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Psychoseseminar Pankow-Thema
Nase im Wind
Liebe Forum-Mittheilnehmer/innen

Psychoseseminar Pankow-Thema
Ich werde zu den Gesprächs-Diskussionen der jeweiligen Themen etwas schreiben. Freue mich wenn ihr hier mit-diskutiert.

Sind psychisch Kranke besonders gefährlich?? - Unser Thema am 12.05.10
Ich bin schon gespannt auf ein heißes Eisen. Obwohl alle Themen gewisse Brisanz nicht vermissen lassen.


Psychoseseminar Pankow (Trialogischer Austausch).
Im Bezirk Pankow, im Gesundheitshaus, Grunowstr. 3 -11, Raum 303.
Der zweite Mittwoch im Monat, 18.00 – 19.30 Uhr.
09.09.2009 bis 09.06.2010, dann Sommerpause. Danach weiter ab 08.09.2010 bis 08.06.2011, Sommerpause, usw.
Ohne Anmeldung, keine Kosten.

Gruß,
Jonny Wink Smile
Bearbeitet von Nase im Wind am 28.04.2010 14:07
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Andreas
Hallo Jonny,

die Frage, ob Menschen mit einer psychischen Störung besonders gefährlich seien, beschäftigt Viele.

Ich antworte darauf immer, dass zwar ein sehr geringer Prozentsatz der Betroffenen eine gewisse Gefährlichkeit in sich trägt, aber dass genauso wenige Prozent von den betroffenen wie auch von den "gesunden" Menschen gefährlich sind. Der Prozentsatz liegt ca. bei 2%-3%. Wenn man sich dann einmal vor Augen hält, wie wenige das im Endeffekt real sind, ist jegliche Panikmache seitens der "Gesunden" vollkommen übertrieben und dient lediglich der Vorurteilsbildung in der allgemeinen Gesellschaft.

Nicht Jeder, der sich anders verhält, ist gleichzeitig eine Gefahr für andere Menschen.

Das Psychose-Seminar Pankow steht auch für den Slogan "Es ist normal, verschieden zu sein!"

In diesem Bezug fällt mir auch die Vielfältigkeit der Menschen ein. Jeder Mensch ist ein Individuum und daher individuell in seinen Eigenschaften. Egal ob im Verhalten oder Aussehen.

Dies scheint Vielen nicht ganz bewusst zu sein und daher haben viele Menschen Angst. Meiner Meinung nach, unberechtigte Angst.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Nase im Wind
admin schrieb:
Hallo Jonny,

die Frage, ob Menschen mit einer psychischen Störung besonders gefährlich seien, beschäftigt Viele.
Nicht Jeder, der sich anders verhält, ist gleichzeitig eine Gefahr für andere Menschen.

Viele Grüße
Andreas

Hallo Andreas
Ja genau, es gibt viele die falsche Vorstellungen haben oder eine Psycho-Phobie entwickeln weil sie aus Erzählungen der Panikmacher, lauter Horrorgeschichten hören. Und dann sehen sie mal einen, können ihn nicht einschätzen weil sie nicht aufgeklärt sind. Sie sind dann in der Gefahr selber zu erkranken. Wegen dieser Unkenntnis, Halbwissen u. um Klärung zu schaffen, ist es im Seminar auch Thema.
Ich will mich natürlich nicht auf nur ein Thema beschränken, den Verlauf u. erörterte Fragestellungen der monatlichen Zusammenkünfte, beschreiben.

Der Unterschied zu aggressiven verzweifelten Sozial geschädigten, wird in den Medien nicht gemacht. Den Medienanstalten geht es dabei um Sensation für Einschaltquoten, leider.


Zum Letzten Thema "Schwangerschaft u. Psychose" war der Raum recht gut gefüllt, was ich nicht gedacht hatte, und es gab tatsächlich viel dazu zu sagen. Hierzu will ich aber nichts berichten. Ich fange mit dem nächsten Thema an.

Jonny
Bearbeitet von Nase im Wind am 03.07.2010 05:07
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Nase im Wind
Nase im Wind schrieb:
Liebe Forum-Mittheilnehmer/innen

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Jonny Wink Smile

Thema am 12. Mai.2010: Sind psychisch Kranke besonders gefährlich?

