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Vorstellung:Hallo Ich Bin die Jule und habe Schizophrenie
Julchen
(ich danke für die Geduld der jenigen die es sich durchlesen oder durchlesen werden. Ich schätze das sehr!)

Hi,
erstmals möchte ich mich Vorstellen und mitteilen das ich sehr erleichtert bin diese Seite im internet gefunden zu haben.


Ich bin die Jule bin 20 Jahre alt und
leide unter Schizophrenie


Nach meinem 18 Geburstag fing es langsam an auszubrechen 3 Tage danach wurde ich in die Klinik eingeliefert,
ich war fast über ein halbes Jahr in der Klinik und sage dazu nun mein zweites Zuhause, weil ich zwischendurch auch leider immer wieder dort hingelangte.

Ich muss nun schon oder erst (wie mans nimmt) 2 Jahre mit dieser Krankheit Leben..ich sage euch es ist absolout nicht leicht damit zu leben...ich bin 20....wo ist die fröhliche Jule hin von damals?Warum bin ich jetzt so ein psychisches Wrack das sich immer nur traurig fühlt und sich hinter verschlossenen Mauern verkriecht??Warum gerade ICH?!..Ja das frage ich mich sehr oft.Ich fühle mich mit dieser Krankheit irgednwie total allein...mich kann keiner verstehen..(so hab ich das Gefühl)

Ich würde mir so gerne Wünschen Menschen zu finden die diese Krankheit auch haben, mit denen man sich austauschen kann, die einen verstehen, und auch verstehen können WIE man sich fühlt..das fehlt mir sehr.

Ich weiss einfach nicht mehr weiter, ich mein ich habe mir diese Krankheit doch nicht ausgesucht.Warum werde ich behandelt als sein ich Schuld daran es zu haben?(und ich habe keine Drogen genommen weil es damit ja auch oft in Verbindung gesetzt wird).

Meine Familie behandelt mich jetzt auch total anders seit dem sie wissen das ich Schizophren bin, mir wird kaum Beachtung geschenkt, keinerlei Verständnis für das schlechte ergehen, ich werde sogesehen als ANDERS abgestempelt und einfach gleichgültig stehen gelassen.
Mir wurde nie gefragt Jule wie geht es dir damit? Oder wie fühlst du dich? Oder Was hast du alles erleiden müssen?Nichts.....keinerlei interesse! Meine Eltern wurden nur gefragt wie ich mich verhalten habe in einer Psychose das war das einzige...dabei bin ICH doch die jenige die es hat...und die jenige die es erlebt hat und immer noch erleben muss.

Naja ich versthehe es selber noch nicht ganz und muss weiterhin lernen damit umzugehen und damit leben zu können.

Ich weiss das wenn ich keine Tabletten bekommen würde mein Leben wie ein Horrorfilm sein würde, denn das was ich alles in den Psychosen durchmachen musste ist echt ein Horror und unerklärlich.

der aktuelle Stand der Dinge:
Ich habe durch die Tabletten eine besserung erlangen können nach langer geduldiger Zeit und bin momentan dabei stabilisiert zu werden für den Beruflichen Schritt ins Leben, auch wenn es nur kleine Schritte sind geht es doch langsam voran...
Leider lassen die Tabletten die Krankheit nicht ganz ausradieren und meine lage der Gefühle ist sehr weit unten im Keller kann man so sagen...
Ich bin auch dadurch verletzt anders und gleichgültig behandelt zu werden, ich fühle mich nicht gut im allem, ein gute Wort dafür wären Hilflos und Verzweifelt...die häufigste frage..wo ist mein lachen hin????


(ich danke für die Geduld der jenigen die es sich durchlesen oder durchlesen werden, Ich schätze das sehr!)
Julchen hat folgendes Bild angehängt:
neon-green-butterfly-for.jpg

Bearbeitet von Julchen am 10.05.2010 23:50
 
Andreas
Hallo Julchen,

es freut mich sehr, dass du den weg hier her gefunden hast.

Die Probleme, die du geschildert hast, habe ich auch. Mir gibt zwar niemand die Schuld daran, dass ich schizophren bin, aber es fehlt sehr oft am Verständnis für mich.

Was ich z.B. erst sehr spät erfahren habe ist die Tatsache, dass mein damaliger behandelnder Arzt meinen Eltern erklärte, sie wüssten nie mit wem sie es bei mir zu tun hätten. Das ich quasi mehrere Persönlichkeiten in mir tragen würde.
Da meine Eltern, mittlerweile beide über 70 Jahre alt, sehr hörig sind, was Ärzte ihnen sagen, haben sie mich und meine Ansichten nicht mal mehr ansatzweise versucht zu verstehen, denn was ich sagte könnte ja sonstwo her kommen.
Als ich das erfahren habe, hat für mich ein Weg der Aufklärung meiner Eltern begonnen. Dies ist allerdings sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich. Da sie meine Ansichten nicht akzeptieren.
Dadurch hat sich das Verhältnis zwischen meinen Eltern und mir sehr verändert. Ich habe damit angefangen den Kontakt zu meinen Eltern zu reduzieren. Nicht allein deswegen, aber es war mit ein Grund. Ein anderer Grund war die Tatsache, dass meine Eltern von mir verlangt haben, ihre Ansichten uneingeschränkt, eins zu eins, zu übernehmen. Ohne das ich meine eigenen Ansichten ausleben konnte. Mit den Ansichten meine ich das, was für mich das Leben bedeutet und welche Werte für mich gelten. Ich sollte also die Werte, die für meine Eltern wichtig waren übernehmen.

