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Emotionale Achterbahn
Emotionale Achterbahn
"Wormser Tage der seelischen Gesundheit" befassen sich mit Borderline

Vom 16.11.2007

Von
Margit Knab

Das "übergroße Interesse" an der Persönlichkeitsstörung Borderline, die in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist, aber von Betroffenen äußerst qualvoll bis hin zum Suizidversuch durchlebt wird, steht wieder im Mittelpunkt der "Wormser Tage der seelischen Gesundheit". Mit der erneuten Thematisierung dieser psychischen Erkrankung schaffe man für Betroffene nicht nur eine gewisse Öffentlichkeit für ihr Leiden, sondern ermutige sie, "mit anderen Kranken über ihre Krankheit zu sprechen", betonte Roswitha Beck, Schirmherrin und Kuratoriumsvorsitzende des Vereins zur Unterstützung Gemeindenaher Psychiatrie in Rheinland-Pfalz, zum Auftakt der Veranstaltungsreihe, in deren Mittelpunkt die Ausstellung "Borderline - Borderland" steht.

Bis einschließlich 30. November, werktags von 9 bis 17 Uhr, ist diese Ausstellung von Einzelbildern, die "nicht im klassischen Sinne schön, aber erstklassig sind", auf zwei Etagen des Caritas-Hauses St. Elisabeth, Am Bergkloster 2, zu sehen, erklärte Caritas-Fachbereichsleiterin Yvonne Wehrheim bei der Ausstellungseröffnung. Mit Bild- und Textpassagen wirbt die Designerin Martina Schwarz um Verständnis für eine marternde Krankheit, die Betroffene bis zur Selbstverletzung bekämpfen.

Sozialdezernent Georg Büttler, der zusammen mit Rheinhessen Fachklinik, DRK-Tagesklinik, DRK-Landesverband, Integrationsfachdienst Rheinhessen-Nahe, Gesundheitsamt, Lebenshilfe Worms und Caritasverband Worms die Gesundheitsaktion unterstützt, nannte es "eine gute Sache, auch in diesem Jahr erneut das Problembewusstsein für die Krankheit Borderline zu schärfen, weil ein Prozent der Erwachsenen und fünf Prozent Jugendliche von dem Krankheitsbild einer emotionalen Achterbahn betroffen sind". Der Bürgermeister war sich mit Caritasdirektorin Margret Mayer einig, dass Gesundheit nicht nur eine medizinische, sondern überwiegend auch eine gesellschaftliche Aufgabe ist. Am 19. November, 19 Uhr, gibt es bei der Lebenshilfe den Vortrag "Borderline und Arbeit: Wie verträgt sich das?", am 20. November, 19.30 Uhr, im Haus der Jugend den Filmabend "Meine böse Freundin". Am 22. November, 19 Uhr, steht im DRK-Haus, Siegfriedstraße, der Vortrag "Leben mit Borderline - Verselbständigung von jungen Menschen" auf dem Programm, am 28. November, 19 Uhr, in der DRK-Tagesklinik, Maximilianstraße, "Borderline-Störung Diagnose und Behandlung".

Quelle: http://www.wormser-zeitung.de/region/objekt.php3?artikel_id=3050853
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