Die Interessierten Teilnehmer waren gut gemischt. Wiedermal freue ich mich, dass der Anteil von Angehörigen seid längerem zugenommen hat. Aber auch von verschiedenen fachlichen Bereichen sind mehr hinzu gekommen.

Ich hatte gegensätzliche Auseinandersetzung erwartet. Natürlich gab es unterschiedliche Ansichten zum Gefährdungspotential. Wie gestern jemand richtig sagte, ist ein gewisses Aggressionspotential vorhanden.
Dies äußert sich viel häufiger in z.B Selbstverletzung. Wobei nicht jede Selbstverletzung etwas mit Agression zu tun hat, sondern mit dem, „sich spüren, wahrnehmen u. fehlendes Geborgenheitsgefühl“, usw.

Herauskristallisiert hat sich der Ansatz, dass bei einigen wenigen Betroffenen gewisse erhöhte Gewaltbereitschaft durch die Art des Umgang mit ihnen voran ging. Ein besonderes positives Beispiel wurde angeführt, wie Unterstützung aussieht die beim abbauen von hoch-kochenden Aggressionen, verhelfen kann.
Ich meinte dazu, dass mehr Humor von den angestellten Betreuern in den Kontakt-Einrichtungen, viel zur entspannteren Atmosphäre beitragen würde. Ich denke, dass es allen dort viel mehr Freude bringt. Ja, auch dem Personal an ihrer Arbeit.

Der Eindruck, Betroffene seien gefährlicher lässt sich überwiegend durch Überreaktion wegen Nichtwissen erklären. Betroffene reagieren sensibilisiert auf Missachtung u. Herabwürdigungen ihrer Person.
Bewusstheit über die eigenen Aussagen sollte zum Fachpersonal gehören. Es sollte auch Klar sein, dass die meisten Betroffenen vorher ein ganz anderes Leben führten; sie waren integriert, hatten einen guten Freundeskreis u. waren aufgeschlossene Menschen, nun sind sie oder fühlen sich abgestempelt.

Psychisch Betroffene (auch psychotische) unterscheiden sich sehr von den Auffälligen aggressiven sozial geschädigten Menschen (überwiegend Auffällige sind unter den Jugendlichen). Denn diese haben keine Orientierungspunkte vermittelt bekommen und deren Entfaltungsmöglichkeiten wurden ihnen genommen. Wenn so jemand psychotisch wird kann es sein das dieser sein Vorleben mit hinein nimmt. Im allgemeinen ist für einige von ihnen, die Psychose sogar eher eine Chance ihr Leben neu einzurichten.

Wir sind also zum Ergebnis gekommen, wie erwartet; Psychisch Kranke sind nicht gefährlicher als andere – nicht besonders gefährlich.

Jonny
Bearbeitet von Nase im Wind am 13.05.2010 16:10
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Nase im Wind
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Zum Thema des 09. Juni 2010, vor der Sommerpause:
Machen Sie sich zum Maßstab – Selbsthilfe für Betroffene und Angehörige


Die Teilnehmenden waren nicht so Zahlreich, jedoch mehr als erhofft. Denn es war ein sehr heißer Sommertag und ein herrliches Badewetter. Vielleicht spielte die Urlaubszeit auch eine Rolle.

Die Teilnehmer waren trotzdem bunt gemischt und es kamen so einige hervorragende Aussagen zum Ausdruck, die mir allerdings nicht alle im Gedächtnis sind. Ich war diesmal wieder einer der Drei der Moderation die trialogisch besetzt ist. Wie immer bin ich nicht ganz zufrieden mit mir, aber aus den Reihen der anderen Mitstreiter des Utopiekreises (Vorbereitungsgruppe des Seminars) fanden, ich habe meine Sache gut gemacht.


Zunächst legten wir Infobögen aus, zu einer kleinen Auswahl von Unterstützungs- & Hilfs-Anlaufstellen, bei denen auch viele weitere Anlaufstellen zu erfahren sind. Darüber hinaus sind sie im Internet zu finden wo sie noch breit-gefächerte Seiten zu vielen Bereichen verlinkt haben.
Wie oben angeführt geht es um Selbsthilfe; wie soll oder kann sie aussehen und wie ist es zu erreichen. Sich selbst zum Maßstab machen hatte in der Diskussionsrunde Priorität bzw. hat sich vorrangig im Gespräch herauskristallisiert.

