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Wann und wie werden zukünftige Psychopharmaka richtig helfen?
Andreas
Mir sind gerade mal wieder einige Gedanken zum Thema Psychopharmaka durch den Kopf gegangen.
Nun meine Gedanken zum Thema "Wann und wie werden zukünftige Psychopharmaka uns Schizophrenen richtig helfen?".

Heutige Psychopharmaka arbeiten so, dass wir Schizophrenen zwar nach wie vor wesentlich mehr Umwelt-Reize aufnehmen als der Rest der Bevölkerung, aber diese nicht mehr von unserem Gehirn richtig verarbeitet werden. Unser Gehirn wird quasi an seiner Arbeit gehindert. Soweit ist das ja ganz gut, nur mit der Konsequenz, dass wir garnicht mehr normal ticken und somit auf den Rest der Bevölkerung so wie Spinner oder andere fremdartige Lebewesen wirken. Das ist zwar auch bei einer unbehandelten Schizophrenie so, weil unser Gehirn quasi überlastet ist mit Reizüberflutungen und die ganzen Informationen nicht richtig verarbeiten kann. Quasi das absolute Gegenteil von dem was heutige Psychopharmaka bewirken, aber mit dem gleichen Ergebnis....wir ticken nicht richtig. Nun meine Überlegung dahingehend welche Art von Psychopharmaka uns wirklich helfen kann. Eigentlich wären das die Bio-Genetischen Psychopharmaka, die aus den Genen jedes einzelnen Betroffenen individuell für den Betroffenen selbst gefertigt werden müssen. Diese Bio-Genetischen Psychopharmaka würden quasi so arbeiten wie gesunde Gehirnzellen. Sie würden gezielt wichtige und unwichtige Informationen und Reize von einander trennen, und nicht wie heutige Psychopharmaka, die ungezielt Informationen und Reize einfach nicht mehr verarbeiten lassen. Durch das ungezielte arbeiten heutiger Psychopharmaka wird erreicht, dass wir Schizophenen so erhebliche kognitive Einschränkungen haben, sprich das unser Gehirn nicht mehr so leistungsfähig und belastbar ist. Durch das gezielte eingreifen der Bio-Genetischen Psychopharmaka wären wir Schizophrenen quasi wieder so leistungsfähig und belastbar wie ein gesunder Mensch und unsere kognitive Leistung würde wieder einen normalen Zustand annehmen. Ein weiterer Vorteil der Bio-Genetischen Psychopharmaka wären die eigentlich nicht mehr vorhandenen Nebenwirkungen, da sie aus unserem eigenen genetischen Material erzeugt wurden.

Nun zum Punkt wann können solche Bio-Genetischen Psychopharmaka hergestellt und angeboten werden.

Dazu ist ein radikaler Wechsel und ein radikales Umdenken unserer Gesellschaft notwendig. Weil das Anfertigen der Bio-Genetischen Psychopharmaka für jeden Betroffenen individuell ist, sind die Kosten eines solchen Medikamentes enorm hoch und würde wahrscheinlich unsere Vorstellungskraft sprengen. Daher ist es gesellschaftlich absolut notwendig vom bisher gewohnten Bezahlverfahren abzukommen. Dies bedeutet, dass es sowas wie Geld mit dem man etwas bezahlt nicht mehr gibt. Dadurch wäre es absolut kein Problem solche Medikamente, die individuell für jede Krankheit und jeden Betroffenen aus den eigenen Genen des Betroffenen angefertigt werden, zu entwickeln und anzuwenden. Ein weiterer Vorteil dieser neuen Gesellschaft wäre, es gibt kein Arm und Reich mehr und somit auch keinen Neid und auch kein Hass, sowie Habgier. Aber um das noch weiter auszuführen ist das hier nicht das richtige Forum. Zumal die Menschheit erst in mehreren Jahrhunderten, nach meiner Einschätzung, dazu in der Lage sein wird. Damit ist auch die Frage geklärt wann ein solches Medikament auf den Markt kommen wird. Wir brauchen halt noch sehr viel Geduld, aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Dies ist mir gerade durch den Kopf gegangen und ich konnte mal wieder nicht richtig schlafen. Nun gut, vielleicht liest diesen Beitrag ja mal der richtige Mensch, um dementsprechende Veränderungen durchzuführen.

Gruß
Andreas Liebke
 
Web
Nase im Wind
admin schrieb:
Mir sind gerade mal wieder einige Gedanken zum Thema Psychopharmaka durch den Kopf gegangen.
Nun meine Gedanken zum Thema "Wann und wie werden zukünftige Psychopharmaka uns Schizophrenen richtig helfen?".

