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Wie erkläre ich mir und anderen Schizophrenie?
Andreas
Hallo,

wenn ich gefragt werde "Was ist eigentlich Schizophrenie?", erkläre ich es immer so. Ich sage immer Schizophrenie ist lediglich eine verschobene Wahrnehmung der Realität. Dann nenne ich immer folgendes Beispiel. Nehmen wir mal an, du siehst auf nem Dach eine Antenne, das ist für dich (gesunden Menschen) kein Problem, du kannst es als normale Antenne ansehen und sagst dir, schön, da kann jemand fernsehen und Radio hören. Ich als kranker Mensch sehe aber in genau der selben Antenne einen Sendemasten von Agenten, die mich beobachten oder irgendwelche Befehle, mit Strahlen, an mein Hirn senden, und mich somit steuern. Diese Erklärung hab ich dann immer parat und meistens wird diese Erklärung auch verstanden. Diese Erklärung ist aber auch auf meine Diagnose (paranoide Schizophrenie - Verfolgungswahn) zugeschnitten. Wenn ich dann noch gefragt werde, "wie ist es denn dazu gekommen?". Dann sage ich immer "hauptsächlich durch Stress, ich hatte damals enorm viel Stress, beruflichen, wie auch privaten Stress. Dadurch ist in meinem Gehirn ein Missverhältnis an Botenstoffen entstanden. Das heißt soviel wie, in meinem Kopf herrscht ein Dopamin-Überschuss und meine Synapsen kommen mit dieser Menge an Dopamin nicht zurecht. Dafür nehme ich mein Medikament. Es setzt sich auf die Synapsen der Nervenstränge und blockiert somit das überschüssige Dopamin. Das hat die Wirkung, dass keine Reizüberflutung stattfindet." Dadurch habe ich dann auch gleichzeitig die Wirkung meines Medikamentes erklärt. Welche Erklärung gebt Ihr immer, wenn Ihr gefragt werdet "Was ist eigentlich Schizophrenie und wie kam es dazu?" Bitte teilt hier mit, wie Ihr Euch Schizophrenie erklärt. Auch Angehörige und Professionelle können hier ihre Meinung darüber kunt tun.

MfG
Andreas
 
Web
alan
Hallo Andreas,

Du hast eine schoene Erklaerung der Krankheit gegeben? Meine Frage waere: welche ist die Verbindung zwischen den Gedanken und die Botenstoffe? (du hast das Story mit der Antenne erwaehnt...)
Und eine andere Frage: wie entstehen ueberhaupt Gedanken in unserem Gehirn?

mfG
Alan
 
Andreas
Hallo Alan,

Ich bin zwar kein Neurologe oder Neurochirurg, der Dir die Zusammenhänge der Gedanken und der Botenstoffe erklären kann, aber ich versuche es trotzdem mal. Gedanken sind meiner Meinung nach die Verarbeitung von Informationen und Generierung von Reaktionen auf die Informationen (Reize). Damit die Informationen (Reize) übertragen werden können benötigt unser Gehirn Botenstoffe. Diese Informationen (Reize) werden als Stromimpulse durch die Botenstoffe weitergeleitet (Stichwort Hirnstrom).

Vielmehr fällt mir im Moment zu diesem Thema nicht ein. Sollte aber denke ich ausreichend sein.

Gruß
Andreas
 
Web
Nase im Wind
alan schrieb:
Hallo Andreas,

Meine Frage waere: welche ist die Verbindung zwischen den Gedanken und die Botenstoffe?
mfG
Alan


Ich bin auch nur ein interessierter Betroffener, und versuche hie mine Erklärung.
Ich meine, wir denken entsprechend der Fülle oder kombination der Gefühle der Verstand aufnimmt. gefühle machen Erfahrungen und der Verstand konseviert sie, soweit dieser Verstand sie aufnehmen kann.

