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Cannabidiol - das Wundermittel gegen Schizophrenie
Alf
Cannabidiol ist nicht zu verwechseln mit Delta-9-THC, den allgemein bekannten Wirkstoff der Cannabispflanze, der die positiven Symtome einer Psychose leider verstärkt. Ein weiterer Wirkstoff des Hanfgewächs ist Cannabidiol (CBD), welcher keine psychotrope Wirkung (Rauschwirkung) hat, sondern im Gegenteil die Wirkung von THC verringert, sozusagen das Gegenmittel der Natur gegen psychotrope Cannabinoide.
Laut einer Studie der Univerität Köln, haben 400 mg Cannabidiol täglich die gleiche Wirkung wie 600 mg Amisulpride (atypisches Neuroleptikum Solian).
1. CBD ist noch nicht als rezeptpflichtiges Medikament erhältlich.
2. CBD darf nicht mit Rauschgift verwechselt werden, wie es leider aus Unwissenheit oft passiert.
3. Engagiere Dich doch auch bei Deinem Arzt dafür, dass die Pharmaindustrie dieses Medikament eines Tages produziert!
4. CBD hat nicht die Nebenwirkungen von Neuroleptika.
5. CBD hilft auch bei Angstneurosen und Depressionen, da es eine starke beruhigende Wirkung hat.

Kopie eines Beitrags von psychoseforum.de, verfasst von jneuromancer:
Es ist ja schon seit langem bekannt, dass Cannabidiol (CBD), eines der in Hanf enthaltenen Cannabinoide, antipsychotisch wirkt. Dazu wurde in Brasilien mal eine Studie durchgeführt:

http://www.scielo...4/6164.pdf

Den Link habe ich ja schon mal gepostet. Jedenfalls hatte ich daraufhin meine Ärztin mal angesprochen, und die hatte davon noch nichts gewusst.

In der Brasilianischen Studie wurde an 4 Patienten mit eine Menge von 1500mg bzw. 1280mg CBD bewiesen, dass es gleichwertig in der antipsychotischen Wirkung war, wie eine mir leider unbekannte Menge Haloperidol und ich glaube auch Clozapin. Allerdings traten bei CBD weitaus geringere Nebenwirkungen auf.

Nun ist an der Universitätsklink Köln ein ähnlicher Versuch gemacht wurde. Die Studie dauerte 4 Wochen lang und beinhaltete 42 Patienten als Probanden. Eine Hälfte davon bekam 800mg CBD pro Tag, die andere Hälfte eine mir unbekannte Menge Amisulprid (Solian). In der antipsychotischen Wirkung gab es hier keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Patientengruppen. Allerdings verursachte hier Cannabidiol signifikant weniger Nebenwirkungen als Amisulprid.

http://www.ecnp.n...chung.html

CBD ist ein Naturprodukt und deshalb nicht patentierbar von einer Pharmafirma. Ausserdem ist die Pflanze praktisch überall auf der Welt illegal und die Herstellung von CBD ist deswegen nicht unproblematisch. Allerdings wird es jetzt in Deutschland hergestellt von der Firma THC-Pharm, die ja auch Dronabinol (Marinol) herstellt. Allerdings wird es zur Zeit noch mit astronomischen Preisen gehandelt.

Jemand den ich aus einem anderen Forum kenne, hat sich mal die Mühe gemacht und etwas rumtelefoniert mit Kliniken und Pharmafirmen. Offenbar ist gerade eine nichteuropäische Pharmafirma (den Namen durften sie ihm nicht sagen) dabei, in der Sache zu verhandeln. Sie wollen tatsächlich CBD als antipsychotisches Medikament auf den Markt bringen. Meinen Informationen zu Folge wird es wohl noch ca. ein halbes Jahr dauern, bis man offiziell von so einem Medikament sprechen kann.

Wir sehen also, es wird bald eine nebenwirkungsarme Alternative zu unseren Neuroleptika geben. Das sind doch mal gute Neuigkeiten und wir können mit Zuversicht in die Zukunft sehen. Bald ist die Zeit der Nebenwirkungen für viele vorbei.


