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Guten Tag
Pamfilius
Hallo!
Zunächst einmal wollte ich kurz Hallo sagen! Bin neu hier und hoffe hier ein wenig Hilfe zu finden.
Ich bin 38 und meine Mutter ist seit ich denken kann schizophren. Dieses äußert sich darin, dass Sie sich von allem und jedem Bedroht fühlt, selbst von ihren engsten Angehörigen. Sie redet mit ihrem „hm hm“ wie sie es ausdrückt, es kommen Aussagen, wie das hat der Vogel ihr gesagt. Sie unterstellt, jedem, dass er mich verletzt, angreift oder umbringen will. Überall sind Bomben versteckt und alle wollen uns böses. Ein normaler Dialog ist kaum möglich. Sie schreit meinen Vater an, der trotz der ganzen schweren Zeiten, bei ihr geblieben ist. Dazu kommt, dass Sie bei allen möglichen Leuten anruft, diese am Telefon beschimpft, anschreit und auch Drohungen ausspricht. Dieses macht Sie auch auf dienstlichen Nummern, und auch spät in der Nacht. Eine Kontrolle ist da kaum möglich, außer dass mein Vater immer mehr Nummern sperrt.
3 mal wurde meine Mutter zwangseingewiesen, teilweise war sie fast 1 Jahr in der Klinik, hier wurde sie nach meinem empfinden, lediglich ruhig gestellt, sie selber hat keinerlei Krankheitseinsicht. Nach Ihrem letzten Aufenthalt ging es etwas besser, aus welchen Gründen auch immer, konnte mein Vater mit Ihr regelmäßig zum Arzt fahren, der ihr eine Depotspritze verpasst hat. Damit war nun ca. 3 Jahre ein relativ entspannter Umgang mit ihr möglich.
Seit Anfang diesen Jahres hat sie sich aber wieder verweigert zum Arzt zu fahren und nun ist es wieder so, dass der ganze Spuk wieder los läuft. Dazu kommt das bei ihr leichte Altersdiabetis festgestellt wurde (in der Zeit wo sie zum Arzt ging), auch dieses wird jetzt nicht weiter beobachtet und sie stellt natürlich auch nichts an ihrer Ernährung um.
Mein Vater ist noch der Betreuer, aber das Gericht will dieses jetzt aufheben, da ja die letzten Jahre nicht vorgefallen wäre…
Die Zwangseinweisungen hatte damals noch ein bestellter Betreue gemacht, aber mein Vater wurde dazu gedrängt die Betreuung selber zu übernehmen, aber auch er kann eigentlich auch nicht mehr.
Ich versuche jetzt, selber ein bisschen Unterstützung zu leisten, wohne aber leider nicht so nah, dass ich da viel bewirken kann.
Im Moment möchte ich herausfinden, was man genau tun muss, um eine Einweisung zu erwirken und ich suche Kontakt zu Leuten, die in einer ähnlichen Situation sind.
Ich habe das ganze hier auch nur mal kurz umrissen, es würde sonst den Rahmen sprengen.
Gruß erst mal
Sven
 
Michaela
Hallo Swen;

Willkommen!

Leider kann ich Dir nicht wegen Einweisungsregeln helfen, ich denke das können Andere Mitglieder die mehr Kenntnisse in diesen Fach haben...

Ich bin hier auch Neuling und habe diese Sachen alle auch Mitgemacht, mein "Vorteil" ist das meine Mutter inzwischen 87.J. alt ist und die hohen Jahre dämpfen die Symptome. Wie alt ist Deine Mutter? Bei meiner Mutter mussten auch mehrere Zwangs aufnahmen gemacht werden, wo sie meistens fertig brachte zu fliehen. Das letzte mal klappte es und sie bekommt eine Monatliche Spritze von Haldol. Kann Dein Vater nicht wenn sie eine Krise hat mit dem Notarzt sie wieder zur Behandlung bringen lassen? Dadurch das die Einsicht zur Krankheit fehlt denkt die Person das sie "Misshandelt" wird und das der Wahnsinn von der Familie ist, stimmt das bei Deiner Familie auch?

Seit Ihr beide alleine um die Sache zu Bearbeiten oder sind noch andere Angehörige mit denen Ihr rechnen könnt?
In Deiner Gegend gibt es vielleicht Gruppen die Angehörigen von Betroffenen helfen, sehe doch mal hier in Forum unter Angehörigen Hilfe und im Netz nach, da gibt es mehrere Adressen.