Unsre Antenne geht meiner Meinung nach von den Gefühlen aus, und der Verstand gleicht sein gesammeltes Wissen von den Erfahrungen der Gefühle, mit dem aktuellen Gefühlen ab um einen Bezug zur Vergangenheit zu haben damit ein aktuell möglichst realistischer Eindruck der Gegenwahrt da ist um Gegenwart einzuschätzen und angemessen zu entscheiden.

Eigentlich geschieht das ausrichten der Antene durch die zusammensetzung der chämischen Prozesse. So verstehe ich es. Aber jedes Erlebnis formiert die Art und Zusammensetzung dieses Chemiehaushaltes.
Die Kommunikation in uns ist auch ein Zusammenspiel aus Schämie und elektrischen Impulsen. Ich vermute, dass die chemischen Botenstoffe eher einen kurzen Weg zurücklegen und dann die Elektrischen Imulse auf längeren Wegen schicken wo sie schnell entfernter liegenden Schaltzentralen weiterer Botenstoffe erreichen.

Jede Reaktion verändert diese Zusammensätzung im Kopf. Ich denke, schwerwiegende Erlebnisse die nicht verarbeitet werden können bringen diesen Chemiehaushalt durcheinander. Aber auch diverse Infekte etc.

medikamente (wie man sie nennt) sollen einiges korrigieren und tun es teilweise auch gelegentlich. leider bringen diese ihrerseits den Chemiehaushalt durcheinander. So kann sein, dass der eine oder andere niemer ohne sie auskommt weil einiges künstlich erschaffen oder unterdrückt wurde. am Ende weis niemand nehr ob weitere medis eine psychose auslösen oder eine Psychose ohne Medis nicht zurück geht.
zusätzliches Wissen und weitere Erfahrungen reichen nicht immer aus um sich dann von der Medikation zu befreien.
medikamente können unterstützend sein. Zugleich werden sie häufig auch zu einem Bummerang eines niecht endenden Kreislauf.

Jonny Wink
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
seestern
So wie Andreas erklärt mein Freund Fremden auch die paranoide Schizophrenie. Wobei er betont, dass etwas mit seinem Gehirnstoffwechsel nicht stimme, die Krankheit also rein biologische Ursachen habe.

Ich glaube, dass die Seele, das Innere des Menschen eine große Rolle spielt. Mein Freund war ein empfindsames Kind, aufgewachsen in einer Familie, in der das Recht des Stärkeren etwas galt. Die Mutter konnte nicht auf die Empfindsamkeit ihres jüngsten Sohnes eingehen, die war viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Überhaupt haben sich die Eltern nicht mit ihren Kindern beschäftigt, sondern sie eher versorgt: Essen, Trinken, Kleidung und ein Dach über den Kopf. Das wars.

Deshalb hat mein Freund eigentlich nie so richtig Zugang zu seiner Gefühlswelt gefunden, denn er hat nicht gelernt, wie man das macht. Die Schizophrenie ist bei ihm auch in einer Stressphase ausgebrochen, bei der Bundeswehr. Er kam da wohl mit dem rauen Ton nicht zurecht, und ich glaube heute, das "Verrücktwerden" und aus der Rolle fallen war eine Fluchtmöglichkeit für ihn. Außerdem hat er früher Haschisch geraucht, vielleicht hat das die Dispostion verstärkt.

Im Moment ist er wieder psychotisch, jetzt lässt er seinen ganzen Zorn und die Wut raus, die er die letzten zehn Jahre, in denen er "schubfrei" war, angestaut hat. So kommt es mir vor. All das, was er jahrelang geschluckt hat an (scheinbarer oder wirklicher) Ungerechtigkeit bricht jetzt hervor und überwältigt ihn. Zu so mancher Wut hat der durchaus Grund, aber leider ist er gerade maßlos in seinem Verhalten.

