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Ich möchte mich auch gerne vorstellen (Angehörige)
Anuja
Hallo,

wie mein Nickname schon sagt, bin ich eine kleine Schwester eines Betroffenen. Ich möchte hier gerne meine noch kurze Geschichte erzählen. Vielleicht finde ich hier Menschen, die mir bei dem ein oder anderen Problem Rat geben können. Vielleicht gibt es sogar eine andere "Kleine Schwester", die gut nachfühlen kann, was ich gerade miterlebe.

Mein Bruder ist zum ersten Mal vor ein paar Wochen zu uns gekommen, nachdem er eine erlebnisreiche Nacht hinter sich hatte. Er erzählte uns, dass er Außerirdische und Agenten getroffen hat. Er ist auf eine Art "Suche" gegangen. Er musste bestimmte Aufgaben erledigen, wobei er sich gegen die schlimmsten Aufforderungen gewehrt hat. Er wurde verfolgt und eine große Waffe wurde auf ihn gerichtet. Er hat Stimmen gehört, aber auch Dinge gesehen, die Unglaublich wirken. Über sämtliche Medien hat er Botschaften erhalten, die ihm genaue Hinweise gegeben haben. Meine Mutter hat ihn abgeholt, nachdem er von einem Anwohner nach Hause gefahren wurde, der die Polizei rief, weil er verwirrt gewirkt hat. Er war total ausgehungert und hatte überall leichte Wunden. Sie hat mich sofort angerufen und ich habe mir eine Woche Urlaub genommen, bin zu ihr gefahren, um ihr mit ihm zu helfen. Zur Erstversorgung hat sie beim Notarzt angerufen, der sie dann aber auf ihren Hausarzt verwiesen hat. Dieser hat meiner Mutter eine Einweisung für den Notfall ausgeschrieben. Da er sich Zuhause aber etwas beruhigt hatte und langsam wieder zu Kräften kam, wollten wir nicht über seinen Kopf hinweg entscheiden, sondern ihn selbst dazu bringen, dass er erkennt, dass etwas nicht mit ihm stimmt und er erkrankt sein könnte. Als wir ihn endlich überreden konnten, sich zumindest noch einmal ordentlich bei seinem Hausarzt untersuchen zu lassen, kam er von dort völlig aufgebracht nach Hause, weil er von ihm auch eine Einweisung ins BKH erhalten hatte. Er dachte es wäre eine Zwangseinweisung. Wir haben ihm versucht zu erklären, dass es das nicht ist, aber er konnte sich nicht mehr beruhigen und ist dann erstmal zurück in seine Wohnung.

Nach ein paar Tagen sporadischem Kontakt mit meinen Eltern und einem handfesten Streit mit meinem Vater, dachten wir uns schon, dass der Spuk noch nicht zu Ende war. Seit ein paar Tagen ist er nun zum Glück wieder bei meiner Mutter, er fühlt sich dort sicher, sagt er. Er hat in der Zwischenzeit mehrere hundert Kilometer Autofahrten und Verfolgungsjagden hinter sich. Er sucht nach Gründen für all die Geschehnisse, ist aber überzeugt, dass es von außen kommt. Momentan denkt er, er würde von uns fernhypnotisiert werden. Seine Theorien ändern sich aber ständig. Er ist außerdem extrem geräuschempfindlich geworden.

Die ganze Familie steht unter Schock. Es scheint, als würde sich unser aller Leben nun rapide verändern. Meine Eltern sind fast krank vor Sorge. Meine Mutter atmet nur noch ganz schwer, mein Vater weint mir ins Telefon und wird zunehmend schwächer. Ich mache mir gerade um alle drei sehr große Sorgen. Ich würde meinem Bruder so gerne helfen und zuhören und ihm das Gefühl geben, dass ich für ihn da bin und ihn versuche zu verstehen, aber er denkt gerade, dass ich ihm etwas antun will, was mir sehr weh tut, aber ich muss gerade wohl akzeptieren, dass es so ist. Obwohl wir eigentlich immer eine starke Familie waren, merke ich langsam, dass es an allen Enden zu knacksen beginnt. Die Gefühle wechseln zwischen Sorge und Wut und ich sehe meine Aufgabe gerade hauptsächlich darin alle zu beruhigen und zu organisieren und zu helfen/entlasten wo ich nur kann.

