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Krank sein und die Welt der Gier der Ökonomen
Fox
Moin Moin,

mich plagen nun seit gestern Zukunftsängste.
Ich habe nun seit 3 Monaten die feste Diagnose auf para.hallu.
bin erst in die Klinik stationär und nun inner Tagesklinik vor einer Woche
gestartet, nun bin ich noch lange dort, krankgeschrieben,
aber mich plagt die Angstwas danach ist.

Ich bin noch Azubi (meine 3te Ausbildung, vorher immer abegrbochen
weil ich nicht klar kam, hab die Krankheit gut 10 Jahre bin 22)

Ich bin auch nichtmehr bereit die Ausbildung weiterzumachen,
mein Problem ist dass meine Symptomatiken sich verschlimmern
getriggert werden sobald ich eingebunden, unter Zwang und
Pflicht stehe und nicht machen kann was ich will und wie ichs will.

Dann dreht sich der Kreis von vorne nach hinten neu durch den Teuefl.

Was kann ich nach der Tagesklinik denn noch machen, auch um
mich erstmal im sozialen Umfeld und meinem Ich zu festigen um
besser mit der krankheit leben zu können, bleibt mir wirklich nur
Arbeitslosmelden?
Unser Problem sind nicht die Verrückten sondern die Normalen.
 
Andreas
Hallo Fox,

deine Situation ist nicht ausweglos.

Setze dich mit dem Sozialarbeiter deiner Tagesklinik in Verbindung und sprich mit ihm/ihr über deine Situation. Vielleicht wurde auch schon der Hinweis einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen an dich herangetragen.
Sobald du diesen beantragt hast, hast du auch das Recht einen Integrationsfachdienst in Anspruch zu nehmen.
In Berlin gibt es eine Offensive namens "Job4000". Dabei geht es darum jungen schwerbehinderten Menschen den Übergang Schule-Beruf zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Weiterhin gibt es seit kurzem auch die unterstützte Beschäftigung für junge schwerbehinderte Menschen mit einem erhöhten Betreuungsbedarf. Ziel dieser Offensiven ist es, die Menschen mit Behinderungen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu integrieren. Selbst wenn "Job4000" oder die unterstütze Beschäftigung (UB) für dich nicht in Frage kämen, wäre der Integrationsfachdienst eine Anlaufstelle für dich. Weiterhin hast du die Möglichkeit eine Berufs Förderungs Maßnahme in einer Berufsförderungs Werkstatt zu machen. Dann gibt es auch noch Berufs Trainingszentren (BTZ).
Sprich über diese Möglichkeiten mit deinem Sozialarbeiter in der Tagesklinik, er oder sie sollte dir da auch etwas weiterhelfen können.

Integrationsfachdienste bieten auch berufsbegleitende Maßnahmen an. So vermitteln sie z.B. zwischen dir und deiner Ausbildungsstätte. Wichtig ist bei Allem nur, das du wenigstens den Schwerbehindertenausweis schonmal beantragt hast.

Viele Grüße
Andreas
Bearbeitet von Andreas am 29.04.2011 01:25
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Fox
So mein Antrag auf einen schwer Behindertenausweis ist unterwegs dauert aber.
Was sich mir jetzt als frage stellt wie ich an finanzielle Leistungen komme, ALG2 kommt es in Frage ich bin ja weiter krankgeschrieben, aber um an eine Wohnung zu kommen per STaat brauch man ja ALG2. *bin jetzt raus aus der Tagesklinik seit gestern und hab momentan per Sozialhilfeantrag ne Anfrage auf betreutes Wohnen laufen, da geht dann ja die Leistung vom Sozialamt hin*
Unser Problem sind nicht die Verrückten sondern die Normalen.
 
Nase im Wind
Fox schrieb:

bin jetzt raus aus der Tagesklinik seit gestern und hab momentan per Sozialhilfeantrag ne Anfrage auf betreutes Wohnen laufen, da geht dann ja die Leistung vom Sozialamt hin*


Hallo Fox
Meinst du betreute Wohn-WG oder betreutes Einzelwohnen in der eigenen Wohnung?
Die WG zieht einiges ab für Unterbringung etc. Wenn du dir trotz deiner Situation zutraust und allein leben kannst/ möchtest, ist es vielleicht der Weg ein eigene Wohnung zu unterhalten.

Betreutes Einzelwohnen (unabjängig von einem gesetzlichen Betreuer - falls du einen hast oder brauchst, es kann beides sein) in der eigenen Wohnung. Das kostet dich nichts da du wohl nicht über den entsprechenden Einkommenssatz hinaus kommst.
Immer mehr Wohn-Wg-Einrichtungen bieten das betreute Einzelwohnen an. Da kann man einfach abklappern, hingehen und nachfragen. Die setzen sich dann mit dem SPD in Verbindung. Der SPD vermittelt lieber einen gesezlichen Betreuer (der nimmt dir alle Verantwortung ab und hat in vielen der Belange weitgehend das Sagen). Der SPD muss nicht die Kosten für gesezl. Betreuer tragen, sondern der allgemeine Steuerzahler.
Den SPD kannst du auch direkt darauf ansprechen, aber nicht beeindrucken lassen von deren Vorschlägen. Ein gesundes Misstrauen ist angebracht.


Das mit der Zukunftsangst kann ich verstehen, ist für mich und vielen anderen ein ungutes Gefühl. Die Ungewissheit ist leider realistisch. Doch lass dich nicht davon auffressen, denn ändern wird das nichts, so wie Zukunft derzeit sich darzustellen scheint.
Hilfreich kann das Aufsuchen von Kontakteinrichtungen sein. Ich selbst besuche verschiedene im fliegenden Wechsel, und wo es mir am besten gefällt gehe ich öfter hin.

Jonny
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
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