Es stimmt, was Andreas schreibt: die Wahrnehmung und vor allem die Bewertung des Wahrgenommenen funktioniert nicht mehr richtig. Das liegt sicher nicht ausschließlich am Hirnstoffwechsel, sondern wohl auch daran, dass man nicht gelernt hat, mit diesen Wahrnehmungen umzugehen. Daran hindert mein Freund sich selbst, indem er die Ursachen der Krankheit rein aufs Biologische reduziert. Die Medikamente haben die unerwünschten Symptome unterdrückt, aber nicht geheilt.
 
Nase im Wind
seestern schrieb:
Ungerechtigkeit bricht jetzt hervor und überwältigt ihn. Zu so mancher Wut hat der durchaus Grund, aber leider ist er gerade maßlos in seinem Verhalten.

Es stimmt, was Andreas schreibt: die Wahrnehmung und vor allem die Bewertung des Wahrgenommenen funktioniert nicht mehr richtig.


Ich denke, die verschonene Wahrnehmung ist eine überspitzung der früheren belastenden Erlebnisse.
Die Ärzte wollen im Gehirn Areale entdeckt haben die für die Anfälligkeit zur Schizophrenie angäblich verantwortlich sind.
Aus meiner Sicht sind es gesund ausgeprägte bereiche die für eErhalt von Sensibilität sorgen - Das Umfeld ist der grundauslöser.

Will natürlich nicht in Abrede stellen das Hirnorganische Erkrankungen möglich ist. Das spielt eine untergeordnete Rolle. Ist dieser Zustand da, dann ist in erster Linie menschliche Unterstützung erforderlich.


Bei deinem Freund kann ich es mir gut den Zusammenhang seiner Geschichte vorstellen weshalb es zu einer Psychose kam. So ein leben hält kaum jemand aus ohne größeren Schaden zu nehmen.
Ich habe vielleicht nur Glück gehebt. Viel später bekam ich aus anderen Gründen kurzfristig eine Pschose. Die hatte mit Einsamkeit zu tun. Ist sicher ein Hauptauslöser.

Ich selbst musste mit immer Kritik verkneifen und die Wut wuchs auch. All die Jahrzehnte hielt ich es wenigstens aus aber stand unter extremen Druck. Hatte aber gelernt meine Wut zu kanalisieren bis ich damit umzugehen verstand, wusste aber dass ich die Wut irgendwann loswerden müsste bevor ich viel damit anrichte. Später habe ich Wut nach und nach anbringen können, mehr oder weniger angemessen. angebracht.

Nun, wie das Denken entsteht, die Konstelation von Zusammenhängen, der Apparat Mensch funktioniert und so weiter, interessiert mich sehr. Doch um mit den Herausforderungen des Lebens fertig werden zu können ist es nicht wichtg das zu wissen.
Der Mensch braucht ersteinmal Liebe u. Verständnis was ihm auch gezeigt u. nahe gebracht wird, sowie die Freiheit auch über die Stränge schlagen zu dürfen.
Mehr braucht ein Kind nicht um vorbereitet zu sein. In einer Krise braucht ein Mensch dies ebenso wieder.

Aber auch Eltern brauchen einen ort wo sie in ihrer Welt zuhause sein können. Durch Akordarbeit und einseitige Wirtschftsentwicklung bringt schellen Wechsel von Lebensweisen entstehen. Aber für Ausgleich, im gewohnten Lebenraum und Gleichgesinnten-Kreis ist keine staatliche Unterstützung u. Förderung vorgesehen.
Die Regierungen haben einen großen Anteil daran dass Eltern und Kinder sich verlieren, ihr bisschen Harmonie sich auflöst.

