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Hallo, ich bin wegem meiner Schwiegermutter hier.
Aliross
Hallo,

Ich bin zeit 10 Jahren verheiratet, und kenne deshalb meine Schwiegermutter nicht anders als krank.
etwa vor 30 Jahren hat sich mein Schwiegervather von ihr getrennt, der Problem war schon damals , dass sie Ihn beschuldigt hat , das er nachts in ihren Kleidung Löcher auschneidet, usw.
Sie lebt zeitdem alleine , ist ofters umgezogen.
Vor etwa 9-10 Jahren hatte sie Streit mit einem Ihren Vermitter, zeit dem schiebt sie alles auf dem.
Er leuchtet mit Taschenlampe nachts und morgens in Ihren Schlafzimmer - es sind wahrscheinlich vorbeifahrende Autos,
Er geht in ihre Wohnung wenn die nicht da ist, Telefoniert auf ihre Kosten und backt sogar Kuchen im Ihren Backöfen-,
usw, usw,
Was natürlich alles nicht stimmt ,
Sie ist 73 Jahre alt, Ich weiss nicht viel über die Krankheit, und ehrlich gesagt auch über meine Schwiegermutter. Nachdem Sie vor paar Jahren auch mich beschuldigt hat, dass ich Ihr alte Fotos geklaut habe , halte ich mich da zurück.
Mein Mann aber macht sich da Sorgen, wie weit es noch gehen würde, was kommt als nachstes und was noch auf uns zu kommt.
Sie rufft auch dauernd( bis mehrfach täglich ) die Polizei,
und die uns, Sie sagen wir sollten sie ins Betreutes Wohnen umziehen, aber die Schwiegermutter ist streng dagegen, Sie will nicht dass die Betreuer und die Mitbewohner wissen wieviel Geld die hat , usw... Sie lebt von Sozialhilfe . Sie hat doch gar nicht ,
Sie ist aber überzeugt , dass sie Recht hat. Sie war schon in Psychiatrischer Behandlung mehrmals, nimmt aber nicht die verschriebenen Medikamente, und als sie ins Klinik angewiesen würde, ist sie dort einfach abgehauen, hat sich ins Bus gesetzt und ist nach Hause gefahren, weil -" sie ist nicht verückt " -sagte Sie.

Wie sollen wir ihr helfen? Wie wird es weiter gehen? was kann noch kommen ? Gibt da irgendwelche Lösung ?
Und " Betreutes wohnen " -was ist das genau ? Und kommen die dort mit ihr klar , oder macht Sie allem das Leben zur Hölle ?

Viellendank für dürchlesen

Lg Aliross
 
Andreas
Hallo Aliross,

eine betreute Wohngemeinschaft kann für deine Schwiegermutter schon in Frage kommen.

Welches Problem ich aber sehe, ist deine Schwiegermutter selbst. Sie scheint nach deinen Angaben ein reales Problem zu haben, sieht dies aber selber nicht ein.

Machen kann man als Angehöriger in solchen Fällen oft nichts, bzw. nur wenig.

Was dir und deinem Mann übrig bleibt ist sich zurück zu ziehen und deine Schwiegermutter machen lassen.

So lange sie nicht straffällig wird, passiert auch weiter nichts, zumal deine Schwiegermutter mit 73 Jahren auch nicht mehr die jüngste ist.

Menschen werden, je älter sie werden, immer komischer. Das hat auch viel mit der Alterseinsamkeit zu tun.
Da werden schnell mal Menschen des einen oder anderen beschuldigt, obwohl sie gar nichts getan haben.

Was ihr vielleicht versuchen könntet wäre mit deiner Schwiegermutter zeit zu verbringen und öffentliche Veranstaltungen besuchen. Dadurch kommt sie wieder unter Menschen, was ihr vielleicht gut tun könnte.

Allerdings wirst du dich wahrscheinlich auch massiven Vorwürfen aussetzen, welche du dann aber besser nicht persönlich nehmen und an dich heranlassen solltest.

