alltag. Ich verstehe deine Sorge. Sei einfach du selber und versuch dich nicht zu verstellen, dann klappt es gut. Ich habe auch Freunde verloren, dann waren es keine richtige Freunde. Richtige Freunde stehen zu einem und versuchen das zu verstehen. Setzen sich mit dem Thema auseinander und informieren sich darüber.Es gibt Bekannte die haben meine Phychose mit bekommen und wissen das ich Schizophren bin. Das war mir und ist mir immer noch peinlich ich gehe sehr vorsichtig mit ihnen um. Viele wissen aber nichts und ich sage auch nichts.Ich möchte nicht das man mich für Verrückt hält. Ich gehe ca seid einen Jahr mit einer Frau einmal in der Woche walken, sie ist sehr nett und aufgeschlossen aber ich traue mich nicht ihr was zu sagen. Ich habe Angst das sie dann nicht mehr mit mir geht. Vielleicht merkt dein Bekannter ja gar kein unterschied und du mußt ihn gar nichts sagen, es sei denn du möchtest das. Das ist natürlich etwas anderes. Wenn du dich wohl fühlst und dir sicher bist dann geh ruhig denn Schritt. Ich bin da eher ein Angsthase. Ich wünsche Dir eine schöne Zeit und das du jemanden für dich gewinnen kannst.

Lieben Gruß Melie
 
Kaja
Hallo und herzlich Willkommen, Melie.

Ich bin auch noch nicht so lange in diesem Forum und hoffe auf hilfreichen Austausch,
welchen ich dir ebenfalls wünsche!

Die Angst vor Ablehnung ist mir sehr bekannt.
Auch ich leider unter schizophrener Psychose
und auch mir ist dies unglaublich peinlich.
Es wissen nur meine Familie und engsten Freunde;
die mich zum Glück so akzeptieren.
Bei Fremden, mir noch unbekannten Menschen bin ich
auch sehr vorsichtig (und schüchtern) und erzähle dies
niemandem, dem ich nicht wirklich vertraue.

Da ich noch Single bin, denke ich sogar gehäuft, dass ich es
mit dieser Krankheit nicht wert bin, nochmal jemanden kennen-
zulernen und geliebt/angenommen zu sein.

Wisse also, du stehst nicht allein mit diesen Problemen da
und auch mir war diese Thread hilfreich zu lesen.

Liebe Grüße,
Katrin
Wandel ist im Leben die einzigste Konstante!
 
Melie
Hallo Kaja,

schön auch dich kennen zu lernen.

Ich glaube jeder ist es Wert geliebt zu werden auch du. Aber es ist schwierig jemanden zu finden der einen nimmt wie man ist auch mit Krankheit. Ich denke du wirst bestimmt jemand nettes finden, der dich auch mit allem drum und dran nimmt. Nur wenn man drauf wartet kommt es ein vor wie eine Ewigkeit und es passiert nichts, unverhofft kommt oft.

Gruß Melie
 
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