Ansonsten habe ich relativ wenig Probleme. Ein Problem, das in letzter Zeit für mich existierte habe ich heute erst in einem Gespräch geklärt.

Ich bin ein Mensch, für den "Kleinigkeiten" riesig groß sind. Schon die kleinste Bemerkung, kann für mich einen riesigen Angriff auf mich bedeuten. Dies ist mir heute bei dem Gespräch mal wieder bewusst geworden.
Ich denke, dass dies das Ergebnis unserer sehr großen Sensibilität ist. Wir Menschen mit psychischen Problemen, sind halt Menschen, die zum einen sehr sensibel sind und wesentlich stärker auf äußere Einflüsse reagieren, als viele andere Menschen.
Was bei den meisten Menschen als ganz normal angesehen wird, stellt für uns ein riesiges Problem dar.
Welche Ansichten nun die Richtigen sind, möchte ich hier nicht klären, denn da gehen die Meinungen sehr stark auseinander.

Was aber meiner Meinung nach sehr wichtig ist, und das scheint das größte Problem zu sein, ist verständnisvoll zu sein.
Zum Einen Verständnis von unserer Seite der Betroffenen aus gegenüber den "normalen" Menschen, aber auch Verständnis von der Seite der "normalen" Menschen uns gegenüber.

Leider ist es noch immer so, dass in sehr vielen Bereichen das Unverständnis vorherrscht. Um dieses Problem zu lösen, gibt es viele so genannte Anti-Stigma Organisationen und Projekte. Auch gibt es die Psychose-Seminare, welche trialogisch organisiert sind. Das heißt so viel wie, dass an diesen Sitzungen betroffene Experten (Erfahrene), Angehörige sowie berufliche Experten (Professionelle) teilnehmen. Sinn dieser Seminare ist halt der Austausch und die Verständigung dieser drei Gruppen.

Was die Schuldfrage angeht, so kann man niemandem allein die Schuld an einer psychischen Störung geben. Bei psychischen Störungen spielen sehr viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Dazu gehören die sozialen Bedingungen (Familien- und Freundeskreis), genetische Dispositionen und die so genannte "Dünnhäutigkeit" (Sensibilität) der Betroffenen.

Welcher Fehler sehr oft gemacht wird ist der, einem Menschen mit psychischen Problemen zu unterstellen, dass er nur eine sehr geringe Intelligenz hätte. Dem ist definitiv nicht so. Eher ist meistens das Gegenteil der Fall.

So viel erst einmal zu meinen Gedanken und Erläuterungen Wink

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Nase im Wind
[quote]Julchen schrieb:
Ich bin die Jule bin 20 Jahre alt und leide unter Schizophrenie
Ich würde mir so gerne Wünschen Menschen zu finden die diese Krankheit auch haben, mit denen man sich austauschen kann, die einen verstehen, und auch verstehen können WIE man sich fühlt..das fehlt mir sehr.

Hallo Julchen
Schizophrenie habe ich persönlich nicht obwohl ich jetzt den Stempel hab'. Eine vorübergehende Psychose hatte ich einst, und wahr mit einer, von Anfang an, schizophrenen Frau verheiratet.

Dieses Bild das du hier eingestellt hast ist einfach Super. Es mach nun wirklich jedem Hoffnung. Da geht einem wahrlich das Herz auf.
Ich wünsche mir für dich, dass du so wach und dynamisch bleibst, wie deine Worte die voller Lebendigkeit ist.
Was du von dir schreibst, sollten deine Eltern von dir erfahren.
Du bist noch sehr jung, und dass was du hast kann auch weggehen. Keiner weiß, ob und wann, aber nicht bei jedem ist es für immer. Eher nur für wenige. Leider ist dies in der Bevölkerung kaum bekannt.

Du kannst zwar in diversen Einrichtungen (nennen sich Kontakt und Beratungsstelle) mit anderen im Kontakt kommen, jedoch ist es für einige dort das letzte Örtchen wohin sie flüchten. Selbsthilfegruppen außerhalb solcher Kontakteinrichtungen sind unabhängiger.

Die Zeit hat sich einwenig (ein wenig) zu unserem Gunsten geändert. Es gibt viele Quellen u. viel Material zum Thema. Damit hast du eine gute Chance deinen Ämtern etwas mehr Aufklärung zu verschaffen.
Älteren wissen leider immer noch so wenig darüber und haben bisher die gleichen alten Ängste. Sie sagen einem sie lieben, doch klingt es wie Hohn, veräppeln. Sicher meinen sie es auch wenn sie sagen, sie lieben dich, jedenfalls was sie darunter verstehen und, so weit sie es verstehen.
Da kann man nur versuchen sie zu bewegen es zu beweisen. Dazu gehört ein gewisses Maß an Sich öffnen, Offenheit, Bereitschaft und Interesse an dem was dich bewegt, mit welchen Ängsten und Freuden du dich trägst.

Für mich zählt mein Eindruck, da reicht es mir nicht aus es nur bekundet zu hören. Nicht wir Betroffenen sind diejenigen die schwierig sind, sondern diejenigen die Schwierigkeiten mit uns haben. Einander kennen zu wollen macht doch erst den Bezug u. die Beziehung zueinander aus.

