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Mein sohn ist shizophren
keksmops
Meinem Sohn wurde vor einem Jahr im Gefängnis eine Schizophrenie von einem Gutachter diagnostiziert.Er lehnt mich ab obwohl wir immer uns sehr gut verstanden haben.Er ist nachts auf Strassen und schläft in der u oder s bahn.Er zieht sich keine anderen Sachen mehr an , lässt sich vollkommen gehen.Ich war schon über all ...Jugendamt,psychosozialer Dienst etc.Keiner kann mir helfen.Die sagen immer nur er muss von alleine kommen und sagen das er Hilfe braucht.Was kann man machen.Es macht mich kaputt mein Kind so zu sehen.
 
Andreas
Hallo Keksmops,

leider ist es wirklich so, dass dein Sohn von allein Hilfe suchen muss. So lange dein Sohn keine Gefahr fuer sich oder andere darstellt, besteht keine andere Moeglichkeit.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass fuer dich die Situation fast unertraeglich ist, deinen eigenen Sohn so erleben und gewaehren lassen zu muessen.

Was dir eventuell auch etwas Beistand bieten koennte, waere der Verband der Angehoerigen psychisch Kranker. Auf der Webseite www.psychiatrie.d... findest du Kontaktmoeglichkeiten fuer deinen entsprechenden Landesverband. Der Angehoerigenverband bietet regelmaessige Gruppenangebote, wo sich Angehoerige ueber ihre Probleme und Sorgen austauschen. Dort hast du auch anders als hier im Forum persoenliche Kontakte.

Ich wuensche dir viel Kraft um deine Situation durchzustehen.

Viele Gruesse
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
keksmops
Hallo...danke für die Worte.
Aber es kann doch nicht sein das man solch kranke Menschen einfach so sich selber überlassen kann.Er tut ja keinem was aber er macht sich kaputt.Er wird immer dünner und betreibt keine richtige Körperpflege,er wechselt die Sachen nicht und wenn man ihn darauf anspricht antwortet er nicht.Die vom sozialpsychatrischen Dienst sagen mir immer nur ich soll ihm garnichts mehr geben kein Geld , kein essen und dann wird er irgendwann selber um Hilfe bitten.Ich kann das nicht glaubn.Ichbin froh wenn er zu meinen Eltern ab und an kommt und da eine warme Mahlzeit bekommt.Zu mir kommt er ja nicht mehr und das versteh ich nicht.Er lehnt mich ab und ich hab ihm nichts getan ...ich war immer für ihn da.Es war die eine Nacht im Herbst 2010 ..wo er an meinem Bett stand und mir einen Zettel hinlegte worauf stand das er eine Frau getroffen hat die ihm sagte das er nicht mein Kind ist.Seit dem geht es nur bergab.Er ist aber mein Kind.Wir wohnen in Berlin und ich bete jeden abend das ihm nachts auf der Strasse nichts passiert.
 
Andreas
Hallo Keksmops,

so schwer es dir auch immer fallen mag, aber es ist besser jemanden fallen zu lassen, der danach wieder aufsteht, als jemaden immer wieder aufzufangen und nicht fallen zu lassen, der das aufstehen nie lernt.

Wir Menschen sind so veranlagt, dass wir an Situationen nichts ändern, wenn wir nicht unbedingt müssen.
Indem dein Sohn immer wieder aufgefangen wird, muss er sein Verhalten nicht ändern, es kann ihm ja nichts passieren, es kümmert sich jemand um ihn, dem er die Verantwortung übertragen kann.

Lasst ihr aber deinen Sohn fallen, so wird er merken, Oh es kümmert sich niemand mehr, dann muss ich wohl jetzt doch ran.

Im Falle deines Sohnes ist das fallen lassen eher ein Gefallen den ihr deinem Sohn tun würdet, als das es Schaden anrichten würde.

In diesem Sinne,

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Kybele
Hei Keksmops,

ich bin auch Angehörige und leider kenn auch ich das Problem von meinem Bruder aus. Wir alle wünschen uns, dass es eine Möglichkeit gibt unseren Liebsten zu helfen. Leider geht das manchmal nur auf die ganz ganz harte Tour, die Andreas schon beschrieben hat.

Der Inhalt des Zettels könnte vielleicht von einem psychotischen Schub herrühren, wenn du in seinem Verstand der Feind bist, wird er versuchen dir aus dem Weg zu gehen. Das ist leider sehr schlimm und belastend für einen.

Ich kann mich Andreas nur anschließen. Die Landesverbände für Angehörige sind viel Wert, allein weil man merkt, man ist nicht allein mit seinem Problem und sich den ganzen Mist mal von der Seele reden kann.
 
jasper2
Hallo keksmops.
Wenn es mein Kind wäre, würde ich versuchen ihn so zu akzeptieren wie er gerade ist. Es leben sehr viele Menschen auf der Straße und viele wollen das auch nicht verändern. Ich würde versuchen ein Vertrauensverhältnis aufzubauen dh. bieten Sie ihm ständig Hilfe an, bringen Sie ihm Bier, Ziegaretten, Kuchen, eventuell Geld (zum bessern Leben auf der Straße) und mal ne neue Hose. Auch wenn er erst mal alles ablehnt wird er villeicht erfahren, dass Sie auf seiner Seite sind. Villeicht braucht er auch eine neue Decke oder Schlafsack. (es sollten keine Bedingungen zb. wenn ich Dir was gebe mußt du morgen zum Arbeitsamt oder ähnliches)Ich würde Ihn nicht gängeln mit nach Hause zu kommen. Er muß einfach langsam Ihr Vertrauen wiedergewinnen, so dass er in einer Notsituation villeicht auf die Idee kommt zu Hause vorbei zu schauen. Er muß die Erfahrung machen. dass sein Vater eigentlich ganz ok ist und ihn so akzeptiert und liebt wie er ist.
Fangen Sie an seinen Lebensweg zu akzeptieren...er wird ihn auch wieder verändern.
Ist nur eine Idee doch bitte keine Vorwürfe machen.
Lieben Gruß
Jasper
 
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