Wir wissen, dass er bald zu einem Arzt gehen muss, aber er hat solche Angst, wir haben das Gefühl, es würde ihn gerade noch mehr in die Ecke drängen, als es ihm eh schon passiert ist. Gerade erholt er sich wieder ein wenig, isst wieder, wird wieder ruhiger und fängt langsam auch wieder an sich für andere zu interessieren. Wir sind ganz froh, dass er in seiner zweiten Notlage wieder gleich zu meiner Mutter gefahren ist, um dort Schutz zu suchen. Wir wünschen uns, dass er sich Zuhause wohl und sicher fühlt und immer eine Tür in die Realität findet. Wir wissen aber auch, dass wir ihm auf lange Sicht nicht helfen, geschweige denn ihn heilen können.

Wir erkundigen uns so gut es geht bei Ärzten, sozial-psychiatrischem Notdienst und Selbsthilfeorganisationen, aber am Ende steht man doch nur daneben und versucht in seinen Kopf zu sehen, irgendwie zu fassen, was dort vor sich geht und fühlt sich doch hilflos und so, als würde man alles ständig falsch machen.

Ich hoffe, dass ich hier jemanden finde, der ähnliches erlebt und ich durch Eure Geschichten ein bisschen besser verstehen kann, was in meinem Bruder gerade vorgeht. Ich wünsche mir, dass mein Bruder wieder gesund wird und ein glückliches selbstbestimmtes Leben führen darf.
 
Andreas
Guten Abend Anuja,

was du erzaehlst hoert sich aehnlich wie die Erlebnisse des Mathematikers John Nash an ( A beautiful Mind). Dieser Film ist die Biographie des Mathematikers und zeigt seinen Werdegang auf.
Heute gilt John Nash als geheilt.
So viel zum Thema "normales Leben".

Meiner Meinung nach braucht dein Bruder dringend professionelle Unterstuetzung. Dies heisst nicht unbedingt, dass er in eine Klinik eingewiesen werden muss.
Wenn ein guter Psychiater gefunden wird kann auch in manchen Faellen ein Klinikaufenthalt vermieden werden. Dabei spielen aber auch die Kapazitaeten des Arztes eine grosse Rolle.
Wenn es nicht moeglich ist so schnell wie moeglich einen Termin bei einem Psychiater zu bekommen, dann fuehrt wahrscheinlich kein Weg an einem Klinikaufenthalt vorbei.

Jedenfalls ist es so, dass, je schneller dein Bruder professionelle Unterstutzung bekommt, desto besser ist es fuer deinen Bruder.

Wenn es nicht moeglich ist mit ihm zu reden und ihn davon zu ueberzeugen, dass er Hilfe benoetigt, dann kann man nicht viel machen, zumindest so lange er keine Gefahr fuer sich oder andere darstellt.

Wenn dein Bruder Anzeichen von selbstverletzenden Taten zeigt oder wenn er koerperlich aggressiv sein sollte, kannst du und deine Eltern ueber eine Zwangseinweisung nachdenken. Ansonsten ist es wichtig fuer deinen Bruder da zu sein und mit ihm zu sprechen.
Wenn er ueber seine paranoiden Gedanken spricht kann es helfen, ihm eine andere Sichtweise aufzuzeigen, die wesentlich entspannter erscheint und angenehmer ist.

Ich kenne aber aehnliches Verhalten, deines Bruders, von mir und meiner Akutphase.

Meine Eltern hatten mich damals gefragt ob ich in die Klinik moechte, und ich habe zugestimmt. Nicht weil ich wusste, mit mir stimmt etwas nicht, sondern weil ich womoeglich in der Klinik in Sicherheit bin und mir die Maffia dort nichts anhaben kann.

Vielleicht ist das auch eine Moeglichkeit fuer dich und deine Eltern, deinen Bruder dazu zu bewegen sich in einer Klinik behandeln zu lassen.