Verstehe das hier nicht als einen Rat, denn ich gebe keine Rat-“Schläge“. Es ist nur eine von vielen eventuellen Möglichkeiten;
Falls deine Eltern einigermaßen Zugänglich sind, dann spreche mit ihnen. Sage ihnen was du von ihnen erwartest als Zeichen ihrer Liebe. Bestehe darauf das sie sich anhören; wie es dir mit deinem Zustand geht, wie du dich fühlst mit dem Verhalten das deine Eltern u. Umfeld dir entgegen bringen.
Notfalls schreibe es ihnen, denn manchmal ist es der einzige Weg zur weiteren Kommunikation zwischen euch. … Sobald du Infomaterial zusammen hast, lege diese ihnen zum lesen. … Sollten deine Eltern darauf eingehen, profitieren all davon. Es würde auch für sie leichter werden.

Wir sind keine Hilflosen Schafe. Wir brauchen hier und da Unterstützung / Förderung, aber niemandem brauchen wir, der für uns regelt was wir selber bewerkstelligen können.
Mitleid / Mitgefühl für jemandem hat nur einen Sinn wenn zugleich etwas dafür getan wird, dass es nicht so bleibt.
Ich drehe den Spieß inzwischen um, habe Mitleid mit dehnen die nicht zur Lernbereitschaft fähig sind. Hat ein Weilchen gedauert, und geht nur wenn man mit solchen Tacheles redet. In der Familie ist das oft schwer dies zu tun.

Jonny Wink
Bearbeitet von Nase im Wind am 12.05.2010 02:49
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Julchen
admin schrieb:
Hallo Julchen,

es freut mich sehr, dass du den weg hier her gefunden hast.

Die Probleme, die du geschildert hast, habe ich auch. Mir gibt zwar niemand die Schuld daran, dass ich schizophren bin, aber es fehlt sehr oft am Verständnis für mich.

Was ich z.B. erst sehr spät erfahren habe ist die Tatsache, dass mein damaliger behandelnder Arzt meinen Eltern erklärte, sie wüssten nie mit wem sie es bei mir zu tun hätten. Das ich quasi mehrere Persönlichkeiten in mir tragen würde.
Da meine Eltern, mittlerweile beide über 70 Jahre alt, sehr hörig sind, was Ärzte ihnen sagen, haben sie mich und meine Ansichten nicht mal mehr ansatzweise versucht zu verstehen, denn was ich sagte könnte ja sonstwo her kommen.
Als ich das erfahren habe, hat für mich ein Weg der Aufklärung meiner Eltern begonnen. Dies ist allerdings sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich. Da sie meine Ansichten nicht akzeptieren.
Dadurch hat sich das Verhältnis zwischen meinen Eltern und mir sehr verändert. Ich habe damit angefangen den Kontakt zu meinen Eltern zu reduzieren. Nicht allein deswegen, aber es war mit ein Grund. Ein anderer Grund war die Tatsache, dass meine Eltern von mir verlangt haben, ihre Ansichten uneingeschränkt, eins zu eins, zu übernehmen. Ohne das ich meine eigenen Ansichten ausleben konnte. Mit den Ansichten meine ich das, was für mich das Leben bedeutet und welche Werte für mich gelten. Ich sollte also die Werte, die für meine Eltern wichtig waren übernehmen.

Ansonsten habe ich relativ wenig Probleme. Ein Problem, das in letzter Zeit für mich existierte habe ich heute erst in einem Gespräch geklärt.

Ich bin ein Mensch, für den "Kleinigkeiten" riesig groß sind. Schon die kleinste Bemerkung, kann für mich einen riesigen Angriff auf mich bedeuten. Dies ist mir heute bei dem Gespräch mal wieder bewusst geworden.
Ich denke, dass dies das Ergebnis unserer sehr großen Sensibilität ist. Wir Menschen mit psychischen Problemen, sind halt Menschen, die zum einen sehr sensibel sind und wesentlich stärker auf äußere Einflüsse reagieren, als viele andere Menschen.
Was bei den meisten Menschen als ganz normal angesehen wird, stellt für uns ein riesiges Problem dar.
Welche Ansichten nun die Richtigen sind, möchte ich hier nicht klären, denn da gehen die Meinungen sehr stark auseinander.

Was aber meiner Meinung nach sehr wichtig ist, und das scheint das größte Problem zu sein, ist verständnisvoll zu sein.
Zum Einen Verständnis von unserer Seite der Betroffenen aus gegenüber den "normalen" Menschen, aber auch Verständnis von der Seite der "normalen" Menschen uns gegenüber.

Leider ist es noch immer so, dass in sehr vielen Bereichen das Unverständnis vorherrscht. Um dieses Problem zu lösen, gibt es viele so genannte Anti-Stigma Organisationen und Projekte. Auch gibt es die Psychose-Seminare, welche trialogisch organisiert sind. Das heißt so viel wie, dass an diesen Sitzungen betroffene Experten (Erfahrene), Angehörige sowie berufliche Experten (Professionelle) teilnehmen. Sinn dieser Seminare ist halt der Austausch und die Verständigung dieser drei Gruppen.

Was die Schuldfrage angeht, so kann man niemandem allein die Schuld an einer psychischen Störung geben. Bei psychischen Störungen spielen sehr viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Dazu gehören die sozialen Bedingungen (Familien- und Freundeskreis), genetische Dispositionen und die so genannte "Dünnhäutigkeit" (Sensibilität) der Betroffenen.