Gruß
Andreas Liebke


Künstliche Vorgehensweise wird Abschließend niemals den erhofften Erfolg bringen
Der Einsatz von Psychopharmaka und Genmanipulation oder selbst extrahiert eigene Gene die an anderer Stelle verwandt werden bleiben ein Eingriff von außen. Im Einzelfall mag dies eine teilweise Unterstützung sein. Dennoch bleibt das Risiko einer Unkontrollierbar bestehen. Niemand kann sagen wann und in welcher weise sich dieses Vorgehen langfristig auswirkt.

All diese künstlichen Methoden zielen darauf ab übermäßige Reizflut zu beruhigen wobei in jedem Falle die Verminderung des eigenen Gefühlslebens (der Selbstwahrnehmung) und somit eine verminderte Aufnahme neuerer Lebenserfahrung welche auf natürlichem Wege, bereits verharrende Nachteilige bzw. sog. Negative Einflüsse austauschen.

Zu den künstlichen Eingriffen gehört auch die sog. Erziehung die ebenfalls auf Beruhigung persönlicher Wünsche abzielen und Erfüllung in der Leistungsfähigkeit sehen unter dem Aspekt was sie als Leistung und Leistungsbefähigung verstehen. Complains (Unterwerfung) in jeder Hinsicht wird angestrebt. ... Friede Freude Eierkuchen – Einer bestimmt nach seinem Wunsch Gutdünken, und die Anderen tun was gewünscht wird.


Eine echte Gemeinschaft ist der natürliche Weg der Gesunderhaltung und Gesundwerdung (soweit man von Erkrankung sprechen kann).
Dazu gehört Unterstützung durch Menschen mit hoher sozialer Kompetenz. Das sind nicht die Studierten. Der einfache Mensch hat diese Kompetenz. Er hat einen Bezug zur Natur (zum Leben schlechthin). Sie brauchen keine schulischen Weisheiten, lassen sich nicht von Ideologien oder Religionsglaube irritieren. Es ist die reine Lebenserfahrung die vermittelt wird und mit der sie vorbehaltlos auf andere Menschen zugehen. Dabei tun sie intuitiv einfach das richtige.

Erklärung:
Der „vermeintlich“ Einfache Mensch (zumeist auf Ungebildet, eingeschränkt projiziert), ist in Wahrheit ein angst besetzter Mensch (auch jener der reinen Schulgläubigkeit) der versucht mitzuhalten aber überfordert damit ist so sein zu wollen und haben zu wollen was andere haben (was diese Augenscheinlich auf natürlichen Wege erreicht zu haben). Welchen Preis sie dafür zahlen, welch' hohen Preis zahlen und unnötige Qualen leiden deren Nachkommen und Mitmenschen.
Schulisches Wissen sollte ausgleichende Ergänzung und Erweiterung zum Selbstverständnis bedeuten. Nicht Ersatz für Erfahrung und Persönlichkeitsentwicklung.

Nur Opfer falsch propagierter Lebensführung, welche diesen Irrsinn erkannt haben und sozusagen mit einem blauen Auge davon gekommen sind können dazu beitragen unangemessenes zerstörerisches Verhalten zum umkehren zu bewegen.

Soteria steht für den Begriff; natürlicher Umgang mit sich selbst und natürlicher Umgang miteinander. Dies wird versucht zu praktizieren. Die heutigen Kliniken jeder Art sind davon weit entfernt.

Jonny Fechtner
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Andreas
Hallo Jonny,

die Sache mit den Bio-Genetischen Psychopharmaka war dahingehend gemeint, insofern die Wissenschaft heute davon ausgeht, dass bei uns "Psychos" der Gehirnstoffwechsel gestört ist. Dies leuchtet mir auch ein. Denn wir reagieren auf Kleinigkeiten, die von den "Normalos" als selbstverständlich angesehen werden sehr heftig. So habe ich vor kurzem erst wieder die Erfahrung gemacht, dass ich mich in eine Situation hineingesteigert habe, auf Grund von Äußerungen Anderer, und durch ein kurzes Gespräch mit ihnen wurde mir bewusst, dass meine Empfindungen übersteigert waren. Es ist nun mal Fakt, dass wir sehr sensibel sind und schon fast unangemessen heftig auf "Kleinigkeiten" reagieren. Diese Sensibilität sollte durch diese Bio-Genetischen Psychopharmaka zu regulieren sein. Quasi dass wir unsere "Dünnhäutigkeit" austauschen in ein "dickes Fell". Dieses "dicke Fell" ist nun mal in der heutigen Gesellschaft notwendig, da sich Alles permanent verändert. Wir leben in einer Zeit, in der Veränderungen so schnell wie noch nie zuvor geschehen. Und wir "Sensibelchen" bleiben am Ende auf der Strecke. Es werden immer mehr, die auf der Strecke bleiben. Da muss etwas passieren. Klar wäre es besser, wenn sich die Gesellschaft und das Ganze drum herum wieder beruhigen würde, irgendwann wird es definitiv auch der Fall sein, aber bis dahin müssen wir "Sensibelchen" gestützt werden, damit wir halt nicht auf der Strecke bleiben.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
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Nase im Wind
admin schrieb:
Hallo Jonny,

