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Selbstbestimmtes Leben - Individualität
Andreas
Selbstbestimmtes Leben – Individualität

Berlin, 22.04.2008 22:09

Liebe Leserin, lieber Leser,
in diesem Artikel geht es mehr um die Gesellschaft und das nicht mehr mögliche selbstbestimmte Leben und die fehlende Individualität in unserer Gesellschaft.

Zum Thema selbstbestimmtes Leben und Individualität:

Erst mal zur Frage „Was verstehe ich unter selbstbestimmtes Leben und Individualität?“.

Selbstbestimmtes Leben ist für mich ein Leben das ich für mich selbst bestimme. Ich bilde mir eine eigene Meinung, ich bin unabhängig, ich verhalte mich so wie ich es für richtig halte, ich kleide mich so wie ich es möchte, die Möglichkeiten sind noch weiter ausführbar. Ein Projekt das ich hier noch erwähnen möchte ist die Anti-Stigma Kampagne „verrückt, na und?“. Aus diesen Punkten besteht zum Beispiel auch die Individualität. Der Begriff Individualität kommt ja von Individuum, sprich Vielfalt. Unsere Natur bietet uns ein reichhaltiges Angebot an Individualität. So sind auch wir Menschen Individuen, quasi vielfältig, mit vielen verschiedenen Eigenschaften. Angefangen von unserem äußeren bis hin zu unserem inneren Wesen, mit allen Ecken und Kanten, schönem und weniger schönem.

Politik:

Das von unseren Politikern so gelobte und propagierte „selbstbestimmte Leben“ ist dank unserer Politiker, Medien und der Wirtschaft leider nicht mehr möglich. Ja, auch dank unserer Politiker, denn auch sie beeinflussen unsere Gesellschaft, sei es durch diverse Vorurteile oder verfremdete Ansichten und Meinungen die sie unters Volk bringen und somit Minderheiten diskriminieren und unsere Gesellschaft beeinflussen. Nur ein Beispiel, wie oft höre oder lese ich Berichte von Politikern, wo sie von Schizophrenie reden, „Die Schizophrenie des Staates“ und so weiter. Dies nur als Beispiel für den Missbrauch einer psychiatrischen Diagnose. Weiterhin beeinflussen unsere Politiker unsere Meinung und unser Denken über unser Sicherheitsempfinden gezielt dahin, dass wir überall und immer mit terroristischen Anschlägen zu rechnen haben. Dieses Denken erreichen Sie durch die immer weitergreifenden und vertiefenden Sicherheitsmaßnahmen auf unseren Flughäfen, Bahnhöfen und Straßen. Dies führt letztendlich zum totalen Überwachungsstaat den wir Bürger mit immer höheren Steuern und Abgaben zu bezahlen haben. Da dies aber aufgrund mangelhafter oder noch nicht vorhandener Technik recht schwierig zu bewerkstelligen sein dürfte ist wohl jedem klar. Zumal es sowas wie „absolute Sicherheit“ niemals geben wird, wer jemandem etwas antun möchte findet immer einen Weg dies zu tun. Daher ist das Vorhaben unserer Regierung absolut fehl am Platz und verunsichert die Bevölkerung mehr als sie ihr nutzt. Weiterhin sind diese Maßnahmen für psychisch labile Menschen der absolute Horror. Wenn ich mich mal als Beispiel nenne, bei mir wurde eine paranoide Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis diagnostiziert. Dies bedeutet quasi Verfolgungswahn. Glücklicherweise habe ich diese Gedanken nicht mehr in dieser Intensität dass sie mir Angst machen. Ich bin da aber mit Sicherheit eine Ausnahme. Wie viele psychisch Kranke mit Verfolgungswahn leben neben mir noch in unserem Land die wesentlich massivere Probleme mit ihrer Krankheit haben? Für genau diese Menschen sind diese „Sicherheitsmaßnahmen“ eine Qual. Sie trauen sich nicht mehr in Bahnhöfe oder auf öffentliche Plätze, weil sie denken vom Staat beobachtet zu werden. Auch deshalb ist es dringend erforderlich aufzuklären und dieses Handeln zu beenden.