Welcher Fehler sehr oft gemacht wird ist der, einem Menschen mit psychischen Problemen zu unterstellen, dass er nur eine sehr geringe Intelligenz hätte. Dem ist definitiv nicht so. Eher ist meistens das Gegenteil der Fall.

So viel erst einmal zu meinen Gedanken und Erläuterungen Wink

Viele Grüße
Andreas

Hallo Andreas=)
Hi freut mich das ich eine Antort bekommen habe=)
deine Probleme die du mit deinen Eltern hast oder besser gesagt hattest sind ja sehr traurig weil ich kann nachempfinden wie du dich gefühlt hast und jetzt fühlst da du deine Ansichten ja kaum loswerden konntest und auf Unverstädnis bei deinen Eltern getroffen bist.. das ist sehr schade das muss ich auch sagen vorallem das dadurch der Kontakt so allmälich nachlässt sehr schade sowas, zb. meine Eltern sind zwar jetzt noch nich 70Wink aber sie wollen wenigstens versuchen mich zu verstehen sie gucken sich auch bei youtube zb. Videos an über Schizophrenie damit sie etwas verstehen können weil halt ja eben vieles bei mir ist was ich einfach nicht erklären kann ich weiss nich ob es bei dir auch so ist das bei dir dinge geschehen sind die man einfach erleben muss die man nich einfach in einem Satz verständisvoll rüberbringen kann sodass man es versteht das ist bei mir sehr oft ein kleines Problem....:/ Und das der Arzt gesagt hat mit mehreren Persöhnlichkeiten das stimmt ja eigendlich nun nicht das wurde ja bewiesen also da hattest du ja echt einen Arzt der nich wusste was er wirklich sagt^^nunja heut zu tage ist ja auch etwas mehr rausgefunden wurden das mit der persöhnlichkeitspaltung kommt wohl eher von dem Griechischen schizo was abspalten übersetzt von auf deutsch heisst aber mhh wie sollte man es deinen Eltern noch erklären wie du ja schon sagtest mit 70 da kann man nicht viel gegen ändern leider obwohl es heisst ja so schön sag niemals nie Wink
ich wünsche oder auch HOFFE das du und deine Eltern wieder im guten euch näher kommt etwas näher denn ich glaube deine Eltern LIEBEN dich trotzdessen über alles weil du ihr SOHN bist und DU bist EINMALIG das kann ich von meiner Seite aus schon sagen.


Ja für mich ist es auch so das kleinigkeiten für mich rießen groß sind das ist echt eine blöde Sache ich glaube auch das es unsere Sensibilität ist die wir auch leider nicht unter Kontrolle haben können denn sie ist einfach da von Anfang an schonSad bei mir ist es so es brauch nur jemand in der Öffentlichkeit reden hören ..ich denke es ist alles an mich gerichtet aber alles negativ an mich gerichtet ..das ist sehr schlimm und ich komme damit nich klar.. der Gedanke ist immer da wenn ich es erlebe in der Menschenmenge ich nehme zu viel wahrnehmungen war das ich durchdrehen könnte es ist einfach schrecklich und bei mir kommt dann die Angst zum vorschein leider GottesSad und umso mehr ich Angst habe um so mehr verkrieche ich mich in ein dunkles Loch wo ich niewieder raus kommen würde wollen weil die Gedankengänge so schrecklich sind, ich nehme noch viel mehr andere dinge war die ich nich hier erklären kann weil ich glaube dann halten mich wirklich welche für Verrückt....naja für einige ist man ja in dem Zustand wie wir ein Verrückter wie mans nimmt ich seh es zwar nich so aber auf gut deutsch "Verrückt" nehmen sich viele Leute raus über/bei leuten mit seelischen problemen das kann ich mir gut vorstellen...
traurig sowas aber solche leute gibt es nunmal das wollen wir mal nicht verneinen.WinkIst es bei dir auch so das du ein sehr KREATIVER MENSCH bist? ich bin eine sehr kreative Wink ich zeichne super gern es bringt spass und in der Kreativität kann ich meine Gefühle freien Lauf lassen, ich Male nach Gefühl momentan oder seid Jahren stehe ich total auf das HERZ (wenn ich das mal hier so dazwischenquetschen darf) auch wenn es jetzt nicht zum Thema passt oder meine letzte kreativste Zeichnung war: ich selber mit einem tränendem Auge einem herz wo die träne rauffällt das Herz ist umhüllt mit der Sonne und ganz unten links ist der teufel der brennt und in der rechten seite die Erde und von der linken seite des brennenden Teufels kommt die Flamme halb an der Erde ran ....(so mal nebenbei beschrieben etwas..) ..das war eines meiner Bilder wo ich als letztes im Krankenhaus war und mich mit intensiv beschäftigt habe ehhm und wo ich meine Traurigkeit zum Ausdruck gebracht habe