die Sache mit den Bio-Genetischen Psychopharmaka war dahingehend gemeint, insofern die Wissenschaft heute davon ausgeht, dass bei uns "Psychos" der Gehirnstoffwechsel gestört ist. Dies leuchtet mir auch ein.

..., aber bis dahin müssen wir "Sensibelchen" gestützt werden, damit wir halt nicht auf der Strecke bleiben.

Viele Grüße
Andreas

Hallo Andreas
Ich bin kein sensibelchen, ich bin fein-sensorisch, und komme Stück für Stück hinter die Zusammenhänge. Davon kenne ich bereis unwarscheinlich viele, und mehr als mir vor einigen Jahren noch bewusst war.

Es ist völlig in Ordnung zu sagen; wenn ihr keinen anderen Weg für euch seht, dann ist Medikation für euch das beste.
Ich teile nur die eventuell mögliche Ursache einer Stoffwechselerkrankung, und auch nur teilweise.

So, wie es bekannt ist, haben Psychopharmaka schädliche Nebenwirkung. Mir ist gleichermaßen Klar, dass der menschliche Organismus diverse Gifte im gewissen Rahmen regulieren kann.
[ Wir können auch eine ganze menge harten Alkohol für gewisse Zeitspanne übern Durst "saufen" ohne organischen schaden zu befürchten, "abgesehen vom geistigen Stillstand wärend dessen". Wir können uns einige Zeit lang überaus unvorteilhaft ernären ohne dauernden Schaden zu behalten ].

Es kann natürlich sein dass bei einigen der Stoffwechsel krankheitsbedingt verändert wurde. Ebenso aber wirkt die innerste tiefliegende Einstellung zur Umwelt auf den eigenen biologisch-schemischen Haushalt. Wo da die trennung erkennbar ist hat noch niemand herausgefunden. Es ist so, und jede Behauptung in die eine oder andre Richtung bleibt unseriös.

Ich kann von einer Sache voll überzeugt sein, würde aber niemanden in Zweifel darüber lassen, dass diese Überzeugung nur für mich gillt und jeder für sich entscheidet diese Überzeugung mit mir zu teilen oder nicht.
Alles woran ich glaube kann ein Irrtum sein. Mein persönlicher Anspruch an meine Verantwortlichkeit sehe ich darin, niemanden zu überzeugen meine Überzeugung zu teilen.
Anders herum wäre sowohl unmoralisch in meinen Augen, und ist verantwortungslos.

In beiden Fällen können manchmal bzw. bei manchen nur diese auf schemischer oder biologisch-pflanzlicher Basis zusammengemixte Medikamente (medizinische Psychodrogen) hilfreich sein. Jedoch weigere ich mich, mich einer Behaupung zu beugen "dass für jeden in der Situation, vordergründig Psychopharmaka eingesetzt werden müssen um den inneren Zustand zu regulieren". Auch nicht als Anfangs oder Erhaltungsdosis.

Ich jedenfalls nehme lieber in Kauf bis zu einem gewissen erträglichen Maße mich von Geistern verfolgen zu lassen, als mich soweit zu betäuben sodass andere Wahrnehmungsfähigkeiten persönlichkeitsgefährdend herabgesetzt werden.
Fakt ist doch; jeder Moment in dem ich ohne Psychopharmaka auskomme, ist ein Gewinn.