Unter Anderem kam zum Ausdruck, Maßstab sein bedeutet erst einmal sich selber vertrauen, seinen Weg möglichst unbeirrt gehen. Ich kann nur Maßstab für andre sein wenn mein Handeln nachvollziehbar einleuchtend erscheint.
Manche glauben der Maßstab zu sein und müssen doch zum Mittel eines autoritären Verhaltens greifen. Sie sind rechthaberisch. Diese vermeintliche Autorität widerspricht sich und wird auch nicht wirklich als Priorität akzeptiert. Denn so-jemand verkörpert nicht den Menschen der überzeugt.
Einige Beispiele zum eigenen Maßstab wurden benannt. Meine Ausführung dazu ist quasi eine grobe Zusammenfassung.


Das Thema Selbsthilfe wurde nicht vernachlässigt. Wir sprachen über das Für und Wider von Selbsthilfegruppen.
Angefangen mit der Erläuterung zu den Möglichkeiten verschiedenartiger Anlaufstellen, und natürlich über Selbsthilfegruppen.
Selbsthilfegruppen sind gut geeignet sich mit Gleichgesinnten auszutauschen die ähnliches erlebt haben. Dort wird man mit seinen Erlebnissen und seinem Erleben ernst genommen, und am ehesten verstanden. Diese Gruppen laufen meistens 1,5 bis 3 Jahre, manche um einiges länger.

Oft dienen diese Gruppen einigen als Halt in einer Gemeinschaft. Einige sind vorrangig deswegen dort weil sie nur Gemeinschaft wollen. Diese sind dann nicht ganz so motiviert, dennoch sind sie ein wichtiger Teil in der Gruppe, in der man vergangenes Aufarbeiten will.
Für manche wird es nach einiger Zeit langweilig und die mehr-zahl der Mitglieder ist im Stillstand geraten. Das mag daran liegen das du für dich einiges klären konntest, und sie vielleicht aber glauben, schon alles für sich getan zu haben. Dann schwimmst du Hoffnungslos gegen den Strom, dann ist es wohl an der Zeit sich einen anderen Kreis zu suchen. Das ist nicht so leicht weil du dir erst Klar werden musst wo die richtigen zu entdecken sind. Früher oder später ergibt es sich.

Mein Erlebnis in einer Selbsthilfegruppe;
Ich fand damals zufällig einen Zettel an einem Baum. Da suchten die Selbsthilfegruppe „Positives Denken“, noch Leute zum mitmachen. Als ich dort hin kam dachte ich die würden mich sicher nicht aufnehmen. Sie nahmen mich auf. Da ich noch sehr unsicher war, war es eine Zeit lang eine Herausforderung für mich. Anfangs unterschätzte ich mich, und sie unterschätzten mich von Anfang an bis zum Schluss.
Leider war diese Gruppe bei weitem nicht so positiv eingestellt wie ich dachte. Es kam wegen Meinungsverschiedenheiten zum Bruch - auch das kann passieren. Aber zu etwa der gleichen Zeit hatte ich ohnehin beschlossen die Gruppe zu verlassen - Die suche nach einer neuen begann.


Ich möchte hier anfügen;
Durch autoritäres Handeln gibt es nicht zuletzt besonders in der Familie oft Streitigkeiten und die daraus resultierenden verschiedenen Folgen die viele aus ihrer Kindheit kennen.
Ich denke, in der Psychose tritt die unterdrückte, ignorierte oder nicht wahrgenommene Autorität in uns zu Tage. Und zwar in der Form des Forderns, ihr Recht gesehen zu werden. Einige werden unkontrolliert rebellisch oder manche von ihnen vielleicht, heften sich jemanden an die Versen der es gut mit ihnen meint oder es gut mit ihnen zu meinen scheint um etwas von der Geborgenheit und Harmonie zu erhaschen die ihnen bis dahin verwehrt blieb.

Dann wenn das Kind sozusagen in den Brunnen gefallen ist, geht es weiterhin darum diese innere Stärke zu erkennen und zu achten. Nun aber ist es eine erhöhte Herausforderung für Angehörige und betreuende Unterstützer, unter erschwerten Bedingungen solche Werte herauszulesen.

Ja, ich glaube es kommt darauf an wohl-behütet, ernst genommen und durch das Leben der Kindheit begleitet zu werden um für die Herausforderungen des Leben gewappnet sein zu können. Weniger wichtig ist es zu wissen wie unfair oder unreif Menschen sein können, sondern wichtiger gelernt zu haben wie man mit den verschiedenen Fassetten des Seins einzelner Menschen und Situationen umgehen kann.


