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Was hat Euch beim Umgang mit der Schizophrenie geholfen?
Andreas
Hallo,

mir hat beim Umgang mit der Schizophrenie geholfen, dass ich einige Bücher darüber gelesen habe. Klar ist es alles nur theoretisches Wissen, da die meisten Bücher die ich habe eher die medizinische Sicht der Schizophrenie beschreiben. Seit kurzem gehe ich regelmäßig zu dem Psychose-Seminar in Berlin-Pankow. Es ist sehr informativ und man kann von anderen lernen. Zudem ist es sehr spannend, zu erfahren wie andere mit der Krankheit umgehen und was sie für Erfahrungen gemacht haben. Man merkt schnell beim Psychose-Seminar, dass man nicht allein mit seinen Problemen ist. Solche Psychose-Seminare finden mit Sicherheit auch in Eurer Nähe statt, ich kanns Euch jedenfalls nur empfehlen mal dran teilzunehmen.

MfG
Andreas
 
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Gutmair
Hallo Andreas,

mir hat vor allem der Kontakt mit anderen psychisch Erkrankten geholfen. Da fühlt man sich nicht ganz so allein angesichts der Verständnislosigkeit der Umwelt. Toleranz hat hier eine ganz andere Bedeutung.

Arno Gutmair
 
Andreas
Hallo Arno,

ich habe ja vor einiger Zeit auf dieser Seite einen Artikel über den BOP&P e.V. veröffentlicht. Mittlerweile ist es so, dass erste persönliche Kontakte zum Verein entstanden sind und ich auch schon zur Selbsthilfe-Gruppe dort war. Ich werde auf alle Fälle die Selbsthilfe-Gruppe weiterhin besuchen. Der Rahmen in dem die Selbsthilfe-Gruppe abläuft ist sehr angenehm und die Gruppe ist auch nicht überlaufen und somit überschaubar. Alles in allem fühle ich mich dort sehr wohl und auch verstanden.

MfG
Andreas Liebke
 
Web
alan
Hallo Andreas,

mir hat vor allem die Hoffnung auf die Besserung geholfen. Nach der ersten Episode habe ich ein Jahr lang atypische NL genommen und hoffte dass die Krankheit nicht wiederkehrt. Leider war es nicht so und ich bin jetzt beschaeftigt mit der Frage ob ich mein ganzes Leben Medikamente nehmen werde.

mfG
Alan
 
Andreas
Hallo Alan,

wie lange Du Neuroleptika einnehmen musst hängt von verschiedenen Dingen ab. In Studien hat sich jedenfalls gezeigt, dass ca. ein Drittel der Schizophrenen vollkommen geheilt werden, ein weiteres Drittel leichte bis mittlere Symptombeschwerden haben und ein weiteres Drittel eine chronifizierte schwere Schizophrenie entwickelt. Zu welchem Drittel Du gehörst wird sich wohl erst nach einer Zeit von ca. 3-5 Jahren nach Deiner Ersterkrankung herausstellen. Da Du aber schon eine zweite Episode hattest, schätze ich mal, dass Du über einen längeren Zeitraum auf Medikamente angewiesen sein wirst. Die Frage wie lange Du die Medkamene einnehmen musst solltest Du auch mal mit Deinem Arzt klären, er kann Dir dazu eine profesionellere Antwort geben. Ich bin dafür nicht kompetent genug, da ich kein Medizin-Studium absolviert habe. Ich kann Dir nur soviel sagen, dass durch meinen ungünstigen Verlauf meiner Schizophrenie ich wohl mein Leben lang auf Medikamente angewiesen sein werde. Dies gilt nur für mich, wie bei Dir der Verlauf sein wird wäre prophetisch hervorzusagen und liegt nicht in meiner Kraft.

Gruß
Andreas
 
Web
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