Wichtig ist bei allem was du und dein Mann macht, deine Schwiegermutter muss es wollen.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Petra
Hallo Aliross,
ich kann Deine Sorgen gut verstehen. Aber wie Andreas schreibt, der Wille Deiner Schwiegermutter ist entscheidend.
Wohnt ihr zusammen oder könnt Ihr gut Abstand halten? Einen vertrauensvollen Kontakt halte ich auch für gut.
Und dann habe ich immer hier die Besten Ratschläge bekommen. Es hat mir immer Sicherheit in meinen Entscheidungen gegeben, wenn ich meine Probleme hier reflektiert bekam.
Ich wünsche Dir viel Glück.
Liebe Grüße, Petra
„Die Probleme dieser Welt lassen sich nicht mit den gleichen Denkmustern lösen, die sie erzeugt haben.“ A. Einstein
 
Aliross
Viellen Dank Andreas ,
Ja , das wird wohl das beste sein, wir lassen sie machen und ziehen uns etwas zurück sie tut mir aber auch so Leid weil sie so alleine ist, ich fülle mich auch manchmal so alleine... trotz drei Kids und meinem Mann, der aber wenig zu Hause ist...
Ja, Holiday-ich nehme Alles zu persönlich, auch wenn ich weiss dass sie krank ist... deshalb Abstand wird wohl dass beste sein.
ich versuche immer Alles zu verstehen, aber wie gesagt ich bin erst 10 Jahre mit meinem Mann zusammen,und seine Muter war mindestens schon 20 Jahre vorher schon krank. Vor ihren 4 Kinder wird sie meistens ignoriert, dadurch denk Sie sich auch dauernd neue Krankheiten und Leiden die sie hat, ich dachte immer, dass es ihr am Aufmerksamkeit fehlt,.deshalb , dass Alles, aber wahrscheinlich weil sie so schon über 30 Jahren lebt, kann sie auch nicht anders sein nicht anders leben.... oder ?
Und Petra , ich habe Deine Beiträge hier gelesen, weill sie auch ziemlich genau unsere Situation entsprechen..
Wir wohnen fast ganze Stunde wet weg von der Schwiegermuter, das ist gut so,
Wie geht es Deinem Mann ? Und wie lange ist Er schon krank ? Was macht Eure Ehe ? Hast geschrieben wie schwer es manchmal war , hat sich da etwas verbessert ? Oder bei Dir, wie gehts Du damit um?Ich nehme Alles zu sehr an mich, an Anfang dieses Jahres musste ich auch "Glückstableten nehmen" . ( Was nicht wirklich glücklich machte Wink) Manchmal ist einfach Alles zu Viel....
Ich bin auch nicht hier geboren, sodern in einem den Nachbarsländern, an Anfang als die Kinder noch so klein waren und Alles so neue... habe ich es auch nicht so gespürrt, aber jezt mt dem Jahren vermisse ich irgendwie meine vetraute Umgebung immer mehr, Meine Familie, bekannte usw. Hier bin ich nur dauernd im Stres.... Die Kinder sind noch nicht ganz so groß (9,6,4) Haus, Garten und vielll Arbeit. Ich bin Schneiderin , und sehr bekannt im Umgebung, habe sehr viele Kunden , was natürlich auch gut ist, aber manchmal viel zu viel.Geld war für mich noch nie besonders wichtig, Ich dachte ich habe mich hier gut integriert, die Sprache gelernt, Selbstendige Arbeit usw.. aber die letzte Zeit ´habe ich oft das Bedürfnis sich zu verstecken, Allem aus dem Augen gehen....Ich habe manchmal keine Kraft mehr... Ich sehe mich oft nach Jemandem , der mich verstehen kann, dem genauso geht... vielleicht bin ich auch krank....Ich wüchs in einer Familie ohne Liebe... schon als Kind wollte ich oft sterben, ich habe mir oft vorgestellt , dass Sie am meinem Grab stehen und weihnen, dass sie mich vermissen werden.... weil so würde ich wenigstens wissen, dass die mich doch lieb hatten... Ich bin jezt fast 33 , und verstehe meine Eltern, sie hatten auch nicht besser, sie hat auch keiner geliebt... aber die haben uns so gut wie sie könnten erzogen...Die haben sich nie strafbar gemacht, nicht mal geraucht oder Alkohol getrunken... meine Eltern sind auch Opfern..
Jezt denke ich nicht mehr an Tod... wegem meinen Kinder, die brauchen mich und ich Sie.... aber manchmal, und die letzte Zeit immer mehr- habe ich keine Kraft mehr....

Ich finde es Klasse Euch hier kennengelernt zu haben...