Viele Gruesse
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
agrafis 007
Hallo Anuja

ich denke auch das dein bruder dringenst eine art von hilfe benötigt und immoment es wichtig ist das er nicht alleine ist dinge sehen die nicht da sind und hören kann bei ihm schlimme volgen haben ihn raus treiben und dinge machen lassen die kein gesunder versteht und plötzlich hat er sich was angetan .




das einzige was ich raten kann wenn er es selbst eingesehen hat das er krank ist gegen die stimmen zu kämpfen und das sehen ich stelle mich immer dem und hab es fast schon besiegt aber das is ein langer weg

ich lauf zum beispiel in einer akuten phase extra in die menschenmenge und am liebsten auf dem bahnhof wo ich auch die durchsagen höre dann konzentriere ich mich darauf das is die hölle aber mir hilfts sozusagen ein trainig
im krankenhaus wird sowas behutsamer tranirt das hilft mir persöhnlich aber nicht nur in der ersten zeit meiner krankheit war das sehr hilfreich aber desto schlimmer ich mich dem stelle desto besser gelingt mir der umgang damit




klinik wäre das beste .

alles wird gut wenn mann leben möchte .


mit freundlichem gruss agrafis
Bearbeitet von agrafis 007 am 26.06.2012 22:48
 
Anuja
Hallo ihr beiden,

erst mal vielen Dank für Eure schnellen Antworten.

Andreas, ich habe deine Geschichte bereits in den Artikeln gelesen und es gibt mir sehr viel Kraft zu hören, dass du gelernt hast mit deiner Krankheit umzugehen. Ich bewundere deine Selbstdisziplin, deinen Antrieb, dieses Forum zu leiten und ich finde es sehr schön zu hören, dass du mittlerweile eine Familie gegründet hast. Ich wünsche mir, dass mein Bruder auch bald lernen kann mit seiner Krankheit umzugehen und wieder zurück ins Leben findet.

Auch von dir agrafis ist es gut zu hören, dass du dich deinen Stimmen stellst und den Kampf dagegen aufgenommen hast. Soviel ich bisher erfahren habe ist die Auseinandersetzung mit der Realität immer wieder wichtig, um unterscheiden zu können was wirklich passiert und was im Kopf spukt. Ich selbst habe noch nie die Erfahrung gemacht, Stimmen zu hören, die so real erscheinen. Ich habe selbst seit ich klein bin Schlafstörungen und hatte deshalb auch schon merkwürdige Traumerfahrungen und bei völliger Übernachtigung auch Halluzinationen, aber ich wusste in dem Moment immer ganz genau, dass das nur in meinem Kopf stattfindet und ich einfach nur etwas Ruhe und Erholung brauche. Ich weiß deshalb nicht, wie es sich anfühlt, wenn man diese Stimmen als real empfindet, aber ich kann mir nur vorstellen, dass das es sehr viel Energie abverlangt sich dagegen zu wehren.

Wir haben mit meinem Bruder schon mehrmals über eine Untersuchung gesprochen. Er hat leider nur so schreckliche Angst. Er denkt, dass ihm die Ärzte etwas antun wollen, ihn ruhig stellen wollen und weg sperren wollen. Er denkt er wäre eine Gefahr für den Staat und deshalb würden sie ihn weg sperren wollen und immer wenn wir mit ihm versucht haben darüber zu sprechen ist er panisch geworden. Ich habe sogar mit ihm zusammen im Internet recherchiert, was eine Zwangseinweisung genau ist und ab wann diese stattfinden kann, aber er redet sich aus allem verblüffend "trickreich" heraus.

Ich habe einen Freund, der hier in Berlin in der Charite in der Psychiatrie arbeitet. Er ist ein sehr besonnener ruhiger Mensch und hat auch schon angeboten mit ihm mal ganz leger zu telefonieren und ihm seine Fragen zu beantworten. Aber selbst das macht ihm sehr viel Angst und er fühlt sich immer sofort in die Ecke gedrängt. Momentan fühlt er sich nur Zuhause wirklich sicher und unbeobachtet.

