Thema ansehen
 Thema drucken
Verfolgungswahn - Und nun?
Andreas
Hallo,

bei mir ist eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert worden, was soviel heißt, dass ich unter Verfolgungswahn leide. Meine Symptome waren folgende:
Ich war davon überzeugt, dass mein damaliger Arbeitskollege meine Freundin entführt hatte und sie zur Prostitution zwingen würde. Ein anderes Symptom war, dass ich überzeugt war, dass die Ehefrau meines damaligen Arbeitgebers eine Hexe sei und meine Gedanken beeinflussen würde. Dann war ich noch davon überzeugt, dass ich telekinetische Kräfte hätte und mich per telepathie mit meiner Freundin unterhalten könne. Dann war ich auch noch davon überzeugt, dass ich Schuld sei am Tod meines Onkels, aufgrund meiner telepathischen Kräfte. Dann war ich noch davon überzeugt, dass die Maffia hinter mir her sei und habe mich auch dementsprechend verhalten.

Als es denn garnicht mehr ging und ich es nicht mehr ausgehalten habe, hab ich versucht meinen Cousin zu kontaktieren (er ist Polizist). Am Ende bin ich denn zu meinen Eltern gegangen, glücklicherweise hatten sie im Bekanntenkreis jemanden, der Facharzt für Psychiatrie und Neurologie war. Er hat meinen Eltern empfohlen mich in eine Klinik einzuweisen.
Alles weitere könnt Ihr in meinem Erfahrungsbericht lesen unter den Artikeln.

Wie habe ich mir da rausgeholfen?
Eigentlich ich selbst garnicht, die Hauptsache an meiner Besserung trugen die Medikamente bei, die ich schon in der Klinik bekam und auch noch heute nehme. Anfangs in der Klinik wurde mir Diazepam und Haldol in einer größeren Dosis verabreicht. Die Nebenwirkungen waren enorm, meine Motorik und mein Gefühlserleben waren total abgestumpft und verlangsamt. Dann kam noch dazu, dass ich fast ununterbrochen geschlafen habe. Heute nehme ich nur noch mein Risperdal (6mg) und bei Bedarf Haloperidol (4mg).

MfG
Andreas
 
Web
kann ich dir fragen stellen
 
Andreas
Hallo Gast,

hier kann jeder fragen stellen.

MfG
Andreas
 
Web
Nase im Wind
Psychose Überwinden und Vorbeugen, versucht jeder sein Mittel.

Zunächst spreche ich ein Pledoye für Medikamente aus. Allerdings mit dem Vorbehalt, sie nur auf freiwilliger Basis zu nehem (sofern eine solche Entscheidung unter den jeweils gegeben Umständen möglich ist). Der Arzt ist angehalten verantwortlich zu handel, Medikamente nur soweit einzusetzen wie es erforderlich / hilfreich ist.

meinen vorübergehenden Psychosezustand mag ich auf Grund meiner Erfahrungen überwunden haben. manchmal ist es nicht möglich auf diese zurückzugreifen weil sie irgendwie blockiert sind. Medis sehe ich nicht als Zweitrangig an aber keinesfalls sind sie als erste Wahl zu sehen. Sie sind eine von mehreren Alternativen.
Sie sind, falls notwendig erscheinend, nur in Verbindung anderer Maßnahmen (Vorrangig im Zusamenspiel des Soteriaprinzips) anzuwenden.

medikamente die zur Wiederherstellung der eigenen orientierung beitragen sind erstmal nicht grundsätzlich verkehrt. Aber auch hier gehen andere Möglichkeiten zu probieren dem Einsatz von Medis, vor.


Im Psychoseseminar Pakow z.B. wurden verschiedene eigene Methoden zur Beweltigung genannt.
Ich bin verfechter der Philosophie um zu einem Lebenskonzept zu gelangen das es mir ermöglicht, Stück für Stück eine Gefahr sich wiederholender Psychost minimieren zu können. jeder Rückschlag bietet mir neue Einblicke in eine Wahrheit die ich bis dahin nicht sah oder sehen wolte. Den Tatschen im größerwerdenden Umfang ins Auge blicken erscheint mir, meiner Erfahrung nach, die beste methode, einer Psychose vorzubeugen oder zu vermindern.

Jonny
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
Springe ins Forum:
 
Werbung
cleverALLNET