Diesen Beitrag hat Alf von Psychoseforum.de kopiert und stammt von neuromancer, bin ja keine Gutenlaus!

Ich muss euch noch berichten, dass ich heute bei der Salzburger Gebietskrankenkasse beim Chefarzt war und der mir mitteilte, dass Cannabidiol nicht durch die SGKK bewilligt wird.
Zweitens habe ich in einer Apotheke gefragt und erfahren, dass möglicherweise ein Einfuhrverbot des Mittels CBD produziert von der Firma THC-pharm besteht, was bedeutet, dass ich mich nun an das österreichische Bundesministerium für Gesundheit wenden muss, um zu erfahren, ob es eine Zulassung per Verordnung für CBD gibt oder nicht. Das ist die österreichische Rechtslage.
Falls CBD in Deutschland zugelassen ist, kann man es sich mit Privatrezept besorgen, falls es die Krankenkassen nicht bewilligen, das gilt aber leider nur für Leute mit viel Geld, da CBD sehr teuer ist.
Da CBD eine entzündungshemmende Wirkung hat, scheint CBD die durch Antikörper im Gehirn hervorgerufene Entzündungsreaktion zu beseitigen, ein neuer Lösungsansatz. Die Forschung beschäftigt sich schon mit Entzündungshemmern iZsh mit Schizophrenie, nimmt aber Cannabidiol leider nicht zur Kenntnis.
Alf
 
Alf
CBD hat eben keine psychotrope Wirkung, heißt Rauschwirkung, wir sprechen als von einem nicht-psychotropen Cannabinoid, im Gegensatz zu Delta-9-Tetrahydrocannabinol und CBN. Das Problem ist also, dass Cannabinoide grundsätzlich verteufelt werden, ohne zu differenzieren, dass es auch nicht-psychotrope Cannabinoide gibt, wie CBD, die harmlos sind und lediglich einen medizinischen Nutzen haben.
CBD wurde in der früheren Tschesolowakei in der Tiermedizin als Quasiantibiotika eingesetzt, wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung. Da es sich bei Schizophrenie um eine Hirnentzündung handelt, erklärt sich daraus auch die Wirkung des Cannabidiol.

Ich möchte den Vorschlag machen, dass sich jeder von euch brieflich an seinen GesundheitsministerIn und an seine Krankenkasse wendet, mit der Forderung, dass Cannabidiol ein zugelassenes und bewilligungsfähiges Medikament der Krankenkasse bei Krankheiten wie Schizophrenie, Manien, Depressionen, Angstneurosen und ADHS wird. Wenn wir Psychotiker nichts unternehmen wird sich nichts ändern, und müssten dann unter den Nebenwirkungen der Neuroleptika weiterleiden. Ich fordere euch daher auch auf, etwas für den Einsatz von CBD in der Medizin zu unternehmen.

Ich möchte euch nur bitten, nicht abzuschweifen auf Drogenkonsum, dazu ist die Sache zu ernst, CBD hat nichts mit Drogen zu tun!!!

Alf
 
Alf
Hier noch etwas Munition für einen Brief bzw email an GesundheitsministerIn und Krankenkasse, den ich euch eindringlich bitte zu schreiben:
International Association for Cannabinoid Medicines, IACM Bulletin of 18 September 2005:
Forscher der Universität Köln präsentierten die Ergebnisse einer Studie, welche die Effekte von Cannabidiol und Amisulpride (ein etabliertes Antipsychotikum) bei 42 Patienten mit akuter Schizophrenie verglichen. Die Hälfte der Untersuchungsgruppe erhielt 800 mg orales CBD täglich für eine Dauer von vier Wochen. CBD reduzierte signifikant die Symptome einer akuten Psychose, verglichen mit dem Gesundheitsstatus bei Berginn der Behandlung. Es wurden statistisch keine Unterschiede in den Behandlungseffekten verglichen mit der Kontrollgruppe, die mit Amisulpride beghandelt wurden, festgestellt..."
Für Österreich: Bundesministerium für Gesundheit
BM Alois Stöger
Radetzkystraße 2
1030 Wien
.
Für Deutschland:
Bundesministerium für Gesundheit
Rochusstraße 1
53123 Bonn
E-Mail:

Think positiv!
 