Ein Berater vom Atrium in München hat uns bereits gesagt, dass der Prozess ihn in ein Krankenhaus zu bewegen sehr langwierig sein kann und wir Geduld aufbringen müssen. Momenten ist es ja zum Glück so, dass er zu meiner Mutter kommt, sobald er wieder Stimmen hört, nur bin ich mir selbst eben, vor allem durch zu wenig Erfahrung, unsicher, ob das immer so sein wird.

Ich habe selbst Angst, dass er sich irgendwann nicht mehr gegen die schlimmen Dinge wehren kann, die von ihm verlangt werden, weil er vielleicht irgendwann mehr und mehr den Bezug zur Realität verlieren könnte, aber in seinem momentanen Zustand könnte man ihn nicht zwangseinweisen lassen und wir haben auch Angst, in dem Fall, dass das einmal geschehen sollte, dass er dadurch einen Bruch zu seiner Familie erlebt. Aber ich versuche weiterhin, dass wir ihn irgendwann so weit bringen. Würde er doch nur verstehen, dass man ihm nur helfen möchte, das es Wege gibt, seine Situation zu verbessern und dass das alles nicht von außen geschieht. Manchmal, wenn er so erzählt, was mit ihm gerade passiert und was er alles erlebt, fängt man schon fast an an seine Geschichten zu glauben …
 
Anuja
Lieber doc_holiday,

jetzt bin ich eine Weile mit deinen Worten rumgelaufen und wollte dir noch mal sagen, dass sie mir wieder ein Stück mehr geholfen haben die ganze Sache einzuordnen.

Ich erkenne in allen Punkten meinen Bruder wieder. Genau wie du beschreibst, wenn er bei meiner Mutter ist, klingt alles nach ein paar Tagen ab, sobald er wieder in seiner Wohnung ist, geht es wieder los. Nur momentan ist es noch so, er kommt bei meiner Mutter an und ist ein paar Tage sehr umgänglich. Er sucht dort ja Schutz und benimmt sich deshalb dann auch ganz "brav". Er erzählt ihr zum Glück sehr viel. Aber nach ein paar Tagen, wenn er sich wieder gefangen hat, dann wird er wieder schwierig, lotet wieder seine Grenzen aus und haut letztendlich wieder ab.

Auch mit den Drogen triffst du leider ins Schwarze. Meine Mutter ist gerade ganz verzweifelt, weil er wieder komplett im Konsum steckt. Sie versucht ihm klar zu machen, dass er zumindest für eine Weile die Finger davon lassen sollte, um zu testen ob es ihm dann nicht doch besser geht, aber er lacht sie nur aus und nimmt sie überhaupt nicht ernst, was sie wiederum wütend und enttäuscht macht. Sie wird in den nächsten Tagen zu einer Drogenberatung gehen um dort herauszufinden, wie sich sich verhalten soll (vor allem auch finanziell gesehen). Ich weiß, dass er sich in letzter Zeit auch für Amphetamine interessiert hat. Ich konnte aber noch nicht ganz herausfinden, ob er so etwas genommen hat und in wie fern das einen Bezug zu seiner Krankheit darstellt.

Trotzdem kamen in den letzten Monaten auch einige andere Schicksalsschläge auf ihn zu. Er hat sich "gezwungenermaßen" versucht selbstständig zu machen und sich sehr hohe Ziele dabei gesetzt, an denen er (es war vorherzusehen, weil die Ziele fast größenwahnsinnig ausgelegt waren) gescheitert ist. Außerdem hat er von einem Mädchen erzählt, dass ihm einen Korb gegeben hat. Mein Bruder ist sehr eigen, was Beziehungen betrifft, daher weiß ich, dass ihm solche Zurückweisungen sehr zu schaffen machen. Seine Finanzen hatte er auch noch nie wirklich im Griff, ich denke, dass sich da durch die angehende Selbstständigkeit sehr viel Druck aufgebaut hat und ich denke sein ADHS verbessert die Situation nicht gerade. Er hat wirklich viele Baustellen in seinem Leben, die er gerade rücken muss. Momentan ist er aber leider mit andern, für ihn viel wichtigeren Dingen beschäftigt.

