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Irische Patienten häufig zu lange in Psychiatrie
Irische Patienten häufig zu lange in Psychiatrie

Donnerstag, 12. Juli 2007


Dublin - In Irland werden hunderte psychisch kranke Patienten gegen ihren Willen oder gegen die Wünsche ihrer Angehörigen in Psychiatrischen Kliniken festgehalten. Dies verstößt gegen die irische Gesetzgebung – zur Sorge irischer Ärzte- und Patientenverbände.


Das Gesetz namens „Mental Health Act“ besagt, dass jeder irische Psychiatriepatient, der gegen seinen Willen stationär therapiert wird, Anspruch darauf hat, seine fachärztliche Einweisung von einem unabhängigen Expertengremium überprüfen zu lassen. Die Überprüfung dieser Einweisungen ist die Aufgabe von Tribunalen. Diese entscheiden oftmals, dass der Patient zu Unrecht in einer Psychiatrieklinik festgehalten wird.


Häufig werde Patienten der Zugang zu diesen Schiedsstellen „aus Kostengründen“ verweigert, berichtete kürzlich die irische Fachzeitschrift „Irish Medical Times“. Die Publikation beruft sich dabei auf Quellen aus dem Gesundheitsministerium in Dublin.


Zwischen November 2006 und Juni 2007 seien landesweit mehr als 500 Patienten gegen ihren Willen in psychiatrischen Kliniken festgehalten worden, ohne dass diese Patienten die Gelegenheit gehabt hätten, ihre Einweisungen von einer unabhängigen Schiedsstelle überprüfen zu lassen.


Irische Medien sprechen von einem „Skandal“. Das Dubliner Gesundheitsministerium kündigte inzwischen auf Druck der Öffentlichkeit eine Überprüfung der Vorwürfe an.


© KT/aerzteblatt.de


Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=29138

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