Ein guter Selbstschutz ist jedenfalls, Anderen mit genügender Fairnis zu begegnen, auch wenn die unfair sind. Zumindest hielt mich das wärend meiner unterdrückten Wutjahre über Wasser. Dazu musste ich nicht esrst an einen Gott glauben. Frown
Jonny
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Andreas
Hallo Jonny,

dem Inhalt deines geschriebenen stimmt ich ohne Zweifel absolut zu und ich meine, dass du das sehr gut formuliert hast. Du erntest für diesen Beitrag meinen Beifall Smile

Ganz herzliche Grüße und vielen Dank
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
lebenodschlafen
Hi, ich kann vereinfachen (mach das auch im Alltag) ich kann aber auch ins Detail gehen. Letztendlich glaub ich an die Vielfall. Zum Beispiel deiner Antenne ich würde nie glauben das mich da einer irgendetwas vor hat, als das was die Antenne ist, also eine unsachgemässe Handhabung zum Eigennutz der Person die dahinter steht.
Aber zuviele Antennen machen mich verrückt durch ihre Strahlen, da ich auch Schwingungen wahrnehme wie z. B. die Schamanen.

Würde mich hier gerne persönlich ein wenig mehr vorstellen, aber das mag ich nicht öffentlich, also wer mag schreibt mich an und ich antworte mit drei Sätzen zu meiner Person. siiiiii?

Also seit 10 Jahren soll ich schizophren sein und weiß nicht ob ich es bin. Ne Krankheit akzeptieren die mir ungekannt ist.

Hab hier mal drei Fragen:
Ein Kranker wie soll der Leben, mit wenig input. oder so normal wie möglich. Hier meine ich zum Beispiel Partnerschaft mein Arzt sagt ne Partnerschaft kannst du nicht, leb besser alleine akzeptier deine Krankheit. Aber fehlende Liebe war doch irgendwie Auslöser dieser Krankheit also warum nicht versuchen mit Liebe, Zusammenleben, nette Menschen um sich herum. Frage: Haben die nicht einen positiven Einfluß auf die Krankheit.

Wie ist das mit der Lebenserwahrung. OK, ich sehe ein ich habe ein über aktives Gehirn. Frage: Stirbt das deswegen eher oder ist die Lebenserwahrung gar nicht geringer od. belastet das Gehirn den Körper. Was meint ihr?

Ich bin aus der Köln Bonner Gegend und mir fehlen live Kontakte. Hat jemand hier Interesse.
Weiter zum Thema es gibt wohl eine Selbsthilfegruppe zum Thema Burnout in Bonn. Ich weiß aber nicht, es ist wohl eher zwanghaft. Also vorstellen, das reihum und dann ist man wahrscheinlich schon fertig vom ganzen Input. Ich will mich locker Treffen um zu lachen und Gemeinsamkeit im Morment beleben, dabei brauch ich nicht die Lebens/Krankheitsgeschichte als erstes kennenlernen. Die Burnoutgruppe trifft sich im Altersheim das sagt doch irgendwie schon alles (schöner Ort bestimmt urgemütlich), Aber, also wenn ich mal Mittwochs in der Ecke von Bonn geh ich hin und stell an die Gruppe die selbe Frage ::: )

tschüssssGadu-Gadu
 
Andreas
Hallo Gadu,

soziale Kontakte, auch Partnerschaften sind meiner Meinung nach eher sehr wichtig für uns Betroffene. Auch die schon von dir angesprochene Zuneigung und Liebe.
Jeder der etwas anderes erzählt hat keine Vorstellung von der Störung.

Das ein überaktives Gehirn früher altert liegt nahe, aber ist nicht der Grund für die verfrühte Sterblichkeit von Betroffenen.
Dazu führt in häufigen Fällen eine schlechte Lebensgewohnheit. So z.B. der Konsum von Alkoholika, anderen Drogen und auch der Tabakkonsum spielt eine gewisse Rolle. Weiterhin auch eine schlechte Ernährungsgewohnheit, Bewegungsmangel und vieles mehr.

Warum eine Burnout Selbsthilfegruppe gerade in einem Seniorenheim stattfindet, kann ich dir auch nicht sagen. Für mich wäre es jedenfalls auch nicht gerade eine angenehme Umgebung.
Vielleicht findest du ja auch noch eine andere Selbsthilfegruppe, die in etwas gemütlicheren Räumen ihr Veranstltungen durchführt.
Was das Ansprechen auf diese Situation bei der entsprechenden Gruppe angeht, so würde ich das schon diplomatisch angehen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass die entsprechend Verantwortlichen sich auf den "Schlipps" getreten fühlen.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
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lebenodschlafen
Nase im Wind schrieb:

seestern schrieb:
Ungerechtigkeit bricht jetzt hervor und überwältigt ihn. Zu so mancher Wut hat der durchaus Grund, aber leider ist er gerade maßlos in seinem Verhalten.

