Thema ansehen
 Thema drucken
Mein Mann leidet warscheinlich an einer Schizophrenen-Pyschose
Bommelhaesin
Hallo,
ich habe ein großes Problem. Mein Mann (33Jahre) leidet mit größter wahrscheinlichkeit an einer Schizophrenen Pyschose. Es fing vor ein paar Jahren an wo ich immer wieder Verhaltensauffälligkeiten an ihm feststellte. Wie z.B. Übersensibilität, starke Unruhe, hohe Verletzlichkeit, große Unzufriedenheit usw. Im letzten Jahr wurde es schlimmer. Ich hatte Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr viel Zeit und sein Verhalten wurde noch auffälliger. Er sagte mir immer du gehst mit der Axt durch unseren Wald und steckst mir immer wieder Messer in den Rücken obwohl ich nicht anders war wie sonst. Zu dieser Zeit hatte ein Nachbar ein Verhältiss mit einer anderen Frau die auch in der Nachbarschaft wohnt. Er regte sich furchtbar über diese Sache auf und steigerte sich in diese Rein indem er die Beiden Verfolgte und Obsevierte. Als die Betrogene Ehefrau dahinter kam (letzten Herbst) und Ihren Mann des Hauses verwies, kümmerte er sich ab sofort nur noch um Ihr Wohl. Sei es Gänge zu Anwalt, Jugendamt, Arbeiten am Haus... Ab Januar hatte ich keine Möglichkeit mehr an ihn ranzukommen. Es gab nur noch Sie. Im Februar trennte er sich von mir uns zog zu ihr ins Haus. Mir kam die Sache von anfang an komisch vor da es für mich nicht dieses typische "hab jetzt eine Neue die besser ist wie du" ist abwohl er das behauptete.
3 Wochen nach dem Auszug suchte er wieder den Kontakt zu mir und zog vor ca. 5 Wochen wieder ein mit dem Entschluss, dass wir es wieder versuchen würden. Seid dem kapselt er sich immer mehr ab. Er schließt sich im Gästezimmer ein, beschimpft und verdächtigt Nachbarn ihn zu bedrohen und schädigen zu wollen. ER beschimpft diese und mich auch. Er will in Ruhe gelassen werden geht aber oft in die Offensive und Provoziert seine Mitmenschen geradezu mit verbaler Anmache oder SMS. Seine Wahrnehmung ist auch gestört. Er spricht Nachbarn an und beschwert sich am nächsten Tag bei mir darüber, das ich denen doch sagen soll, sie sollen vor ihrer eigenen Haustür kehren und ihn in Ruhe lassen. Er sagt auch ständig zu mir, das ich ihn umbringen will. Ein befreundeter Arzt (Internist) ist der festen Überzeugung das es sich um eine Pyschose handelt und das ihm dringend geholfen werden muss. All meine Redeversuche werden von ihm abgeblockt und danach zieht er sich noch mehr von mir zurück. Ich habe Montagabend noch versucht mit ihm zu reden. Bis heute habe ich ihn nicht mehr gesehen obwohl wir untereinem Dach leben. Er kommt erst spät in der Nacht und fährt Morgensfrüh. Er hält sich nur im Haus auf wenn ich nicht da bin oder zum Schlafen. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Einerseits bin ich durch seine Verbalen Äusserungen so verletzt und dann noch die Sache mit der Anderen. Ich möchte ihm helfen und meine Ehe retten. Leider gehe ich inzwischen selber schon so auf dem Zahnfleisch weil auch alles Arbeit, Haus, Garten, Hund... an mir hängen bleibt und sich meine Gedanken von morgens bis abends nur darum drehen. Er kümmert sich um so gut wie nichts mehr. Fängt es höchsten an und läßt alles liegen. Er braucht dringend Hilfe. Seine Mutter will davon nichts wissen. Er hat jetzt auch nur noch eine Hand voll Leute mit denen er sich umgibt. Alle Anderen sind in seinen Augen Asoziale und Versager obwohl er mit denen befreundet war. Jetz behauptet er die hätten ihn nur ausgenutzt. Was kann ich tun???
Vielen Dank für eine schnelle Antwort.
 
Nase im Wind
Bommelhaesin schrieb:
Hallo,
Mein Mann (33Jahre) leidet mit größter wahrscheinlichkeit an einer Schizophrenen Pyschose.
Er kümmert sich um so gut wie nichts mehr. Fängt es höchsten an und läßt alles liegen.
Er braucht dringend Hilfe.
Seine Mutter will davon nichts wissen.
Er hat jetzt auch nur noch eine Hand voll Leute mit denen er sich umgibt. Alle Anderen sind in seinen Augen Asoziale und Versager obwohl er mit denen befreundet war. Jetz behauptet er die hätten ihn nur ausgenutzt.
Was kann ich tun???


