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Vorstellung
camille
Hallo..,
möchte mich kurz vorstellen.Ich bin 48J.alt u. Mutter von 5 Kindern.4Mädchen,1x19J.,2x15J.
u.1x10J. alt.1Sohn ist 18J. alt.
Eine Zwill.tochter(15J.) ist a-typ autistisch u. seit 2J. an undiff.Schizophrenie(z.Z paranoid)
erkrankt.
Suche zum Erfahrungs-u.Informationsaustausch andere betroffene Eltern.

Vielleicht habe ich in diesem Forum Glück,suche schon ganz lange!

Es grüsst Camille@5KidsWink
Tochter*1994/a-typ.autistisch/s.2J.erkrankt undiff.Schizophrenie,z.Z.parnoid/
 
Andreas
Hallo Camille,

erst einmal willkommen auf diesem Portal.

So viel ich weiss, hängen Autismus und Schizophrenie, zumindest was die biologischen Ursachen angeht, zusammen.

Ich bin zwar kein Angehöriger, sondern selbst Betroffener, aber vielleicht finden wir einen Konsens und es beteiligen sich noch Andere an dem Gespräch.

Vielleicht stellst du auch einfach mal eine konkrete Frage die dir auf dem Herzen liegt.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
camille
Hallo Andreas,
Danke für die Begrüssung.

Laut mehrer Anamnesen,die ich schon wiedergeben musste,handelt es sich bei
meinen Kindern um ein weitreichendes Spektrum.
Die beiden Grösseren sind hochbegabt,der eine Zwilling ist a-typ. autistisch u. seit knapp
2J. an einer undiff. Schizophrenie ,die seit 5Mon. paranoid ist,erkrankt,die Zwillingsschwester
ist unauffällig,die Jüngste hat Epilepsie u. ADHS.Insgesamt sind alle Einzelgänger.

Nach langer Suche nach KVJ,Medikamenten u. Therapieformen lebt sie in einer Wohngruppe
in Hessen mit Autisten u. psych.erkrankten Jugendlichen.

Nach mehreren Krankenhausaufenthalten (6W./10 Mon./4Mon./3W.),2mal Notaufnahme wegen EPS,wirkt zu mindestens das Medikament symptomelindernd,Zyprexa+tavor(wird ausgeleitet u. Taxilan dazugegeben)+akineton+Betablocker.Risperdal,Seroquel u.Halo
zeigten keine Wirkung mehr.

Viel Chemie,drastische Nebenwirkungen,dass für eine 15Jährige.

Im Moment ist sie im Ich-Zerfall,keinekörperliche Wahrnehmung u.ein andauerndes Gefühl
jeden Moment zu sterben,ist das typisch für Paranoia?Auch Halluzination u.Wahn ist dabei.

Fragen gibt es viele,
beim nächsten Mal.

Viele Grüsse von CamilleSmile
Tochter*1994/a-typ.autistisch/s.2J.erkrankt undiff.Schizophrenie,z.Z.parnoid/
 
Andreas
Hallo Camille,

das permanente Gefühl, jeden Moment zu sterben, könnte durchaus das Ergebnis vom Wahn sein. Dazu kommt noch die Einnahme der Medikamente. Psychopharmaka wirken direkt in der "Zentrale" eines Menschen. Dadurch können solche Gefühle auch noch gesteigert werden, da diese Medikamente den gesamten Organismus beeinflussen und ruhiger werden lassen. Für den Einen oder Anderen ist es wie "sterben", je nach dem was man vorher für ein Mensch war, vom Character her.
Die Halluzinationen sind ein Teil der Schizophrenie. Die Paranoia stellt in diesem Zusammenhang ebenso einen Teil der Schizophrenie dar, wie auch der Wahn.

Vielleicht aber, setzt du dich auch mal mit den behandelnden Ärzten zusammen und lässt dir alles ganz genau erläutern.

Ich denke im Fall deiner Tochter benötigst du spezielle und vor Allem professionelle Beratung durch die behandelnden Ärzte. Es ist auch ihre Aufgabe die Angehörigen dementsprechend professionell zu unterstützen bzw. zu beraten. Gute Ärzte sollten sich im Interesse deiner Tochter auch Zeit für dich nehmen.

Viele Grüße
Andreas
Wir Menschen werden geboren um Fehler zu machen.
 
Web
Nase im Wind
camille schrieb:
Hallo..,
möchte mich kurz vorstellen.Ich bin 48J.alt u. Mutter von 5 Kindern.4Mädchen,1x19J.,2x15J.
u.1x10J. alt.1Sohn ist 18J. alt.
Eine Zwill.tochter(15J.) ist a-typ autistisch u. seit 2J. an undiff.Schizophrenie(z.Z paranoid)
erkrankt.
Suche zum Erfahrungs-u.Informationsaustausch andere betroffene Eltern.