Lg Alicja
 
Kybele
Hei Alicja,

so wie sich das für mich anhört, hast du mittlerweile ernstzunehmende Depressionen. Ich versteh gut, wie entwurzelt man sich fühlen kann (13 Umzüge in 33 Jahren!) um so wichtiger ist aber auch, jetzt mal an dich zu denken und auch etwas für dich zu tun. Das kann einmal der schon angesprochene Besuch einer Angehörigengruppe sein (kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen!). Da gibt es viele denen es auch so geht und man kann sich mal so richtig auskotzen. Aber um stabil zu bleiben, brauchst du auch selbst Freiräume für dich, am besten mit Menschen, die man mag. Ich find da Vereine toll oder ein Besuch in der Abendschule. Etwas was dir Spass macht und wo du auch andere Menschen kennen lernst, die dich aus deinem Trott raus reißen.
Leichter gesagt, als getan mit 3 Kindern, das weiß ich. Aber sprich auch mit deinem Mann darüber. Deine Kinder brauchen dich, das hast du ja schon richtig erkannt, wenn du nun noch einem Burnout erliegst, hat keiner etwas davon.
Ich hoffe, du findest einen guten Weg mit der Situation um deine Schwiegermutter umzugehen. Man wünscht sich immer eine harmonische Familie. Aber manchmal ist Abstand einfach Gold wert.
 
Aliross
Hallo !

Meine Schwiegermutter ist in Krankenhaus,
Sie ist dort gegangen und hat sich beschwert wie der Mann ( Der nur im ihren Kopf dauernt sie ärgern will ) Sie vertig macht , und die Arzte haben sie dort gleich behalten, jezt ist das fast 10 Tage her, wir haben sie am Samstag besucht, hat sie dauernd geheult, gezietert und war sehr seltsam, fast unheimlich... Sie bekommt Tableten, weiss nicht genau welche, die Arzte sagten ihr , dass ihre Nerwen kaputt sind und sie bekommt Vitaminen, das glaubt Sie zum Glück auch. Sonst würde Sie es wachrscheinlich nicht nehmen. Die Arzte meinen es wird lange dauern bis die wieder gesund ist, aber ist das überhaupt möglich ? wen man über 30 Jahre solche Gedanken ins sich frisst ??
Meine Schwiegermuter hat nicht was sie freuen würde, sie hat kein Hobby, nicht mal stricken, lesen oder Tv gücken. Sie ist nur mit dem wiren Gedanken beschewtigt und dem Wut auf dem Mann( der wahrscheinlich in dem leztem 10 Jahren nicht ein mal ihr begegnet ist !) Schrecklich und Traurig.. Ihr sagt auch keiner Was vgutes, Ihre 2 Tochter und die andere Schwiegertochtern meckern an ihr dauernd rum, und nicht mal etwas Verständnis haben die , auch jezt wie sie so vertig ist... Ich kann das nicht begreifen !!! Meine Eltern sind auch nie die besten gewesen, und meine Mutter ist etwas zurückgebliben, wir hatten fast keine Liebe von Ihr bekommen, und sie hat uns oft geschadet usw, aber ich habe trotzdem Verständnis für Sie, weil sie hatte sehr schlimme Kindheit, Vather alkoholiker, viele Geschwiestern Mutter oft Krank usw, mein Vather genauso, nur noch sehr arm dazu, ein Bösartiger , gelemter Vater, Mutter die selbst für die rasselbande sorgen musste usw. Ich weiss , dass Sie nicht besser uns erziehen könnten, als Sie es gemacht haben und dafür bin ich dankbar, Meine Eltern haben nie Alkohol getrunken, nicht mal geraucht haben die, jede von uns drei Schwestern arbeitet und hat eigene Familie, keine von uns ist irgendwie auf schiefen Bahn geraten usw...
Die Kinder meiner Schwiegermutter auch nicht, aber die siend so etzend zu ihr, auf Famielientreffen wie Geburtstage usw, gehen wir schon lange nicht mehr, weil die dauernd nur sich über ihre Muter lustig machen, was für mich total daneben ist, Sie ist doch krank, und die so dumm !!!
Wir brauchen über eine Stunde um ins Krankenhaus zu fahren, und arbeien noch beide, deshalb können wir nicht so oft hin fahren, und für die Kinder ist das auch nicht schönes, ( 9,6,4 J)
Wir haben dort das Mittagessen migekriegt- echt grauenhaft) Und den Krankenhaus ist ein altes , graues Gebeude, was noch mehr depriemiert.
Was kann ich für sie tun ? Ihr irgendwie helfen? Wir wissen nicht wie lange sie dort noch bleiben muss..