Die menschen haben sehr unterschiedliche Fähigkeiten mit schwierigen Situationen umzugehen. Hielte vor Jahren meine Psychose länger an, hätte ich ganz sicher zu Psychopharmaka gegriffen. Heute sähe es vielleicht anders aus in diesem Fall.
Ein vorrangiger Grund dafür, dass ich mir die verschiedenen Sorten von Psychopharmaka kaum merken konnte war die Tatsache das ich vom ersten Moment an darauf ausgerichtet gewesen bin, von dieser Psyco-Käule wieder loszukommen. Dies war meine Hauptarbeit an mich selbst.

Auf keinen Fall möchte ich hier den Eindruck erwecken, dass jeder andere das könne was ich hinbekomme oder das ich die Weißheit hätte all' dem trozen zu können. Nein, dass ganz bestimmt nicht. Mancher hat die Voraussetzungen mit bestimmten Situation anders umzugehen, mancher nicht. Ich bezeichne dies kurz gefasst einfach als glückliche onstelation von Erfahrungen, die teilweise einem nicht bewusst sind aber genauso wirksam sind.

Vielleicht komme ich wider in eine Situation wo ich mich fürs einnehmen von Psychopharma entscheide. Dennoch werde ich weiter daran arbeiten diese los zu werden, und weiterhin dafür plädieren; mit so wenig wie möglich oder am besten ganz ohne, mit den eigenen Schwierigkeiten umgehen zu lernen.

Jonny
Bearbeitet von Nase im Wind am 30.05.2010 17:46
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
ntux
Leider kann ich erst jetzt (Monate später) auf diesen interessanten Thread einsteigen.

Ich habe dazu meine ganz eigene Theorie.

Aus der klassischen Sicht der Medizin heraus werden im Grunde immer nur Symptome behandelt. Die Psyche ansich und die Funktionsweise unseres Gehirns ist viel zu komplex, um wissenschaftlich fundierte Aussagen darüber zu trefffen, wieso das Leben in komplexen sozialen Systemen so oder so verläuft.

Wieso dann beim interpretieren und philosophieren nicht versuchen einen Ansatz wählen, der die Betroffenen in die Mitte der Gesellschaft holt.

Wenn man z.B. mal davon absieht dass durch gewisse Schädigungen im Erbgut, negative Einflüsse bei Schwangerschaft und Geburt gewisse Behinderungen auftreten können, dann gehört die Schizophrenie vielleicht garnicht in diese Kategorie Krankheit. Vielleicht ist der Stoffwechsel im Gehirn anders, weil zu einem gewissen Zeitpunkt in der Entwicklung des Gehirns dies sinnvoll schien oder gar erforderlich war.

So erinnere ich mich z.B. an Erzählungen meiner Mutter von den frühkindlichen Untersuchungen beim Kinderarzt, als er meine Mutter darauf aufmerksam machte, dass sie nur ihre Stimme leicht heben müsse und schon wäre meine Aufmerksamkeit bei ihr.

In der Grundschule lernte ich außerordentlich schnell lesen, schreiben und rechnen.

Also bis zu dem Punkt an dem wir als junger Mensch immer stärker in soziale Systeme eingebunden werden, würde man verschiedene Eigenschaften des Gehirns als positiv betrachten und nicht als krank einstufen.

Die hohe Sensibilität für Reize wird erst dann ein Problem wenn sich in der Jugend Persönlichkeit entwickelt und einige eben mit nicht besonders viel Liebe aufwachsen. Dementsprechend groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in einem Umfeld aufwächst, wo es viele Verletzungen und Feindseligkeiten gibt, die viele andere vielleicht garnicht so wahrnehmen können. Zu den Verwirrungen und Fehlinterpretationen im Gehirn kommt es erst viel später, wenn die Seele bereits überlastet ist.

Hätte man alte Verletzungen und Konflikte aufgearbeitet und wäre wieder unbelastet, dann glaube ich würde wieder die besondere Gabe in den Fordergrund treten, dass man bereits an der Körpersprache der Mitmenschen, an ihrer Stimmlage oder an der Wahl der Sprache sehr feinfühlig ablesen kann, wie es der Person im Moment geht, etc.

Das Problem bei Medikamenten ist, dass man im Prinzip nur etwas Zeit gewinnt um dann am sozialen Umfeld etwas zu ändern können.


*grübel*

Irgendwie habe ich jetzt mal wieder das Gefühl zu Beginn des Schreibens wären meine Gedanken klarer gewesen und ich konnte die Idee nicht so richtig rüber bringen. Aber egal. Ich schick das jetzt so ab und schaue was passiert...


Patrick
 
Andreas
Hallo Patrick,

du hast dich sehr gut ausgedrückt und verständigt.