Medien:

Nun zu den Medien, meinen speziellen „Freunden“. Unsere Medien beeinflussen unsere Gesellschaft derartig, dass man das Gefühl haben muss sie bestimmen was wir für schön und angenehm, was wir für schlecht und bedrohlich zu halten haben. Die Medien bestimmen quasi unsere Meinung.
Als erstes Beispiel nehme ich mal unseren Eisbären „Knut“. Dieses Tier war über Monate Hauptbestandteil in unserer Medienlandschaft. In den Medien wurde propagiert „Seht Euch das arme kleine Wesen an, dass von seiner Mutter verstoßen wurde.“, „Ist er nicht süß in seiner Art?“. Und die Gesellschaft war den Medien hörig und viele waren auf einmal in einer Art „Rausch“ und wollten unbedingt zum „Berliner Zoo“ um den Eisbären „Knut“ zu sehen. Es gab auch zahlreiche Menschen die sich haben derart anstecken lassen, dass sie sich sogar Stofftiere von „Knut“ gekauft haben. Der Höhepunkt dieser Beeinflussung war dann noch das Lied das zu Ehren des Eisbären geschrieben wurde. Mir wurde mit dieser Meinungsbildung durch die Medien klar wie beeinflussbar und „hörig“ die Gesellschaft gegenüber den Medien ist. Dies nur als Beispiel dafür was wir für angenehm und schön zu halten haben. Nun aber mal zum Gegenteil, dazu was wir für schlecht und bedrohlich zu halten haben. Da fällt mir als Schizophrenie-Betroffener genau dieses Thema ein. Zu oft lese ich in den Berichten der Medien wie grausam oder bedrohlich wir seien, bis hin zur Meinungsbildung wir seien „Monster“ und das genau für „Monster“ die Psychiatrie da sei. Dies war kürzlich in einem Artikel in der Bild zu lesen. Dadurch wird natürlich von den Medien in der Gesellschaft das Vorurteil geschürt „Mit jemandem aus der Psychiatrie will ich nichts zu tun haben, denn der ist gefährlich.“. Im Grunde wird dadurch die Euthanasie die in der Zeit des National Sozialismus praktiziert wurde auch noch heute weitergeführt. Um Missverständnisse auszuräumen, ich möchte die heutige Gesellschaft nicht mit der des National Sozialismus vergleichen, aber es sind ähnliche Tendenzen zu erkennen. Jeder in der Medienlandschaft, Politik oder Wirtschaft distanziert sich von solchem Gedankengut, aber niemand handelt meiner Meinung nach danach und genau dieser Missstand macht mir Angst und ist ein sehr großer Grund dafür, warum sich so wenige Menschen mit psychischen Belastungen und Erkrankungen mit ihren Problemen an die Öffentlichkeit wagen. Diese und ähnliche Artikel und Berichte in den Medien sind es, die das Leben psychisch kranker Menschen so unglaublich schwer machen. Nicht nur das Leben der Betroffenen selbst wird dadurch zur Hölle gemacht, auch das Leben der Angehörigen wird dadurch zur Hölle gemacht. Ich als selbst Betroffener bin in der Akutphase meiner Schizophrenie schon mal durch die Hölle gegangen. Aber dies wird in der Gesellschaft so nicht akzeptiert, da die Berichterstattung der Medien darauf nicht eingeht. Meiner Meinung nach werden zu wenige Artikel in den Medien veröffentlicht die den positiven Aspekt psychischer Krankheiten widerspiegelt. Wenn sich denn doch mal Berichte in den Medien über psychische Krankheiten finden lassen, dann entweder in Medien die die breite Bevölkerung nicht empfangen kann, oder aber zu Uhrzeiten, ich spreche von TV-Medien, wo ein gesunder Mensch schläft. Berichte in den Print-Medien zu diesem Thema sind eher auf den hinteren Seiten zu finden und nur ganz klein geschrieben. Meiner Meinung nach fehlt es massiv an Aufklärung der Gesellschaft gegenüber psychischen Krankheiten. Auch die Medien sollten ihr Verhalten diesbezüglich dringend ändern um der Stigmatisierung und der Vorurteilsbildung in der Gesellschaft entgegen zu wirken.