Es stimmt, was Andreas schreibt: die Wahrnehmung und vor allem die Bewertung des Wahrgenommenen funktioniert nicht mehr richtig.


Ich denke, die verschonene Wahrnehmung ist eine überspitzung der früheren belastenden Erlebnisse.
Die Ärzte wollen im Gehirn Areale entdeckt haben die für die Anfälligkeit zur Schizophrenie angäblich verantwortlich sind.
Aus meiner Sicht sind es gesund ausgeprägte bereiche die für eErhalt von Sensibilität sorgen - Das Umfeld ist der grundauslöser.

Will natürlich nicht in Abrede stellen das Hirnorganische Erkrankungen möglich ist. Das spielt eine untergeordnete Rolle. Ist dieser Zustand da, dann ist in erster Linie menschliche Unterstützung erforderlich.


Bei deinem Freund kann ich es mir gut den Zusammenhang seiner Geschichte vorstellen weshalb es zu einer Psychose kam. So ein leben hält kaum jemand aus ohne größeren Schaden zu nehmen.
Ich habe vielleicht nur Glück gehebt. Viel später bekam ich aus anderen Gründen kurzfristig eine Pschose. Die hatte mit Einsamkeit zu tun. Ist sicher ein Hauptauslöser.

Ich selbst musste mit immer Kritik verkneifen und die Wut wuchs auch. All die Jahrzehnte hielt ich es wenigstens aus aber stand unter extremen Druck. Hatte aber gelernt meine Wut zu kanalisieren bis ich damit umzugehen verstand, wusste aber dass ich die Wut irgendwann loswerden müsste bevor ich viel damit anrichte. Später habe ich Wut nach und nach anbringen können, mehr oder weniger angemessen. angebracht.

Nun, wie das Denken entsteht, die Konstelation von Zusammenhängen, der Apparat Mensch funktioniert und so weiter, interessiert mich sehr. Doch um mit den Herausforderungen des Lebens fertig werden zu können ist es nicht wichtg das zu wissen.
Der Mensch braucht ersteinmal Liebe u. Verständnis was ihm auch gezeigt u. nahe gebracht wird, sowie die Freiheit auch über die Stränge schlagen zu dürfen.
Mehr braucht ein Kind nicht um vorbereitet zu sein. In einer Krise braucht ein Mensch dies ebenso wieder.

Aber auch Eltern brauchen einen ort wo sie in ihrer Welt zuhause sein können. Durch Akordarbeit und einseitige Wirtschftsentwicklung bringt schellen Wechsel von Lebensweisen entstehen. Aber für Ausgleich, im gewohnten Lebenraum und Gleichgesinnten-Kreis ist keine staatliche Unterstützung u. Förderung vorgesehen.
Die Regierungen haben einen großen Anteil daran dass Eltern und Kinder sich verlieren, ihr bisschen Harmonie sich auflöst.

Ein guter Selbstschutz ist jedenfalls, Anderen mit genügender Fairnis zu begegnen, auch wenn die unfair sind. Zumindest hielt mich das wärend meiner unterdrückten Wutjahre über Wasser. Dazu musste ich nicht esrst an einen Gott glauben. Frown
Jonny
 
lebenodschlafen
Nase im Wind schrieb:

seestern schrieb:
Ungerechtigkeit bricht jetzt hervor und überwältigt ihn. Zu so mancher Wut hat der durchaus Grund, aber leider ist er gerade maßlos in seinem Verhalten.

Es stimmt, was Andreas schreibt: die Wahrnehmung und vor allem die Bewertung des Wahrgenommenen funktioniert nicht mehr richtig.