Zu diesem Beitrag habe ich auch ein PDF im Downloadsystem mit dem Namen "Meine Universaltheorie". Darin schildere ich etwas knapper die von dir getroffene Aussage und versuche dabei Verbindungen zu allem was uns umgibt herzustellen. Daher auch der Titel "Universaltheorie".

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Nase im Wind
ntux schrieb:
Leider kann ich erst jetzt (Monate später) auf diesen interessanten Thread einsteigen.

Ich habe dazu meine ganz eigene Theorie.

Aus der klassischen Sicht der Medizin heraus werden im Grunde immer nur Symptome behandelt. Die Psyche ansich und die Funktionsweise unseres Gehirns ist viel zu komplex, um wissenschaftlich fundierte Aussagen darüber zu trefffen, wieso das Leben in komplexen sozialen Systemen so oder so verläuft.

Wieso dann beim interpretieren und philosophieren nicht versuchen einen Ansatz wählen, der die Betroffenen in die Mitte der Gesellschaft holt.
Patrick


Hallo Patrick
Der Vorteil der Artikel hier, diese sind immer aktuell, unabhängig vom Erstelldatum. Gelegentlich greife ich auf solche zurück weil es gut passt zu meinen aktuellen Überlegungen.

Du beschreibst auf deine weise, und ich auf meine. Jedenfalls bin ich mit deinen Aussagen ganz und gar konform.
Die Menschen die Signale quasi „Erfolgreich (wie man es fälschlicher u. flacher weise ausdrückt“) überfahren, bekommen Pickel oder offenes Bein etc., aber lernen nichts daraus. Bei uns den psychisch / seelisch Betroffenen funktioniert der Sicherheitsmechanismus ( der wichtige gesunde Anteil) etwas besser. Wir bekommen eine Psychose, Depressionen oder ähnliche psychisch sich auswirkende Symptome. Dies fordert nicht nur, sondern ermöglicht uns die Chance zu nutzen, mit dem aufzuräumen, was wir bis dahin ebenfalls nicht erkennen konnten oder nicht den Mut hatten einen anderen Weg, noch rechtzeitiger, einzuschlagen.
Klar, die Symptome zeigen eine Überforderung auf die damit einhergeht, dass wir unermüdlich bewusst u. unbewusst nach Wegen suchen. Denn der Weg sich vorrangig damit auseinander-zusetzen ist bereitet weil das Gehirn einige hartnäckige Störfaktoren, wie den Verstandesgesteuerten Irrweg z.T ausgeschaltet hat oder diese Energie umverteilt um sich mit dem z.B Verdrängtem vorrangig auseinandersetzen zu können.

Überforderung ist Erkrankung (um sich auf die Gesundungsprozesse zu besinnen). Die Überforderung ist bedingt durch die unermüdliche Arbeit an uns selbst. Wir leisten ungeheuer viel, man kann nicht alles haben – Sich entwickeln und zugleich Arbeiten verrichten die vermeintlich als die wertvollere hingestellt wird, nähmlich die Arbeit in der Tretmühle der Wirtschaftsbosse und um unbegrenzten Presstisch zu erhalten, somit die Gesundheit ruinieren.

Gewiss, der Weg zu einem Stück Erleuchtung (überspitzt gesagt), ist nicht geradlinig und sehr steinig. Deshalb brauchen wir in einem solchen Zustand Unterstützer, nicht Menschen die uns die eigene Verantwortlichkeit aus der Hand nehmen indem sie uns unangebracht mit Überdosierung von Psychopharmaka voll-stopfen.
Nur Pillen verteilen ist die Kapitulation vor der menschlichen Herausforderung, Fähigkeiten des Geistes und dem menschlich sozialen Verständnis nicht zu gebrauchen. Z.B ein Arzt der dies nicht beherrscht, ist kein Arzt – der ist inkompetent oder einfach schon zu sehr gestört, um diesen Beruf ausüben zu können.

Die Diagnosen geben der Art, wie jemand sich der Aufarbeitung / Selbstklärung widmet, einem Namen. Dies sind unsere starken Fähigkeiten, im Notfall, zumindest irgendeine Form von Lösungsansätzen für sich zu finden, wo Unterstützung durch andere ein Mangel sind.


P.s
Du hast alles wesentliche vollständig mit untergebracht. ich sehe hier nichts was mir fehelen würde. Mehr musste das nicht sein. Auch ich kann unendlich was niederschreiben zu den Themen.