Wirtschaft:

Zum Schluss kommen wir zur Individualität, die uns die Wirtschaft eigentlich absprechen und widerspenstig machen möchte.
In den Augen der Wirtschaft sind wir doch nichts weiter als lediglich Konsumenten ihrer Waren. Ihre Waren allerdings sind alles andere als individuell, sprich vielfältig. Der Hang zur Uniformität wird in der Wirtschaft leider immer größer. Das ist in aller erster Linie an den Automobilen zu sehen. Am Anfang der Automobilen Karriere waren die Automobile noch einzigartig. Mit Zunahme der Industrialisierung der Automobil-Branche bis heute wurden sie leider immer uniformer. Mal ehrlich, gleicht in Euren Augen heute nicht ein Auto dem anderen? Nach dem Motto „Was du hast will ich auch haben.“ Werden heute Automobile produziert. Früher hatten Automobile ihre eigenen und herausragenden Eigenschaften, was die automobile Welt so vielfältig und interessant machte. Heute ist es leider nur noch so, dass selbst bei der Technik in den Fahrzeugen nur noch ein Hersteller für viele Automobil-Konzerne arbeitet. Das bedeutet so viel wie das die gleiche Technik in vielen verschiedenen Fahrzeugtypen verbaut wird und somit keine Individualität mehr möglich ist. Genau dasselbe Problem hat die Mode-Branche. Die Bekleidungsindustrie will Geld sparen, daher neigt sie zur Uniformität und die Gesellschaft spielt dabei brav mit. Nicht mehr der einzelne Mensch entscheidet für sich was er für schön hält sondern die Bekleidungsindustrie und der Handel bestimmen was wir für schön zu halten haben. Die Wirtschaft entwickelt so genannte „Trends“ wonach die Gesellschaft sich zu richten hat und die meisten spielen dabei brav mit. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass es sowas wie Individualität generell nicht mehr gibt, ich möchte damit nur sagen, dass die Individualität für die breite Bevölkerung ausgestorben ist. Denn Individualität hat leider ihren Preis. Somit ist die Individualität lediglich denjenigen in unserer Gesellschaft vorbehalten die sich die Individualität auch leisten können. Dabei sollte es eigentlich Ziel sein, Individualität für alle Menschen in der Bevölkerung möglich zu machen. Das würde bedeuten, dass es wesentlich mehr kleinere Unternehmen geben würde, statt so vieler riesiger Konzerne und Monopolisten. Dies würde wiederum die Vielfalt (Individualität) fördern und es gäbe mehr Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen und Produkten. Im Prinzip ist es momentan noch so, das eigentlich ein Mensch dem anderen, rein modisch, gleicht und das ein Auto einer Preisklasse dem anderen Auto gleicht. Dasselbe Phänomen gibt es in noch vielen anderen Branchen der Wirtschaft. Die Wirtschaft nennt das gern „Wiedererkennung“, aber ist es nicht eigentlich so, dass gerade Verpackungen sich einander sehr ähnlich sind? Da fällt es mir persönlich schwer einen Unterschied zwischen den einzelnen Herstellern zu finden. Meiner Meinung nach möchte die Wirtschaft unsere Gesellschaft uniform gestalten, sodass die Wirtschaft immer mehr Geld einspart und immer größere Gewinne macht. Für diesen Zweck hat die Wirtschaft den Begriff „Trend“ entwickelt und die Gesellschaft spielt wieder mal brav mit. Die Gesellschaft hat leider an Vielfalt verloren und die Konzerne freuen sich, dass sie „Trendsetter“ sind. In einem momentan aktuellen Werbe-Spot eines Mobiltelefon-Herstellers wird mit dem Spruch geworben „Früher haben wir auch gelebt, aber wie?“. Ich möchte nicht sagen, dass Entwicklung negativ ist, aber ist Entwicklung gleichzusetzen mit dem Verlust von Individualität, bzw. kann Entwicklung nur stattfinden wenn wir unsere Vielfalt vernachlässigen? Ich denke eher, dass Entwicklung gerade etwas mit Vielfalt zu tun hat und dass sich aus der Entwicklung heraus mehr Vielfalt bilden lässt. Wenn man die Natur als Vorbild nehmen möchte findet man gerade dort ein so reiches Vorkommen an Vielfalt. Es gibt so viele Arten von Lebewesen und in den einzelnen Arten gibt es wieder sehr viele verschiedene Unterkategorien und Arten. Dasselbe findet man auch in der Pflanzenwelt. Wenn die Natur gewollt hätte, dass alles gleich aussieht, hätten wir eine sehr langweilige Umwelt. Genau darauf steuern wir Menschen aber zu, indem wir uns vorschreiben lassen welche Produkte wir zu kaufen haben. Dabei fällt mir gerade der Spruch ein „Wohnst du noch, oder lebst du schon?“ von einem bekannten Möbelhaus und Wohnausstatter.

