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Ich bin neu hier
Glumaluga
Hallo erstmal,

ich bin 21 Jahre alt und leide seit knapp 7 oder 8 Jahren an einer Art der Shizophrenie, das ist mir aber erst vor kurzem (2 oder 3 Jahren) klar geworden. Ich bin mir nicht einmal ganz sicher ob es eine normale Shizophrenie ist, mein Therapeut sagt nämlich das es dies eher nicht ist und auch nur temporär.

Nun aber zu den Anzeichen meines "Krankheitsbildes". Ich höre Stimmen, aber nicht überall und nicht immer. Ich höre "nur" Stimmen von irgendwelchen Stofftieren. Ich selbst besitze 6 Stofftiere, ohne die ich auch nicht klarkomme, soll heißen, ohne die kann ich nicht schlafen ohne die bin völlig nervös. Nun rede ich aber nicht nur mit meinen Stofftieren (oder die mit mir) sondern ich sehe sie sich auch bewegen, sodass ich aus Angst, sie könnten abhauen, auch fessle. Wenn sie mir zu laut werden kneble ich sie auch.

Ich kann sogar sagen woher das kommt, auch wenn mir das nicht sonderlich weiterhilft. Ich will auch keine große Hilfe, die habe ich in Art von Therapeuten, ich will nur welche mit denen ich mich darüber austauschen kann.
Aber zurück woher das kommt:
Ich habe schwerwiegende traumatische frühkindliche Erlebnisse gehabt, sodass ich nun, meine Charaktereigenschaften, die ich habe oder hatte in diese Stofftiere wiederspiegle. Heißt also meine Stofftiere haben für mich auch Charaktereigenschaften. Und da diese sozusagen meine Frühkindlichen Traumata wiederspiegeln (so mein Therapeut) windele ich sie auch, sodass ich in meiner Wohnung gefesselte gewindelte Stofftiere habe.
Ich hoffe das ich hier zumindest einige Erfahrungen mitnehmen kann und auch mein Redebedarf den ich habe, auch stillen kann.

Freundliche Grüße
Glumaluga
 
Andreas
Hallo Glumaluga,

erst einmal möchte ich dich hier herzlich Willkommen heißen.

Da ich selber in einer Berliner Selbsthilfeorganisation ehrenamtlich tätig bin, und wir das Thema der frühkindlichen, bzw. jugendlichen negativen Erfahrungen schon einige male besprochen haben, kann ich dir aus meiner Erfahrung berichten, dass ein sehr hoher Teil psychisch erkrankter Menschen in der Entwicklungsphase ihrer Persönlichkeit traumatische, bzw. gewalttätige Erfahrungen machen mussten. Dieses Bild zieht sich für mich durch den gesamten Bereich der Menschen mit psychischen Erkrankungen aus meinem Umfeld.

Leider sind Kinder und auch Jugendliche ein leichtes Opfer. Einige Erwachsene, aber manchmal auch selber noch Kinder oder Jugendliche haben nicht den notwendigen Weitblick für ihr handeln.

So viel erst einmal zu diesem Thema von mir.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Glumaluga
Hallo doc_holiday,

das lässt sich pauschal nicht sagen. Hin und wieder wiederholen sie Ihre Aussagen, ja, aber meistens ist das eher situationsbedingt.

Als "Lösung" von Problemen würde ich das nur bedingt bezeichnen.

@Admin

Danke erstmal für die Begrüßung und für die einleitenen Worte
 
Glumaluga
Hi doc_holiday,

jaah das kann ich manchmal auch von meinen behaubten ^^. Meist sind diese aber "nur" nervig.

Viele Grüße
Glumaluga
 
Glumaluga
Dies ist schon richtig, aber eben weil sie "physisch" fassbar sind, müssen Sie auch irgendwie verpflegt werden. Ich kann sie stumm schalten (so weit wie möglich), aber es geht ja bei mir mit den Stofftieren auch weiter. Ich ziehe den ja auch Kleidung und so weiter an.

Das macht das ganze für mich auch ziemlich zeitaufwendig.

Grüße
 
liebeoma41
Hallo, mal schauen ob man hier Leute kennen lernt die auch mal so ein problem hatten oder sogar noch haben, wie ich es jetzt habe und man kann erfahrung von dennen sammeln und austauschen würd mich freuen.
Ich habe eine 100 % schwerbehinderte (körper und geistig) Tochter von 19 Jahren. Sie ist fast Blind hat Epeleptische Anfälle und jetzt kam die Diagnose Schizophrenie.
Ich bin ehrlich, meine Nerven und Kräfte stehen im mom auch bei mir neben mein Körper.
Würde mich freuen Leute kennen zulernen die selbst ein behindertes Kind oder Person haben mit dieser Krankheit (Schizophrenie) zum Erfahrungsaustausch.
 
Glumaluga
Notgedrungen, ja.
Ich gehe ja arbeiten und da muss ich auch irgendwie ohne auskommen. Aber wieder zuhause geht es halt gleich weiter:
Mit Ihnen reden, neu fesseln, gegebenenfalls neu knebeln, neue Windel, neue Klamotten.

Irgendwann ist das halt "normal", auch wenn es nicht normal sein sollte. Aber wirklich von lösen kann ich mich nicht. Beispiel: Ich fahre nun 2 Wochen in Urlaub ab Dienstag. Ich kann meine Stofftiere nicht zuhause lassen, das würde mich fertig machen.
 
Glumaluga
Erstmal muss ich sagen, das es mir tatsächlich prinzipiell mehr "Spaß" macht mit den Stofftieren zu inteagieren als was "sinnvolleres" zu machen. Und ja, es gibt mir schon eine Art positives Gefühl mich mit denen zu beschäftigen.

Die Stofftiere haben eh einen sehr hohen Stellenwert für mich, wenn ich morgens bspw. noch was mit denen zu tun habe, dann komme ich halt 10 Minuten später zur Arbeit oder TErmin oder was weiß ich.
Die Frage ob ich es loswerden möchte ist schwer zu beantworten. a) Ja eigentlich schon, weil das auch ziemlich ins Geld geht b ) Nein, weil meine emotionale Bindung zu denen zu groß ist.

Grüße
Glumaluga
 
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