Nach der Sommerpause geht das Psychoseseminar Pankow am 08. September. 2010 weiter.
Zum Auftakt der Saison wie immer eine Einführung ins Psychose-Seminar,
Und dem Thema: Was macht den Dialog / Trialog so wichtig?

Jonny
Bearbeitet von Nase im Wind am 03.07.2010 05:15
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Andreas
Hallo Jonny,

ich möchte hier noch einmal betonen, wie sehr wir beide in unseren Meinungen übereinstimmen. Ich kann deinen Ausführungen zum Thema Kindheit und Erziehung definitiv nichts hinzufügen und stimme mit dir absolut überein.

Weiterhin finde ich es sehr wichtig, für dich sowie für mich, dass du hier einen Ort gefunden hast, an dem du dich zum Einen mitteilen, aber zum Anderen, wo du auch etwas bewirken kannst, in dem du auf andere Menschen zugehst und sie in schwierigen Situationen berätst.

Dazu ist unter Anderem dieses Portal gedacht, aber auch zur Informationsvermittlung. Auch dafür trägst du bei und ich möchte es betonen, dass ich dir dafür sehr dankbar bin.

Mach weiter so und viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
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Nase im Wind
Nase im Wind schrieb:
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Jonny


Psychoseseminar Pankow
Der 8. September.2010 zum Saisonbeginn –Einführung ins Psychoseseminar.
Thema: Was macht den Dialog / Trialog so wichtig?


Zum Auftakt waren, geschätzt etwa über die Hälfte der sonstigen Teilnehmer. Betroffene und Angehörige waren, so mein Eindruck, ungefähr Ausgewogen.

Zum Thema:
Zunächst haben wir Moderatoren nach den richtigen Worten gesucht um den kleinen Unterschied „Dialog u. Trialog“, aus unserer Sicht, zu beschreiben;
Der Dialog ist Bestandteil jeder Zusammenkunft wo es darum geht einander anzuhören und verstehen zu wollen.

Der Trialog beschreibt das Zusammenführen von, vermeintlich, sich abgespaltener Gruppierung (als wären Ärzte etc. nur Mediziner die Lebenserfahrungen für den Beruf nicht brauchen, Betroffene nur unwissende Kranke u. Eltern usw. nur hilflose ungelehrige Lämmer sind die nicht verstehen „können“ was los ist).
Es gibt Wissens- u. Erfahrungswerte beruflicher u. privater Natur, jedoch bestätigt sich zunehmend, dass viel mehr gemeinsame Erfahrungswerte, mit sich selber und im Umgang miteinander existieren. So wie es, überall auch die gleichen Auswirkungen hat.
Uns ist es wichtig den Trialog im Rahmen des Dialoges hervorzuheben u. zu verteidigen. Auch aus diesen Gründen ist die Moderation trialogisch besetzt.


Das Thema wurde rege besprochen.
Jedes der Themen ist nicht einfach so aus dem Ärmel geschüttelt. Alles ist wohl überlegt aus den Erfahrungen heraus gesagt worden.
Die Themen sind bereits festgelegt, da passt es nicht jedem gerade ins Konzept weil anderes auf den Nägeln brennt. Trotzdem gehen wir im Rahmen des Möglichen auf solche Fragen oder Aussagen ein und sind bemüht einen Bezug zum jeweiligen Thema zu schaffen - dieses miteinander zu verknüpfen. Darin üben wir uns.

Manche der Angehörigen sind recht Firm, so wie auch Betroffene selbst die ihre Situation einschätzen können oder einiges ihrer Erlebnisse hinter sich lassen konnten. Dennoch, den größeren Anteil der Bandbreite dieser Komplexität zu erfassen ist wirklich ein langer Erfahrungs- u. Lernprozess.
Z.B, bei den Ärzten die Spreu vom Weizen trennen ist nicht leicht. Ein Arzt kann kooperativ und fähig genug erscheinen, aber das Gegenteil sein. Ebenso auch umgekehrt.