Fazit:

Wenn wir alle, egal ob Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft, uns nicht ändern und wieder lernen mehr auf die Bedürfnisse des einzelnen einzugehen wird die Menschheit nicht mehr lange existieren können. Bei der momentanen Situation, sollte sie so weitergeführt werden, kommt es zwangsläufig früher oder später zum Supergau und die Menschheit vernichtet sich selbst. Am Anfang der Selbstvernichtung stehen wir schon, aber noch haben wir die Möglichkeit die Situation zu ändern.

Andreas Liebke
 
Web
Nase im Wind
admin schrieb:
Selbstbestimmtes Leben – Individualität

Berlin, 22.04.2008 22:09

Liebe Leserin, lieber Leser,
in diesem Artikel geht es mehr um die Gesellschaft und das nicht mehr mögliche selbstbestimmte Leben und die fehlende Individualität in unserer Gesellschaft.

Zum Thema selbstbestimmtes Leben und Individualität:

Erst mal zur Frage „Was verstehe ich unter selbstbestimmtes Leben und Individualität?“.

Selbstbestimmtes Leben ist für mich ein Leben das ich für mich selbst bestimme. Ich bilde mir eine eigene Meinung, ich bin unabhängig, ich verhalte mich so wie ich es für richtig halte, ich kleide mich so wie ich es möchte, die Möglichkeiten sind noch weiter ausführbar. Ein Projekt das ich hier noch erwähnen möchte ist die Anti-Stigma Kampagne „verrückt, na und?“. Aus diesen Punkten besteht zum Beispiel auch die Individualität. Der Begriff Individualität kommt ja von Individuum, sprich Vielfalt. Unsere Natur bietet uns ein reichhaltiges Angebot an Individualität. So sind auch wir Menschen Individuen, quasi vielfältig, mit vielen verschiedenen Eigenschaften. Angefangen von unserem äußeren bis hin zu unserem inneren Wesen, mit allen Ecken und Kanten, schönem und weniger schönem.
Politik:

Andreas Liebke



Berlin 10.10.08
Zusammenfassend – Ich sehe viele Menschen derer die mit Blindheit geschlagen
Die Individualisten, wie auch die meisten anderen Menschen unter uns, haben zum größten Teil nicht den langen Arm der Macht um etwas neues in die Wege zu leiten. Jedoch erkennen sie die Möglichkeit sich den widrigen Begebenheiten soweit als notwendig, anzupassen bis sie eine neue Idee haben wie sie wiedermal ein Schlupfloch finden und ein Stückchen dem Stress der Selbstvernichtung ausweichen können.

Die verängstigten Idealisten sind in der Übermacht und sind bis auf wenige von ihnen, leichtgläubig. Einige haben die macht gewaltsam an sich gerissen was ihnen leicht fällt weil Idealisten immer mit dem Tunnelblick-Gedanken voraus stürzen. Sie haben nur ein Ziehl, den Überzeugungen ihrer Einseitigkeit zu folgen. Deshalb sehen sie nicht die Vernichtung der eigenen Spezies. Glauben die Macht in die Hand zu nehmen um zu verhindern was sie selber dadurch erst herbeiführen.