Ich merke nicht, dass du am Ende deines Textes etwas nicht richtig rüber bringen konntest. Aber du weißt das wenn du nicht so anbringen kannst wie es, sich abschwächend, in deinen Gedanken noch hast. So jedenfalls geht es mir, auch ich merke, dass ich einiges von dem was mir gerade noch zu diesem Thema im Gedächtnis war oder schwindend an Spuren da ist, nicht mehr formulieren kann.
Meistens ist es so, dass es kein Leser bemerken kann weils für ihn noch stimmig ist. Es muss schon gravierend sein damit jemand Anderes dies feststellt. Aber selbst, weiß man, das dies nicht alles ist und nicht so, wie es in früheren Zeiten gewesen wäre.

Jonny
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
ntux
Hallo Johnny,

kann das sein dass dieses Gefühl man hätte noch ausführlicher und präziser einen Gedanken ausformulieren müssen daher kommt, dass wir linkshändig und somit rechtshemisphärisch dominant denkend sind? Man sagt uns ja nach dass wir bevorzugt in Zusammenhängen denken statt linear und logisch. Und bisher habe ich mir das so zurecht gelegt, dass man bei den Zusammenhängen ja irgendwo einen Schnitt machen muß und es bleibt der (unberechtigte) Eindruck zurück dass etwas fehlt. Oft ist das dann sogar so, dass ich keinen Anfang und kein Ende finde weil ich nicht weiß wo ich den Schnitt machen muß und rutsche dann in so eine Art Vermeidungsverhalten.

Deshalb fand ich den Satz von Andreas so befreiend als er meinte "nur Mut zur Lücke".


Patrick
 
Nase im Wind
ntux schrieb:
Hallo Johnny,

kann das sein dass dieses Gefühl man hätte noch ausführlicher und präziser einen Gedanken ausformulieren müssen daher kommt, dass wir linkshändig und somit rechtshemisphärisch dominant denkend sind?

Deshalb fand ich den Satz von Andreas so befreiend als er meinte "nur Mut zur Lücke".
Patrick


Ich bin Linkshänder. Es ist bekannt dass wir im wesentlichen flexibler aber reagieren auch oft sensibler. Ja, und ganzheitlicher erfassend. Ich sehe eigentlich nur Vorteile damit. Die konzentrationsschwierigkeiten u. ähnliches hat nur etwas mit dem entsprechenden Zustand zu tun, nicht mit einer Linkshänigkeit.

Beim schreiben hat man eine menge Zeit. Und die nehme ich mir auch. Wenn ich zu ungeduldig werde und merke, dass ich über längere Zeit nichts zustande bringe, schalte ich den PC aus. Mit diesem Gefühl, ausführlicher oder zusammenhängendes prezieser schreiben zu müssen. das stimmt dann zumeist bei mir. deshalb prüfe ich in ruhe nach, und in manchen Fällen wo zumindest sind und durchschnittliche Verständlichkeit ausreicht (ausreichen muss, weil es gerade nicht länger warten kann), habe ich dann auch den Mur zu Lücke.
Ich bin nicht vollkommen, und kein Besserwisser. Momente der Selbstüberschätzung erkenne ich in der Regel.

Paarmal passierte es, dass ich das geschriebene ins Netz stellte wo dann wirklich einiges fehlte das mir wichtig war anzuführen. das war dann nicht meine Handschrift wie ich es sonst gewohnt bin.
Damit war ich nicht zufrieden. jetzt mache ich eine Pause solange ich sie brauche bei längeren texten. gelegentlich reicht es dann nur für einen Satz, dann mache ich eben wieder pause dann ist es wieder so dass es nur so sprudelt und ich mit dem schreiben gar nicht nachkomme. Mit der zeit verflüchtigen sich die verbliebenen Gedankengänge. nun, dann wieder eine Pause.

Ich achte aber darauf, dass ich nicht mit meinen Aussagen zu sehr überlade oder nicht zu viele Deteils einbaue die zwar für mich nachvollziebar und lesenswert ist, aber für manch anderen unnötig Stress bedeuten u., dass gar nicht erforderlich ist. Dahingehend finde ich meine Grenzen.

Wenn es mir gut genug geht, ich ideen habe und mich gut konzentrieren kann, dann schreibe ich unermütlich Seitenlang. Das ist aber etwas das ich für mich schreibe, obwohl ich vieles davon für die Arbeit in aktiven Arbeitsgruppen verwenden könnte (falls ich wieder eine finde) sofern dort ausreichend Offenheit herrschen würde.

Jonny
Bearbeitet von Nase im Wind am 18.11.2010 16:19
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