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kann seroquel meinen zustand verschlechtern
away
hallo,
ich bin neu hier im forum. ich hab ein problem mit meiner medikation. würde mich erst kurz vorstellen: bin jetzt 20, mit 16 hatte ich einen psychotischen schub, war dann 1 jahr in stationärer behandlung. danach bin ich zurück nach hause und hab jetzt die schule fertig, bin seitdem ich entlassen wurde ambulant in behandlung, (war letzten sommer nochmal auf ner station) und nehme so seit 3 jahren seroquel.

die dosis hat sich im lauf der zeit verändert aber so seit letztem november nehme ich 300mg abends.
aber in letzter zeit bekomme ich angst vor dem medikament, ich nehme es schon so lange und ich hatte nie probleme damit, aber jetzt ist es so, dass ich mich vor der einnahme selbst fürchte, weil es mich völlig benebelt, was mir früher nie auffiel, UND nachdem ich es genommen habe bekomme ich plötzlich diese angst, alles erscheint mir dann auswegslos, bekomme teilweise halluzinationen. wenn ich dann aufwache, am nächsten tag bin ich wieder "klar", wenn auch etwas emotiionslos, aber ich habe keine angst mehr und ich weiß dann, dass die dinge, die ich am letzten abend gesehen habe nicht real sind. es kommt mir so vor als ob das medikament den zustand (abends) hervorruft. tagsüber hab ich auch keine richtige angst vor der medikamenteneinnahme, sondern immer erst unmittelbar davor (ein bisschen) und vorallem, danach, also wenn es wirkt.

ich wollte in diesem thread fragen, ob irgendjemand ähnliche erfahrungen gemacht hat, dass seroquel (oder ähnliches) psychotische symptome erzeugt/verstärkt.

liebe grüße
 
Bluemchen
Hallo,

ich nehme Seroquel wie du und anderes. Mir geht es gut damit, wenn man bedenkt, dass Psychosen eben eine Krankhiet sind. Mit anderen Worten mit Psychose ging es mir schlechter als mit Medikamenten. Ja und tauschen mit einem MS-Kranken oder einem Rollifahrer... möchte ich auch nicht, dann lieber Schizophrenie.

Lange Jahre hat es gedauert bis die Ärtzte Medikamente fanden mit denen ich klar komme.

Oft habe ich auch gedacht, die Medikamente ziehen mich runter und sie dann weggelassen. Ein paar Jahre später habe ich dann wieder Schiffbruch erlitten.

Der bessere Weg ist sicher mit dem Arzt zu sprechen solange bis man Medikamente hat, mit dem man zurechtkommt.

Das Leben eines Gesunden wir man aber als Psyhcoseerfahrener kaum mehr führen können.

Du bist noch jung, die Welt steht Dir -trotz Erkrankung- offen, sprch mit dem Artzt, würde ich raten auch über die Angst.

Hört sich blöd an, aber seit ich die Krankheit akzeptiert habe führe ich ein reichers und erfüllteres Leben trotz Medikamenten, als jemals zuvor

alles Gute
Bearbeitet von Bluemchen am 29.09.2012 22:09
 
away
hallo,
vielen dank für eure antworten. ich habe eine depotspritze immer abgelehnt, da ich das gefühl der kontrolle behalten will, das ist mir sehr wichtig. mein psyychiater möchte, dass ich auf ein anderes medikament umsteige, risperidon heißt das, ich kenne es aber überhaupt nicht. ich würde es lieber mit zyprexa versuchen, das habe ich vor einem jahr mal eine zeit lang genommen. habt ihr erfahrungen mit risperidon?

liebe grüße
 
Andreas
Hallo away,

Risperdal habe ich ca. 7 Jahre in Tablettenform eingenommen und meine Dosis musste stetig erhoeht werden. Seit 2007 bekomme ich Risperdal Consta und seit dem geht es mir wesentlich besser. So das ich von anfangs 50mg auf 37,5mg und jetzt auf 25mg reduzieren konnte. Der Vorteil von Risperdal Consta ist, es hat wesentlich weniger Nebenwirkungen und ist besser vertraeglich. Risperdal Consta ist das Depot Praeparat von Risperdal.

Viele Gruesse
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
away
ok vielen dank. das nimmt mir ein bisschen unsicherheit, grade bei nem neuen medikament bin ich immer vorsichtig, vorallem weil es mir so vorkommt, wenn ich die nebenwirkungen und so von risperidon lese, als würde risperidon ein bisschen anders wirken als seroquel/zyprexa, bei denen ich ein ähnliches gefühl hatte, soweit ich mich erinner.

liebe grüße
 
rentnerboy
hallo zusammen:
Also Ich nehm auch Seroquel ( Quetiapin ) ,50 mg am Abend, Ich kann außer Gewichtszunahme keine Nebenwirkungen bisher feststellen.
was Langzeitbeeinträchtigung anbetrifft kann Ich bisher noch nichts darüber sagen, obwohl Ich Seroquel schon über 5 Jahre nehme.
viele Grüße Mario
 
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