Vielleicht habe ich in diesem Forum Glück,suche schon ganz lange!

Es grüsst Camille@5KidsWink


Hallo Camille Wink
In dieser Rubrik sehe ich seltener rein, in letzter Zeit aber schon. Aber ob Rubriken u. Konventionen immer hilfreich oder notwendig sind? Mir bieten Rubriken schnellere Orientierung.

Ich gehöre sowohl zu den Betroffenen als auch zu den Angehörigen.
Zunächst mal zu Meditation; bin kein Arzt. Eine bestimmte Anzahl oder Kombinationen von Medikamenten sind inzwischen (im allgemeinen) verpönt oder sogar unzulässig. Eventuell kann es wohl Ausnahmen geben??

Mir fällt einiges ein zu all deinen Kindern, möchte erstmal nur auf deine betroffene 15-jährige Tochter eingehen.
Eines haben wir Alle gemeinsam, - Das Fühlen. Es ist der einzige Weg uns selbst und die Umwelt kennen zu lernen u. Sie einzuschätzen. Für deine Tochter ist das Erkunden der gemeinsamen Welt um sich herum möglicherweise begrenzt. Aber sind wir wirklich so überzeugt davon unsere Welt zu kennen? Die andere Welt deiner Tochter ist, so meine ich, mindestens ebenso Reichhaltig, oder vielleicht breiter.
Ich jedenfalls empfinde es als sehr Anstrengend in einer Gesellschaft leben zu müssen wo die, mit dem längeren Arm, relativ abgestumpft sind oder ihnen der Mut fehlt andere Wege zu gehen.

Was aus Sicht der heutigen Medizin als Erkrankung verstanden wird, interessiert mich hierbei wenig, und ist eigentlich nicht wirklich relevant, außer das vielleicht die Krankenkasse möglicherweise ein „bissl“ finanziell einspringt. Entscheident ist, was der einzelne braucht.
Aus eigener Überzeugung und meiner sozial-philosophischen Auffassung, gehe ich in erster Linie nicht von Erkrankung aus. Manche brauchen mehr Unterstützung, einige brauchen viel mehr und andre oder weitere od. intensivere Formen von Unterstürzung. Keiner von uns Menschen kann sich allein entwickeln oder überleben. Mit der Schwangerschaft werden auch die Auswirkungen von Gesellschaftsformen u. dessen gesellschaftlichen zusammenleben mit-übertragen.

Nicht die abgewerteten Alternativen zu Medikamenten sind die Alternativen sondern das Hauptsächliche, dass der Gesundheit dienlich ist. Medikamente sind immer als Notnagel („nur als Notnagel“) zu betrachten.
Und, ich meine nicht, dass die Angehörigen alle Last zu tragen habe, denn die gesamte Gesellschaft ist als System, Teil der Familien.

Sich selber (gerade körperlich, kaum zu empfinden ist per see schon eine Gefahr. Besonders Psychopharmaka verschiedener Arten können das eigene Empfinden sehr stark hemmen. Derartiges wie das gefühl haben bald zu sterben sind häufigere Aussagen von Betroffenen die viele Psychopharmaka nehmen, bei denen keine eigentliche Besserung eintritt. Denn es erschwert Lösungsansätze zu erkennen bzw. erahnen – man dreht sich im Kreis.
Lösungswege werden auf emotionaler Ebene entdeckt. Was diese fülle von Meditation angeht, so wären mehrere unabhängige Beratungen jenseits des behandelnden Arztes vielleicht eine Option um mehr Einblick zu gewinnen. Gerade psychisch Betroffene die einen Weg des Martyriums hinter sich lassen konnten, haben wertvolle Anregungen, ihrerseits.

Dir stellt sich bestimmt die Frage, was kann man tun damit mein Kind sich nicht so gequält sieht durch ihren Wahrnehmungen? Dazu kann man viel äußern aber letztlich kein Rezept fürs Vorgehen geben.

Ich weiß nicht wie das Verhältnis zu Tieren ist. Ich glaube schon das der therapeutisch gezielte Umgang mit Tieren sehr Hilfreich sein kann. Es geht schon sehr darum sich selbst wahrnehmen zu können. Wir brauchen ein „Ich-Gefühl“ und den zusätzlichen Ausgleich, „sich hin und wider Wohl fühlen“.
Mit einem gewisses Maß an Schmerz, oder Ängsten zu leben ist immerhin „Fühlen und Selbstwahrnehmung“.

Jonny
Bearbeitet von Nase im Wind am 24.04.2010 17:18
Ein Liebender Mensch ist ein Glücklicher Mensch
 
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