Liebe Grüsse;
Michaela.
Nicht immer ist es Möglich sich in die Rolle des Anderen zu tun.
 
Pamfilius
Hallo Michaela,

meine Mutter ist 61 und körperlich noch recht fit. Leider steht mein Vater da mehr oder weniger alleine mit da, ich wohne 140 km weit weg und vor Ort ist niemand der da Unterstützung leisten kann.
Mein Vater hat über die Jahre, wo mein Mutter ganz heftig drauf war, nahezu alle sozialen Kontakte verloren. In den letzten Jahren hat er sich mühsam wieder einen Kreis aufgebaut über einen Verein, er versucht aber alles, die nicht mit ins Boot zu holen, um nicht wieder seine Kontakte zu verlieren (die schlechten Erfahrungen belasten ihn da sehr). Einige wissen schon was los ist, bieten sogar zumindestens seelische Unterstützung an, aber... naja.

Bei meiner Mutter ist das auch genau so, dass alles was man tut, auch bei Einweisungen, dieses von der bösen Familie gemacht wurde. Sie schießt dann gegen jeden, obwohl die meisten ihr wirklich nur helfen wollen.

Mein Vater hat immer alles verucht, mich da raus zu halten, bin früh zu Hause ausgezogen, er hat mich mit der Wohnung unterstützt und sagt immer, ich solle mein Leben leben und mich nicht da rein hängen, aber das bin ich ihm schuldig. Ich möchte. dass er auch zu sich kommt und ein aktives Leben führen kann, mit 67 ist er auch nicht mehr der jüngste.

Ich suche gerade nach Gruppen im raum Hamburg, um da auch etwas schlauer auf dem Gebiet zu werden.

Gruß

Sven
 
Andreas
Hallo Sven,

auf der Suche nach Angehörigengruppen könnte dir eventuell in Hamburg die Uni-Klinik in Eppendorf einen guten Anlaufpunkt bieten. Immerhin ist es die Klinik, die mit als Erstes die Psychoseseminare ins Leben gerufen haben. Die Psychoseseminare sind trialogisch aufgebaut, das heißt es treffen dort Erfahrene, Angehörige sowie professionelle Mitarbeiter zusammen um gegenseitig Erfahrungen auszutauschen.

Eine andere Möglichkeit bieten dir die Angehörigengruppen. Die Angehörigengruppen der einzelnen Bundesländer sind dem Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker untergeordnet. Den Bundesverband findest du im Internet unter www.bapk.de dort findest du auch den Angehörigenverband für Hamburg, bzw. Umgebung.

Ansonsten kann ich zu deiner Situation nur sagen, dass dein Vater es richtig macht und dich nicht mit ins Boot holt wie du schon schriebst und dich da weitestgehend raushält. Ich kann dich auch verstehen, dass du deinen Vater gern unterstützen möchtest, dies ist vielleicht auch gar nicht so schlecht. Aber ich kann dir auch nur den Hinweis geben, dass in manchen Fällen Abstand Nähe bringt und das Abstand sehr wichtig ist in vielen Situationen.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Nase im Wind
Pamfilius schrieb:
Hallo!
Zunächst einmal wollte ich kurz Hallo sagen! Bin neu hier und hoffe hier ein wenig Hilfe zu finden.
Ich bin 38 und meine Mutter ist seit ich denken kann schizophren. Dieses äußert sich darin, dass Sie sich von allem und jedem Bedroht fühlt, selbst von ihren engsten Angehörigen. Sie redet mit ihrem „hm hm“ wie sie es ausdrückt, es kommen Aussagen, wie das hat der Vogel ihr gesagt. Sie unterstellt, jedem, dass er mich verletzt, angreift oder umbringen will. Überall sind Bomben versteckt und alle wollen uns böses.
Im Moment möchte ich herausfinden, was man genau tun muss, um eine Einweisung zu erwirken und ich suche Kontakt zu Leuten, die in einer ähnlichen Situation sind.

Ich habe das ganze hier auch nur mal kurz umrissen, es würde sonst den Rahmen sprengen.
Gruß erst mal
Sven


Hallo Sven
Sei Begrüßt hier im Forum

Deine Mutter benutzt offenbar Metaffern um ihre Eingebungen oder Informanten zu bestätigen. ist sowas wie von Gott kommend oder andere Quellen die sie für sich erschlossen hat. Nicht leicht dahinder zu blicken.

