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vorstellung
leguan
Ich bin selber betroffen von einer Psychose und möchte wissen wie ich das im Alltag unter bringen kann. Wie Lebt ihr euren Alltag in Beziehung und Arbeit ?
 
leguan
Ich bin 33 Jahre alt und bin verheiratet[4Jahre verheiratet und 13 Jahre liiert).Brauch unbedingt eine Reha bei einer leichten Psychose ? Habe jetzt ein Buch zu dem Thema gelesen und einige Maßnahmen selbst ergriffen,zudem stehen noch Arzttermine an und habe noch keine Medis bekommen . Habe Angst, dass mich der Therapeut schlimmer einschätzt, als es ist.Mein Stressfoktor steigt bei dem Gedanken von Zuhause weg zu sein.
 
Andreas
Moin leguan,

erst einmal Willkommen auf diesem Portal.

Ob du in eine Klinik musst oder nicht, steht wohl noch nicht fest. Es gibt auch Möglichkeiten eine Psychose ambulant zu versorgen, wenn sie noch nicht so sehr akut ist. Da du noch keine Medis nimmst, denke ich, dass du bislang auch noch mit keinem Arzt gesprochen hast.

Was für dich jetzt eventuell wichtig sein könnte, gönne dir Ruhe und etwas Schönes und tue etwas für dich. Vielleicht verwöhnst du dich etwas selber und streichelst damit etwas deine Seele. Das kann manchmal sehr nützlich sein.

Bei mir wurde im Jahr 2000 eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert. Seit 2002 arbeite ich in einem Minijob als Verwaltungsangestellter. Von 2007 bis 2009 habe ich eine Verhaltenstherapie gemacht und parallel dazu eine Selbsthilfegruppe besucht und eine Weiterbildung absolviert. Aufgrund meiner Weiterbildung habe ich vor einem Jahr eine Freiberuflichkeit angemeldet und seit 2009 bin ich ehrenamtlich in einer Selbsthilfeorganisation tätig. Den Minijob übe ich aktuell auch noch aus. Im April dieses Jahr wurde mein Sohn geboren, für den ich auch Zeit haben möchte.
Frage nicht wie, aber bislang gelingt es mir recht gut alles unter einen Hut zu bekommen.

Sollte aus welchem Grund auch immer für mich ein Klinikaufenthalt zwingend notwendig sein, dann müssten halt sämtliche Tätigkeiten "auf Eis" gelegt werden und ich müsste mir dann auch Gedanken darüber machen, welche Tätigkeiten ich nach dem Klinikaufenthalt weiterführen werde und welche ich aufgeben werde.

Viel ist halt sehr schnell zu viel. Da wäre es nicht schlecht sich Gedanken darüber zu machen, was ist wichtig und muss sein, was kann ich sein lassen und ist eher belastend.

Viele Grüße
Andreas
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