Hallo Bommelhaesin
Ja, manche Eltern ignorieren die Möglichkeit einer psychischen Störung, sogar wenn sie offensichtlich wird, weil sie nichts darüber wissen und Angst bekommen.
Ich bin kein Geschulter-Fachexperte. Zähle mich zu den, wie ich es zusammenfassend sage, zu den psychisch Betroffenen.

Der Internist hat vermutlich recht, befürchte ich. Schon jetzt ist er zu überempfindlich, und längst in seiner Vorstellungswelt gefangen, denke ich. Sicher ist er auch depressiv, was erkären könte das er nicht zuende bringt was er anfängt.

Ich interpretiere, dass dein Mann länger auch nicht arbeiten geht. Falls keine Anzeichen von diverser Vergesslichkeit im medizinischen Sinne zu sein scheint, gehe ich doch von einer, recht bald sich verdichtenden „aus-wachsenden Psychose“, aus. Es spricht wohl alles dafür. Schizophrenie kann in verschiedenen Richtungen gehen.
Es klinkt für mich, nach einem sich möglicherweise aufbauenden Verfolgungswahn - Immer mehr Menschen verschwören sich gegen ihn. So könnte es sich noch äußern oder bereits für ihn sich anfühlen.

Ich würde an deiner Stelle mich möglichst bald beraten lassen; von einem Psychiater oder einem Psychologen. Aber unbedingt ist eine Kontaktaufnahme zum „Angehörigen-Verband bzw. „Angehörige psychisch Kranker“, hilfreich. Dort kannst du Gespräche zur Situation führen. Je mehr du darüber weißt, um so besser kannst du dich auch selbst schützen.

Erst einmal einen Tipp von mir. Soll nur der Vorsicht dienen; passe auf Dich auf, und aufs Geld solange es aus deiner Sicht keine Entwarnung zu seinem Verhalten gibt. Die Situation könnte ernster werden.

Soweit Mal von mir,
Jonny
Bearbeitet von Nase im Wind am 20.05.2010 18:33
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Andreas
Hallo Bommelhaesin,

wie Jonny schon schrieb, kann auch ich dir nur den Hinweis geben, dich beim Angehörigen-Verband psychisch Kranker http://www.bapk.de zu informieren und Kontakt herzustellen. Der Link, den ich gesetzt habe, ist der zum Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker. Dieser ist unterteilt in die einzelnen Landesverbände. Den für dich zuständigen Landesverband findest du dort auf der Seite des Bundesverbandes.

Auch ansonsten kann ich, wie Jonny, dir nur noch empfehlen dich mit einem Psychiater oder Psychologen auszutauschen. Ein weiterer Anlaufpunkt wäre vielleicht noch eine Fachklinik für Psychiatrie in deiner Nähe oder aber ein Klinik im Allgemeinen, die eine psychiatrische Station hat. Denn diese Kliniken bieten oft auch Informationsveranstaltungen für Angehörige an.

Viel mehr ist dem, was Jonny schon geschrieben hat, nicht hinzuzufügen.

Auch ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Bommelhaesin
admin schrieb:
Hallo Bommelhaesin,

wie Jonny schon schrieb, kann auch ich dir nur den Hinweis geben, dich beim Angehörigen-Verband psychisch Kranker http://www.bapk.de zu informieren und Kontakt herzustellen. Der Link, den ich gesetzt habe, ist der zum Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker. Dieser ist unterteilt in die einzelnen Landesverbände. Den für dich zuständigen Landesverband findest du dort auf der Seite des Bundesverbandes.

Auch ansonsten kann ich, wie Jonny, dir nur noch empfehlen dich mit einem Psychiater oder Psychologen auszutauschen. Ein weiterer Anlaufpunkt wäre vielleicht noch eine Fachklinik für Psychiatrie in deiner Nähe oder aber ein Klinik im Allgemeinen, die eine psychiatrische Station hat. Denn diese Kliniken bieten oft auch Informationsveranstaltungen für Angehörige an.

Viel mehr ist dem, was Jonny schon geschrieben hat, nicht hinzuzufügen.

Auch ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Viele Grüße
Andreas
 
Springe ins Forum:
 
Werbung
cleverALLNET