Alf
Hallo hier ist wieder Alf,
das österreichische Bundesministerium für Gesundheit hat mir nun meine Anfrage wegen einer Zulassung des Naturheilmittels Cannabidiol beantwortet. Kurz gesagt handelt es sich bei Cannabidiol nicht um ein Suchtmittel nach dem Suchtmittelgesetz. Zweitens ist CBD nicht als Arzneispezialtität zugelassen in Österreich, aber darf als natürliches Heilvorkommen gemäß § 18 Arzneimitteleinfuhrgesetz für den Privatgebrauch nach Österreich ohne Einfuhrbewilligung eingeführt werden. Ob die deutsche Firma THC-Pharm bereits um eine Einfuhrbewilligung angesucht hat, damit auch ein Bezug durch Krankenanstalten direkt möglich ist, muss ich noch bei der Firma THC-Pharm abklären.
Wenn man also täglich 225,-- Euro für 500 mg Cannabidiol locker machen kann, dann steht in Österreich einer Behandlung von Psychosen mit CBD nichts im Wege!!! :lol:

Antwortschreiben des österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit vom 27.12.2011:
Betrifft: Zulassung des Medikaments Cannabidiol der Firma THC-Parm
Sehr geehrter Herr,
vielen Dank für Ihr Schreiben an das BürgerInnenservice des Bundesministeriums für Gesundheit.
Cannabidiol (CBD) ist ein Wirkstoff der Cannabispflanze, der in Österreich derzeit weder als Suchtmittel im Sinne des Suchtmittelgesetzes (BGBl. I Nr. 112/1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 143/2008), noch als Drogenausgangsstoff (Verordnung (EU) Nr. 225/2011 der Kommission) eingestuft ist.
Gemäß § 7b Arzneimittelgesetz, BGBl. Nr. 183/1985 i.d.g.F. kann der Bundesminister für Gesundheit eine in einer anderen Vertragspartei des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Arzneispezialität aus Gründen der öffentlichen Gesundheit zulassen, wenn für eine Humanarzneispezialität keine Zulassung und auch kein Antrag auf Zulassung vorliegt. Eine Arzneispezialität, welche Cannabidiol enthält, ist uns allerdings nicht bekannt.
Die Einfuhr einer in Österreich nicht zugelassenen Arneispezialität ist gemäß Arzneieinfuhrgesetz, BGBl. I Nr. 65/2011 i.d.g.F., unter den dort gelisteten Bedingungen möglich. Für den Vollzug dieses Bundesgesetz ist das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen zuständig.
Wir hoffen, Ihnen mit dieser Information weitergeholfen zu haben. Gerne sind wir für weitere Fragen für Sie erreichbar.
Mit freundlichen Grüßen
 
Hanf-Zahn
Hallo Alf
Ich habe deinen Beitrag über CBD gelesenen und er bestätigt meine Erfahrung mit meiner kostengünstigen legalen Alternative, da ich eine Mundspülung herstelle, die nicht für den Verzehr bestimmt ist. Das CBD-Öl wird aus legalen Nutzhanf aus deutschen Anbau unter 0,2 % THC produziert.
Siehe Link www.Hanf-Zahn.com
Es ist schwierig aber schön in ein normales Leben zurückzukehren.
Glück Auf Hanf-Zahn
 
gateas
Was hat es mit diesem Hanf-Zahn auf sich??

Das Video auf der Homepage ist total strange finde ich..

Gibt es schon Möglichkeiten legal an CBD zu kommen?

Wäre super wenn man irgendwie Teil einer Studie sein könnte..

Gruß

gateas
 
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