Lg Alicja

Ps und Vielen Dank Kybele, ich war schon mal daswegen im Mutter-Kind-Kur, aber es umzusetzen im meinen Leben fast unmöglich ist, heute habe ich wiedr viel, viel Arbeit bekommen, dazu noch die Drei usw. Ich weiss nicht wie ich es anders machen soll, das Geld brauchen wir auch so sehr für leben... Vielleicht wenn die Kinder etwas großer sind... wird vielleicht einfacher.... Hoffe ich Wink
 
Kybele
hei Alicja,

gut, dass deine Schwiegermutter jetzt Hilfe bekommt. Es wird sicher nicht leicht, ihr in ihrem Alter noch komplett zu vermitteln, was sie hat. Aber ich denke, wenn sie gut eingestellt ist, kann sich zumindest eine geistige Besserung einstellen und sie findet dann vielleicht auch wieder den Elan, etwas für sich selbst zu tun, was ihr Freude bereitet.

Ich glaub dir gern, dass es mit 3 Kindern, ner kranken Schwiegermutter und nem Job oben drauf, nicht leicht ist, dir Freiräume zu schaffen. Mir geht es so ähnlich. Ich versuch mindestens 1 Mal am Tag mich allein für 10min hinzusetzen und ein wenig Atemtraining und sowas wie "Meditation" zu machen. Einfach ein paar simple Entspannungsübungen, damit man wenigstens mal für 10min alles andere ausblenden kann. Vielleicht wäre das ja für dich eine Alternative Smile
Ich wünsch euch alles Gute. Sprecht doch mal mit den Ärzten, ob vielleicht eine Verlegung deiner Schwiegermutter näher an euch ran möglich wäre. Das ist leider das einzige, was mir dazu einfallen würde.
 
Petra
Liebe Alicja,
es ist mein Sohn, bei dem seit 20 Jahren die Schizophrenie bekannt ist. Ich war zuerst sehr erschrocken und hilflos. Aber in mehreren Therapien, eigener Reflektion und nicht zuletzt durch die Gespräche darüber mit meinem Sohn habe ich gelernt, damit umzugehen. Eigentlich lerne ich nie aus. Noch immer stehe ich manchmal im Dunkeln und bin erschrocken über die für mich unerlärlichen Dinge. Immer besser lerne ich allerdings auch, den Boden nicht unter den Füßen zu verlieren und die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind und im Notfall meine Schlüsse daraus zu ziehen.
Inzwischen kann ich von meinem Sohn berichten, dass er in Halle in die Klinik gegangen ist. Anfangs war er sehr schwer zu verstehen und ich hatte das Gefühl, er redet nicht nur mit mir. Die Zunge war wohl sehr schwer und stolperte manchmal. Als wenn er schneller denken, als sprechen kann (Nebenwirkungen) Das wurde jedoch zusehends besser. Er ist in den Gesprächen immer klarer und das Sprechen fällt ihm leichter. Letzte Woche hatten wir ein Gespräch, in dem wieder sein Einfühlungsvermögen deutlich wurde. Das war seit langem nicht mehr spürbar. Als ich ihm von meinem Befinden berichtete, sagte er mir, dass man merken würde, dass es mir besser ginge. Das hat mich sehr gefreut, ist es doch ein Zeichen, dass offensichtlich die Stimmen und Wahnvorstellungen nicht so sehr von ihm Besitz ergreifen. Zumindest interpretiere ich das so. Mein Sohn sagt selbst, es ginge ihm gut und er hat auch keine Ängste mehr. Das spührt man im Gespräch auch. In 2 Wochen bekommt er in Halle einen Platz in einer Betreuungseinrichtung.
Ansonsten kann ich nur Kybele beipflichten. Nur Du kannst den Schritt tun, kleine Veränderungen in Deinem Leben vorzunehmen. Versuchen, was machbar ist. Ich wünsche Dir viel Glück auf diesem Weg.
LG Petra
„Die Probleme dieser Welt lassen sich nicht mit den gleichen Denkmustern lösen, die sie erzeugt haben.“ A. Einstein
 
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