Artikel Navigation
 
Artikel: Erfahrungsberichte
Erfahrungsbericht von Andreas Liebke
Hallo, mein Name ist Andreas Liebke, ich bin selbst Betroffener und möchte Euch hier schildern wie bei mir alles begann, wie der Verlauf bei mir war und wie es mir heute geht.

Ein Leben mit Schizophrenie
Ein Leben mit Schizophrenie München - Auf sechs Spuren dröhnt der Verkehr. Wulf Peter Hansen schließt die Augen und schreitet los. Bremsen quietschen, Hupen tröten. Doch Wulf Peter Hansen geht weiter, ruhig, unbeirrbar. Ihm kann nichts passieren. Denn seit wenigen Tagen kennt er seine Mission. Seither ist er nicht mehr Wulf Peter Hansen, BWL-Student in Heidelberg. Seither ist er der wiedergeborene Jesus Christus. Er ist überzeugt: Alle werden es erkennen, irgendwann.

Zehn Jahre im Nebel
Zehn Jahre im Nebel AUS SIEGEN MIRIAM BUNJES

Tanja Afflerbachs Lippen sind schmale Striche, als sie mit schnellen Schritten den Gerichtssaal durchquert. Es ist ihr großer Tag, der Beginn eines Prozesses, der viele Jahre dauern kann und den sie nicht für sich, sondern für viele andere Menschen in vielen anderen deutschen Psychiatrien durchstehen will. Saal 029, holzvertäfelt mit grauem Plastikboden, ist deshalb so voll wie nur selten bei Zivilprozessen. Vom Stuhl der Klägerbank lächelt Tanja Afflerbach vorsichtig zu den Besuchern, dann presst sie den Mund wieder zusammen.


»Ratten und Wölfe jagten mich«
Arnhild Lauveng war zehn Jahre lang schizophren, heute arbeitet sie als Psychologin. Ein Gespräch über ihre schlimmen Erfahrungen und die Hoffnung für andere. SZ-Magazin: Frau Lauveng, wie gering ist die Chance, von Schizophrenie geheilt zu werden? Arnhild Lauveng: Das sollten Sie nicht mich fragen, ich glaube nicht an Zahlen. Einige Ihrer Kollegen halten Schizophrenie immer noch für unheilbar. Andere sehen die Chance bei zehn Prozent. Ich denke eher, ein Drittel wird wieder gesund. Aber all diese Zahlen besitzen kaum Aussagekraft. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Wie hoch also war Ihre persönliche Heilungschance? Einige Ärzte diagnostizierten mich als hoffnungslosen Fall, darunter auch der bis heute renommierteste Psychologe Norwegens, der empfahl, mich wegzusperren. Man sagt ja, je früher eine Schizophrenie auftritt und je langsamer sie sich entwickelt, desto schlimmer sei ihr Verlauf. Insofern war meine Prognose sehr schlecht; man diagnostizierte Schizophrenie bei mir mit 17 Jahren, und ich war sicher schon einige Zeit zuvor krank. Allerdings besitzen erkrankte Frauen eine leicht günstigere Prog-nose als erkrankte Männer.

Roman Preist: Mein Leben in zwei Welten
Roman Preist: Mein Leben in zwei Welten Eine Geschichte wie im Film »A Beautiful Mind« Wie einen »alten Bekannten« betrachtet Roman Preist seine Schizophrenie, an der er nunmehr seit dreizehn Jahre erkrankt ist. Er war im Begriff, eine glänzende naturwissenschaftliche Karriere zu machen. Doch parallel dazu wird er mehrfach in die Psychiatrie zwangseingewiesen, weil er verschiedentlich versucht, sich das Leben zu nehmen, weil er auf offener Straße Amok läuft, auf Laternenpfähle klettert und Gott preist. Er hört Stimmen, die ihn bedrohen, lebt in Todesangst und verwahrlost zusehends.

Pendeln zwischen Segen und Fluch
Mario Tomaschek aus Engelhartszell ist schizophren. Seine Krankheit, über die es mehr Mythen als Erkenntnisse gibt, lässt sein Leben acht Jahre lang zwischen Segen und Fluch pendeln. Den Weg in die Schizophrenie hat er sich mit einem Buch von der Seele geschrieben.
 
Werbung
cleverALLNET