Es war nur eine Frage der Zeit bis es wieder los geht. Dein vater hat bestimmt zum ersten mal Hoffnung auf eine erste Besserung. Aus ihrer Sicht ging es ihr soweit gut, welchen Sinn ergäbe es dann sich regelmäßig eine Spritze rein-jagen zu lassen, wo anscheinend mit einem alles in Ordnung ist.

Zucker hat auch jede menge Tücken, ist völlig unberechenbar, und deine Mutter ist nicht zugänglich ihre Ernährung anzupassen. Eventuell lässt sich da was mit zwischeneinweisung machen, später??? Um Insulin wird sie vermutlich auf Dauer nicht herum kommen.
Deine Mutter hat ihre eigene Logik und hält sich natürlich daran. Das eigentlich größte Problem für deinen Vater, stellt bisher wohl vorrangig ihr Verhalten nach außen dar, besonders wegen des telefonischen Zugangs, vielleicht zu Freunden oder der Firma. Ich nehme an, dass sie oft auch allein unterwegs ist.


Einweisen in eine Klinik oder einen längeren Aufenthalt dort, ist nicht mehr so einfach weil die Kriterien jetzt höher liegen - ist auch gut so, jedoch von Seiten der psychosozialen Unterstützung ist man nicht angemessen darauf eingestellt. Dennoch kann es nicht schaden je nach Änderung der Lage, sich mit dem Sozialpsychologischen Dienst (SPD) ins Gespräch zu begeben.

Das Selbstbestimmungsrecht erschwert die Möglichkeiten einzugreifen.
Klinikeinweisung setzt eine Akut-Situation voraus oder anhaltenden Zustand, dass nach Einschätzung des Arztes, ob eine gewisse Selbst- u. Fremdgefährdung besteht oder jemand so sehr außer sich ist, dass eine daraus resultierende erhöhte geistige Verwirrung / Schädigung zu befürchten ist (wäre eine Form der Selbstgefährdung). Dafür kann gegebenenfalls auch jemand vom Bereitschaftsdienst des SPD herangezogen werden, da kommt dann ein Arzt hinterher um die Lage zu prüfen.

Wenn der Notarzt kommt ist es gut explizit auch ein Augenmerk darauf zu legen, aus Sorge um die Betroffene Person diese Einweisung zu wollen. Das die Umgebung tyrannisiert wird oder so, hören die vom Notteam zumeist als den wichtigsten Grund, da sind die abgehärtet.
Die Nachbarn haben da allerdings ihre eigene sehr viel niedrigere Toleranzschwelle. Da könnt ihr bestimmt ein Lied davon singen. Damit ist man auf sich gestellt als Angehöriger.


Betreuungs-Herrschaft sichern;
Der zu Ende gegangene vorübergehenden Frieden scheint ja erkenn- u. erklährbar zu sein. Komische Vorstellung des Richters. Aber angeordnete Betreuung wird vom Staat bzw. Steuerzahler bezahlt, im Allgemeinen.
Der gesamte Verlauf und die sich wieder verschlechterte Situation sollte doch genügen um zu begründen weshalb eine Betreuung weiterhin erforderlich ist. Oder worauf gründet sich der bisherige Anspruch auf bestimmen einer Betreuung? Was sollte jetzt anders sein?

Bei einer gesetzlich angeordneten Betreuung geht es in erster Linie oder Hauptsächlich um Regelung der Finanzen und Geldeinteilung und, oder behördliche Angelegenheiten die derjenige selbst nicht bewerkstelligen kann. Ist z.B die Existenzgrundlage der Familie, beweisbar gefährdet durch entsprechend unkontrollierte Ausgaben, dann ist eine solche Betreuung gesichert, gewährleistet.
Angehörige als Betreuer, können vom Betroffenen abgelehnt werde, soweit ich weiß. Dann wird jemand anderes bestimmt. Als offizieller Betreuer seiner Frau (nehme ich an), muss er jedenfalls regelmäßig Berichte an das Gericht schreiben.
Manchmal hat einer nur die Wahl zwischen Betreuter Wohn-WG oder Zwangsbetreuung in der eigenen Wohnung wenn im besonderem Ausnahmefall regelmäßige Meditation oder Therapie angeordnet wurde, dessen derjenige ohne Überwachung der Einhaltung, nicht nachzukommen vermag.
Ein solches Kriterium liegt bei deiner Mutter bisher offensichtlich nicht zu Grunde. Verweigerung u. Verwirrung an Sich, berechtigt keine Zwangseinweisung.