Ärzte müssen ebenfalls, unweigerlich, über dem Maß der medizinischen Kenntnisse hinaus gehen um die Feinheiten der Vielfalt auseinander halten zu lernen. Selbst wenn der Arzt genau weiß was er tut, kann er nicht wirklich voraussagen wie sich etwas entwickeln wird. Die Wirkungsweise von Psychopharmaka lässt sich nicht pauschal auf alle bestimmen, ist fast immer, mehr oder weniger, ein ausprobieren mit jedem einzelnen Patienten.

Daher erscheint uns Manchmal ein Thema im Seminar im ersten Moment undurchdringlich, und doch löst sich diese Befürchtung schnell auf.


Nächstes Seminar, an 13. 10. 2010 – Thema: Psychose, Arbeit und Teilhabe an der Gesellschaft.

Jonny Grin
Bearbeitet von Nase im Wind am 11.10.2010 12:11
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Jonny Grin


Psychoseseminar Pankow
Der 13. Oktober 2010
Thema: Psychose, Arbeit und Teilhabe in der Gesellschaft


Wieder waren eine ganze menge Teilnehmer. Auch dieses Thema ist offenbar auch den Angehörigen ein wichtiger Punkt.

Mir erschien das Thema Arbeit vorher schwierig zu werden, aber es wurde doch anders als ich glaubte. Zum Wunsch und Möglichkeiten verschiedene Ansprüche in der Arbeit zu decken gab es viele Anregungen. Leider sind betreffend Teilhabe an der Gesellschaft zu dem Schluss gekommen, dass Geld ein z.T. Wesentlicher Faktor ist um wirklich Teilhaben zu können. Da ist wohl die Regierung gefordert.
Das Problem, Begleitung, Unterstützung u. Ermutigung für einige, müsste doch ergänzend untereinander besser gelöst werden um ihnen mehr Teilhabe zu ermöglichen.
Jedenfalls sind gute Ideen herausgekommen und es hatte sich eine tatsächlich ziemlich rege Beteiligung ergeben.

Nächstes Seminar, am 10. 11. 2010 – Thema: Psychose und Alkohol.

Jonny Wink
Bearbeitet von Nase im Wind am 10.12.2010 17:54
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Jonny Grin


Psychoseseminar Pankow
Der 10. November 2010
Thema: Psychose, und Alkohol


Heute waren wieder viele gekommen, der Raum ist gut gefüllt. Auch sind viele neue Teilnehmer dabei. Obwohl nicht alle jedes mal dabei sind, hält sich eine recht große Teilnehmerschaft, nicht zuletzt dass neue interessierte hinzukommen.
Wir haben uns vorrangig auf Alkohol konzentriert, wobei andere Drogen durchaus erwähnt wurden.

Unter anderem ging es um die fragen; verstärkt Alkohol eine Psychose oder löst dies so etwas aus, ist gelegentliches Alkohol trinken mitunter ein Weg die Psychose abzuschwächen – ein Ventil?
Jedenfalls hat aus unser Sicht, auch jemand der psychotisch ist, wie jeder das Recht sein Bier oder anderes zu trinken, aus welchem Grund auch immer.

Ich meinte, dass in psychiatrischen Heim-WGs die Möglichkeit geschaffen werden, dass auch diese ohne schlechtes gewissen alkoholisiert dort auftauchen dürfen, und ohne gemaßregelt zu werden. Es sollte eine Raum zur Verfügung stehen wo sie sich aufhalten können um nicht die anderen in einem alkoholisierten Zustand zu belästigen oder hineinzuziehen. Solche Freiräume sind ein Stück Lebensqualität.
Jeder sollte die Freiheit haben, auch mit Alkohol zu feiern Die anderen, vermeintlich Nicht-Kranken leben es doch vor. Niemand hat das Recht einem Menschen der psychisch belastet oder erkrankt ist, zu bevormunden, denn sie sind Erwachsene Menschen.


Nächstes Seminar, am 08. 12. 2010 – Thema: Psychose und Sinnsuche / Religion / Spiritualität.

Jonny Smile
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Nase im Wind
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Jonny Grin


[b]Psychoseseminar Pankow
Hinweis:
Tut mir leid, leider bin ich seit einiger Zeit und bis auf Weiteres nicht in der Lage zu berichten.
Trotz meines länger anhaltenden Zustandes bin ich jedenfalls regelmäßig dort dabei.
Ich hoffe, später wieder aus dem Psychoseseminar Pankow berichten zu können.

Grüße an Alle im Forum
Jonny Frown
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
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