Es gibt ja auch so Tagesstätten wo ich jetzt hinkomme leider war es mit dem Beruflichen Schritt noch nich so weit und ich muss mit mir selber erstmal wieder im reinen kommen ich bin nur noch zuhause vor Angst unter die Menschen zu gehen mir geht es nich gut und ich versuche trotzdem soziale kontakte wieder zu flicken es muss das Soziale bei mir erstmal geregelt werden bevor ich das Berufliche in Angriff nehme mein Arzt hat gesagt er hatte schon von vorne rein gesagt ich bin noch nich so weit dafür aber wie ich nunmal bin habe ich nicht darauf gehört und habe immer nur gesagt ich will ich will ich will und !ich will!(Arbeiten und Geld verdienen) leider muss ich erstmal mich um mich kümmern ..mh als strafe kann man das jetzt nicht sehen hihiWink aber es ist eine kleine enttäuschung eine Stufe wieder zurück zu gehen da ich mir ja schon so viel vorgenommen habe endlich Arbeiten und Geld verdienen.. Geld brauch man nunmal zum Leben und Arbeiten gehört auch zum Leben ..aber die Gesundheit ist wohl erstmal doch wichtiger das muss ich jetzt leider so hinnehmen. Wie heisst es so schön Übermut tut selten gut nech hihi naja......was solls manchmal hat man Glück manchmal hat man einfach kein Glück obwohl es ist die Krankheit die mir nur noch im Wege steht ...ja...wenn man die so leicht ausschalten könnte wie einen lichtschalter das wäre super ideal für mich dann wäre ich jetzt in meinem Leben wohl schon etwas weiter und ich hätte anstatt kleine Schritte Sadschon rießen große Schritte gemachtAngry aber ich denke oft daran das meine Krankheit jetzt nich so schlimm ist wie es einigen anderen ergeht die nich mehr sehen können oder die im Rollstuhl sitzen müssen diese vergleiche sollte man zwar nich machen da jede behinderung eine schwierigkeit für sich ist aber so kann ich mir wenigstens ein bisschen sagen das es nicht nur mir schlecht ergeht sondern anderen genauso oder noch viel mehr.....Es ist schade das es auf der Welt so viel leid gibt vor lauter negativen Dingen vergesse ich das es auch schöne Dinge gibt wie Die Grünen Blätter der Bäume die Luft die wir zum Atmen haben das wir sehen können was alles schöne auf der Welt ist oder Schmertterlinge Blumen ein lächeln das eim geschenkt wurde das alles vergesse ich und wenn ich dran denke was es doch alles schönes gibt kann ich das leid trotzdessen nich vergessen für einige momente bin ich glücklich das es so vieles Gutes gibt aber dann sind wieder diese schlechten dinge die es gibt die mir einfach nicht aus den Kopf gehen wollen....

ja das mit der Intelligenz habe ich schon im Krankenhaus zufällig mitbekommen weil es unbemerkt in meinem dasein ausgesprochen wurde ich sei eine Persöhnlichkeit für mich ja was soll ich dazu sagen haha nich viel oder ich mach mir da nichts draus ich hoffe es wird alles bald wieder ich wünsche euch was (alles gute was es gibt)Smile

liebe grüße Julchen


PS:Bitte nicht auf die Rechtschreibung gucken wir sind ja nicht im Deutsch unterricht hihiWink habe so vor mich hin getippt mal so eben bemerktWink
Julchen hat folgendes Bild angehängt:
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Bearbeitet von Julchen am 04.06.2010 00:36
 
Andreas
Hallo Julchen Wink

Es ist ja nicht so, dass ich den Kontakt zu meinen Eltern komplett abgebrochen habe. Ich habe ihn halt lediglich reduziert, und zwar massiv. Bis vor wenigen Jahren war ich ca. 4 mal die Woche bei meinen Eltern, das war eindeutig zu viel Nähe. Jetzt ist es so, dass ich ca. 1 mal die Woche mit meiner Mutter telefoniere und ich meine Eltern ca. 1 mal im Monat sehe. Ich denke das ist ein gutes Maß. Eine gute Freundin sagte mir mal "Abstand bringt Nähe" Smile Und das kann man auf Vieles projezieren.

Mittlerweile ist es aber bei mir auch so, dass ich vor kurzem eine junge Frau kennengelernt habe und wir sehr viel Zeit miteinander verbringen. Von daher bleibt auch gar keine Zeit sich um viele dinge zu kümmern, da muss man selektieren und Prioritäten setzen. Da meine Eltern nicht pflegebedürftig sind, muss ich auch nicht mehr Zeit als notwendig bei und mit ihnen verbringen. Wink Hinzu kommt noch der Punkt der selbständigen Lebensführung, also auf eigenen Beinen stehen. Sowas mag zwar im Fall meiner Eltern für sie schon fast unerträglich sein, da sie überfürsorglich sind, aber es ist das Richtige für mich. Ich muss dir Recht geben mit deiner Einschätzung, dass meine Eltern mich über alles lieben. Aber es gibt dabei auch wieder ein "Zu Viel".
Zu viel Fürsorge, aber auch zu große Vernachlässigung der Kinder durch die Eltern ist definitiv nicht gut. Da ist es wie bei Allem, man sollte den gesunden Mittelweg finden. Es bringt doch nichts, wenn die Eltern Probleme den Kindern vorenthalten und sie nicht dazu erziehen selbständig Probleme zu lösen. Das Gegenteil davon ist dann wieder die Vernachlässigung der Kinder. Also wenn die Eltern bei der Problemlösung die Kinder nicht unterstützen und sie auf sich allein gestellt sind. In beiden Fällen ist eine erhöhte Sensibilität die Folge. Zum Einen deswegen, weil sie nicht gelernt haben Probleme zu lösen und dadurch ein kleines Problem riesig erscheint und dadurch Panik entsteht. Bei einer Vernachlässigung der Kinder ist es ähnlich. Kinder die immer auf sich allein angewiesen sind machen Fehler bei der Lösung von Problemen. Die Fehler die da passieren und auch die Folgen merken sich Kinder besonders gut. Das Ergebnis daraus sind traumaähnliche Erinnerungen und diese steigern die Sensibilität im Bezug auf Probleme. Daher sind Kinder von Eltern, die entweder überfürsorlich oder sorglos mit den Kindern umgehen, eher für psychische Störungen anfällig als andere Kinder. Das allein ist nicht der einzige Grund, aber meiner Meinung nach ein wichtiger.
________________________________________________________