Da hilft nur eine Verzweiflungstat wie die der Massenproteste der Menschen in der DDR-Zone als diese bereit waren für ihre Freiheit jededes Risiko auf sich zu nehemen. Eigentlich verhalten sich Idealisten ähnlich wie die Ratten. Ratten tun einem nichts. Doch wenn sie sich zu sehr eine Ecke gedrenkt fühlen ist die panische Angst so groß das sie angreifen.
Allerdings lasen Ratten vom besiegten ab und nehmen sich ihre Freiheit. Dies verzweifelten Menschen dagegen, hören nicht auf weiter zu kämpfen bis sie wiederum die Macht über die einstmals Mächtigen erlangen. Die aber fühlen sich dann ebenfalls zu recht in die Ecke gedrängt und schlagen zurück voller Furcht vor noch mehr Elend. Dieses Spiel treiben sie anscheinend endlos weiter anstatt dem Besiegten endlich am Reichtum des Lebens zu beteiligen. Aber nein, sie müssen ihre Rache weiterführen, und das dabei aufkommende niedere Gefühl der Sucht zur Macht, Eigennützig weitertreiben.

Es genügt ihnen nicht den einstmals mächtigen Unterdrücker in die knie gezwungen zu haben. Sie müssen im Rausch der gleichen Machtgeilheit weiter auf ihn eintreten und bringen sich damit wiederum um die Freiheit die sie nun hätten genießen können. Einige dieser getretenen bleiben besiegt, einige von ihnen werden hart im nehmen und kehren das Machtverhältnis aufs neue um.

Hier ist nur einer der vielen niederen Gefühlswallungen angesprochen welche in ihrer Anzahl und Konstellation zu einander die Fähigkeit, rechtzeitig zu erkennen wo die Grenze ist. Genau genommen sehen fast alle Menschen durch einen Grauschleier den sie in ihrer inneren Welt voller Angst nicht erkennen.

Jonny Fechtner
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Nase im Wind
admin schrieb:
Selbstbestimmtes Leben – Individualität
Berlin, 22.04.2008 22:09

Zum Thema selbstbestimmtes Leben und Individualität:
Erst mal zur Frage „Was verstehe ich unter selbstbestimmtes Leben und Individualität?“.
Selbstbestimmtes Leben ist für mich ein Leben das ich für mich selbst bestimme. Ich bilde mir eine eigene Meinung, ich bin unabhängig, ich verhalte mich so wie ich es für richtig halte, ich kleide mich so wie ich es möchte, ...
Andreas Liebke


Hie, ich war in meinem ersten Text eigentlich nicht direkt aufs Thema eingegangen. Wohl deshalb weil ich so wenige Selbst-bestimmt seiende Menschen kennen gelernt habe. Es gibt fast nur angepasste (maskierte oder uniformierte); man denke an die vielen Jeansträger, von dehnen die meisten nur uniformiert sind um sich anzupassen anstatt diese Kleidung aus reinem eigenen Antrieb zu tragen.

Selbst-bestimmt Seiende Menschen:
Sie akzeptieren alle ihr Gefühle, denn sie sind ein Hinweis darauf auf ob wir auf den Pfad sind der uns nützt oder ob wir von diesem Pfad abweichen.

Selbst bestimmt sein heißt, ich kenne keine eigene Eifersucht (bestenfalls als momentane-Gefühlserscheinung). Von gelegentlich stärker hervor tretenden rückständigen Gefühlen – Vorstellungen oder Gedanken (welche selbstverständlich Teil des eigenen Selbst sind), die Entwicklungsbedingt und Prägungen des Verhaltens von Menschen im Umfeld, lassen sie sich in ihrem Handeln Grundsätzlich nicht beeinflussen. Sie sind gereifte Persönlichkeiten die sich der Folgen ihrer Handlungen für sich selber und anderer bewusst sind, und können dem selbst schädigenden Verhalten entgegenwirken.

So-etwas wie dieses Besitzen wollende Gefühl von Eifersucht, oder Neid, Rachegefühle etc. sind höchstens Mal wahrgenommene ungefährliche innere Gefühlserscheinungen, denn diese sind nun-mal ein Teil der ganzen Person und gehören zu einem. Ein Selbst-bestimmt lebender Mensch lässt sich von seinen neben her niederen Empfindungen nicht leiten - urteilen bzw. handeln.

