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Buch: IRRE – Wir behandeln die Falschen - Unser Problem sind die Normalen
Nase im Wind
IRRE
Wir behandeln die Falschen - Unser Problem sind die Normalen

So heiß ein Buch das ich gerade gelesen habe. Ein Buch für Neugierige und Interessierte.
Würd' ich es mir kaufen, so hätte es seinen Platz zwischen den wenigen anderen Büchern zum Thema.
Mit dehnen hatte ich immer den richtigen Griff, aber solche Bücher kaufe ich nie eingepackt bevor ich nicht Stichprobenartig darin herumblätterte.
Bei diesem Buch hett' ich es riskiert weil ich schon davon hörte.

Ich bedanke mich Mal fürs Borgen des Buches. Schon lange habe ich nicht mehr ein Buch von 185 Seiten so schnell gelesen.
Das Buch ist von Manfred Lütz – die 5. Auflage im Jahr 2009, ISBN 978-3-579-06879-4


Zu Beginn des Buches schrieb der Arzt, und jetzt Kabarettist Herr Eckart von Hirschhausen.
Er ist nicht in jeder Hinsicht der gleichen Meinung mit Manfred Lütz. Nun ja, ich auch nicht in allem.
Aber dieses Buch ist so geschrieben, dass sich jeder seine Meinung bilden kann – Bild dir deine Meinung.
Ich behaupte, wer das Buch gelesen hat gehört wahrscheinlich zum überwiegenden Teil nicht zu den Bild-Lesern oder bringt nach dem Lesen seine alte Zeitschriften-Sammlung der Bild zum Altpapierhändler, falls es so-was noch gibt.

Auf jeden Fall haben mich die ersten Angeführten Worte inspiriert unvoreingenommen, von vorn bis hinten durchzulesen. Zu keinem Zeitpunkt fand ich etwas frustrierendes. Im Gegenteil war es für mich Aufmunternd und Aufbauend, wie es gewollt ist.

Es ist leicht zu lesen, ebenso leicht verständlich und recht Informativ – wie ich finde.
Wer sich vor dem lesen dieses Buches zu den, schlicht gesagt, Normallos zählte, wird eventuell Anfangs etwas erschrocken sein über die deutlichen Worte.
Nach und nach wird’s immer interessanter, und vor allem nicht Verbissen – nur Direkt.

Am Schuss des Buchen wird der Leser wissen was Normal ist und was nicht – oder auch nicht.

Jonny Cool
Bearbeitet von Nase im Wind am 09.08.2010 12:29
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Kathi
die Frage ist heutzutage eher....

Was ist schon normal Pfft
 
Nase im Wind
Diese leidige Dauerdiskussion um Normal oder nicht, gibt es nur deswegen weil Betroffene durch das Umfeld zusäzliches Erleiden müssen.
Hi, Normal das ist für mich zunächst einmal eines von vielen der einzelnen Worte über die ich Stundenlang philosophieren könnte.
Mit meiner Faszination fürs Abstrakte ziehe ich eine Parallele zum Normal sein; einfach, mit jemandem der Selben Ansicht sein.

Apropos: Was heißt es wenn jemand mir sagt, ich sei zu abstrakt? Derjenige sieht die Teilzusammenhänge nicht "und ist nicht interessiert diese kennen zu lernen" usw. Ich empfinde das als verletzend obwohl keine Böswilligkeit dahinter steckt.
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Kathi
Es liegt alles im Auge des Betrachters.
Zudem ist es wohl richtig, über das Wort kann man nicht nur stundenlang philosophieren sondern wahrscheinlich auch ganze Bibliotheken füllen.
Solltest du dich in irgendeiner Weise angegriffen gefüllt haben tut es mir leid.Frown
Aber selbst ich kann das Thema "Normal" nicht mehr hören Smile

Liebe Grüße und alles Gute Kathi
 
Nase im Wind
nein nein, fühle mich keines wegs angegrifen. Im Gegenteil sehe ich es genauso wie du. Wollte nur ausdrücken, dass so viele über das was sie tun nichr wirklich reflektieren. Habe mein Augenmerk auch auf die Politiker, die wiederum auch nur Menschen sind welche in üblichen Verhältnissen aufwuchsen - Liedzitat; "hälfte weinlich, hälfte mänlich, alles steht auf einem Bein Schlußendlich". Es scheint ein Teufelskreis, doch gibt es immer Wege, für alles.

Unter den Betroffenen sond ebenso genug die sich von veralteten Vorstellungen nicht lösen können. Ein besonderes Beispiel ist die Organisation "Irren-offensive". Die glauben doch tatsächlich sie würden es anders machen als ihre verhassten Gegner - die Ärzte". Leider haben die sich aus allen gemeinschaftlichen Projekten zurückgezogen, sehen nur Verräter.
Laut und geschäftig sind sie ja.


Du hast hier noch was hinzu gefügt was ich extra weg ließ. Will ja nicht die Seiten Vollschreiben mit dem das ich an anderer Stelle bereits rausgelassen hab'. Ist auch gut wenn einiges von mehren kommt.
Manchmal ist es mir einwenig peinlich dass ich einer der wenigen bin die oft hier schreiben. Andererseits habe ich Zeit und Lust dazu. Bin in der Lage dies zu tun, u. möchte etwas beitragen.


Ein Mensch der sich bewegt, manchmal sich selber im Wege steht.
Jonny
Bearbeitet von Nase im Wind am 12.08.2010 01:23
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Kathi
Hey Jonny,

na da bin ich ja beruhigt Grin

Ich werd mir das Buch mal als Nächstes holen, im Moment lese ich noch das Buch "Schizophrenie" von Silvano Arieti.
Es ist für mich sehr aufschlussreich, da dort viel drinnen steht was auch Laien verstehen.
Und ich kann meinem Freund ein wenig was dazu erzählen, weil er nicht unbedingt die Geduld dazu hat, sich selber so viel über seine Krankheit zubelesen.
Ist ja auch nicht schlimm, aber ich will halt alles wissen Smile
Also ich kann das Buch nur empfehlen.
Weil wenn Ärzte einen nicht richtig erklären wollen/können was es mit der Krankheit auf sich hat, muss man sich eben selbst weiter helfen.

Außerdem ich find´s klasse dass du hier so viel schreibst und ich les gern von dir.... von daher weiter so Smile


Liebe Grüße und alles Gute Kathi
 
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