Um am Arbeitsleben wieder teilnehmen zu können, ist es immer notwendig, dass man sozial stabil ist. Denn im Arbeitsleben kommt man immer mit anderen, fremden, Menschen in Kontakt.
Ich brauche auch immer eine gewisse Zeit der Gewöhnung, wenn bei uns neue Kollegen hinzukommen. Mit Einigen kommt man schneller sehr gut klar, mit anderen braucht es etwas Zeit und mit Wenigen, kommt man nie so richtig klar. Aber das ist absolut normal und darüber braucht man sich keine Gedanken machen. Wink

Das ist es erst mal von mir.

Hab noch eine gute und schöne Zeit.

Bis zum nächsten mal und schöne Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Julchen
Nase im Wind schrieb:
[quote]Julchen schrieb:
Ich bin die Jule bin 20 Jahre alt und leide unter Schizophrenie
Ich würde mir so gerne Wünschen Menschen zu finden die diese Krankheit auch haben, mit denen man sich austauschen kann, die einen verstehen, und auch verstehen können WIE man sich fühlt..das fehlt mir sehr.

Hallo Julchen
Schizophrenie habe ich persönlich nicht obwohl ich jetzt den Stempel hab'. Eine vorübergehende Psychose hatte ich einst, und wahr mit einer, von Anfang an, schizophrenen Frau verheiratet.

Dieses Bild das du hier eingestellt hast ist einfach Super. Es mach nun wirklich jedem Hoffnung. Da geht einem wahrlich das Herz auf.
Ich wünsche mir für dich, dass du so wach und dynamisch bleibst, wie deine Worte die voller Lebendigkeit ist.
Was du von dir schreibst, sollten deine Eltern von dir erfahren.
Du bist noch sehr jung, und dass was du hast kann auch weggehen. Keiner weiß, ob und wann, aber nicht bei jedem ist es für immer. Eher nur für wenige. Leider ist dies in der Bevölkerung kaum bekannt.

Du kannst zwar in diversen Einrichtungen (nennen sich Kontakt und Beratungsstelle) mit anderen im Kontakt kommen, jedoch ist es für einige dort das letzte Örtchen wohin sie flüchten. Selbsthilfegruppen außerhalb solcher Kontakteinrichtungen sind unabhängiger.

Die Zeit hat sich einwenig (ein wenig) zu unserem Gunsten geändert. Es gibt viele Quellen u. viel Material zum Thema. Damit hast du eine gute Chance deinen Ämtern etwas mehr Aufklärung zu verschaffen.
Älteren wissen leider immer noch so wenig darüber und haben bisher die gleichen alten Ängste. Sie sagen einem sie lieben, doch klingt es wie Hohn, veräppeln. Sicher meinen sie es auch wenn sie sagen, sie lieben dich, jedenfalls was sie darunter verstehen und, so weit sie es verstehen.
Da kann man nur versuchen sie zu bewegen es zu beweisen. Dazu gehört ein gewisses Maß an Sich öffnen, Offenheit, Bereitschaft und Interesse an dem was dich bewegt, mit welchen Ängsten und Freuden du dich trägst.

Für mich zählt mein Eindruck, da reicht es mir nicht aus es nur bekundet zu hören. Nicht wir Betroffenen sind diejenigen die schwierig sind, sondern diejenigen die Schwierigkeiten mit uns haben. Einander kennen zu wollen macht doch erst den Bezug u. die Beziehung zueinander aus.

Verstehe das hier nicht als einen Rat, denn ich gebe keine Rat-“Schläge“. Es ist nur eine von vielen eventuellen Möglichkeiten;
Falls deine Eltern einigermaßen Zugänglich sind, dann spreche mit ihnen. Sage ihnen was du von ihnen erwartest als Zeichen ihrer Liebe. Bestehe darauf das sie sich anhören; wie es dir mit deinem Zustand geht, wie du dich fühlst mit dem Verhalten das deine Eltern u. Umfeld dir entgegen bringen.
Notfalls schreibe es ihnen, denn manchmal ist es der einzige Weg zur weiteren Kommunikation zwischen euch. … Sobald du Infomaterial zusammen hast, lege diese ihnen zum lesen. … Sollten deine Eltern darauf eingehen, profitieren all davon. Es würde auch für sie leichter werden.

Wir sind keine Hilflosen Schafe. Wir brauchen hier und da Unterstützung / Förderung, aber niemandem brauchen wir, der für uns regelt was wir selber bewerkstelligen können.
Mitleid / Mitgefühl für jemandem hat nur einen Sinn wenn zugleich etwas dafür getan wird, dass es nicht so bleibt.
Ich drehe den Spieß inzwischen um, habe Mitleid mit dehnen die nicht zur Lernbereitschaft fähig sind. Hat ein Weilchen gedauert, und geht nur wenn man mit solchen Tacheles redet. In der Familie ist das oft schwer dies zu tun.