Ich denke, die verschonene Wahrnehmung ist eine überspitzung der früheren belastenden Erlebnisse.
Die Ärzte wollen im Gehirn Areale entdeckt haben die für die Anfälligkeit zur Schizophrenie angäblich verantwortlich sind.
Aus meiner Sicht sind es gesund ausgeprägte bereiche die für eErhalt von Sensibilität sorgen - Das Umfeld ist der grundauslöser.

Will natürlich nicht in Abrede stellen das Hirnorganische Erkrankungen möglich ist. Das spielt eine untergeordnete Rolle. Ist dieser Zustand da, dann ist in erster Linie menschliche Unterstützung erforderlich.


Bei deinem Freund kann ich es mir gut den Zusammenhang seiner Geschichte vorstellen weshalb es zu einer Psychose kam. So ein leben hält kaum jemand aus ohne größeren Schaden zu nehmen.
Ich habe vielleicht nur Glück gehebt. Viel später bekam ich aus anderen Gründen kurzfristig eine Pschose. Die hatte mit Einsamkeit zu tun. Ist sicher ein Hauptauslöser.

Ich selbst musste mit immer Kritik verkneifen und die Wut wuchs auch. All die Jahrzehnte hielt ich es wenigstens aus aber stand unter extremen Druck. Hatte aber gelernt meine Wut zu kanalisieren bis ich damit umzugehen verstand, wusste aber dass ich die Wut irgendwann loswerden müsste bevor ich viel damit anrichte. Später habe ich Wut nach und nach anbringen können, mehr oder weniger angemessen. angebracht.

Nun, wie das Denken entsteht, die Konstelation von Zusammenhängen, der Apparat Mensch funktioniert und so weiter, interessiert mich sehr. Doch um mit den Herausforderungen des Lebens fertig werden zu können ist es nicht wichtg das zu wissen.
Der Mensch braucht ersteinmal Liebe u. Verständnis was ihm auch gezeigt u. nahe gebracht wird, sowie die Freiheit auch über die Stränge schlagen zu dürfen.
Mehr braucht ein Kind nicht um vorbereitet zu sein. In einer Krise braucht ein Mensch dies ebenso wieder.

Aber auch Eltern brauchen einen ort wo sie in ihrer Welt zuhause sein können. Durch Akordarbeit und einseitige Wirtschftsentwicklung bringt schellen Wechsel von Lebensweisen entstehen. Aber für Ausgleich, im gewohnten Lebenraum und Gleichgesinnten-Kreis ist keine staatliche Unterstützung u. Förderung vorgesehen.
Die Regierungen haben einen großen Anteil daran dass Eltern und Kinder sich verlieren, ihr bisschen Harmonie sich auflöst.

Ein guter Selbstschutz ist jedenfalls, Anderen mit genügender Fairnis zu begegnen, auch wenn die unfair sind. Zumindest hielt mich das wärend meiner unterdrückten Wutjahre über Wasser. Dazu musste ich nicht esrst an einen Gott glauben. Frown
Jonny



((Achso ich muß hier reinschreiben (ich dachte es öffnet sich ein zweites Feld)).

In deinen zwei Beiträgen in diesem Forumsbereich ist mir aufgefallen das du für alles eine Erklärung hast. Hab ich irgendwie auch und genau deshalb soll ich wohl die Krankheit haben.
Mein Arzt sagt man sieht es mir direkt an, andere sehen es wiederrum nicht, oder sie wolllen es nicht sehen. Jedenfalls bekomm ich eine Rente aus diesem Grund. Also ist es auch von dem Ärzten bei der Rentenversicherung bestätigt worden.
Jetzt suche ich irgendwie Bestätigung dadurch in dem ich andere Betroffene suche und mal schaue wie die so sind, wie sie ihre Welt wahrnehmen.
Es beschäftigt mich auch wie lebt man am besten mit den anders sein (der Krankheit)

Im Moment isolier ich mich immer mehr aus dem Alltag frag mich aber ob das gut ist? In jeden Fall entwickeln sich dadurch andere neue Krankheiten (die typchen Gesellschaftskrankheiten hier bei uns) ich glaube die neuen führen dann dazu das ich nicht so lange Lebe. Aber ich möchte möglichst lange leben.