Ein gewisses Maß an Belästigung oder Störung muss Umgebung, und Familie, bis zu einem gewissen Punkt bei Kindern, juristisch-rechtlich in Kauf nehmen und ihrer seits damit umgehen. Dein Vater weiß sicher sehr gut wie hoch die Schwelle ist, aus Sicht der Ärzte u. dem SPD.


Was sagen denn so die Ärzte? Da gibt es wahrscheinlich doch eine sog. Diagnose. Will sagen, die sind inzwischen etwas aufgeschlossener. Von allein, ohne auf konkrete Antwort zu bestehen geben die bisher immer noch keine brauchbaren Hinweise.
Die vom SPD sind doch die eigentlichen Ansprechpartner, denke ich, zur Situation um etwas zu besprechen oder einzuleiten, und der einzige falls es keinen behandelnden Psychiater deiner Mutter gibt.


Habe mal überlegt und versucht zu beschreiben unter welchen möglichen Bedingungen eine Klinikeinweisung am ehesten sein kann. Vielleicht lässt sich was hier von herausziehen und anders nutzen. Vielleicht können bei ihr nur Klinikaufenthalte, in kürzeren Abständen etwas verändern helfen. Die Momente planen geht nicht. Diese Momente müssen sich ergeben, und dann diese nutzen.
Aber nur mit Medikamenten voll-stopfen und so auch entlassen, verfehlt die Chancen.

Jonny
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Pamfilius
Hallo!
Vielen Dank für die vielen Hinweise.

In den letzte Jahren war in Anführungszeichen Ruhe, da sie mit Medikamenten veollgestopft wurde, sie hat leider bis heute keinerlei Krankheitseinsicht und auch die behandelnen Ärzte haben leider wenig Informationen gegeben,

Mein Vater hat immer versucht, dass eine vernünftige Therapie eingeleitet wird, dieses wurde aber immer mit der Begründung mehr oder weniger abgetan, dass man solange sie keine Krankheitseinsicht hat auch keine andere Therapie machen könnte. Dieses hat mich schon immer geärgert, aber sowohl mein Vater als auch ich, sind nunmal medizinische Laien.

Mein vater hat die ganzen Jahre immer gesagt, dass es nicht ewig mit der Spritze weitergehen kann, er hat eigentlich immer nur gesagt, dass sie irgendwann mit sicherheit nicht mehr zum Arzt gehen wird, und so ist es ja auch gekommen.

Ich habe die latente Hoffnung, dass u.U, eine Einweisung in eine andere Klinik hilfe bringen könnte, da ist natürlich wieder das Problem, das es 2 verschieden Kreise sind. Auch dieses ist ja sowas von, naja, blöd, eine Klinik ist in 20 Minuten zu erreichen, vom Wohnort meines Vaters, ist aber ein anderer Landkreis, so haben sie meine Mutter damals in eine Klinik gebarcht wo über eine Stunde Fahrtzeit zu veranchlagen ist, gut das ist vlt. ein anderes Thema.

Der Zugang nach außen, ist nicht das Hauptproblem, weder er noch ich, wollen sie einsperren, und mein Vater ist Rentner, also viel zu Hause, aber, und das finde ich begrüßenswert, bleibt er nicht 24 Stunden am Tag neben ihr zu Hause, sondern versucht nebenher auch sein Leben noch zu leben und geht eben in seinen Verein, geht mal raus und macht noch ein paar andere Dinge, weil auch er seinen Ausgleich braucht.

Das Problem mit dem Telefon ist ja, dass sie sowohl bei Familienangehörigen anruft, als auch bei völlig unbeteiligten Personen. Und mich macht es auch fertig, wenn nachts um 2 das Telefon klingelt und nicht nur einmal sondern 6 bis 10 mal. Ich muss morgens sehr früh aufstehen und auch meine Freundin. Daher haben wir die Nummer gesperrt, ab und an gebe ich das dann wieder frei, weil wenn sie mich gar nicht erreichen kann, ist das ja auch nicht so gut....