Um wirklich Selbst-bestimmt zu sein, ist die letzte und größte Herausforderung zu nehmen, sein zunächst wiederkehrendes Gefühl von Einsamkeit zu überwinden – dies ist die letzte Stufe der Hürden die zu erklimmen sind. Sind. Da es so wenige von ihnen gibt haben sie es schwer ihren Gesellschaftskreis der Gleichgesinnten zu finden.
Letzteres trifft weitgehend auf sehr viele Menschen zu, die unzählige, häufig unangebrachte, Kompromisse eingehen um das Gefühl der Einsamkeit möglichst wenig zu spüren.

Wenn sein Leben bedroht oder seine Gesundheit gefährdet ist durch rückständiges Verhalten anderer, simuliert er bis zu einem gewissen Grad rückständiges Verhalten um sich zu schützen. Ein Selbst-bestimmt lebender Mensch macht sich nicht zum Märtyrer Er opfert sich nicht. Gegebenenfalls stellt er sich vor jemanden, auch wenn er dafür sterben muss. Jedoch ist es ist keine Selbstopferung. Zumindest das Gefühl von Edelmut durch Selbstopferung ist für ihn kein annehmbares Argument.

Depression u. Ähnliches sind bei ihm ein Rückfall in eine alte Gefühlswelt die er erneut zu überwinden sucht da er dieses tief in uns verwurzelte Gefühl, für sich nicht die Oberhand gewinnen lassen will, weil er weiß das es zurück führt in einen ewigen Zwiespalt, dem sehr viele Menschen unterliegen. Es wäre die übliche Konfusion (Inneres Chaos) bis zum Ende seines Lebens.


Depressionen sind Ausdruck von Forderungen, für dessen Wunscherfüllung irgend jemand bestimmtes verantwortlich gemacht wird. Man will nicht wahr haben, dass erfüllte Wünsche die von anderen kommen (von Außen), ein glücklicher Umstand ist auf den man sich niemals verlassen kann – z.B geliebt zu werden. Ganz gleich wie viel man dafür tut, es kann nicht vorausgesetzt werden.

Depressionen haben immer auch etwas damit zu tun, Wünsche erfüllt zu bekommen, dessen Erfüllung er nicht forcieren oder anordnen bzw. befehlen kann, aber auch Wunschvorstellungen die einfach nicht erfüllbar sind. Und kann nicht akzeptieren mit dem zu leben was man hat.
Dieser letzte Satz ist erläuterungsbedürftig; Es bedeutet nicht sich mit dem zufrieden geben was einem zugestanden wird. Vielmehr geht es darum, mit dem was da ist leben zu lernen um sich die Fähigkeit an-zueignen bzw. die geistig-seelische Kapazität frei haben um zu neuen Ideen zu kommen und die Kraft zu Verfügung haben, diese Ideen umsetzen bzw. darauf hinarbeiten zu können.


Was hindert uns daran Selbst-bestimmtes Leben einzuleiten?
Es werden Drogen verabreicht, mehr als notwendig um uns klein und krank zu halten um Geschäfte zu machen auf Kosten unserer Gesundheit. Unbeugsame (wie es heißt) werden gefoltert.Andere wiederum foltern (geißeln) sich selber um sich zu bestrafen anstatt sich zu sagen, „ich lerne zu, dass Vergangene ist nicht zu ändern, wohl aber die Zukunft“.

Sicher sind Gefühle wie Gewissensbisse ein notwendiger Bestandteil um sich zu ändern. Jedoch Anhaltend, dabei zu bleiben ist für niemanden Hilfreich und hat mit Selbstbestimmtheit nichts zu tun. Wir geben die Selbstverantwortung ab - schimpfen „oft nur noch“, auf Politiker und manch' Anderer, ziehen keine Konsequenzen aus berechtigter Unzufriedenheit.
Da gebe es eines zu tun; möchtest du Veränderung, tue es selbst und beginne bei dir.

Wenn wir uns von „Nicht-Selbst-bestimmt Lebenden“ Menschen, welche die Macht übernommen haben unterdrücken lassen weil wir Angst haben für die eigene Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit zu sterben, vor Schmerzen uns Fürchten, oder wegen Gefährdung der Gesundheit, „wird es eigene Macht über das Selbst nicht geben“.

Ich muss zugeben, es fällt mir zu Weilen sehr schwer die kleinen Fortschritte um mich herum wert zu schätzen. Doch, dass es Fortschritte gibt ist Grund genug zuversichtlich zu sein.

Jonny
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
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