Jonny Wink


Hi Jonny danke auch ertsmal für die lieben Worte die du hier hinterlassen hast,
ich finde ihr könnt euch alle so gut Audrücken und Artikullieren da schreibe ich hingegen wie ein Wortschatzloses Frauchen^^
Ja ich habe überlegt das meinen Eltern zu zeigen aber das ändert ja nichts an die Verwandten meiner Mutter und Vater seits das ich die Anerkennung habe fehlt trotzdessen ich habe mit meiner Mum schon darüber gesprochen was ich geschrieben habe und meine Mutter denkt das ihr Bruder warscheinlich redet das ich Drogen genommen habe anders kann er sich das nich erkären so in etwa soll er denken meint sie das war echt ein schock und das hat mich zu tiefst verletzt das man mir solche dinge unterstellen kannFrown
ich weiss das hätte wohl doch alles Geheimnis sein sollen bei der Familie das ich sowas habe dann würde ich behandelt werden wie immer ....schade das die Krankheit so kaum bekannt ist denn ich glaube immer noch das es nicht nur mit Krank zu tun hat diese Krankheit wie genannt wird sondern ich glaube das es auch übernatürliches ist oder so also ich kann mir das sonst nich erklären aber es geschehen dinge die sind da sie sind einfach da und dieses zu erleben dieses unerklärliche das ist nicht normal aussergewöhnlich aber es ist da es ist keine Einbildung weil ich es ja Tag zu Tag erlebeShockJa genau einander kennen zu wollen macht erst die Beziehungen aus..dann kann ich mir ja sogesehen ein Fazit draus machen zb. das ich denen nicht wichtig bin aus der Familie oder selbst im Krankehaus merkt man erst wem man richtig wichtig ist! Traurig die Erfahrung zu machen aber man wusste wer mich mag und das ist meine MUM und mein DAD und mein BRUDER den anderen war ich wohl egal dann.....Sadso sehe ich es.. nur als die Tanten und Onkeln gehört haben das es vererblich sein könnte von meinem Opa die Schwester da haben sich dann aufeinmal die Ohrn gespitzelt (habe ich zuhören bekommen) weil es auch meinen cosinen und cousin treffen KÖNNTE aber über mich sogesehen (och beim anderem Ohr rein beim anderen Ohr raus) also scheiss egal einstellung..sorry für dieses Wort aber so auf gut Deutsch kommt mir das vor leider,
Ja ich werde jetzt ertsmal in Angriff nehmen in eine Tagestätte zu gehen wo ich das Soziale wieder aufbauen kann und dann werde ich noch selbsthilfegruppe in Angriff nehmen um darüber reden zu können usw.das werde ich aufjedenfall tun.

Ja wenn man sich erst Behaupten muss in der Familie für das Schicksal was man aus heiterem himmel bekommen hat dann finde ich das traurig denn meine Oma hat uns gelehrt bevor sie gestorben ist die Familie muss IMMER zusammen halten egal was passiert und das hat sie sich auch gewünscht bevor sie starb...

Wie bist du damit umgegangen das deine Frau Schizophren ist ?man hört sowas ja selten von der anderen Seite aus

alles Liebe an Dich und deiner Frau
liebe grüße: JULIENNE
Julchen hat folgendes Bild angehängt:
weinender-engel-klein.jpg

Bearbeitet von Julchen am 07.06.2010 22:23
 
Nase im Wind
Hallo Julienne Wink
Du drückst dich sehr Klar aus. Ich finde es wirklich sehr erfrischend wie und was du schreibst, und sehr inspirativ, nachzuempfinden, weil viel Gefühl dabei ist.

Eine Zeit lang hatte ich viele Fehler in meinen Texten hier. Nachdem ich darüber erschrocken bin wurde mir bewusst, dass es einfach nur wichtigeres gab als auf die Rechtschreibung oder Wort-Fehlgriffe zu sehen. Wichtig ist mir, dass Gefühle möglichst fließen können.
Jemand hatte ein Buch geschrieben ohne irgendein Komma. Dieses Buch würd' ich gern in die Finger bekommen.
... Hi, das Wort „Ämtern“ war schon ein seltener grober Patzer, und sollte „Eltern“ heißen“ Eltern hatte ich mit Ä geschrieben – finde ich einen amüsanten Denkfehler. Inzwischen schreibe ich längere Antworten erst Mal ins Schreibprogramm, kopiere es in die Webseite. Ich lasse mir Zeit da ich einige Pausen brauche.


Ja, wir müssen uns in der Familie (leider) plötzlich behaupten. Aber nicht in dem wir von ihnen verlangen zu begreifen sondern ihnen ihren Glauben, soweit der nicht zu kippen ist, lassen und den eigenen Weg ghen, komme was da wolle.
Ich vermute, dass deine Eltern nicht im Internet surfen. Denn dan könntest du ihnen Webseiten zeigen (falls sie wollen) die ihr Weltbild aus den Angeln heben.