Dass sie dann noch bei Freunden von mir anruft und diese im Berufsleben stört finde ich auch nicht so toll. Die meisten zeigen durchaus verständniss, und ich habe auch noch keinen ärger deswegen gehabt, aber ehrlich gesagt ist es einem schon unangenehm, wenn sie bei meinen "Schwiegereltern" anruft und diese aufs übelste beschimpft.

Ich selber und viele meiner langjährigen Freunde können durchaus trennen und sagen, dass es eben krankheitsbedingt und nicht persönlich gemeint ist, aber selbst mich trifft sie damit immer wieder, weil man dea selber auch nicht mal eben trennen kann.

Wie die Begründung der Aufhebung genau aussieht, weiß ich nicht, ich habe das nur von meinem Vater gehört, da muss ich noch einmal nachhaken. ich hoffe, dass ich dieses Wochenende mal wieder rüber komme und mit ihm in Ruhe sprechen kann, wie der aktuelle Status ist.

Wie eingangs geschrieben, ich möchte ihn unterstützen und mich eben in die Materie einarbeiten.

Gruß erstmal

Sven
 
Miss
Hallo erst mal.

Ich dachte ich wäre ganz allein mit solchen Problemen...

Ich fasse mich mal kurz:

Mein Vater ist 59 jahre alt und schon seit dem ich existiere Svhizophren und manisch depressiv.
Eigentlich haben wir seine Krankheiten bis jetzt gut unter konntrolle gehabt. Er kriegt jede 2 wochen Haldol und es ist jetzt 10 jahre gut gegangen.

Er ist jetzt leider wieder krank und wurde auch in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Das Problem ist nur das die Ihm dort nicht helfen. nach einer 4-wöchige Behandlung kommt er morgen wieder nach hause ohne dass es ihm besser geht.

Hab schon versucht mit den Ärzten zu sprechen.... doch die sagen immer nur er wäre freiwillig hier und er hätte angeblich eine altersbedingte depression und kriegt statdessen irgendwelche andere psychpharmaka.

Es wurde mehrfach in den vergangenen Jahren seine eigentl. Krankheit bestättigt. (Schizophrenie)

Mein Vater braucht Haldol .... etwas mehr vieleicht wie die dosis die er schon die ganzen 10 jahren kriegt.

Jetzt stehe ich morgen da mit dem gleichen Problem und weiss nicht mehr weiter.

Hat jemand ein tipp???
 
Andreas
Hallo Miss,

allein bist du mit deinen Problemen definitiv nicht.

Um dir auch einen Hinweis auf persönliche Unterstützung zu geben empfehle ich dir eine Angehörigengruppe in deiner Nähe.

Es gibt den Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker mit der Internetseite: www.bapk.de
Auf dieser Seite findest du die einzelnen Landesverbände der Bundesländer mit Kontaktmöglichkeiten.
Ansonsten würde dir wahrscheinlich auch noch der Sozial-psychiatrische Dienst in deiner Nähe helfen können. diese Sozial-psychiatrischen Dienste sind den Landesgesundheitsämtern untergeordnet. Vielleicht findest du diesbezüglich im Netz weiterführende Informationen.

So lange aber dein Vater nicht gewalttätig oder in einer anderen Art gefährlich ist (für sich oder andere), besteht keine Möglichkeit, deinen Vater gegen seinen Willen in einer Klinik unter zu bringen.

Vielleicht hilft es ihm oder auch dir, wenn sich seine Familie und du mit seinen Ideen (egal ob realistisch oder wahnhaft) auseinandersetzt. Gespräche und Verständnis sind sehr wichtig für Angehörige und den Betroffenen. Es ist nicht immer leicht oder gar einfach sich in die Gedankenwelt von psychisch Beeinträchtigten Menschen hineinzuversetzen, aber es macht ab und an Sinn zu versuchen dem Ursprung auf den Grund zu gehen. Quasi zu versuchen warum alles so gekommen ist, wie es ist. Dazu müsste man aber das gesamte Leben deines Vaters "durchleuchten". Und vielleicht würde dabei deinem Vater auch eine Therapie helfen. Eine Verhaltenstherapie oder Gespräche allgemeiner Natur mit einem Therapeuten.

Versuch dich mit deinem Vater auszutauschen und Gespräche zu führen. Wer weiß wofür es gut sein kann.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
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