Gut zur Anfangsfrage wie nimmst du deine Umgebung wahr. Es kommt mir so vor du nimmst sie genauso wahr wie andere, nur dann im Denken machen wir (wir 3) einen Unterschied zu anderen Menschen.
Jetzt die Frage an die "ganze Runde" kann man sich dann das anders wahrnehemen nicht abgewöhnen oder versucht sich eine Umgegung zu schaffen (irgendwo hin zu ziehen) wo es diese für uns (verfährlichen Antennen) gar nicht gibt?
 
Andreas
Moin, moin,

das Leben dort zu führen, wo es einem am wenigsten Schaden zufügt dürfte meiner Meinung nach nicht unbedingt die Großstadt, wie Berlin, sein. Vielmehr wünsche ich mir für meine Zukunft eher ein Leben auf dem Lande.
Großstädte sind sehr stressig, gerade im Zusammenhang mit Lärm- und Lichtbelästigungen.

Ich habe zwar, was mein Leben in Berlin angeht, nocht recht viel Glück, aber dennoch ist dieser Wunsch nach mehr Ruhe in mir vorhanden.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
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lebenodschlafen
admin schrieb:

Moin, moin,

das Leben dort zu führen, wo es einem am wenigsten Schaden zufügt dürfte meiner Meinung nach nicht unbedingt die Großstadt, wie Berlin, sein. Vielmehr wünsche ich mir für meine Zukunft eher ein Leben auf dem Lande.
Großstädte sind sehr stressig, gerade im Zusammenhang mit Lärm- und Lichtbelästigungen.

Ich habe zwar, was mein Leben in Berlin angeht, nocht recht viel Glück, aber dennoch ist dieser Wunsch nach mehr Ruhe in mir vorhanden.

Viele Grüße
Andreas




Also ich glaube die Aerzte habe nur zwei Möglichkeiten und das erzählen sie allen gleich.
Einmal irgendwie mal dies oder jenes Mittel auszuprobieren oder zu sagen heile dich selber. Sie schreiben dich krank und dann haste ein freies Leben, weiter finde dann selber heraus was dir gut tut.
Sie fragen: was sind deine Wünsche und dann lebe danach. Also für dich würd das heißen Berlin zu verlassen, weil du den Wunsch nach mehr Ruhe hast. Aber ist die Sache so einfach? Ich glaub nicht dran, oder die Vergangenheit hat mir gezeigt sich seine Wünsche zu erfüllen macht einen nicht gesund.

Weiß nicht genau welche Rolle die Aerzte spielen.
Zu sagen lebe deine Wünsche.
--- das dann noch mit dem Beisatz, aber heilen oder deinen Zustand verbessern werden sie nicht.
Das ist wie, ich gebe dir ein Medizin, aber glaub nicht das sie dir hilft.
 
Andreas
Ärzte können einem psychisch erkraktem Menschen auch nicht wirklich helfen. Gerade im Zusammenhang mit der medikamentösen Therapie.
Um eine Besserung seiner Symptome zu erzielen muss man schon selber etwas unternehmen. Die Medikamente können Symptome zwar reduzieren, haben aber enorme Nebenwirkungen, die dann wieder etwas anderes hervorrufen.
Daher war für mich nach einiger Zeit der Schritt zu einer kognitiven Verhaltenstherapie genau richtig und der zeitgleiche Anfang des besuches einer Selbsthilfegruppe.

Im Zuge dieser Veränderungen habe ich dann auch noch meinen Lebenswandel verändert.
Dies alles zusammen hat schon eine enorme Besserung meiner Symptomatik bewirkt.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
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