Wie du schon selbst erlebt hast, wenn man versuchen möchte einem Betroffenen zu helfen, leidet die eigene Realität sehr darunter. Wir (meine Mama, mein Papa und ich) müssen uns momentan in unseren Telefonaten ständig immer wieder gerade rücken. Man versucht ja so viel wie möglich von ihm zu erfassen, um die Situation besser einschätzen zu lernen. Man kaut seine Geschichten immer wieder durch und er erzählt sie mit einer Plausibilität. Man muss wirklich ganz genau aufpassen, was man nun als real und was als Wahn trennen muss.

Ich wäre nur so gerne näher an meiner Familie dran. Hier aus der Ferne ist nur Telefonieren möglich ... Es tut mir einfach so leid, dass ich meine Eltern räumlich so im Stich lassen muss. Ich glaube es würde meiner Mutter viel leichter fallen, wenn sie nicht die einzige Bezugsperson für ihn wäre. Ich versuche mit ihm zu reden und biete ihm immer wieder an, dass er auch immer gerne mit mir reden kann und jederzeit mich aus dem Bett klingeln darf, aber wenn es akut wird braucht er natürlich einen Menschen, der real vor ihm steht und nicht an einer Leitung auf der anderen Seite Deutschlands hängt.

Deine Tipps habe ich an meine Familie weitergeleitet. Wie gesagt, meine Mama geht nun zur Drogenberatung. Diese Woche war sie auch in einer Selbsthilfegruppe. Ich werde das gleiche in den nächsten Tagen auch machen. Ich glaube wir müssen uns Unterstützung holen, wo es nur geht. Alleine kann man damit einfach auf Dauer nicht umgehen. Dein Beitrag hat mir sehr geholfen. Vielen lieben Dank dafür!
 
Bluemchen
Liebe Anuja,

duch Zufall bin ich über Deine Vorstellung gestolpert und sehr betroffen daavon.

Ich weiß nicht, ob du noch mitliest und wie es deinem Bruder geht.

Das mit den Drogen finde ich schade, dazu kann ich aber nichts sagen, da ich keine nehme.

So wie ich es sehe steckt ihr in einem Teufelskreis.

Deinem Bruder geht es sehr schlecht, doch um Medikament zu nehmen bräuchte er Krankheitseinsicht und dazu müsste er Ruhe finden und seine Situation überblicken, was ihm vermutlich erst mit Medikamenten im Laufe der Zeit gelingt. Kurz gesagt ohne Krankheitseiinsicht keine Medikamente und ohne Medikamente keine Krankheitseinsicht

Bei mir hat das mit der Eiinsicht lange gedauert. Zum Glück meiner Famillie hatte ich wenig Kontakt zu meine Angehörigen und habe alles mit mir selber ausgemacht.Ich habe zwei Zwangseinweisungen erlebt. Ein Therapeut sagte zu mir, wenn damals jeamnd vernünftig und norma mit mir gesprochen hätte, wäre es nicht so weit gekommen mir meiner Erkrankung.

Nach dem zweiten Aufenthalt wurde ich gezwungen Medikamente zu nehmen, was ich gegen meine Willen tat und da wohl zu niedrig nicht viel brachte. Ich habe mich jahrelang immer nur zusammengerissen, um zu funktionieren und wenn ich auch sonst keine Leuchte bin, dass kann ich ziemlich gut :-)

Ein Mindestmass an Einsicht darüber, dass es mir schlechter geht als anderen habe ich erst Jahre später auf einer psychosomatischen Reha gewonnen, die mir eine sehr hilfreiche Therapeutin verordnet hat. Die von der Reha wollten mich aber als ich ankam gleich wieder weg und in die Psychiatrie schiccken, weil ich mit den Nerven fertig war, Ich haber mich geweigert und musste unterschreiben, dass ich auf eigene Verantwortung bleibe, das war mein Glück.

Ich wünsche euch allen dass Deinenm Bruder geholfen werden kann und deine Familie erhalten bleibt.

Dein Bruder hat so wie ich es verstehe ein sehr liebevolles verständiges Umfeld, dass er vielleicht bewusstn icht mehr wahrnehmen kann aber um das er trotz dem weiß.

Alles Gute
Bearbeitet von Bluemchen am 12.09.2012 19:42
 
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