Das mit der Vererbung ist eine „100%-Spekulation“, und eine Frechheit diese Behauptung aufrecht zu halten. Ich verweise gern zusätzlich auf Aussagen einiger wenige verantwortungsvolle der Fachleute inzwischen eingestehen, dass diese angäbliche Vererbung nur reiner Glaube ist. Unter den erfahrenen Betroffenen ist dies längst Klar.
Das einzige was die Gefahr einer Art von Vererbung sein könnte, ist ein Verhalten dass einem vorgelebt wird. Zumindest trägt es dazu bei, wie ich mit einer Situation in der ich geraten bin, schneller oder langsamer umzugehen lerne.

Haltet gegen eure restliche Verwandtschaft zusammen, denn sie sind noch weiter weg vom geschehen. Hier für drücke ich beide Daumen.
Der "letzt" Wunsch deiner Oma ist vielleicht eine gute Möglichkeit deine Eltern zu mehr Kooperation und Lernwilligkeit zu bewegen. Dein Bruder hat im Moment noch keinen Zugang zu der Welt derer die als Schizophren, im Krankheitssinn, angesehen werden. Das kommt wohl noch. Das geht möglicherweise leichter über deine Eltern wenn sie etwas mehr Einblick gewinnen können.
Ich meine aber, wenn du dich darauf versteifst deine Eltern oder Bruder usw., müssten dich und deine Situation verstehen können, dann unterliegst du ähnlichen Vorstellungen wie sie, die wohl glauben, dass was für sie richtig ist müsse für alle richtig sein. Falls sie es lernen, so ist es eine Bereicherung für euch alle. Nichts spricht dagegen, dass unter den gegebenen Umständen nicht auch wieder mehr Freude einkehren kann, statt es als ereiltes Unglück zu sehen.

Für dich, und deinen Familien-Mitglieder würde ich mir wünschen, dass deine Angehörigen daran interessiert sind das andere verstehen zu wollen. Das interessante am Leben ist doch wohl, neugierig zu sein zu verstehen was hinter dem steckt das anders ist oder zu sein „er“-scheint.
Immer noch werden Pläne fürs Leben des Kindes geschmiedet anstatt durch lebensbegleitung das den Weg zu ebnen damit jeder seinen Weg nach eigenen Wünschen gehen kann.
Ach, ich könnte mit romanartiger Länge fortfahren, aber hier erst einmal Stopp.


Egal sind wir Betroffenen, den anderen nicht. Eher unverständliches Mitleid für uns. Das sind deren Grenzen in der Gesellschaft, und daran ist noch zu arbeiten.
Ich empfinde inzwischen Mitleid für meine Eltern. Meine Eltern haben mich ohne Zweifel auch geliebt. Nun ja, was soll ich noch dazu sagen als ich schon im Forum beschrieb hatte. Wichtig ist es schon zu wissen, dass lieben können und verstehen können, nichts miteinander zu tun hat.

Im Psychoseseminar Pankow sind eher die betroffenen die starken mit ihren langjährigen Erfahrungen. Inzwischen kommen immer mehr von der Angehörigen-Seite die froh darüber sind dort neues für sich und von sich selber zu erfahren. In den eigenen Familien ist es nach wie vor für diese starken Betroffenen oft immer noch umgekehrt. Aber diese Eltern haben nicht den Mut zu sehen was wirklich ist. Man kann diesen Mut von ihnen nicht erwarten, nur hoffen.

Die Welt meiner damalige Frau war kein Problem für mich. Ich hatte schon früh gelernt die Dinge anders und mehr zu sehen. Im Grunde machen wir alle im laufe des Lebens ähnliches durch. Nur, oftmals so kurz und abgeschwächt sodass viele keinen Bezug dazu bekommen. Sie unterdrücken ihre Erfahrung und passen sich den Vorstellungen der anderen an, und unmerklich zu ihrem Ungunsten. Denn es wirkt sich in irgendeiner weise aus.
Es ist „Natürlich“ oder auch die Kunst, zugleich in der eigenen Welt und der Welt der Mehrheit zu leben. Wehr tieferes Gespür für Ungereimtheiten hat und im Umfeld allein damit fertig werden muss, kann nur schwer in beiden Welten leben da man die tiefe Welt erst für sich aufzuschlüsseln muss was sich dahinter verbirgt. Wer nach Schema F vorgeht riskiert eher seltener Psychosen („bzw. die nicht auffällig sind“), aber wird auch Bereicherung des Lebens nicht erfahren.

Die sog. Erkrankung an Schizophrenie od. ähnliches ist nur die Überforderung des tiefer Wahrgenommenen, mit dem man oft immer noch weitgehend allein fertig werden muss im Umfeld. Nicht aber die Wahrnehmungen selbst ist eine Erkrankung. So sehe ich es. Dies ist letztlich zwar auch teilweise Spekulation, jedoch einiges wurde belegt. Kann im Einzelfall Erkrankung sein, jedoch läge dann etwas organisches zu Grunde - und genau dies ist wiederum 100%zentige Spekulation u. Glaube. Oft genug habe ich Ärze reingelegt, weil die weniger ihren Lebenserfahrungen und Intuition vertrauen als ihr angelerntes begrenzendes Wissen. Shock
An deinen Erfahrungen mit Nicht-Betroffenen und meinen Ausführungen als einer der erfahrenen Betroffenen kannst du sehen wie groß noch die Kluft der Verständigung zwischen den vermeintl. Wissenden und den Erfahrenen, bisher ist.
Wir von den Betroffenen sind die Zukunft. Das meine ich wirklich so.

Jonny
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
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